From Klemens Schütte's Desk:


Unter dieser Rubrik findet ihr alle Vorträge, die Klemens in den vergangenen Monaten in unseren Father's House Veranstaltungen vorgetragen hat.



Klemens stellt seine CD " Coming Home" vor

Klemens mit Band in Hanau/Kesselstadt

Klemens und Steffi in Jaffa/Israel

Steffi & Klemens in Mallorca

Steffi & Klemens Schütte und Billa & Rudi Pinke in Jerusalem

Andreas und Steffi zu Rudis 80zigsten Geburtstag

Klemens und Claudia zu Rudis 80zigsten Geburtstag

Wir lieben Löwen

Inhalt/Übersicht der bisher veröffentlichten Vorträge

9.) Biblische und Geistliche Grundlagen für Fortgeschrittene 

Teil 3: Jesus, Gethsemane, Golgatha, Galiläa - Die wichtigsten Tage der Weltgeschichte (27.04.2019)

8.) Der reife Christ: Biblische und Geistliche Grundlagen für

Fortgeschrittene - Teil 2-Jesus – Öffentliches Wirken. Von der Taufe bis zum Garten Gethsemane....  (16.02.2019)

7.) Der reife Christ: Biblische und Geistliche Grundlagen  für Fortgeschrittene -Teil 1: Jesus - Grundlagen, Hintergründe, Erkenntnisse und Ziele .......(29.12.2018)

6.)  Psalm 90.10 Unser Leben dauert 70zig Jahre....wirklich? (23.06.2018)
5.)  Coming Home
4.)  Neben der Spur: Wie bleiben Christen auf dem richtigen Weg.   (24.02.2018)
3.)  Neben der Spur: Wie bleiben Christen auf dem richtigen Weg, Teil 2 -  (30.12.2017)
2.)  Neben der Spur: Die Machenschafften des Teufels entlaarfen. (27.10.2017)
1.)  Der Sternenhimmel am 23. September 2017 und Offenbarung 12.  (30.09.2017)


Vortragsreihe: Biblische und Geistliche Grundlagen für Fortgeschrittene 

9.) Teil 3: Jesus, Gethsemane, Golgatha, Galiläa - Die wichtigsten Tage der Weltgeschichte 

Gefangennahme, Prozess, Tod und Auferstehung Jesu: Interessante Details, ungeahnte Erkenntnisse, prophetische Beweise und Erläuterungen aus biblischer und jüdischer Sicht

 

Wir wollen uns heute die Passion Christi und seine Auferstehung anschauen und zwar im Detail, viele Elemente herausgreifen und analysieren. Es geht mir nicht so sehr um das große Ganze, das haben wir sicher verstanden. Aber es geht darum, an Hand einzelner kleiner Handlungen, die geschehen sind oder einzelner Worte, die gesagt wurden, zu begreifen, wie außergewöhnlich und unnachahmlich diese 3 entscheidenden Tage der Weltgeschichte waren. Es ist ein Lehrvortrag mit vielen Zitaten und Bibelstellen, und ich hoffe Ihr habt etwas Zeit mitgebracht, denn wir wollen in der nächsten guten Stunde folgende Abschnitte behandeln: Inhaltsverzeichnis: 

            Verrat Jesu

            Gefangennahme

            Religiöser Prozess

            Judas

            Zivilprozess

            Weg nach Golgatha

            Erste 3 Stunden am Kreuz

                Zweite 3 Stunden am Kreuz/Tod

            Grablegung

              Auferstehung und Erscheinungen

            Himmelfahrt

 

Wir steigen gleich ein, ohne große Einleitung und beginnen mit dem 

Verrat Jesu 

Dazu die Stelle Mk 14, 1-2: „Es waren noch zwei Tage bis zum Passafest und den Tagen der Ungesäuerten Brote. Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn mit List ergreifen und töten könnten. Denn sie sprachen: Ja nicht bei dem Fest, damit es nicht einen Aufruhr im Volk gebe.“ Der Plan der Obrigkeit war also, Jesus erst nach dem Passahfest, wenn alle Menschen Jerusalem wieder verlassen hatten, gefangen zu nehmen und zu töten, denn sie hatten Angst vor einem Aufruhr im Volk. Da kam ihnen der Verräter Judas Ischariot gerade recht, denn er ging wie wir wissen zu den Hohepriestern und bot ihnen den Verrat an. Diese nahmen das sehr gerne an und versprachen ihm 30 Silberlinge, wenn er ihn auslieferte. Denn der Plan war, ihn nach dem Fest elegant und relativ unbemerkt festzunehmen und ihm dann den Prozess zu machen.

Dies war die Ausgangssituation und wir müssen bei der Betrachtung der ganzen Leidensgeschichte Jesu bis hin zu seinem Tod uns immer vor Augen halten: Jesus behielt in jedem Augenblick die Kontrolle über das Geschehen. Er hatte allezeit die Kraft und Macht, alles sofort zu beenden oder zu verändern. Entgegen des Plans der Jüdischen Leiterschaft greift Jesus frühzeitig ein und macht diesen Plan zunichte. Denn während des letzten Abendmahls entlarvte Jesus den Judas als den, der ihn verraten würde. Damit wusste Judas, dass sein Plan aufgeflogen war (eigentlich hätte er sich es denken können). Also ging er direkt nach dem Abendmahl zu den Hohepriestern, um ihnen den Weg zum Garten Gethsemane zu zeigen, dorthin wo Jesus mit seinen Jüngern oft hinging und auch an diesem Abend vorhatte, hinzugehen. Dieses ganze Dazwischengehen Jesu führte also dazu, dass der ganze Prozess schon vor dem Fest durchgeführt wurde. Es ist also ganz interessant, dass Jesus selbst quasi seine eigene Hinrichtung beschleunigt hat. Wir werden später sehen warum. Die Pharisäer, die eigentlich Jesus im Stillen beseitigen wollten, mussten nun handeln, damit Jesus nicht wieder nach Galiläa oder woanders hin verschwindet und ihm noch mehr Leute nachliefen. 

Man muss annehmen, dass sie mit Judas sofort zum römischen Statthalter, also Pontius Pilatus gingen, um Jesus eines Verbrechens anzuklagen. Nur so ist es zu erklären, dass dieser ihnen anschließend eine ganze Kohorte Soldaten als Begleitung mit auf den Ölberg sandte um Jesus gefangen zu nehmen. Eine Kohorte sind 600 Mann. Dazu kamen Teile des Hohen Rates, der Dienerschaft und weitere Gefolgsleute der Pharisäer. Man bot also eine Menschenmenge von nahezu 700 Leuten auf, um die Tat auszuführen. Diese alle schoben sich im Schatten der Dunkelheit aus der Altstadt, durchs Kidrontal, den Ölberg hinauf. Es mutet etwas seltsam an, mit so vielen Menschen einen harmlosen, unbewaffneten Prediger festzunehmen, aber es drückt sehr deutlich die Angst aus, die man vor Jesus hatte.

Noch ein Wort zu den 30 Silberlingen: Warum genau 30? Dies ist nach altem biblischen Brauch der Preis für einen toten Sklaven: 2. Mo 21,32 heißt es : „Tötet das Rind einen Sklaven oder eine Sklavin, muss der Besitzer des Rindes ihrem Herrn 30 Silberstücke bezahlen.“ Da Sklaven keine Rechte hatten und Menschen waren, auf die man verachtend herabschaute, wurde genau dieser Gegenwert, nämlich exakt 30 Silberstücke, zu einem Preis der Verachtung. Wir müssen wissen, dass in den früheren Zeiten Handel oft so abgeschlossen wurden, dass der Käufer einen Preis benannt hat den er zu zahlen gewillt war und wenn er fair und kein Wucher war, wurde dieser dann auch meist bezahlt. Wir können das heute noch im Mittelmeer – und arabischen Raum auf Basaren oder wo auch immer erleben. Da nun 30 Silberstücke gekoppelt waren mit dem Ausdruck der Verachtung, hat man bei Kaufabschlüssen ähnlicher Größe stattdessen eher 29 oder 31 Münzen als Kaufpreis vereinbart. Die Obrigen nannten also Judas den Preis von 30 Silberlingen, um ihre ganze Verachtung Jesus gegenüber auszudrücken und er nahm an.

Gefangennahme Jesu 

Kommen wir zurück zur eigentlichen Gefangennahme Jesu: Wir beobachten hier etwas ganz Interessantes. Lasst uns mal den entsprechenden Abschnitt in Joh 18 1-8  lesen: „ Als Jesus dies gesagt hatte, ging er mit seinen Jüngern hinaus über den Bach Kidron, wo ein Garten war, in den er hineinging, er und seine Jünger. Aber auch Judas, der ihn überlieferte, wusste den Ort, weil Jesus dort oft mit seinen Jüngern zusammen war. Als nun Judas die Kohorte und von den Hohenpriestern und Pharisäern Diener genommen hatte, kommt er dahin mit Leuchten und Fackeln und Waffen. Jesus nun, der alles wusste, was über ihn kommen würde, ging hinaus und sprach zu ihnen: Wen sucht ihr? Sie antworteten ihm: Jesus von Nazareth. Er spricht zu ihnen: Ich bin es! Aber auch Judas, der ihn überlieferte, stand bei ihnen. Als er nun zu ihnen sagte: Ich bin es!, wichen sie zurück und fielen zu Boden. Da fragte er sie wieder: Wen sucht ihr? Sie (rappelten sich hoch) aber sprachen: Jesus von Nazareth. Jesus antwortete: Ich habe euch gesagt, dass ich es bin. Wenn ihr nun mich sucht, so lasst diese gehen!“

Wir sehen also, Jesus wusste was nun kam und er ergriff die Initiative und wartete nicht bis die Dinge mit ihm geschehen würden. Er fragt sie 2x wen sucht ihr, sie antworten 2x Jesus von Nazareth und er antwortet 2x mit ICH BIN ES. Das Wort für ICH BIN ist im Griechischen und Hebräischen Urtext ein Wort, dass zweifach gedeutet werden kann. Einmal kann es das gewaltige, göttliche ICH BIN aus dem Alten Testament ausdrücken, bei der Gott aus dem Dornbusch zu Moses redete. Zum anderen gibt es die einfache Form, ICH BIN der den ihr sucht. Als Jesus das erste Mal ICH BIN ES sagte, fielen sie alle zu Boden – immerhin waren das in dem Moment 700, davon 600 schwer bewaffnete, durchtrainierte und voll bewaffnete Männer. Was für ein Anblick – was für eine eindrucksvolle, gewaltige Machtdemonstration des Gottessohnes. Jesus zeigte ihnen kurz seine Göttlichkeit, wohl auch um allen klarzumachen, dass er derjenige ist, der in diesen nun vor ihm liegenden Stunden das Heft des Handelns in der Hand hält. Es gibt Ausleger die diese Situation auch als eine Vorschattung auf das finale Wiederkommen Christi sehen, wenn die vom Antichristen versammelte größte Armee durch den Hauch seines Mundes endgültig vor Jesus in die Knie gehen wird.

Eine weitere interessante Begebenheit schließt sich unmittelbar an: Alle 4 Evangelien berichten, dass Petrus den Rambo spielt, zum Angriff übergeht und einem Knecht des Hohepriesters mit einem Dolch ein Ohr abschlägt. Zweifellos wäre er damit normalerweise auf der Stelle des Todes gewesen, wenn ein paar der Soldaten ihn daraufhin kurzerhand zur Strecke gebracht hätten. Aber in Lukas lesen wir, dass Jesus den Knecht sofort heilt und Petrus somit das Leben rettet. Und in Matthäus lesen wir, dass Jesus Petrus und allen Jüngern 3 Dinge durch diese Begebenheit mit auf den Weg gibt: Kap 26, 52 ff : „Da spricht Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert wieder an seinen Ort! Denn alle, die das Schwert nehmen, werden durchs Schwert umkommen. Oder meinst du, dass ich nicht meinen Vater bitten könne und er mir jetzt mehr als zwölf Legionen Engel stellen werde? Wie sollten denn die Schriften erfüllt werden, dass es so geschehen muss?“

Was meint Jesus damit? 1.: Die Botschaft Jesu Christi wird nicht durch Gewalt verbreitet, im Gegenteil: Für den Glauben und für das Wirken Gottes halten wir die andere Wange hin, müssen wir bereit werden andere Wege, selbst den Weg des ungerecht Verurteilten oder sogar den eines Märtyrers zu gehen. Die Zeiten werden härter werden und wir werden das in bestimmter Weise erleben (ich erinnere nur an die kürzlichen Attentate in SriLanka). Hier in Deutschland durch die stabilen politischen Verhältnisse vielleicht keinen Tod aber mit Sicherheit Ausgrenzung und ungerechte Behandlung 2.: Jesus spricht davon wie ihm der Vater sofort 12 Legionen Engel oder sogar noch mehr zur Seite hätte stellen können, dies wären etwa 50.000 Engel gewesen, die sicher mit den paar hundert anwesenden Soldaten kurzen Prozess gemacht hätten, aber: Jesus meint es natürlich im geistlichen Sinn. Hier wird ein geistlicher Kampf ausgefochten, kein weltlicher und das Schwert des Petrus war vollkommen unangebracht. Es zeigt aber wiederum auch welche Power und Macht Jesus jederzeit in dem Geschehen hatte, denn diese 12 Legionen Engel hätte er auch später bei der Geißelung oder dem Tod am Kreuz herbeirufen können, aber er verzichtete darauf damit die Schrift erfüllt werden konnte. Und 3.: Alles musste so geschehen wie es in der Schrift und ihren darin enthaltenen prophetischen Voraussagen verheißen wurde. Darum und allein darum ging es Jesus. Denn er wusste, dass Satan in diesem Endkampf nur darauf wartete, dass er einen Fehler machen würde und zu früh oder anders starb als es geschrieben stand. Denn dann hätte Satan ihn der Lüge überführen können und Jesus hätte nicht mehr sündenfrei seinen Leib als Opfer darbringen können und damit stellvertretend für dich und mich und für alle Menschen die Erlösung bewirken können. Jesus hatte also die ganze geistliche Dimension der nun beginnenden Vorgänge vollkommen und jederzeit im Blick.

Zum Schluss dieses Abschnitts eine kleine anekdotenhaften Episode der Gefangennahme, die Geschichte mit dem nackten Mann. Schon mal gehört? Markus ist der Einzige Evangelist, der davon berichtet in Mk 14,52 ff: „Und es verließen ihn alle und flohen. Und ein junger Mann, der ein Leinenhemd um den bloßen Leib geworfen hatte, folgte ihm, und sie ergriffen ihn. Er aber ließ das Leinenhemd fahren und floh nackt.“ Was hat es damit nun auf sich? Tatsache ist, wenn in der antiken Geschichte ein Autor eine Biografie schrieb, dann fügte er in der Regel einen Selbstbezug ein, damit die Leser verstanden, warum er die Dinge alle wusste. Dies geschah meistens in der 3. Person. So sprach Johannes zum Beispiel an mehreren Stellen von sich als dem Jünger den Jesus liebte. Markus wiederum erzählt uns diese Geschichte. 

 

  • Jetzt kommen wir zu den Prozessen, die Jesus gemacht wurden. Wir müssen grob zwischen zwei Verhandlungen unterscheiden, einer religiösen vor den Hohepriestern und dem Hohen Rat und einer weltlichen vor Pilatus und Herodes. Dazu ist es wichtig uns zu erinnern, dass die Verhaftung Jesu eigentlich nicht für diese Zeit sondern erst nach dem Passahfest geplant war.  

Der Religiöse Prozess 

Zuerst fanden die religiösen Verhandlungen statt, die wir in 3 Abschnitte untergliedern können. Das Verhör bei Hannas, Das Verhör beim Hohepriester Kaiphas und dann nochmals vor dem Hohen Rat. 

Nach der Gefangennahme brachte man Jesus direkt zu Hannas. Hannas war früher bis zum Jahre 14 n.Chr. Hoher Priester gewesen, danach übernahm er so etwas wie die Priesterliche Oberleitung und 4 seiner Söhne oder Schwiegersöhne wurden nacheinander Hohepriester. Hannas hatte den Tempelbezirk zu einem Geschäftsbetrieb umfunktioniert, er kassierte Tantiemen von den Einnahmen der Geldwechsler und der Opfertierschlachtung. Genau das – wir erinnern uns – hatte Jesus bei seinen früheren Tempelbesuchen als Räuberhöhle angeprangert und hat die Tische umgeworfen. Man kann davon ausgehen, dass Hannas daher einen persönlichen Zorn auf Jesus hatte. 

Interessanterweise kann man feststellen, dass die Hohepriester und der Hohe Rat während des ganzen Prozesses von Jesus über 20mal ihre eigenen, sonst so vehement vertretenen jüdischen Gesetze brachen. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Die, die sonst immer peinlich genau auf jedes Gesetz achten und die Menschen wegen ihrer Gesetzlosigkeit bei jeder Übertretung knechteten, brachen selbst alle Gesetze, weil sie solch eine Angst vor Jesus hatten. Der Prozess gegen unseren Herrn war aus juristischer Sicht komplett illegal und unfair. Also ist er uns auch hier vorausgegangen, wenn uns Ungerechtigkeit oder ähnliches widerfährt. Ich werde die wichtigsten Gesetzesbrüche im Folgenden erwähnen.

Die ersten drei eklatanten Verstöße erleben wir gleich beim ersten Verhör durch Hannas: Sie verhandelten in der Nacht, sie taten dies im Geheimen ohne Öffentlichkeit und sie hatten keine Zeugen. Im jüdischen mussten Prozesse immer bei Tageslicht stattfinden, der Angeklagte hatte ein Recht auf Öffentlichkeit und es mussten mehrere Zeugen unabhängig die gleiche Beschuldigung vorbringen.

Hannas befragte Jesus nun nach seinen Jüngern und über seine Lehre. Das Ziel war, die Jünger ebenfalls zu kriminalisieren und irgendetwas gegen die Lehren Jesu als Vorwand in die Hand zu bekommen. Jesus aber durchschaute ihn und kannte sich auch wohl bestens mit den jüdischen Rechtsprechung aus. Er antwortete, warum fragst Du mich, alles ist vorher offen von mir überall erzählt worden und da draußen stehen ganz viele Zeugen dessen was ich gelehrt habe. Damit sprach er direkt die Heimlichtuerei und Gesetzeswidrigkeit dieses ersten Prozesses an und das Ziel des Hannas, ihn auf die Schnelle zu überführen, schlug gewaltig fehl. Jesus wurde geschlagen, auch das hochgradig gesetzeswidrig, das war die erste der vielen Misshandlungen in dieser Nacht. Man brachte ihn zu Kaiphas, dem Schwiegersohn des Hannas, der das Amt des Hohepriesters innehatte.

Die Verhandlung vor Kaiphas – man muss fast sagen der Verhandlungsmarathon- war aus Sicht der Ankläger ein komplettes Desaster. Sie begann damit, dass sie falsche Zeugen gegen ihn aufboten. Doch wen sie auch holten und befragten, keine der Zeugenaussagen stimmte überein. Wiederum finden sich dabei zwei eklatante Gesetzesbrüche: Zuerst hatte der Angeklagte ein Recht auf Verteidigung bevor die Ankläger den Fall mit Aussagen von Zeugen zu untermauern versuchen. Zweitens, wenn sich dann keine übereinstimmenden Zeugen fanden, war der Angeklagte unmittelbar frei zu lassen. Beides Fehlanzeige bei Jesus, der Prozess schleppte sich die ganze Nacht dahin. Jesus antwortete nicht auf ihre Fragen denn er wusste, dass sie permanent gegen die Gesetze verstießen und er musste nicht antworten. Als Kaiphas merkte, dass alle Anschuldigungen nicht das gewünschte Resultat, nämlich eine Verurteilung zum Tode, führten, holte er zum großen Schlag aus und nahm Jesus unter Eid. 

Wir lesen Mt. 24,63 ff  „Aber Jesus schwieg weiter. Darauf sagte der Hohepriester: »Ich nehme dich vor dem lebendigen Gott unter Eid: Sag uns, bist du der Christus, der von Gott erwählte Retter? Bist du der Sohn Gottes?« »Ja, du sagst es«, antwortete Jesus, »und ich versichere euch: Von jetzt an werdet ihr den Menschensohn an der rechten Seite des allmächtigen Gottes sitzen und auf den Wolken des Himmels kommen sehen.« Empört zerriss der Hohepriester sein Gewand und rief: »Das ist Gotteslästerung! Wozu brauchen wir noch weitere Zeugen? Ihr habt es ja selbst gehört, wie er Gott gelästert hat! Wie lautet euer Urteil?« Sie riefen: »Er ist schuldig! Er muss sterben!« Dann spuckten sie Jesus ins Gesicht und schlugen mit den Fäusten auf ihn ein. Andere gaben ihm Ohrfeigen und spotteten: »Na, du Christus! Du bist doch ein Prophet! Sag uns, wer hat dich vorhin gerade geschlagen?«“

Interessant ist, dass Jesus, selbst im Moment der ärgsten Bedrängnis – denn er wusste, wenn er seine Gottessohnschaft bezeugen würde, dass dies das Todesurteil nach sich ziehen würde – selbst in diesem Moment blieb er völlig ruhig und erklärte ihnen sogar die Zukunft, dass er zurück an die Seite des Vaters geht und dass er eines Tages für alle sichtbar wiederkommen wird. Das 100%ige Vertrauen zum Vater und der Entschluss, dessen Auftrag zu Ende zu bringen, ließen ihn das barbarische Verhalten seiner Ankläger ertragen. 

In diesen entscheidenden Momenten, die zum Todesurteil Jesu führten, begingen der Hohe Priester und der Hohe Rat nach dem jüdischen Gesetz mehrere Gesetzesbrüche. Im Schnelldurchlauf  

a)     Prozess am Abend des Passah (kein Prozess am Feiertag erlaubt)
b)    Kaiphas zerriss seine Kleider (Manipulation durch den Vorsitzenden Richter)
c)     Kaiphas klagt an „Gotteslästerung“ (Anklage durch den Richter, nicht durch Zeugen)
d)    Keine weiteren Zeugen (er hatte keine mehr): Schuldspruch aufgrund eigener Aussage des Angeklagten unzulässig
e)     Todesurteil des Sanhedrins in der Nacht (nur am Tag zulässig)
f)      Bei einem Todesurteil mussten zwischen Verhandlung und Schuldspruch mindestens   24h liegen
g)     Urteil per Abstimmung, nicht einzeln mit dem Jüngsten beginnend was dem rechtmäßigen Prozedere entsprach
h)    Einstimmigkeit des Urteils: Hat normalerweise Freispruch und Freilassung zur Folge, da Einmütigkeit bei Gericht unter Juden die Unschuld des Angeklagten beweist (Verschwörung, Korruption); 
 Josef von Arimatea und Nikodemus waren demnach nicht dabei
i)       Verurteilung zum Tode erfolgte sofort: erst 3 Tage nach Schuldspruch erlaubt (neue Zeugen, Zeit für Wendung des Geschehens)
j)       Schlagen und Anspucken: Richter immer human und freundlich dem Angeklagten gegenüber, kein Schlagen oder Geißelung eines zum Tode Verurteilten erlaubt (normalerweise mit hohen Geldstrafen belegt) 

Wir sehen, wie dramatisch ungerecht der Prozess gegen Jesus war. Er hatte keine Chance, er hatte keinen Verteidiger, er war der Willkür der Oberen ausgeliefert. 

Die Illegalität des Prozesses war dem Hohen Rat durchaus bewusst. Denn in den folgenden Versen lesen wir: Am frühen Morgen kamen die Obersten und der Hohe Rat zusammen und beschlossen, Jesus zu töten und übergaben ihn an Pilatus. Sie warteten also das erste Tageslicht ab, um zumindest an diesem Punkt den Anschein der Legalität des Prozessen zu wahren. Zwischenzeitlich gingen die anwesenden Ratsmitglieder nach Hause und Jesus wurde in den Hof geschickt, dort bewachten ihn römische Soldaten und misshandelten ihn. Bis dahin folgten ihm ja auch Petrus und Johannes und hielten sich so noch ganz in seiner Nähe auf. Wir kennen alle die Geschichte mit Petrus und dem Hahn, der im Morgengrauen 3x kräht. 

Judas 

Es gibt zwei Fragen, die sich immer wieder im Zusammenhang mit Judas stellen, zum einen  - war er am Ende doch errettet? Und wie ist er gestorben?

In Mt 27,3 lesen wir  „Als Judas, der ihn verraten hatte, sah, dass er zum Tode verurteilt war, reute es ihn“. Mancher mag meinen, dass dies ein eindeutiges Zeichen der Umkehr des Judas war und dass er folglich am Ende gerettet sein müsste, denn er war ja auch ein Nachfolger Jesu. Aber im griechischen gibt es zwei Bedeutungen für das deutsche Wort bereuen, eins heißt „metanoia“ und bedeutet so viel wie Bereuen zur Errettung, das wäre hier wichtig gewesen. Das andere Wort heißt „metamellomai“ und bedeutet so etwas wie Gewissenbisse haben, zerknirscht sein. Dieses Wort ist hier im Original Text verwendet worden, also ist klar, dass Judas zwar Gewissensbisse über seine Tat hatte, aber nicht wirklich umkehrte. Vermutlich hätte er sich dann auch nicht umgebracht. 

Dann die zweite Sache mit Judas. Scheinbar gibt es zwei unterschiedliche Darstellungen über seinen Selbstmord. So wird in Mt. 27,5 gesagt: „Und er warf die Silberlinge in den Tempel, ging fort und erhängte sich.“ Und in Apg. 1,18 steht: „Aber er ist vornüber gestürzt und mitten entzwei geborsten, sodaß seine Eingeweide heraustraten“. Was denn jetzt? Kann die Bibel eine wahre und eine falsche Version berichten? Wir wissen, die Bibel ist in allem wahr, also wie kann das sein? Man muss die jüdischen Gepflogenheiten etwas kennen, um festzustellen, dass beide Aussagen wahr sind und zusammenpassen.

Wir haben Passah und Passah beginnt mit dem Untergang der Sonne am Abend vor dem ersten Passahtag. Traditionell essen die Juden an dem Abend ihr Passahmahl, wie es auch Jesus mit den Jüngern tat. Am ersten Passahmorgen gab es dann um 9:00 Uhr ein spezielles Passahopfer im Tempel, von dem nur die Priester essen durften. Nach jüdischem Gesetz war die ganze Stadt unrein, wenn zwischen dem Passahabend und dem ersten Tag des Passah ein Leichnam in der Stadt war. Dies kam aber hier und da mal vor. Die jüdische Gesetzgebung ist allerdings sehr erfinderisch und flexibel. Wenn es mit einem Gesetz Probleme geben könnte, entwirft man schnell ein weiteres, um das Problem zu umgehen. Man machte kurzerhand ein zweites Gesetz, dass besagt, sollte ein Leichnam während der Passahfeiern existieren, werfe man ihn über die Mauer der Stadt. Damit ist die Stadt wieder zeremoniell rein. Indem sich Judas innerhalb der Stadtmauern Jerusalems erhängte, hatte er die Stadt zeremoniell unrein gemacht. Und solange sein Körper in der Stadt war, konnten sie mit den rituellen Passahfeiern nicht weitermachen. Also warfen sie den toten Mann über die Mauer mit den geschilderten Konsequenzen. Wenn man das weiß, kann man verstehen, dass beide Bibelstellen zutreffen und Gottes Wort keine Fehler enthält. 

Der Zivilprozess 

Die Juden durften zu damaliger Zeit keine Todesurteile mehr vollstrecken. Dies hatte der römische Senat im Jahr zuvor beschlossen und in allen Provinzen in die Tat umgesetzt. 

Wir alle kennen den Prozessablauf bei Pilatus, dem zuständigen Römischen Prokurator oder Statthalter. Er allein hatte Macht, ein Todesurteil faktisch zu realisieren. Ich möchte jetzt nicht alle Details des Prozesses widergeben aber ein paar interessante Phänomene herausgreifen: Zum einen die Unschuld des Pilatus: Wenn man alle Evangelien nebeneinanderlegt und den Prozess mit all seinen Facetten vergleicht, stellt man fest, dass Pilatus mindestens 6x ernsthaft versucht hat, Jesus nicht zu verurteilen, sondern ihn freizulassen denn er war 100% von dessen Unschuld überzeugt. 6x tat er alles was er konnte, um Jesus zu retten aber am Ende scheiterte er doch und bleibt die tragische Figur im ganzen Geschehen. Obwohl er demonstrativ seine Hände im Wasserbecken wusch und sagte, er sei unschuldig am Tod dieses Mannes, gab er dem Drängen der Juden nach. Petrus sprach in seiner Pfingstpredigt davon, dass auch Pilatus eine Mitschuld am Tod Jesus traf. Was war es, dass Pilatus umstimmte, denn er hatte gewiss keine Angst in dem Sinne vor den Juden, er verachtete sie ja. 

Auch hier wieder eine Hintergrundanekdote: Pilatus war befreundet mit Sejanus, der in Rom einen sehr hohen Posten, den des Leiters der Leibgarde des Kaisers, erhielt. Durch die Fürsprache von Sejanus kam Pilatus zu dem Posten des Prokurators der Provinz Judäa und Samaria. Auch damals gabs also bereits Vetterleswirtschaft. Nun passierte aber folgendes: Sejanus erhob sich gegen Tiberius, den Kaiser, zettelte eine Verschwörung an mit dem Ziel, selbst Kaiser zu werden. Das Komplott flog auf und Sejanus und andere Beteiligte wurden hingerichtet. Sodann begann eine Untersuchung unter allen, die Kontakt mit Sejanus hatten, darunter auch seine Freunde wie Pilatus. Alles was Pilatus in dieser Situation nun gebrauchen konnte, war, dass eine Nachricht nach Rom ging die lautete, er hätte jemand freigelassen, der von sich selbst behauptete, er sei ein König und dem scharenweise Leute nachliefen. Obwohl er unter dieser inneren Spannung stand, machte er einen allerletzten Versuch Jesus freizulassen und präsentierte ihn den Juden, inzwischen gegeißelt und entstellt – Joh. 19, 14-15: „Seht Euer König!“. Sie aber schrien: „Weg, weg! Kreuzige ihn!“ Pilatus spricht zu ihnen: „Euren König soll ich kreuzigen? Die Hohenpriester antworteten: „wir haben keinen König, nur den Kaiser!“ 

Damit lehnten sie Jesus eindeutig als ihren König ab und nahmen den sonst so verhassten Kaiser als ihren König an. Und in Matthäus lesen wir dass sie sogar schrien Mat. 27,25: „Sein Blut komme über uns und unsere Kinder!“ Wie wahr, wie wahr. Genau 40 Jahre später also, währen der Lebzeiten dieser und der darauffolgenden Generation zerstörten die Römer Jerusalem und schlachteten alle Bewohner ab. Wir erinnern uns vielleicht an meinen letzten Vortrag, das war die Konsequenz aus der Sünde wider den Heiligen Geist, für die diese Generation zur Rechenschaft gezogen werden würde. Interessanterweise sprachen sie hier in dieser angespannten Situation ihr Urteil über sich selbst aus.

Nach all dem gab Pilatus schliesslich auf und überantwortete Jesus den Soldaten für die Kreuzigung. 

Der Weg nach Golgatha 

Wir kennen alle die Berichte über die Kreuzigung und den Tod Jesu. Es begann mit der Prozession nach Golgatha und es endete mit der Versiegelung des Grabes. 

Zwei Bemerkungen zum Weg Jesu bis zur Kreuzigungsstätte: Jesus war durch die Geißelung so geschwächt, dass er sein Kreuz nicht mehr tragen konnte. Man muss wissen, dass die Geißelung nach römischer Art eigentlich fast schon einem Todesurteil glich, viele starben schon während der Marter an den Folgen dieser barbarischen und brutalen Folter. Der ganze Körper einschließlich des Gesichtes war aufgerissen und klaffte vor rohem Fleisch, es mussten höllische Schmerzen gewesen sein, die Jesus erlitten hat. Ich empfehle, sich die Mühe zu machen und die Einzelheiten einer römischen Geißelung nachzulesen. Dann weiß man was Jesus alles ausgehalten hat für Dich und für mich. Hinzu kommt, dass er eine geflochtene Dornenkrone aufgesetzt bekam. Wer einmal in Israel die Dornensträucher gesehen und berührt hat, weiß, wie furchtbar scharf und schmerzhaft Verletzungen durch diese Dornen sind, geschweige denn man presst einen kompletten Ring aus Dornen auf den Kopf. Es waren unmenschliche Schmerzen. Jesus musste physisch ein starker und gesunder Mann gewesen sein, dass er es soweit überhaupt überlebte und auch noch den zweiten Teil des Dialogs mit Pilatus führen konnte. Delinquenten in waren nach einer Geißelung und einer Dornenkrönung normalerweise nicht in der Lage zu sprechen. Nach dem Schuldspruch durch Pilatus ging es zur Hinrichtungsstätte. Dabei musste der Verurteilte sein Kreuz oder zumindest einen der Balken selbst durch die von Menschen gesäumten engen Gassen Jerusalems tragen. Nachdem Jesus ein paarmal zusammengebrochen war, wählten sie kurzerhand einen Mann, der in der Menge war, namens Simon von Kyrene, ihm das Kreuz zu tragen. Interessanterweise taucht später bei Paulus im Römerbrief der Name der Familie wieder auf, anscheinend hat dieses Ereignis Simon und sein Haus gläubig werden lassen. 

Den Zug mit den drei Todgeweihten durch die Stadt begleiteten zur damaligen Zeit immer sogenannte Klageweiber. Als diese zu ihm kamen, um ihn zu beweinen sprach Jesus zu ihnen Lk. 23,28: „Ihr Töchter von Jerusalem, weint nicht über mich, weint über Euch und Eure Kinder.“ Auch hier wieder die vorrausschauende Klarheit von Jesus, was mit diesem und dem Nachfolge-Geschlecht passieren wird.

Übrigens, wer mal in Jerusalem war, bekommt als Tourist oft die sogenannte Schädelstätte in der Nähe eines Gartengrabes gezeigt. Der Hügel sieht von Weitem aus wie zwei große Augenhöhlen und die Menschen haben das fälschlicherweise wieder zu einer Wallfahrtsstätte gemacht wie leider so vieles in Jerusalem. Das war im 19. Jahrhundert mal ein Steinbruch und mehr nicht. Schädelstätte heißt die Hinrichtungsstätte nicht, weil sie so aussah wie ein Schädel, sondern aufgrund dessen was dort geschah.  

Die ersten 3 Stunden am Kreuz  

Kurz vor dem Annageln gaben Sie Jesus ein Getränk aus Myrrhe, Galle und Wein (was auch immer mit Galle gemeint ist). Das machten sie bei allen Todgeweihten, denn das betäubte den Schmerz des Annagelns, weil es benebelt machte. Jesus verweigerte den Trank und gab sich lieber den unbarmherzigen Schmerzen des Annagelns hin, denn er wollte die Kontrolle bis zum Ende behalten. 

Jesus wurde am ersten Tag des Passahfestes um 9 Uhr morgens unserer Zeitrechnung gekreuzigt. Interessanterweise, nicht weit weg auf einem anderen Hügel der Stadt, dem Tempelberg, wurde das spezielle Passahlamm durch die Priester geopfert, auf dem Berg Golgatha hingegen das Passahlamm Gottes zur gleichen Zeit, fast am gleichen Ort.

Die Römer kannten 4 Arten von Kreuzen, einen rauen Pfahl, ein X, ein großes T und ein kleines T. Aus verschiedenen Kombinationen und nicht zuletzt aus der Tatsache, dass über Jesus das Schild „König der Juden“ angenagelt wurde, kann man annehmen, das Kreuz Jesu hatte die Form eines kleinen T, so wie wir es von allen Darstellungen kennen. Der Verurteilte wurde auf das am Boden liegende Kreuz genagelt. Zuerst wurde ein langer Nagel durch beide übereinandergelegte Füße getrieben, dann wurde ein kleines Stück Holz unter die Füße genagelt. Dies diente dazu, zu verhindern, dass der Körper so zusammensackt, dass der Verurteilte keine Luft mehr bekam und schnell erstickt wäre. Das aber wollte man ja verhindern, um den Tod besonders qualvoll zu gestalten. Die Arme wurden am Querbalken angenagelt, in dem man je einen großen Nagel durch das Handgelenk trieb und nicht wie manchmal dargestellt, durch die Handteller denn das hätte die Last nicht ausgehalten. Sodann wurde das Kreuz aufgerichtet und in das vorgesehene Loch im Boden fallengelassen. Bei diesem Aufprall wurden die Gelenke der Schulter ausgerenkt. Damit erfüllte sich auch hier was in Ps. 22 vorhergesagt wurde , wonach die Gelenke des Messias getrennt würden. Im gleichen Psalm wird auch vorhergesagt, dass sie seine Kleider unter sich aufteilten. Das traf auch hier für die Kleidungsstücke und den Mantel von Jesus zu, über den die Soldaten würfelten wer ihn bekommt. Es war damals üblich, dass die Henkersknechte sich an dem letzten was der Verurteilte noch hatte, nämlich der Kleidung, bereichern durften, sozusagen als Kompensation für ihren erbärmlichen Dienst.

Wir lesen von vier verschiedenen Menschengruppen, die Jesus am Kreuz verspotteten: Die Menschen die dabeistanden, dann die Hohenpriester, Pharisäer und Sadduzäer, dann die Römischen Soldaten und schliesslich auch beide Verbrecher, die mit ihm rechts und links gekreuzigt wurden. Allen war gemeinsam, dass sie den messianischen Anspruch Jesu in Frage stellten in dem sie so etwas riefen wie, „steig doch herunter vom Kreuz, hilf Dir doch selbst, zeig uns, dass Du der Messias bist“ usw. Dies war indirekt der letzte Versuch Satans, Jesus zu bewegen, vom Kreuz herabzusteigen. Einerseits wollte er Jesus tot sehen, andererseits wollte er ihn nicht zu dieser Zeit und auf diese Weise sterben sehen. Wie wir wissen, war die Verschwörung gegen Jesus zu einem anderen Zeitpunkt geplant, aber Jesus selbst hat Satans Pläne durchkreuzt. Wenn Jesus nicht am jüdischen Passah und am Kreuz gestorben wäre, wären die Prophezeiungen nicht eingetreten und sein Tod hätte keine Sühnung gebracht, wäre wertlos geblieben. Nicht allein sein Tod hat die Versöhnung gebracht, er hätte dann ja auch als Kind sterben können sondern dass er exakt in den prophezeiten Umständen starb, wies ihn als Messias aus. Wäre er vom Kreuz herabgestiegen, was er durchaus konnte, hätte er sich als falscher Messias gezeigt, denn die vorgeschriebene Art für den Messias zu sterben war das Gekreuzigt werden. Gerade dass er am Kreuz durchhielt bis zum Ende, wies ihn also im Nachhinein als wahren Messias aus. Daher mussten auch die anderen Versuche Satans ihn vorher umzubringen (Steinigung, Hang hinunterstoßen etc.) scheitern, denn wie die Bibel sagt – Seine Zeit war noch nicht gekommen. Ich hoffe das ist verständlich?

Interessant auch die kurze Episode, die über einen der beiden Verbrecher, der anfangs in das Gespött der Leute über Jesus mit eingestimmt hatte, berichtet wird. Er distanzierte sich später davon, bekannte seine eigene Schuld und erkannte Jesus als Messias an. Dann bat er ihn um Gnade. Daraufhin versprach ihm Jesus, dass er heute noch mit ihm ins Paradies wechseln würde. Wir sehen an dieser Begebenheit zwei Dinge: Zum einen war Jesus trotz all der Qual immer noch ganz Herr seiner Sinne und ganz der Messias indem er diesen Sünder begnadigte. Zum zweiten zeigt das auch, es ist nie zu spät zu Jesus umzukehren, selbst auf den letzten Metern tritt Jesus für uns vor dem Vater ein. Aber das kann man sich eben nicht immer aussuchen, daher ist es besser man macht klare Sache mit Jesus, wenn man noch mit ganzer Kraft und klarem Verstand ausgestattet ist. Jeden Tag, den man wartet, kann es zu spät sein.  

Die zweiten 3 Stunden am Kreuz

Der Todeskampf Jesu am Kreuz dauerte insgesamt 6 Stunden, etwa von 09:00 Uhr morgens bis 03:00 Uhr nachmittags. Während sich Jesus in den ersten 3 Stunden das Gespött der Menschen anhören musste, begann jetzt die schlimmste Phase in seinem irdischen Leben. Nämlich das Getrenntsein vom Vater. Für ihn das Furchtbarste was er erleben musste und vor dem er tatsächlich Angst hatte. War er doch von Urzeiten der Schöpfung an mit dem Vater eins und mit ihm verbunden. Aber weil bereitwillig als Mensch in diese Welt kam, sämtliche Schuld aller Menschen auf sich lud, weil er quasi zur personifizierten Sünde wurde, hatte der Vater in diesem Moment gar keine andere Wahl, als seine Beziehung zu seinem Sohn abzubrechen, denn der Vater ist 100% heilig und rein und konnte niemals mit der Sünde eins sein. So musste er sich abwenden. Dies war das Eigentliche vor dem Jesus graute, wenn er zuvor im Gebet den Vater bat, diesen Kelch an ihm vorübergehen zu lassen, nämlich dem Getrenntsein vom Vater. Viele verwechseln das damit, dass er Angst vor der Folter oder dem leiblichen Tod hatte, aber das ist falsch. Jetzt versteht man auch warum die Bibel das Getrennt Sein von Gott als Tod und das Vereint Sein als Leben bezeichnet. Jesus ging wahrhaftig in den Tod, sowohl menschlich aber vor allem geistlich.

An mehreren Punkten kann man dieses Horrorszenario für Jesus festmachen: Wir lesen dazu Mt. 27, 45ff : „Am Mittag wurde es plötzlich im ganzen Land dunkel. Diese Finsternis dauerte drei Stunden. Gegen drei Uhr schrie Jesus laut: »Eli, Eli, lema sabachtani?« Das heißt: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?«…(Essigschwamm)…Da schrie Jesus noch einmal laut auf und starb. Im selben Augenblick zerriss im Tempel der Vorhang vor dem Allerheiligsten von oben bis unten.“

Der laute Aufschrei, der dem Sterbemoment vorrausgeht, wird in den Evangelien nach Lukas und Johannes wie folgt beschrieben:  Lk. 23,46: „Und Jesus rief laut: »Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist!« Mit diesen Worten starb er.“ Joh. 19, 30: Er rief »Es ist vollbracht!« Dann ließ er den Kopf sinken und starb“.

Als äußeres Zeichen begannen diese schlimmsten zweiten 3 Stunden für Jesus am Kreuz mit der weithin sichtbaren Finsternis. Es muss eine besonders intensive Sonnenfinsternis gewesen sein. Außerbiblische Quellen berichten, dass zu dieser Zeit um 12 Uhr mittags herum exakt an diesem Tag, am Freitag dem 7. April, 30 n.Chr. eine große Sonnenfinsternis den östlichen Mittelmeerraum in komplette Dunkelheit hüllte. Bis hin in die Türkei und nach Ägypten war dieses Phänomen den Geschichtsschreibern zu folge zu beobachten. Die Menschen der damaligen Zeit gerieten natürlich in Panik, hatten sie doch kein elektrisches Licht oder Sonnenbrillen und das Wissen was wir heute über Sonnenfinsternisse haben. 

Jesus ruft – Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen? Dies ist ein Zitat aus dem Ps. 22,2. Jesus war selbst nach all der Qual, all den Leiden immer noch in Kontrolle und Herr seiner Sinne in dem er einen alten Vers von David ausrief. Interessanterweise ist dies die einzige Stelle im Neuen Testament in der Jesus seinen Vater mit „Mein Gott“ anrief, sonst sagt er immer Vater zu ihm, knapp 200 mal. Also ein weiteres Indiz dafür wie sehr er unter der Trennung vom Vater litt. Aber – und das ist das Bemerkenswerte - er hat diese Trennung final überwunden, denn seine letzten Worte waren dann wieder an den Vater gerichtet: „Vater, in Deine Hände lege ich meinen Geist.“ Im Tod war Jesus wieder mit dem Vater vereint. Die Intimität war wieder da, der von beiden vor langer Zeit gemeinsam beschlossene Erlösungsweg zur Errettung der geliebten Menschen ist von Jesus bereitet worden. Er ruft es selbst mit letzter Kraft aus: „Es ist vollbracht“. Er hat die Sünde getragen, das notwendige Opfer gebracht. Er wusste in diesem Moment genau, dass er den Satan besiegt und Gottes Willen erfüllt hatte. 

Als er stirbt, zerreißt der Vorhang im Tempel von oben bis unten. Dieser Vorhang war riesig und sehr schwer, kein Mensch könnte ihn je mit Kraft zerreißen. Dieses übernatürliche Phänomen war Gottes Antwort auf diese Liebestat seines Sohnes: der Zugang zum Allerheiligsten – sonst durch den schweren Vorhang verwehrt – ist jetzt frei, der Vorhang ist weg, Jesus hat den Weg frei gemacht. Durch den Opfertod des unschuldigen Jesus hat die Menschheit, jeder einzelne, trotz seiner Abkehr von Gott wieder Zugang zum Vater, zum Heiligsten, wenn er sich auf Jesus beruft und sein Leben an ihn bindet. Dieser Wink Gottes mit dem Vorhang ist das ganze Evangelium in Reinform, in göttlicher Kurzfassung, besser und eindrucksvoller kann man es nicht darstellen, das kann nur der Vater.  

Die Grablegung 

Nachdem Jesus tot war, wurde er vom Kreuz genommen und in ein großes Grab, das eines Reichen gelegt. Normalerweise wurden Verbrecher in ein unbekanntes Grabfeld für Ausgestoßene gelegt, bei Jesus aber sagt die Schrift in Jes. 53,9: „Zwar wies man ihm ein Grab unter Sündern zu, doch wurde er in das Grab eines reichen Mannes gelegt, weil er kein Unrecht getan hatte und kein Betrüger war.“ Dafür sorgte Josef von Arimatea, ein Mitglied des Hohen Rates, der an Jesus glaubte. Er war bei der Abstimmung für den Tod Jesu nicht dabei. Nun aber tauchte er auf und sorgte sich, dass Jesus noch vor Sonnenuntergang beerdigt wurde, denn am nächsten Tag war Sabbath. Die Juden durften wie wir gehört hatten, am Sabbath keine frisch Gestorbenen in der Stadt haben, damit sie nicht unrein wurden, schon gar nicht wenn der Sabbath auf ein Passahfest fällt. Also brachen sie den anderen beiden Verbrechern die Beine, dass sie schnell starben, denn dadurch konnten sie sich nicht mehr abstützen und erstickten. Jesus war schon tot, also wurden ihm keine Knochen gebrochen. Damit wiederholt sich das gleiche Geschehnis, welches den Ursprung des Passahfestes begründete: Als im alten Ägypten bei der 10. Plage der Todesengel durch die Stadt ging und sämtliche Erstgeborenen tötete, verschonte er nur die Juden, die ihre Haustüren mit Blut bestrichen hatten. Denn sie hatten zuvor auf Gottes Anweisung hin, ein unschuldiges Lamm geschlachtet, sein Blut an die Türpfosten gestrichen, und dann als Opfer verzehrt aber die Knochen des Lammes wurden heil gelassen und nicht in Teile zerlegt, wie es sonst üblich war. Auch Jesus, das wahre Passahlamm, wurden die Knochen nicht gebrochen. 

Man brachte ihn also in das Grab, dass Josef kannte. Interessanterweise taucht auch hier ein anderer gläubig gewordener Pharisäer auf: Nikodemus brachte die damals üblichen Grabbeilagen, Myrrhe, Aloe und Öl mit. Er war der andere Vertreter des Hohen Rates, der an Jesus glaubte, er hatte ja gleich am Anfang von Jesus öffentlichen Wirken ein geheimes Gespräch mit ihm. Dadurch, dass sie Pilatus um den Leichnam baten, outeten sie sich nun öffentlich als Jünger Jesu, eine ganz riskante Sache. Wir können hier sehen wie es immer bei den Juden in ihrer ganzen wechselvollen Leidensgeschichte durch all die Jahrhunderte ist: Immer gibt es einen treuen, kleinen Rest, der sich nach Gott ausstreckt, auch wenn die Obrigkeit oder Mehrheit anderer Meinung ist. Dies traf demnach damals in Form dieser zwei Personen auch auf den Hohen Rat zu.

Es heißt dann weiter im Joh. 19,40/41 „Sie wickelten ihn in Leinenbinden mit Spezereien, wie die Juden zu begraben pflegen und legten ihn in ein Grab in einem Garten, in das noch nie vorher jemand gelegt worden war.“ Im Originaltext steht eindeutig Leinenbinden – nicht Leinentücher, dies ist eine falsche Übersetzung. Das Grabtuch von Turin, was ja von vielen als Reliquie verehrt wird, ist demnach mit Sicherheit nicht das von Jesus, ebenfalls nicht die Dornenkrone in Notre Dame, die man neulich vor den Flammen gerettet hatte – das ist blanker Unsinn. 

Noch eine kurze Bemerkung zur damaligen Zeitrechnung: Jesus selbst sagte, er werde getötet werden aber am 3. Tage wieder auferstehen oder an anderer Stelle, er werde den Tempel abreißen und ihn in 3 Tagen wiederaufbauen. Wie kann das sein, wenn er doch Freitagnachmittag starb, Freitagabend ins Grab gelegt wurde: Hätte dann die Auferstehung nicht erst am Montag erfolgen dürfen und nicht wie wir es feiern, schon am Ostersonntag? Nach unserem Kalendarischen Verständnis, eigentlich ja. Aber nicht nach dem jüdischen. Bei den Juden zählt ein angebrochener Tag immer als ein voller Tag, egal wie weit fortgeschritten er war oder ist. Daher ist der Sonntag der dritte Tag nach dem Tod Jesu, der dritte Tag ist der Tag der Auferstehung. Es war Sonntag, der 9. April im Jahre 30 n.Chr. Geburt.

Auferstehung und Erscheinungen 

Aus Zeitgründen gehe ich jetzt nicht auf alle Erscheinungen ein, die die Auferstehung begleiteten. Jesus erschien mindestens 4 Frauen am Grab, Maria, Johanna, Salome und Maria Magdalena, sie alle wollten nach ihrem Brauchtum den Leichnam am Morgen des 3. Tages salben; Engelsgestalten sind am Grab und sagten den Frauen „Er ist nicht hier“, dann erscheint Er 2 Jüngern auf dem Weg nach Emmaus als unkundiger Wegbegleiter; dann den Jüngern selbst mehrmals als sie zusammensaßen, einmal zeigte er dem Thomas seine Nagelwunden. Am schönsten gefällt mir immer die Geschichte mit Maria Magdalena am offenen Grab bei der sie dachte es sei der Gärtner und ihn fragte ob er wüsste wo sie Jesus hingelegt hätten, darauf er sie anspricht: „Maria!“ und sie erkennt, dass es der Auferstandene Herr ist. Es muss so ein Ausdruck von Liebe und Freude, von Mitgefühl und Bestimmtheit in seiner Stimme und seinem Blick gelegen haben, dass sie plötzlich erkennt, es ist Jesus. Es muss ihm Freude bereitet haben, die Frauen und seine Jünger in seinem Auferstehungsleib zu überraschen und glauben zu machen. Es zeigt, dass der transformierte Leib Jesu die Spuren des menschlichen Leibes trägt, dass er erkennbar ist, dass er durch Wände gehen kann, geräuschlos hinter jemand auftauchen und wieder verschwinden kann. 

Immerhin, wir müssen das mal zu verstehen versuchen. Nach menschlichen Maßstäben war Jesus für die Jünger tot, sie haben ihn alle leiden und am Kreuz sterben sehen. Er war in einem Grab mit einem riesigen Stein davor. Und jetzt steht er vor ihnen. Es ist ohne weiteres nachvollziehbar warum Leute wie Thomas zweifelten, warum Petrus im leeren Grab sich wunderte usw.

Jesus nutzte deshalb die Zusammenkünfte, um ihnen die Schrift zu erklären, denn sie mussten ja verstehen was das alles zu bedeuten hatte. Einmal hauchte er sie an, „nehmt hin Heiligen Geist“ – sozusagen eine Prise vorab, bevor das Pfingstwunder mit der großen Ausgießung des Heiligen Geistes geschah. Sie mussten die Zusammenhänge verstehen. Jesus kümmerte sich, er überließ nichts dem Zufall.

Es gibt noch eine Geschichte, die nur im Johannes Evangelium berichtet wird und das ist die mit dem Fischzug der Jünger und Jesus der am Ufer Frühstück macht. Die Jünger hatten wieder ihren alten Beruf aufgenommen, waren von Jerusalem wieder nach Galiläa zurückgegangen. Wie musste ihnen zumute sein? Der auferstandene Jesus hatte ihnen ja in Jerusalem gesagt, wartet in Galiläa auf mich, dann verschwand er wieder. Sie waren also zurück in ihrer Heimat und fragten sich sicher, was passiert denn jetzt, wie geht das mit Jesus weiter? Und dann gingen sie fischen, fingen aber die ganze Nacht keinen Fisch. Doch dann stand da plötzlich im Morgengrauen ein Mensch am Ufer, den sie zuerst nicht erkannten, der rief ihnen zu, sie sollen die Netze noch einmal auf der anderen Seite auswerfen. Das taten sie und fingen ganz viele Fische. Johannes, der Jünger den Jesus besonders liebte, erkannte zuerst, dass es Jesus ist, der da am Ufer steht. Sein Ausruf, Es ist der Herr!“ ist immer wieder gänsehautverdächtig.

Am Ufer brauchen sie eigentlich ihren großen Fang nicht, denn Jesus hatte schon welche gegrillt und das Frühstück bereitet. Hier begannen sie zu lernen, dass er sie in Zukunft versorgen wird und dass ihr Auftrag ein anderer sein wird als weiter im See zu fischen.

Und Jesus hat noch etwas besonderes mit Petrus vor: Er spricht mit ihm sehr intim darüber wie lieb dieser ihn hat. Diese Geschichte allein ist ein Predigt wert, denn sie knüpft an die großspurig von Petrus behauptete Aussage vor der Gefangennahme Jesu, dass er den Herrn mehr liebt als alle anderen und dass er nie von seiner Seite weichen wird. Bekanntermaßen verleugnete er ihn daraufhin dreimal in kurzer Zeit. Nun fragt ihn Jesus genauso 3x wieder liebst Du mich? Und nach dem dritten Mal eindringlichen Fragens lässt Petrus nun endlich seine ganze eigene Stärke, die er vor dem Tod Jesu noch demonstrierte, fallen und sagt das was in seinem Herzen ist – Ja ich liebe Dich Herr. Jesus setzt ihn daraufhin in seine Berufung ein: Weide meine Lämmer, weide meine Schafe: Petrus wird zum Anführer der Apostel, zu dem Fels, wie Jesus ihn gleich bei seiner ersten Begegnung nannte. 

Himmelfahrt 

Die Evangelien schließen mit der Himmelfahrt Jesu. Die Jünger die zwischenzeitlich in Galiläa waren, sind wieder zurück in Jerusalem. Die eigentliche Himmelfahrt wiederum fand in Bethanien statt, das ist ein Dorf zwei Kilometer von Jerusalem entfernt. Wer mal in Jerusalem war, kennt wahrscheinlich die Himmelfahrtskirche auf dem Ölberg mit dem hohen Turm. Leider hat hier die kirchliche Tradition wieder einmal die Aussagen der Bibel ignoriert und diese sogenannte Himmelfahrtskirche an den falschen Ort gestellt. Es sind in der Kirche angeblich sogar die Fußabdrücke Jesu zu besichtigen als ob er wie eine Rakete abgehoben und seine Füße in den Boden gebrannt hätte, so ein Unsinn.

Als sie dort in Bethanien zusammen waren, segnete Jesus die Jünger, sprach den Missionsbefehl aus und versprach ihnen, dass sie bald mit der Kraft aus der Höhe, dem Heiligen Geist, ausgerüstet werden würden. Und er sagte noch eins: „Ich bin bei Euch alle Tage bis ans Ende dieser Welt.“ Was für ein Zuspruch!!! 

Jesus wurde dann vor ihren Augen emporgehoben in Richtung Himmel bis sie ihn nicht mehr sahen und eine Wolke ihn verdeckte. 

Und damit möchte ich schließen. Ich hoffe, Ihr habt genauso wie ich vieles Interessantes im Altbekannten entdeckt und trotz dieses Schnelldurchgangs hat es ein bisschen Spaß gemacht, einmal ein paar Hintergründe und teilweise oft übersehene Fakten und Details der Passionsgeschichte Jesu kennenzulernen. 

 

„Ich bin bei Euch alle Tage bis ans Ende dieser Welt.“


8.)  Teil 2 Jesu - Öffentliches Wirken. Von der Taufe bis zum Garten Gethsemane. 

Stell Dir vor, Dir sagt Dein Arzt, Du hast ab heute nur noch 3 Jahre zu leben. Der Krebs oder was auch immer ist schon so weit, da ist nicht mehr viel zu machen. 3 Jahre, nur noch 3 Jahre!!! Und er sagt noch etwas: Am Ende dieser 3 Jahre, da wirst Du grausam sterben, denn es gibt kein Heilmittel welches Deinen Zustand lindert, geradezu verrecken, krepieren, und endlose Schmerzen haben bis es vorbei ist. STILLE. Was denkst Du, was kommen für Gedanken hoch? Angst, Zorn, Trauer, was noch? Warum ich? Was soll das? Bringe ich mich vorher um bevor die Schmerzen kommen? Was würdest du in der Zeit machen wollen? Eine Weltreise? Arbeiten? Vielleicht wirst Du Vegetarier? Oder Evangelist? 

3 Jahre.

Das war genau die Situation, in die Jesus kam und der er sich stellen musste. Er wusste, er muss diesen Weg gehen, er kam ja freiwillig und lange bevor es Menschen gab schon hat der Vater mit dem Sohn und dem Geist Gottes diesen Plan gefasst. Jetzt war es soweit. 

Plötzlich fängt da einer, den sie Johannes nennen, an, am Jordan zu taufen und spricht, das Himmelreich ist nahe herbeigekommen. Es entsteht ein Menschenauflauf, von überall kommen die Leute zu Johannes und fragen ihn – bist Du der Messias? Doch Johannes schaut sie durchdringend an und ruft: Schon bald wird einer kommen, der nicht mit Wasser, sondern mit Feuer taufen wird, der die Spreu vom Weizen trennt, der die Worfschaufel schon in der Hand hält und dessen Schuhriemen ich zu binden nicht würdig bin. Das war gewaltig und die Kunde spricht sich auch bis Nazareth im Norden Galiläas herum. Als Jesus davon hörte, muss es ihm durch Mark und Bein gegangen sein: jetzt geht es los, jetzt beginnt dein eigentlicher Auftrag, jetzt wird es ernst. So ein bisschen wie das Arzt Gespräch vom Anfang.

Er hatte ja bis dahin, wenn man das so sagen kann, in einer gewissen Komfortzone gelebt. In Nazareth, ein 400 Einwohner-Dorf, als Zimmermann, wahrscheinlich hat er mit seinen Brüdern den elterlichen Betrieb übernommen und ein für damalige Verhältnisse arbeitsames, einfaches aber glückliches und beschauliches Handwerkerleben geführt. Er kannte den Ort, die Leute, auch die Nachbarorte wie Kana, Nain oder Magdala. Hat dort unzählige Male Dächer oder Häuser repariert oder neu gebaut. Er kannte den Glauben der Menschen, er wusste um ihre gesetzliche Frömmigkeit. 

Doch jetzt sollte er da raus und genau den gleichen Menschen sagen, ab heute ist der Himmel auf die Erde gekommen und zwar in meiner Person, denn ich bin Gottes Sohn. Eben noch deren Möbel zusammengezimmert und nun sich hinstellen und sagen – Deine Sünden sind dir vergeben, denn ich habe die Macht Sünden zu vergeben. Ich finde Gott hat viel Humor und er hat es Jesus dadurch nicht unbedingt leicht gemacht. Er hätte ja auch von irgendwoher einschweben können und plötzlich als Lichtgestalt die Menschen beeindrucken können. Aber Gott steht zu seinem Wort und genauso wie es kam war es vorher in der Schrift angekündigt.

Also legt er Feile, Hammer und Wasserwaage beiseite, verabschiedet sich von seiner Mutter und den Geschwistern und läuft los. Allein. Von Nazareth bis an die Stelle wo Johannes taufte, damals mit Sicherheit 5 Tagesreisen entfernt. Viel Zeit, um nachzudenken: Was wird in seinem Kopf vorgegangen sein? Werden sie auf mich hören? Wie werde ich meine Jünger finden? Wie werde ich versorgt mit dem Nötigsten, wenn ich auf Wanderschaft bin? Was denkt meine Familie, was mein Dorf? Was wird am Ende mit mir? Werden sie mich steinigen, oder kreuzigen oder erstechen oder einen Abhang runterstoßen? Wer sind meine Freunde, ist da irgendjemand der zu mir hält? Wenn man die Evangelien im Kontext betrachtet, dann stellt man auf der einen Seite fest, dass Jesus zwar alles im großen Zusammenhang schon wusste aber die einzelnen Schritte immer wieder im Gebet mit dem Vater abstimmte, um genau das richtige zu tun. So wird er sich auch hier Fragen gestellt haben, wie wird das jetzt alles, aber er hatte gleichfalls das vollste Vertrauen in die Führung durch seinen Vater im Himmel.

Er ging also an den Unterlauf des Jordan zu Johannes und ließ sich taufen. Das war die Initialzündung, die Startrampe für die größte Rettungstat, die die Menschheit je gesehen hat. Und Gott der Vater macht aus dieser Taufe dieses Mannes ein göttliches Event, eine Bestätigung sondergleichen, er spricht hörbar aus dem Himmel: „Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe“. Eine unglaubliche Stärkung für Jesus, der sich gerade damit auseinandersetzen musste, jetzt geht es los, jetzt ist der Auftrag da, jetzt hat er sozusagen den Marschbefehl von Gott dem Vater erhalten, die Welt zu verändern.

Interessanterweise geht er nicht gleich los und predigt, sondern er geht in die Wüste, allein, noch einmal 40 Tage nur mit Gott zu verbringen. Wir haben über diese extrem wichtige Zeit in Jesu Leben schon berichtet, z.B. wie er uns ein Vorbild war mit den Versuchungen des Satans umzugehen. Ich bin fest davon überzeugt, dass Jesus hier in ständigem Dialog mit dem Vater war, dass er von ihm auf all die Dinge, die kommen werden, vorrausschauend eingestimmt wurde und entsprechende Kraft bekommen hat. Wahrscheinlich hat er in dieser Zeit die intime Gemeinschaft mit dem Vater eingeübt, die ihn dann die folgenden 3 Jahre ausgezeichnet hat -  er hat sich ja oft von den Jüngern abgesondert, um zu beten und mit seinem himmlischen Vater zu reden, meistens frühmorgens bevor der Alltag losging. 

Und dann ging es los. Das erste Wirken von Jesus geschah auf einer Hochzeit im Nachbardorf Kana, wo er Wasser zu Wein verwandelte. Anfänglich wollte er gar nicht, dann machte er es doch. Interessant, dass seine Mutter schon wusste und ahnte dass die Zeit seines Wirkens jetzt anfängt, denn sie instruiert die Mundschenke entsprechend. Sie wusste es im Herzen und durch den Heiligen Geist, hat sie doch schon bei Jesu Geburt die Prophezeiung, die über seinem Leben liegt, erfahren. Interessant hier auch, dass Jesus sein öffentliches Wirken mit einer Hochzeit begann und es wird mit einer Hochzeit – der Hochzeit des Lammes mit der Gemeinde – enden. In der Hochzeit von Mann und Frau liegen so viel göttliche Geheimnisse und so viel Segen verborgen, es ist ein Spiegelbild der Liebe wie Gott uns sieht und behandelt, als wunderschöne Braut und es wäre eine extra Predigt wert. Kein Wunder, dass sich Jesus genau solch ein Ereignis für sein -heute würde man sagen - „Coming Out“ gewählt hat. 

Soweit der ungewöhnliche Start Jesu in seinen noch ungewöhnlicheren Auftrag.

Wenn man sich nun dem Wirken Jesu über diese 3 Jahre nähert, so kann man das auf verschiedene Weise tun, ich habe es einmal in drei markanten Phasen umrissen, die vor allem der Tatsache Rechnung tragen dass er Jude war und zu seinem Volk kam: 

1. Phase: Bekanntwerden, erste Nachfolger, Predigt zur Umkehr, Wunder, Aufzeigung falscher Gesetzesgläubigkeit.

2. Phase: Messianische Wunder, Anspruch des Messias, Glauben im Volk, Ablehnung durch die Jüdische Repräsentanz/Elite, Zeichen des Jona, nachfolgend Wunder und Predigten im Verborgenen, Sünde wider den Heiligen Geist, Gleichnisse, Schulung der Apostel.

3. Phase: Verurteilung und Tod , Auferstehung, Erscheinungen, Himmelfahrt, Pfingsten.

 

Heute wollen wir uns mit den ersten 2 Phasen beschäftigen, beginnen wir mit der ersten Phase: 

Als Jesus öffentlich auftrat war Juda im Süden mit Jerusalem als Zentrum, Samaria in der Mitte und Galiläa im Norden das Kernland der Juden, in dem sie lebten. Wie wir im ersten Teil dieser Vortragsreihe gehört haben, hatten die Juden keine rechtliche Macht, selbst der von den Römern eingesetzte König Herodes hatte keine durchgreifende politische Autorität, diese wurde allein von den Römern ausgeübt. Nur die Priesterliche Kaste übte über die Religion Macht über die Menschen aus. Sie waren die Gelehrten, die Angesehenen, diejenigen, die das Gesetz und die Schrift kannten und die die Menschen entsprechend führten und Ihnen Weisung erteilten. Es gab einen Hohen Rat, der sozusagen die geistliche Gerichtsbarkeit und Leiterschaft verkörperte und der gewählte Hohepriester war autorisiert, einmal im Jahr die vorgeschriebenen Opfer im Tempel durchzuführen. Nun hatte sich aber in all den hunderten von Jahren nachdem das Alte Testament niedergeschrieben und weitergegeben wurde, ähnlich wie in der katholischen Kirche später, eine menschengemachte Lehre darum gerankt. Verschiedenste Rabbinerschulen aller durchlaufenden Generationen verstanden sich darauf, Gesetz auf Gesetz der Thora, den Büchern Mose und den Propheten, hinzuzufügen. Das Leben wurde aus geistlicher Sicht mehr und mehr zu einer Gesetzlichkeit, die Menschen lebten unter dem Joch der geistlichen Verordnungen und Vorschriften. Und das schlimme daran war, dass diese Vorschriften im Laufe der Zeit den gleichen Stellenwert wie die Bibel einnahmen. Auch das ist ein Phänomen was später die Kirche aufgriff und umsetzte in dem sie den Katechismus und Sakramentslehren und vieles andere dem Wort Gottes gleichsetzte. Es entwickelte sich sozusagen ein Eigenleben der Gesetzlichkeit, was zu immer weiteren, immer absurderen Verschraubungen, Vorsichtsmaßnahmen und Hirnkrämpfen bei den gläubigen Menschen führte und führen musste. 

Das war die Ausgangslage. Hier nun platzte Jesus hinein mit seiner Aussage, das Himmelreich ist nahe. Hier nun eckte er an, in dem er der geistlichen Leiterschaft klarmachte, dass sie zwar die Gesetzlichkeit der Buchstaben beherrschen, jedoch die Liebe die eigentlich dahintersteckt, komplett vergessen hatten. Es gibt einige Konfrontationen Jesu mit der Leiterschaft in dieser Richtung, am bekanntesten wohl die versuchte Steinigung der Ehebrecherin.

Jesus war allein aus diesem Grunde schon anders als die anderen 

Wanderprediger, die durchs Land zogen, denn diese verkündeten das Gesetz und legten die Gesetzlichkeit nach ihren Vorstellungen aus. Und natürlich, weil er Wunder bewirkte, für die damalige einfache Bevölkerung unvorstellbar. 

Es ging eine Faszination von ihm aus, nur so ist es zu erklären, dass sehr schnell neben seinen ausgewählten 12 Jüngern sich weitere, teilweise sehr viele Menschen ihm anschlossen. Sie kosteten etwas von dem Göttlichen was auf ihm lag, sie sahen seine Herrlichkeit wie es Johannes ausdrückte, die sogenannte Shekina wie es die Bibel nennt, die auf ihm war – die göttliche Präsenz, die göttliche Offenbarung in Wahrheit - der Heilige Geist bewirkte in ihnen ein Verständnis der göttlichen Herkunft Jesu. Da wo Jesus war, war Leben, da war Aufruhr, etwas Neues, da passierten unglaubliche Dinge, man spürte Gott am Werk, da war erkennbares Aufbegehren gegen die Regeln und Gesetzlichkeit. Im Gefolge von Jesus zu sein war spannend, aufregend und interessant, auch wenn keiner der Menschen zu dem damaligen Zeitpunkt auch nur annähernd erahnen konnte, welche historischen Auswirkungen und Konsequenzen das Wirken des Sohnes Gottes vor ihren Augen für die gesamte Menschheit haben würde.

Er heilte und tat Wunder, um die Menschen zum Glauben zu bewegen und um seine Sendung als Messias zu autorisieren. Er verlangte zu diesem Zeitpunkt teilweise noch nicht einmal, dass sie glauben müssten, um geheilt zu werden. Er tat diese Wunder um seinen Anspruch als Messias zu beweisen und zu untermauern. Ein Beispiel ist die Heilung des Gelähmten am Teich Bethesda in Joh. 5: Jesus fragt nur – willst Du gesund werden? – der Gelähmte antwortet: Ja – und er heilte ihn. Es war Sabbat und allein dadurch provozierte er die Juden damit, dass er diesen Mann eben an einem Sabbat heilte. Gegen die Heilung an sich konnten sie ja nichts einwenden aber dagegen, dass er gegen ihre 1000 Sabbatregeln verstieß. Das aber machte Jesus ganz bewusst, um sie zu konfrontieren. Er war gekommen, Ihnen das steinerne Herz – die Gesetzlichkeit gegen ein Fleischernes Herz - die Liebe und Barmherzigkeit, einzutauschen. 

Und er kannte sich aus in den Rabbinischen Regeln der Beweisführung, die nämlich besagen: Man tut das Schwerere um das Leichtere zu beweisen: Bei der Heilung eines anderen Menschen sagte er einmal: Was ist schwieriger, zu sagen Deine Sünden sind dir vergeben oder steh auf, nimm dein Bett und geh? Die Heilung ist natürlich schwieriger. Er heilte ihn und daher konnten sie ihn in ihrer Logik nicht mehr festnageln darauf das er ihm auch die Vergebung seiner Sünden zusprach. Jesus kam den Juden sogar in ihrem krausen Denken entgegen, um sie zu gewinnen.

Jesus war also schon aus menschlicher Sicht gesehen ein sehr mutiger Mensch, denn wo immer er war, provozierte er die Leiterschaft, das jüdische Establishment. Dies war mitunter gefährlich, wir lesen an der einen oder anderen Stelle wie sie ihn steinigen oder in seiner Heimatstadt Nazareth z.B. den Abhang herunterstürzen wollten um ihn zu töten. Aber Jesus wusste auch, dass ihm jetzt noch nichts passieren würde, denn der Zeitpunkt seines finalen Kampfes war noch nicht gekommen. 

Ein weiteres Merkmal dieser ersten Phase des öffentlichen Auftretens Jesu war, dass er sich als der Messias zu erkennen gab, offen darüber sprach und Gott seinen Vater nannte . All das war natürlich eine riesige Provokation der Rabbiner, aber die Menschen, die er heilte, denen er das Evangelium verkündete, die er durch Brotvermehrung speiste, sie alle glaubten an ihn. Jesus hatte in dieser Zeit nichts dagegen, dass alle seine Botschaft hörten, dass seine Taten überall verkündet und weitererzählt wurden, man kann sich vorstellen wie sich das wie ein Lauffeuer in den damaligen Dörfern und Provinzen herumsprach. Er machte den Menschen auch klar, dass die Wunder einem Zweck dienten, er verknüpfte fast immer die Tat mit der Aufforderung zum Glauben. Und er stellte den Glauben über die Tat indem er sagte, Ihr seht also glaubt ihr, wohl dem der nicht sieht und dennoch glaubt. Jesus war der Messias und er verkündete dies in dem er den Menschen Sündenvergebung zusprach: „Geh hin und sündige nicht mehr“. „Wer ist dieser, fragten sie sich, der sogar Sünden vergeben kann?“ Eine eindeutige Eigenschaft die nur dem kommenden Messias zugebilligt wurde.

Jesus war glasklar aber einfach und direkt: „Wer an mich glaubt wird gerettet, wer an mich glaubt, hat das ewige Leben. Wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, wer nicht an mich glaubt, wird in seinen Sünden sterben.“

Und er hatte eine alles über den Haufen werfende, fundamentale Botschaft im Gepäck dabei: Nämlich den Vater, den unendlichen Schöpfergott, den liebenden Herrn aller Herrn, zu vermitteln, ihn den Menschen nahezubringen, ihnen zu erklären dass sie es mit einem nahbaren liebenden Vater zu tun haben, nicht mit einem ominösen, graubärtigen alten Mann der grimmig jede Sünde zählt. Einen Schöpfergott der uns aus vollkommener Liebe heraus erschaffen hat zu seinem Ebenbild. Er sagte so vieles über seinen Vater, z.B. Joh. 12,44: „Jesus aber rief: Wer an mich glaubt, der glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat.“ Es gibt unzählige Bibelstellen darüber, wie sehr Jesus versuchte uns den Vater nahezubringen. Und wenn man Jesu Tod und seine Auferstehung in diesem Kontext betrachtet, dann merkt man, dass sein größten Anliegen war, den abgefallenen Menschen wieder mit dem Vater zu versöhnen. 

Seit Adam hatte sich der Mensch durch die Sünde von Gott abgewandt, er war geistlich tot, weil er nicht mehr in der Nähe Gottes war. Er vollführte über Jahrtausende alle möglichen Opferrituale, um sich der Bestrafung durch Gott zu entziehen. Jesus jedoch verkündete, dass sie durch ihn nun direkten Zugang zum Vater erhielten, dass sie allein glauben müssten. Er baute die Brücke zum Vater. Er verkündete die allumfassende Gnade dem, der sein Leben ihm schenkt, wie schlimm und verdorben dies auch sein mochte. 

Dies alles war für die Juden in gewisser Weise revolutionär und sie werden es während der Lebzeiten Jesu mit Sicherheit kaum verstanden haben. Denn sie waren ja tagtäglich in ihrer Gesetzlichkeit gefangen und hatten nichts anderes gelernt als ihrem Gott mit Werken zu diesen, ihn mit Opfern zufrieden zu stellen, so wie das alle Religionen dieser Welt verkünden. Weil es eben leicht ist, einfacher ist, wenn ich etwas tue und dafür Gnade und Akzeptanz bei Gott bekomme. Quasi ein Tauschhandel. Aber hier steht jetzt einer der sagt, wer an mich glaubt, der findet Heil und Akzeptanz beim Vater, bei Gott. Diese Aussage krempelte das ganze Weltbild, das Verhalten und das Glaubensmuster der Juden um, sie stellte alles auf den Kopf.

All das predigte Jesus in der ersten Phase seines Auftretens. Und die Rabbiner und Pharisäer? Sie fingen an ihn zu beobachten und sandten Abgesandte zu ihm, um ihn auf die Probe zu stellen (Vorgang nach rabbinischem Muster). Sie konfrontierten ihn mit dem Gesetz Mose und der Mischna und anderen ihrer Vorschriften und was er angeblich alles gebrochen haben sollte. Sie störten sich natürlich an seinem Erfolg, neideten ihm seine Gabe, Wunder zu tun. Aber weil er dies tat, konnten sie ihm nicht einfach wegen seiner in ihren Augen ungesetzlichen, provokanten Taten dingfest machen, denn er hatte die breite Masse des Volkes hinter sich. Also versuchten sie es mit Streitgesprächen über heikle Themen wie Steuern zahlen, die Frage des Fastens oder am Sabbat zu heilen. Jesus war jedoch mit einer außerordentlichen Intelligenz und Schriftkenntnis ausgestattet, er war viel zu clever, sich hochnehmen zu lassen und schlug sie in der Regel mit ihren eigenen Waffen, nämlich der Schrift und dem Gesetz. Natürlich hatte das jüdische Establishment auch Angst um ihre Position und ihre Pfründe, denn Jesus stellte sie komplett in Frage. In gewisser Weise muss man zugeben, war das auf Seiten der Schriftgelehrten und Anführer sogar eine natürliche Reaktion. Keiner gibt gerne freiwillig Macht ab oder lässt sich öffentlich der Lüge und der Untreue bezichtigen oder vorführen.

 

Zweite Phase: 

Etwa in der Mitte des dreijährigen öffentlichen Wirkens Jesu veränderte sich plötzlich einiges. Die zweite Phase seines Auftretens begann. Zum einen entzog er sich mehr als vorher der Öffentlichkeit und suchte Schutz im Kreis der Jünger und begann sie intensiv zu schulen, zum zweiten verbot er denen, die er heilte, dies groß herumzuerzählen, was natürlich bei den einfachen Menschen nicht immer gelang. Des Weiteren verlangte er Glauben, um heil zu werden. Und schließlich vollbrachte er die sogenannten messianischen Wunder in deren Folge sich die Leiterschaft der Juden komplett gegen ihn wandte und beschloss, ihn zu beseitigen, egal wie. Weiterhin ist ein Merkmal dieser Phase die Schulung und Ausbildung der Apostel für die Zeit danach und das Erklären der Zeichen der Zeit.

Was war geschehen, dass Jesus sein Verhalten änderte?

Es sind vier bestimmte Wundertaten durch Jesus geschehen, die die Führerschaft der Juden so gegen ihn aufbrachte, dass diese seinen Tod beschlossen. Die Juden, vor allem die Rabbiner, die das Volk lehrten, unterschieden damals zwei Kategorien von Wunder, die „normalen“ Wunder und die messianischen Wunder. Zu den „normalen“ Wundern zählten 

Krankenheilungen nach Gebet durch die Priester, Dämonenaustreibungen nach Exorzismus und vieles dergleichen was sie auch selbst praktizierten. Wo jedoch die rote Linie war, das waren die sogenannten messianischen Wunder. Dies waren Wunder, die nach ihrer Lehre nur der kommende Messias tun konnte. Folglich, als Jesus diese ausführte, rief das Volk, das muss der Messias sein, der Sohn Davids, denn nur er kann es. Um welche Wunder handelte es sich dabei? 

Die Heilung des Aussätzigen (Leprakranken), die Heilung des Blindgeborenen, die Austreibung des taubstummen Geistes sowie die Auferweckung des Lazarus. Man überliest diese Wunder manchmal leicht im Zusammenhang der anderen Wunder die Jesus tat, aber Jesus wusste genau um deren Bedeutung und er benutzte sie, um seinen messianischen Anspruch den Führern des Volkes gegenüber zu unterstreichen. Diese Wunder waren sozusagen das messianische Zeichen, das er setzte und die Menschen der damaligen Zeit haben das ganz genau verstanden.

Ich möchte aus Zeitgründen nicht auf den vollen Hintergrund aller messianischen Wunder eingehen, nur jeweils ein wenig: Wir können aus der Abfolge und Auflistung dieser vier Geschehnisse nicht 100% ableiten, welches zuerst und welches zuletzt passiert war. Fakt ist jedoch, diese messianischen Wunder waren das Fass, dass die Wut der Pharisäer und Priester zum Überlaufen brachte.

Bei einem Leprakranken verhielt es sich damals so, niemand konnte je einen Aussätzigen heilen, man isolierte die Person, man näherte sich ihr nicht, zum einen, weil man Angst vor einer Infektion hatte, zum anderen, weil man nach einer Berührung ebenfalls als unrein galt. Also definierte man die Heilung eines Aussätzigen als messianisches Wunder. Jesus ging sogar hin und berührte die Menschen, die er heilte, also auch den Aussätzigen. Das war jenseits von dem was die Juden bis dato gesehen und verstanden hatten.

Ein blind Geborener wiederum warf die Frage auf, hat nun er im Mutterleib gesündigt oder seine Eltern, Großeltern dass er bereits blind auf die Welt kam? Das Gesetz sagte, dass Gott bis in die 4. Generation Sünden heimsucht. Für diesen Konflikt hatten die Juden keine passable theologische Antwort, die dem Volk vermittelt werden konnte, also erklärten sie eine solche Heilung kurzerhand zu einem Wunder, dass nur der Messias tun konnte, denn dieser konnte ja auch die Sünden vergeben.

Jesus nun heilte sowohl den Aussätzigen als auch den Blindgeborenen. Beide Male schickte er die Geheilten zu den Priestern, um sie befragen zu lassen. Diese bezeugten, dass es Jesus war, der sie geheilt hatte. Das Volk sprach inzwischen laut davon, dass er der Messias sein musste, denn er hatte ja genau die Wunder vollbracht, die nur dem Messias zustanden. Sie sagten, ist der nicht der Sohn Davids und mit dieser Redewendung war immer die Person des Messias gemeint. Für die Obrigkeit ein Schlag ins Kontor denn sie hatten ab jetzt die Situation nicht mehr im Griff. 

Und die 3. Heilung in diesem Zusammenhang, die der Austreibung des taubstummen Geistes bzw. die Heilung des Taubstummen, setzte diesem noch die Krone auf: Wir müssen dazu wissen, dass Dämonenaustreibung, Exorzismus uns ähnliches für die damalige Zeit etwas nicht Ungewöhnliches war. Die Priester wurden gerufen und sie praktizierten den Vorgang gemäß der Gesetze und Vorschriften mit mehr oder weniger Erfolg. Der normale Ablauf bei der Austreibung von Dämonen, so wie er damals von den Priestern und Gelehrten praktiziert wurde, schrieb vor, den Dämon zu befragen wer er ist , wie er heißt, wieviel es sind und dann die Austreibung vorzunehmen. Genau dieses hatte ja Jesus auch einmal vorgemacht bei der Heilung des Besessenen Gerazeners, als die Dämonen antworteten, „unser Name ist Legion, wir sind viele“. Bei einem Taubstummen kann man die Person jedoch nicht befragen, da sie weder hört noch sprechen kann, also kann man auch nicht erfahren was für ein Geist in ihm steckt. Folglich wurde in den Lehrschriften eine Heilung dieser Art als Wunder deklariert, dass nur der Messias tun konnte. In Mt. 12,22 tat Jesus dies einfach und wiederum fragte das Volk sofort, ist dieser nicht Davids Sohn? 

Anschließend verstiegen sich die Pharisäer in ihrer Erklärungsnot darauf, dass Jesus selbst besessen sein musste und diesen Dämon mit einem noch höheren Dämon, dem Satan selbst, dem Beelzebub ausgetrieben hat. Eine gewagte Theorie, die Jesus auch gleich entkräftete in dem er den Spieß umdrehte und in Mt. 12, 27-28 sagte: „ Und wenn ich, wie ihr behauptet, die Dämonen durch die Kraft des Teufels austreibe, welche Kraft nutzen dann eure eigenen Leute, um böse Geister auszutreiben?....Wenn ich aber die Dämonen durch den Geist Gottes austreibe, so ist das ein Zeichen dafür, dass Gottes Reich unter euch angebrochen ist.“ 

Nach rabbinischer Lehre glaubte man bei den Juden, dass der Geist eines frisch Gestorbenen noch 3 Tage über dem Toten schwebte, dann entschwand sein Geist und seine Seele in das Totenreich, er war er richtig tot. Vorher bestand immer noch wenn auch eine geringe Möglichkeit, dass er eventuell zurückkommen konnte. Aber danach war dies unmöglich und ausschließlich der Messias konnte einen solchen Toten auferstehen lassen. 

Vor diesem Hintergrund wird klar, dass Jesus sich etwas Zeit ließ, zu seinem gestorbenen Freund Lazarus zu gehen. Als er schließlich wieder nach Bethanien kam wo dieser lebte, waren bereits 4 Tage vergangen. Dann erst fragte er Maria und Martha und die anwesenden ob sie an ihn glauben würden und nach ihrem Bekenntnis vollbrachte er das Wunder von Lazarus‘ Auferstehung. Obwohl Martha, seine Schwester, ihn als er befahl den Stein vom Grab wegzurollen, ermahnte mit den Worten, Meister, er riecht schon, denn er liegt schon 4 Tage hier. Umso mehr schlug dieses Wunder bei seiner Anhängerschaft ein wie eine Bombe. Jesus vollführte an Lazarus das Zeichen des Jona, das Zeichen der Auferstehung worüber er seine Jünger später aufklärte, damit sie es im Zusammenhang mit seinem Tod und Auferstehung verstanden. Die Priesterschaft, die diese Zusammenhänge haargenau erkannten, fühlte sich von den erdrückenden Beweisen zu Jesus‘ Anspruch, der Messias zu sein, vollkommen überführt. Unmittelbar nach dem Auferstehungswunder des Lazarus machte Kaiphas, der damalige Hohepriester, ihnen den Vorschlag, Jesus muss sterben, damit das Volk nicht noch mehr verführt werde. Und in dieser Nacht beschlossen sie den Tod Jesu. 

 

Sünde wider den HG:

Direkt nach all diesen Geschehnissen machte Jesus seinen Anspruch als Messias gegenüber der Führerschaft und dem Volk noch einmal klipp und klar deutlich: (SLIDE 8) Mt,12,30ff: „Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich, und wer nicht mit mir Menschen für Gott gewinnt, der führt sie in die Irre. Darum sage ich euch: Alle Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben; aber die Lästerung gegen den Geist wird nicht vergeben. Und wer etwas redet gegen den Menschensohn, dem wird es vergeben; aber wer etwas redet gegen den Heiligen Geist, dem wird's nicht vergeben, weder in dieser noch in der künftigen Welt.“

Jesus bezichtigt die Juden der Sünde wider den HG. Dies ist natürlich ein ungeheurer Vorwurf aber er stimmt, denn die Leugnung des Messias durch die Juden, die Leugnung der Wahrheit wird ihnen nicht vergeben werden. Die eigentliche Sünde ist die messianische Kraft Jesu als dämonisch, vom Satan kommend zu bezeichnen. Nicht, dass sie sich an der Person Jesu störten. Aber dass sie sagten er benutzt Satan und nicht den Geist Gottes, um seine Wunder zu tun. Diese Sünde wider den HG wurde durch die Vertreter und geistlichen Leiter des Volkes und die von ihnen aufgehetzten Volksmengen vollbracht. Es ist also eine nationale Sünde, eine Sünde dieser Generation der Juden, eine Sünde historischen Ausmaßes, die dort und zu dieser Zeit passierte. Und da diese Sünde unvergebbar ist, ist das Urteil beschlossene Sache und tritt etwa 40 Jahre später durch die endgültige Zerstörung Jerusalems durch die Römer und die Zerstreuung der Juden in alle Welt und damit den Verlust ihrer angestammten Heimat in Kraft. 

Zur Klärung: Viele Christen sind bei der Sünde gegen den HG unsicher und denken, sie könnten sie womöglich heute noch begehen oder fallen darunter und ihnen wird womöglich nicht vergeben. Sie denken, sie haben gegen den HG gesündigt wenn sie 1) Gott aus den Augen verlieren, 2) wenn sie lange Zeit die persönliche Beziehung zu Jesus vernachlässigt haben, 3) wenn sie glaubten Gott gehört zu haben aber sich nicht danach gerichtet haben, 4) wenn sie gesündigt habe ohne gleich die Vergebung in Anspruch genommen zu haben, 5) wenn sie Zweifel haben oder Gott mal in Frage gestellt haben, oder 6) wenn sie den HG ignoriert haben und bis jetzt keine Geistestaufe erhalten haben oder 7) nicht in Sprachen reden und vielleicht die eine oder andere Sünde mehr dann hätten sie dem HG gelästert und können keine Vergebung empfangen. Das ist alles biblisch nicht haltbar und nicht korrekt, denn keines der aufgezählten Sünden handelt sich um die unvergebbare Sünde gegen den HG. Die Sünde gegen den Heiligen Geist – sie war eine nationale Sünde der damaligen Zeit und wurde vom ganzen Volk der Juden hauptsächlich durch ihre Anführer, Volksvertreter und Hohepriester begangen indem sie Jesus als Messias ablehnten mit der Begründung, er sei dämonischen Ursprungs und ihn daraufhin ermordeten. 

Wie eben schon angedeutet, gab es eine mittelbare und eine langfristige Auswirkung der Folgen dieser Sünde. Lesen wir dazu (SLIDE 10) Mt. 27,24-25: „Da aber Pilatus sah, dass er nichts ausrichtete, sondern das Getümmel immer größer wurde, nahm er Wasser und wusch sich die Hände vor dem Volk und sprach: Ich bin unschuldig am Blut dieses Menschen; seht ihr zu! Da antwortete alles Volk und sprach: Sein Blut komme über uns und unsere Kinder!“ Während Pilatus sich bewusst war, dass Jesus unschuldig war, war er selbst jedoch zu schwach um den Juden gegenüber ihr Anliegen, ihn zu kreuzigen, 

abzuschmettern und wurde somit mitschuldig am Tod des Messias. Die Juden und ihre Anführer jedoch riefen etwas sehr Schwerwiegendes in dieser Situation aus: „Sein Blut komme über uns und unsere Kinder.“ Und genau das ist eingetroffen. 40 Jahre nach Jesu Tod, also genau der Zeitraum einer Generation und der ihrer Kinder, wurde Jerusalem durch die Römer komplett zerstört, die Juden größtenteils vernichtet oder vertrieben. Schlimmer noch als bei der früheren Eroberung durch die Babylonier 500 Jahre zuvor hörten sie nun auf, eine Nation wie andere Nationen zu sein, sie verloren ihr Land, ihre Zukunft, ihre Bedeutung, ihr Glück als Volk. Dies ist auch wieder ein schönes Beispiel woran man sehen kann, wie klar die Bibel ist und wie ihre Worte Eins zu Eins eintreffen.

Als langfristige Auswirkung der unvergebbaren Sünde gegen den HG können wir die fast zweitausend Jahre andauernden Diaspora festmachen, der Zerstreuung der Juden weltweit, an dem ebenfalls so lange andauernden Antisemitismus, der bis heute anhält, an dem Leid, der Verfolgung, Tötung und anderem furchtbaren Schicksal der Juden dass ihnen über die ganzen Jahrhunderte in der Fremde zugefügt wurde. Daran kann man erkennen wie ernst der Zorn Gottes über Auflehnung seines geliebten Volkes gegen seinen auserwählten Sohn war, welche gewaltigen Ausmaße in der Konsequenz diese nationale Sünde hatte und dass sie unvergebbar war. 

Jesus selbst sprach mehrere eindeutige Warnungen vor den Folgen aus, ihn, den Messias abzulehnen, aber sie wollten es nicht hören. Wir wollen uns das berühmteste Wort von ihm in dieser Richtung einmal näher anschauen, das ist seine Prophezeiung im Rahmen seiner Endzeitreden aus Mt. 23,37-39: „Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! Zum einen spricht Jesus die Juden und den Kern ihres Glaubens direkt an, Jerusalem, Jerusalem, da liegt die Seele des jüdischen Volkes, das ist im übertragenen Sinne der Inbegriff für sein Brudervolk, der Inbegriff der jüdischen Identität. „Du tötest deine Propheten und steinigst die zu Dir gesandt sind.“ Ein eindeutiger Bezug zu Johannes dem Täufer und anderen Propheten und sich selbst. Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken versammelt unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt! Er hat jetzt drei Jahre zu ihnen das Evangelium gepredigt und hat alles versucht, aber sie lehnten ihn ab. Siehe, »euer Haus soll euch wüst gelassen werden«  Er zitiert Jeremia 22,5 und Psalm 69,26 - wieder einmal untermauert Jesus seine Aussagen mit der Schrift und bezeugt damit die Wahrheit der prophetischen Aussagen aus lang vergangener Zeit.  Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: „Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!“ Er nimmt dies zum Anlass, gleich eine klare prophetische Aussage für die Zukunft zu treffen, aus der wir entnehmen können, dass die Juden nicht aussterben werden und dass sie ihn eines Tages doch als Messias annehmen werden. Wie wir wissen stehen diese Zeiten unmittelbar vor uns. Gott hat in all den Jahrhunderten trotz aller Zerstörung und Zerstreuung des jüdischen Volkes in Folge der Sünde gegen den HG immer über ihre Identität gewacht und immer einen kleinen Rest bewahrt. Das hat er schon immer gemacht und es steht im Einklang mit seinen Bünden die er mit Abraham und David als deren Stammväter geschlossen hat.

Zurück in einem langen Bogen zu unserem Kontext: In dieser Situation der Ablehnung nun provozierten die Juden Jesus und forderten ihn heraus. Ihnen reichten die Wunder, selbst die messianischen Wunder nicht, sie forderten ein Zeichen, um zu erkennen, dass Jesus der Messias ist. Jesus aber hat jetzt genug von ihnen und ihren Spielchen. Er antwortet ihnen auf den Kopf klipp und klar, dass sie böse sind und böse in den Augen Gottes, das bedeutet, dass sie ihren ganzen Kredit, den sie hatten, durch ihre ablehnende Haltung bei Gott verspielt haben. Das Urteil Gottes über sie war gefällt, es gab nichts mehr zu ändern oder wieder gut zu machen. Die Würfel waren sozusagen gefallen. In Mt. 12,39 lesen wir: „Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht fordert ein Zeichen, und es wird ihm kein Zeichen gegeben werden außer dem Zeichen des Propheten Jona.“ Was ist das Zeichen des Jona? Jesus erklärt es ihnen, es ist das Zeichen der Auferstehung. Jona, der Prophet – wir erinnern uns – war drei Tage im Bauch des großen Fisches und durch sein Opfer wurden die Einwohner von Ninive zur Busse angeleitet und ihnen wurde vergeben. Aber Jesus sagt auch im Kontext weiter, dieses Volk der Juden ist viel schlimmer als das damalige Volk von Ninive. 

Nachdem nun klar war, dass die Juden und ihre Anführer und Priester Jesus ablehnten und Gott sein Urteil über sie gefällt hatte, änderte Jesus ebenfalls sein Verhalten in der Öffentlichkeit und auch die Zielpersonen seiner Zuhörer. Er wirkte zwar weiterhin Wunder, so wie die Brotvermehrung oder diverse Heilungen aber er predigte nicht mehr zu allem Volk, er erklärte ihnen nicht mehr was er tat, sondern nur noch zu denen, die ihm nachfolgten. Er forderte die Geheilten auch nicht mehr auf zu den Priestern zu gehen und ihnen seine Wundertaten zu zeigen. Jesus änderte ab diesem Zeitpunkt sein Verhalten und seine Strategie. Er hatte begonnen die Jünger und nachfolgend uns, die Christen auf die Zeit nach seinem Tod vorzubereiten. Die Auseinandersetzung mit den Führern und den Gelehrten war ihm jetzt nicht mehr wichtig, er kümmerte sich jetzt um sein Erbe. 

Dazu zählt auch eine weitere, allumfassende Konsequenz aus der Ablehnung des Messias durch die Juden: Nämlich, dass Gott von nun an auch die Nichtjuden, also die Nationen der Heiden in seinen Heilsplan miteinschloss. Es trat sozusagen Plan B in Kraft. Jesus war zu allen Menschen gekommen, vorrangig zu den Juden, aber nun richtete er sein Augenmerk darauf, dass in der ihm noch verbleibenden Zeit auf Erden alle die glaubten, soviel wie möglich vom Reich Gottes und den zukünftigen Abläufen und deren Bedeutung verstanden. 

Er begann jetzt die Phase seine Jünger, die späteren Apostel, intensiv zu schulen. Sie sollten einmal alles in die Welt tragen und die Gemeinde aufbauen. Die Gemeinde ist ja ein weiteres Merkmal, die Bibel spricht von Geheimnis, dass sich erst nach der Ablehnung Jesu durch die Juden offenbaren konnte und nach seiner Auferstehung in Existenz kam. Jesus legte durch seine Worte und Ausführungen den Grundstein für die Beziehungen der Menschen untereinander, wenn er physisch nicht mehr anwesend ist. 

Er begann ihnen hauptsächlich in Gleichnissen die Zusammenhänge seines Kommens, seines Todes und seiner Auferstehung zu erklären. Gleichnisse kann man nur richtig verstehen, wenn man den heiligen Geist hat. Diesen schenkt Gott nur dem der sich ihm zuwendet. Also eine sehr geschickte Methode von Jesus, um den Jüngern und uns Dinge zu offenbaren die die Juden damals und heutige Ungläubige nicht verstehen werden. Die Jünger haben im ersten Moment nicht viel verstanden aber nach der Ausgießung des HG an Pfingsten konnten sie auf einmal damit etwas anfangen. Jesus wusste genau wie er sie zurüsten musste unter den damaligen Umständen, denn sie, vor allem er, wurden ja am Ende von den Juden gesucht und verfolgt. Er bereitete sie vor für den Tag X, wenn er zum Himmel auffahren würde. Er erklärte ihnen, dass er dann den Heiligen Geist senden werde, den Tröster und Helfer, der uns in alle Wahrheit also zu ihm hin, leiten wird. 

Das eigentliche Ansinnen Jesus, nämlich die Menschheit nach der katastrophalen Trennung, die bei Adam und Eva begann, wieder mit Gott zu versöhnen, zusammenzubringen, das hat Jesus einzigartig gut gemacht und zwar trotz aller Widrigkeiten seines Alltags. Es war nicht leicht, sich 3 Jahre gegen die Obrigkeit zu behaupten, ihnen in der Öffentlichkeit aber auch in den langen Nächten zu entgehen, wenn sie zuschlagen wollten, oder sie im richtigen Moment zu überführen. Es war nicht leicht parallel 12 Jüngern und darüber hinaus einer kleineren Anzahl an Nachfolgern die Geheimnisse Gottes, die Geheimnisse, die sich um sein Kommen drehten, zu offenbaren und zwar so dass diese Offenbarung bis heute Bestand hat. Es war nicht leicht, sich in der damaligen Zeit im Alltag durch Wüstenstaub und schlechter Infrastruktur durchzuschlagen und all die Wege zu gehen und Ziele zu erreichen, die er in den 3 Jahren erreicht hat. Er gab nie auf obwohl er oft hätte verzweifeln können über die verbohrten Menschen, die nicht verstehen wollten, was er lehrte. 

Er war zwar öfter mal menschlich gesehen müde und kaputt von den endlosen Wanderungen, aber geistlich immer hellwach und mit dem Vater verbunden. Er wusste immer was er tat und wann er es tun sollte. Erst kurz vor seiner Gefangennahme erklärte er den Jüngern im Abendmahl den neuen Bund den Gott durch ihn mit uns schloss. Alles andere wäre zu früh gewesen. Er war uns in dieser Zeit ständig Vorbild, egal welchen Bereich des Lebens man anschaut, unzählige Aussagen, Botschaften und Gleichnisse dienen uns heute als Fundament unseres Glaubens, es gibt keine bessere Lektüre, um bei Gott zu bleiben als die Worte und Taten Jesu zu verinnerlichen. 

Würde man es von außen betrachten, so würde man sagen – Auftrag erfüllt, er hat seine Sache gut gemacht. Das liest sich leicht, aber welche Last, welche innere Not Jesus in der ganzen Zeit wegen uns Menschen durchlitt, das kann man kaum ermessen. Vielleicht wird dies am ehesten deutlich als er im Garten Gethsemane alleine ist und zum Vater betet, ihm sein ganzes Herz ausschüttet und der Vater einen Engel schickt, der ihn stärkt. Jesus ging bis an die Grenze des Aushaltbaren, es zerriss ihn vor innerem Schmerz über uns. Und es ist so, als wenn dann der Vater kommt und sagt – das hast Du bis jetzt wunderbar gut gemacht mein Sohn, jetzt schaffst Du den Rest, nämlich den Foltertod auch noch. 

In diesem Gebet sagt Jesus auch noch etwas bemerkenswertes: „Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.“ Dies sagte er prophetisch über seine Jünger, über uns. All die Gläubigen, die ihm nachfolgen, sind aus Gottes Sicht nicht mehr von dieser Welt, in der Welt, ja, aber nicht mehr ihr zugehörig. Das ist so gewaltig – Jesus bewirkt mehr als jede Behörde in jedem Land je bewirken kann – er verändert die Staatsangehörigkeit, den Personalausweis, den Reisepass bei jedem, der es will, in einem Augenblick. Da ist es egal ob Mauern gebaut werden oder Asylsuchende abgeschoben werden, sie alle können sofort die himmlische Staatsbürgerschaft haben.

So, ich hoffe wir haben etwas von dem verstanden warum und in welcher Abfolge Jesus Dinge tat und bestimmte Dinge sagte, welche äußeren Ereignisse ihn dazu bewogen. Es ist wichtig, dass wir die Hintergründe über Dinge wie die Sünde wider den HG oder das Zeichen des Jona verstehen und einordnen können.

Ganz zum Schluss kurz zurück zu der Frage am Anfang: Was machst Du, wenn Du noch 3 Jahre hättest? Ich denke das Leben Jesus zu verfolgen birgt so eine gewaltige freudige Botschaft, dass selbst, wenn wir eine solche Diagnose bekommen, dann wissen wir das sind nur noch 3 Jahre in einer Welt, in der wir zwar noch sind, aber zu der wir ohnehin in Wahrheit nicht mehr gehören. Wir gehören zu einer anderen Welt, die Herrlichkeit im Himmel, die unmittelbare Nähe des liebenden Vaters und des Sohnes und Ewiges 


7.)  Der reife Christ: Biblische und Geistliche Grundlagen für Fortgeschrittene
Teil 1: Jesus 

 Grundlagen, Hintergründe, Erkenntnisse und Ziele

Ich weiß nicht wie es Euch geht aber wenn man die Evangelien liest und das 3-jährige öffentliche Wirken von Jesus irgendwie zeitlich oder inhaltlich nachzuvollziehen möchte, dann ist dies manchmal schwer. Das einzige in welchem sich alle Berichte gleichen, ist, dass sie sich zu Beginn mit seiner Geburt und am Ende jeden Evangeliums in einem größeren Abschnitt mit seinem Tod beschäftigen. Mal ging er von A nach B, dann predigte er mal in der Synagoge, mal auf freiem Feld, dann heilte er mal in Jerusalem, mal in Kapernaum, mal in Bethanien. Dann steht ein Ereignis, ein Wunder oder ein Gleichnis bei Matthäus in den ersten Kapiteln, bei Lukas aber weiter hinten usw. Durch die damals übliche Schreibweise der Evangelisten, die sich eben nicht immer an eine chronologische Reihenfolge der Ereignisse hielten, ist es mitunter verwirrend, wenn wir von außen auf das Wirken Jesu schauen und eine zeitliche, geographische oder auch inhaltliche Ordnung zu finden.
Aber keine Angst, ich werde jetzt nicht in einer Detailarbeit alle einzelnen Wege und Stationen Jesu akribisch aufbereiten. Das kann man anderswo besser nachlesen. Wir wollen jedoch in einer kleinen Abfolge von Vorträgen einmal versuchen, tiefer in das Wirken von Jesus einzutauchen, uns mit Hintergründen und Erkenntnissen biblischer und prophetischer Natur zu beschäftigen. Wir wollen über Dinge sprechen, die er tat und uns fragen, warum er sie so tat wie er sie tat und welche Ereignisse und Voraussetzungen ausschlaggebend dafür waren, dass die Geschichte mit Jesus so verlief wie sie verlief.
Da die ganze Thematik so komplex und umfangreich ist, habe ich sehr schnell feststellen müssen, dass es mit einem Vortrag nicht getan ist. Man kann sich der Thematik unterschiedlich nähern, ich habe als Konzept dieser kleinen Serie ungefähr folgende Aufteilung gewählt:
                 1.  Jesus – Grundlagen, Hintergründe, Mission und Ziel seines irdischen Wirkens
2.   Jesus – Die zwei wesentlichen Phasen seines öffentlichen Wirkens
     3.   Jesus – Verurteilung, Tod, Auferstehung, Erscheinungen, Himmelfahrt
            4.  Jesus – Vorhersagen zur heutigen Zeit (Endzeit) und was in Kürze passiert

Dies werden verschiedene Lehreinheiten sein, wo wir die Worte Jesu, seine Taten, Gleichnisse und Verhalten studieren.
Heute im ersten Teil geht es darum, Jesus von seiner göttlichen Bestimmung als Messias her zu betrachten, etwas Erkenntnis über die Zeit, Geographie und die politischen Machtverhältnisse in die er kam, zu gewinnen, die Anfänge seines öffentlichen Auftretens zu beleuchten, mit welchem Anspruch und welcher Mission, welchem Ziel er auftrat und welche Voraussetzungen er selbst schuf, damit er als Messias allen Menschen seine Heilsbotschaft nahebringen konnte. Heute geht es also um klassische Lehre und Erkenntnisgewinn und ich hoffe, dass für jeden etwas Neues und Wichtiges dabei ist.

1)        Die Welt, in die Jesus kam
Die Welt des neuen Testaments ist eine römische Welt. Die Römer waren sowohl in Judäa, Samaria und Galiläa als auch im ganzen Mittelmeerraum die bestehende Großmacht, das Weltreich, das die Griechen abgelöst hatte. Die Griechen waren nach den Eroberungszügen Alexanders des Großen im 4. Jahrhundert v. Chr. die vorherrschende Macht im Mittelmeerraum bis nach Indien über viele Generationen hinweg. Den Vorderen Orient oder östlichen Mittelmeerraum regierten sie meistens von Damaskus aus. Die Unzufriedenheit in den besetzten Gebieten wuchs, vor allem bei den Juden, weil die Besatzer nicht nur Besatzer und Unterdrücker waren. Sie zwängten den eroberten Staaten auch ihre Religion auf. Für die Juden bedeutete dies, dass sie den hellenistischen Gott Zeus mit dem Jüdischen Gott Jahwe auf eine Stufe setzten. Dies war ein Unding (wie heute, wenn Allah und Buddha oder wer auch immer auf eine Stufe mit dem lebendigen Gott der Bibel gestellt werden). Es gelang dann im Jahr 162 v.Chr. unter Leitung von Judas Makkabäus und nachfolgend seinen Söhnen, sich gegen die Griechen zu behaupten, im sogenannten Makkabäer Aufstand. In der Folge schafften sie es, ihr Familiengeschlecht durch weitere Erfolge in eine etwa 100-jährige jüdische Königsherrschaft umzuwandeln und zu etablieren. Die Juden hatten also seit der Vertreibung ins babylonische Exil (500 J.) erstmals wieder eine Königsregentschaft, rein kriegerischer Natur, nicht auch geistlich wie bei David und Salomo. Am Ende dieser Periode, besetzten die Römer die inzwischen überall im Mittelmeerraum die Herrschaft innehatten,  unter Pompeius im Jahre 63 v.Chr. Jerusalem und die gesamten israelischen Gebiete. Die Makkabäer durften fortan nur noch den Hohepriester stellen. Im Jahre 37 v. Chr. wurde die direkte Abstammungslinie der Makkabäer beendet, mit Herodes dem Großen installierten die Römer einen angeheirateten Verwandten als König der Juden in Cäsarea. Man nannte diese Linie in der Folge das Geschlecht der Hasmonäer, das sich bis zum Untergang Jerusalems im Jahr 70 n.Chr. an der Macht halten konnte. Herodes war ein gebürtiger Edomiter, also eigentlich ein den Juden feindlich gesinnter Volksstamm südlich von Judäa gelegen. Aber er zählte sich zu den Juden da während der Makkabäer-Herrschaft auch die umliegenden Gebiete von Judäa zwangsweise den Juden einverleibt wurden. Herodes hielt sich sogar an die jüdischen Bräuche, Regeln und Rituale, allerdings wurde er zeitlebens von den Juden nicht als einer der Ihren anerkannt.
In Rom selbst regierte der Kaiser und Imperator. Hier verhielt es sich so: Nachdem Cäsar eine Alleinherrschaft gegen den Senat und die Republik probierte und für diesen Anspruch im Jahre 43 v.Chr. durch Ermordung mit dem Leben bezahlte, konnte sich nach einer Übergangsphase Octavian, der sich später den Ehrentitel Augustus gab, als Alleinherrscher und Imperator ab dem Jahre 27 v.Chr. etablieren. Er war die große politische Persönlichkeit jener Zeit, regierte über 40 Jahre und trieb das römische Weltreich zu einer neuen wirtschaftlichen Blüte und gleichzeitig durch politische und militärische Erfolge zu großer Expansion. Palästina wurde damals Teil einer der vielen Provinzen, die das römische Reich umschloss, in diesem Falle sprach man von der Provinz Syrien. Zurzeit von Jesu Geburt herrschte in Rom also Kaiser Augustus, ab dem Jahre 14 n. Chr., also später auch der Zeit von Jesu‘ 3-jährigen öffentlichen Wirken, herrschte dann sein Adoptivsohn, Kaiser Tiberius. Die einzelnen Provinzen unterstanden einem Legaten oder Provinzstatthalter, der im Falle Syriens in dem nördlich gelegenen Antiochia oder auch Damaskus ansässig war. Unterteilt wurden die Provinzen, die ja riesig waren, in kleinere Gebiete, Länder oder Unterprovinzen. Diese wurden von lokalen Herrschern, die die Römer eingesetzt hatten, regiert. Auch wenn die von den Römern eingesetzten lokalen Könige und Herrscher faktisch keine echte und vollständige Regierungsmacht ausübten – sie hatten weder Militär noch ihnen unterstellte Ordnungsorgane – so war Ihnen dennoch ein recht großer Spielraum an Autorität und Bevollmächtigung in Gerichtsbarkeiten, Steuer - und Finanzangelegenheiten, Bestrafungen oder generellen Regierungsaufgaben gegeben, um über ihr Volk in ihrem Gebiet zu herrschen und es gegenüber den Römern zu vertreten. Dadurch erklärt sich auch das Wechselspiel der Autoritäten während der Verurteilung Jesu, als Pilatus ihn erst auspeitschen ließ, dann zu Herodes schickte, um sich nicht selbst die Hände schmutzig zu machen, dieser ihn aber wieder nach Befragung an den Römer zurückschickte. Die Autorität der lokalen Fürsten und Könige ging bis dahin, dass z.B. Herodes den Kindermord befehlen konnte als er von der Geburt des Königs der Juden, nämlich Jesus, hörte. Herodes der Große herrschte in Judäa, Samaria und Galiläa bis zu seinem Tod um ca. 4 v.Chr. Daran kann man ablesen, dass die Geburt Jesu in diese Zeit fiel. Nach seinem Tod unterstellten die Römer das Land seinen 3 Söhnen, (Herodes Antipas in Galiläa, Herodes Philippos in Ituräa und Herodes Archelaos in Samaria/Judäa). Die Römer installierten für Judäa zusätzlich einen Präfekten oder Statthalter, der von Cäsaräa aus regierte, aber zu besonderen Anlässen in Jerusalem weilte. Zurzeit Jesu hieß dieser Pontius Pilatus.
So, das mal zur geschichtlichen Einordnung. Ich habe das deshalb etwas ausführlicher angesprochen, weil es dann leichter fällt, sich in die Lage des damaligen Volkes zu versetzen was in der Folge dieser Reihe noch wichtig werden wird.
Zu Zeiten von Jesus war diese doppelte Herrschaft, einmal durch die Römer selbst und dann durch die von den Römern eingesetzten lokalen Herrscher, den Hasmonäern, den Juden der damaligen Zeit total verhasst. Sie litten als Volk darunter, fühlten sich geknechtet, denn das ging ja schließlich schon seit ein paar Generationen so. Sie träumten von Freiheit und vom Ende der römischen Herrschaft. Die Allgegenwart der Römer war überall spürbar. Ihre militärische Präsenz, vor allem in den Städten, war erdrückend. Und sie machten oft kurzen Prozess mit Leuten, die sich etwas zu Schulden kommen ließen. Die Soldaten waren überall im Land verteilt, auch in den kleinen Dörfern. Es war ein hartes Leben des einzelnen ohne große Rechte unter einer grausamen Herrschaft.
In diese Situation hinein kam nun Jesus, Gottes Sohn, als Mensch auf die Erde.
 
2)        Gott kündigt sich an
Auf Jesus wurde insgesamt über 200-mal in der Bibel hingewiesen, über 200 Mal wurde von ihm und über ihn prophezeit. Gott kündigt seinen Sohn selbst an, er verheimlicht nichts. Diese Prophezeiungen umfassen seine Geburt, sein Kommen, sein Wirken, sein Status als Messias, seine Rolle gegenüber dem Feind, sein Tod, seine Auferstehung, seine Himmelfahrt, sein Wiederkommen und seine Rolle bei den zukünftigen Ereignissen. Es ist so interessant, dass all dies bereits im AT steht, hunderte/tausende Jahre bevor es eintraf.
Exemplarisch möchte ich folgende 3 Bibelstellen nennen:
1.Mo 3,15: An die Schlange gerichtet spricht Gott: „Und ich werde Feindschaft säen zwischen Dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zertreten und du, du wirst ihm die Ferse zermalmen.“ Der Same der Frau steht für Jesus, der Same der Schlange für Satan. Der erste Hinweis auf Jesus findet sich also schon auf den ersten Seiten der Bibel, im Zusammenhang mit dem Sündenfall, was kein Wunder ist. Hätte es die Sünde nicht gegeben, wäre ein Kommen Jesu und seine Erlösungstat nicht notwendig gewesen. Aber schon damals wusste Gott, es bedarf dieser Erlösungstat, um die Menschen zu erretten, und es kann nur einen geben, der dies vollbringt: Jesus, sein Sohn. Gleich zu Beginn, also direkt nach dem Biss in den Apfel und der Vertreibung aus dem Paradies, finden wir diese Stelle in der Gott auf seinen Sohn hinweist. Und es ist eine dieser wunderbaren Stellen, bei der wir die Bibel wörtlich und gleichsam im übertragenen Sinne nehmen können: Satan bringt es zwar fertig Jesus am Kreuz die Fersen, Füße und alles Mögliche zu zerschmettern aber bezogen auf die Ewigkeit sind dies keine tödliche Verletzungen gewesen denn Jesus ist ja vom Tod auferstanden. Das Zerschmettern des Kopfes Satans hingegen beginnt mit Tod und Auferstehung Jesu. Heb 2,14 sagt dazu:“ …auf dass er durch den Tod den zunichtemachte, der die Macht des Todes hat, das ist der Teufel.“ Die endgültige Vernichtung Satans findet dann in naher Zukunft, wenn Jesus wiederkommt, statt. Satan wird erst im Abgrund gebunden und nach dem 1000-jährigen Friedensreich Jesu in den Feuersee aus ewiger Glut geworfen. Dies beschreibt Paulus im Röm 16,20: „Der Gott des Friedens aber wird in Kürze den Satan unter Eure Füße treten.“
Einige weitere prophetische Vorhersagen beschäftigen sich mit der Abstammung und Geburt Jesu: Interessanterweise ist Jesus bis auf eine Ausnahme der einzige Mann in der Bibel, bei dem im Abstammungsregister auf eine Frau hingewiesen wird. Bei allen anderen, da heißt es immer: Er zeugte ihn und dieser zeugte jenen, also die männliche Linie wurde zur rechtlichen Identität benutzt. Bei Jesus heißt es in Mt. 1, 16: „ Jakob zeugte Josef, den Mann Marias, von der geboren ist Jesus, der da heißt Christus.“ Durch diese Unterschiedlichkeit in der Aufzeichnung seiner Abstammung  wird wiederum ein Hinweis auf Jesu‘ außergewöhnliche Jungfrauengeburt durch Maria Bezug genommen. Jesaja 7,14 untermauert diese Tatsache bereits gut 700 Jahre vorher prophetisch, dort heißt es: „Siehe, eine Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären und er wird Immanuel (Gott ist mit uns) heißen.“
Im Buch des Propheten Micha, ebenfalls 700 Jahre vor Christi Geburt, niedergeschrieben, lesen wir: „Doch du Bethlehem in Efrata, so klein unter den Hauptorten Judas: Aus dir soll der hervorgehen, der mein Herrscher über Israel wird! Sein Ursprung liegt in der Vorzeit, sein Anfang in der Ewigkeit.“ Drei wichtige Dinge hier, einmal wird Bethlehem genannt und tatsächlich wird ja Jesus dort unter ärmlichen Verhältnissen geboren.  Das zweite interessante in der Micha-Stelle ist die Erwähnung Jesu als Herrscher über Israel, dieser Titel gebührt dem kommenden Messias allein. Er wird hier nicht als Menschenretter der Welt vorgestellt, sondern schlicht als Herrscher über Israel. Diese Aussage ist besonders im Zusammenhang mit der Ersatztheologie wichtig, der leider viele Christen aufgesessen sind. Diese besagt, dass wir Christen durch den Mord der Juden an Jesus nun die eigentlichen Erben der göttlichen Verheißungen an ihrer Stelle geworden sind und das Gott seinen Segen von Israel weggenommen und seine Pläne mit seinem Volk ad acta gelegt hat. Das stimmt aber nicht, Tatsache ist, wir Christen, wir Heidenchristen aus jüdischer Sicht, sind nur aufgepfropft auf das eigentliche Volk der Verheißung, nämlich das Volk Gottes, die Juden, Israel, weil diese den Messias ablehnten. Leider gehen die Wurzeln dieser Theologie bis in die Gründungszeit der ersten Gemeinden nach Jesu Tod und Auferstehung zurück und legitimierten schließlich viele Pogrome und sämtlichen Antisemitismus. Die Ersatztheologie sorgte auch dafür, dass die Gründung und Etablierung von christlichen Großkirchen wie z.B. der röm. Kath. Kirche bis in die heutige Zeit hinein auf diesen falschen, unbiblischen Fundamenten fußt.
Drittens wird diese prophetische Aussage über das Kommen Jesu verknüpft mit seiner Göttlichkeit, seinem göttlichen Anspruch, er war schon am Anfang da, von den Tagen der Ewigkeit her. Wer sonst war zu dieser Zeit da außer Gott? Gott prophezeit präzise seine Ankunft auf der Erde wie bereits erwähnt, etwa 700 Jahre im Voraus. Wir müssen uns nur einmal vorstellen wie unangemessen es uns vorkommt, heute eine Vorhersage für das Jahr 2700 abgeben zu müssen. Es gibt außer Jesus keinen Menschen, dessen Kommen je von den Geschichtsbüchern oder Propheten soweit zurückliegend vorhergesagt und mit göttlicher Präzision genauestens beschrieben wurde.
Eine andere Stelle die exemplarisch exakt eine Begebenheit während des Todeskampfes Jesu beschreibt, finden wir nochmals im Jesaja Buch im berühmten Kapitel 53 und zwar in Vers 5: „Doch er wurde blutig geschlagen, weil wir Gott die Treue gebrochen hatten; wegen unserer Sünden wurde er durchbohrt.“ Eine ganz typische Stelle bei der präzise etwas in der Bibel prophezeit wird was dann 1:1 eintraf. Jesus ist wirklich blutig gegeißelt und mit einer Lanze durchbohrt worden als er am Kreuz für unsere Sünden starb.
Wir lernen also, bereits wenn man die Prophezeiungen über Jesu Ankunft auf Erden in der Schrift anschaut, dass wir diese wortwörtlich nehmen können. Ohnehin, je mehr man die Bibel studiert, desto mehr lernt man, alles zu glauben und wörtlich zu nehmen was Gott durch seine Propheten niedergeschrieben hat. Wohlgemerkt, dort wo es geht und wo der geschichtliche und kulturelle Zusammenhang es zulassen. Man beginnt zu staunen über Gottes Präzision der Aussagen durch die Propheten und Anführer oder anderer Leute im Alten Testament, hunderte oder sogar tausende Jahre vor Eintritt des Ereignisses. Dies ist ja auch der Grund weshalb wir hier im FH so eindringlich uns mit der Thematik der Endzeit beschäftigen, denn sie ist für diese Tage in denen wir leben, in der Schrift genauestens angekündigt und beschrieben und es ist Gottes Herzensanliegen, dass wir ihn verstehen und seine Prophezeiungen ernst nehmen.
Soweit zur Ankündigung Jesu als besonderer Mensch.

3)        Jesus, Gottes Sohn, kommt zu den Menschen:
Jesus wurde, wie man heute einigermaßen genau nachrechnen kann, ca. im Jahre 6-4 v.Chr. in Bethlehem in der Erbfolgelinie des Hauses David, also aus dem Stamm Judas heraus geboren. Er wuchs auf in Nazareth, einem damals kleineren Dorf von etwa 400 Einwohnern, gelegen in Galiläa, im nördlichen heutigen Israel. Israel war damals in 3 Hauptprovinzen, nämlich Galiläa im Norden, Samaria im Westen und Judäa mit Jerusalem im Süden aufgeteilt. Man geht heute davon aus, dass Jesus ca. im Jahre 25-28 n.Chr. sein öffentliches Wirken als Wanderprediger begann und 3 Jahre später in Jerusalem ermordet wurde. Sein irdisches Dasein betrug demnach ca. 35/36 Jahre. Jesus wurde, wie es Brauch war, am 8.Tag nach der Geburt beschnitten und nach seinem Vater benannt: Jeschua ben Joseph, Jeschua, Sohn des Joseph. Der Name Jeschua wurde später im Lateinischen zu dem Namen Jesus, leitet sich jedoch ursprünglich aus dem Hebräischen Namen Jehoschua ab: Dieser setzt sich zusammen aus dem Gottesnamen JHWH und dem Wort Jascha, „helfen, retten.“ Jesus bedeutet demnach als Aussage: „Gott ist die Rettung“ oder „der Herr hilft“. Er hatte 4 Brüder: Jakobus, Josef, Judas und Simon und einige Schwestern, die nicht näher benannt werden. Obwohl die Brüder zu Beginn seines öffentlichen Wirkens noch nicht an ihn glaubten, so wurden sie doch später zumindest zu einem Teil seiner Jünger, Jakobus sogar später zum Leiter der ersten Gemeinde in Jerusalem.
Jesus erlernte den Beruf eines Zimmermanns, für die damalige einfache Gesellschaft ein klassischer, zweckdienlicher Beruf, der sowohl Hausbauten als auch Möbelarbeiten umfasste. Man nimmt allgemein an, dass sein Vater Josef früh starb, das letzte Mal wurde er erwähnt als Jesus 12 Jahre alt war. Damit fiel Jesus als ältestem Sohn der Familie die Rolle des Ernährers zu. Es ist daher davon auszugehen, dass er schon sehr früh sehr viel und hart arbeiten musste. Gleichfalls schien er schon als Kind lesen und möglicherweise auch schreiben gelernt und sich viel und reflektierend mit dem Wort Gottes auseinandergesetzt zu haben. Wahrscheinlich hörte er auch viel den örtlichen Rabbinern und Gelehrten von Nazareth und der Umgebung zu, wenn sie die Schrift zitierten und auslegten. Bereits mit 12 Jahren beeindruckte er die Gelehrten im Tempel in Jerusalem mit seinem Wissen, welches mehr war als nur das Zitieren von Schriftstellen. Er kannte sich bestens in der Schrift aus und der Beginn seines öffentlichen Wirkens war geprägt von Gegebenheiten, bei denen er in Synagogen des Landes predigte und die Schrift zitierte. Diese Bildung war für einen Handwerksmann zu damaligen Zeiten unüblich, aber Jesus war nun mal kein üblicher Mensch.
Jesus trat dann mit ca. 33 Jahren erstmalig öffentlich auf. Seine Taufe im Jordan durch Johannes, der ihn bereits als Messias ankündigte, die darauffolgende Bestätigung durch den himmlischen Vater persönlich, Luk 3,22: „Du bist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe“, das war sozusagen die Initialzündung seines Wirkens. Gleichzeitig kam der Heilige Geist auf ihn in Form einer Taube wie die Schrift sagt, herab, und wich nicht mehr von ihm. Von da an folgte er seiner Bestimmung und es ist wohl eine Tatsache, dass kein Mensch je so intensiv mit Gott dem Vater gesprochen, im Gebet gerungen und sich ausgetauscht hat wie Jesus in den Jahren seines Auftretens. Diese Intensität und Intimität in der Dreiecksbeziehung Vater-Sohn-Geist war es auch, die ihm die Vollmacht gab, in der Folge übermenschliche Wunder zu tun und damit die Aufmerksamkeit der Massen zu erreichen. Jesus selbst bezeugte sich als den Messias, und Gott der Vater bestätigte ihn durch sein Wirken überall und sein Zeugnis fasste Johannes wie folgt zusammen: Joh 1,14: „Er, der das Wort ist, wurde ein Mensch von Fleisch und Blut und lebte unter uns. Wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit voller Gnade und Wahrheit, wie nur er als der einzige Sohn sie besitzt, er, der vom Vater kommt.“
Nach Jesu Taufe folgte eine Zeit der Besinnung und Ausrichtung auf das was kommen sollte, 40 Tage allein in der Wüste ohne Nahrung und den Gewalten der Natur ausgesetzt. Das ist schon eine lange Zeit allein, ich denke nur wenige Menschen werden solch eine Einsamkeit einmal erleben, selbst wenn sie anders als Jesus sogar Nahrung zur Verfügung hätten. Und wer schon mal da war, die judäische Wüste ist wirklich öde, nichts als hellbraune Steine und Staub. Wir können uns also in Jesus in diese Zeit kaum hineinversetzen, lassen dies daher besser auch. Aber, wie wir wissen, wurde Jesus in dieser Zeit massiv vom Satan versucht. Interessanterweise widerstand er den Versuchungen immer in dem er Worte aus der Schrift zitierte. Das zeigt zum einen, dass er sich zu diesem Zeitpunkt tatsächlich in der Schrift auskannte wie ein Gelehrter. Zum zweiten erleben wir ihn in dieser Zeit noch vor Beginn seines öffentlichen Auftretens als Vorbild für uns, wie er mit Satan und der sündigen Versuchung umgeht. Von Beginn an war ihm also nicht nur daran gelegen, seinen gottgegebenen Auftrag zu erfüllen, sondern gleichermaßen uns ein Beispiel zu geben wie wir uns in der einen oder anderen Situation am besten verhalten. Und gleich hier in der ersten Geschichte über Jesus nach seiner Taufe, lernen wir, die stärkste Waffe gegen den Feind ist das Wort Gottes, indem es wörtlich der Situation entsprechend angewendet wird. Paulus spricht von dem Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist. Ich empfehle hier meine Vortragsreihe von vor einiger Zeit – Die Machenschaften des Satans – nachzulesen auf unserer Homepage, dort wird ausführlich beschrieben wie Jesus uns als Vorbild im Umgang mit den Versuchungen Satans dienen kann.
Ein Wanderprediger damals war nichts seltenes, viele liefen herum und hatten auch eine gewisse Gefolgschaft, die Jünger, die sie versorgten und ihnen auch eine gewisse Wichtigkeit verliehen. Doch Jesus war anders als alle anderen. Zum einen gab Johannes der Täufer ein mächtiges Zeugnis von ihm und versammelte bereits viele Menschen, sodass zumindest lokal eine Erwartungshaltung gegenüber dem Kommen des Messias da war. Als er dann auftrat, muss eine Faszination, eine Aura, eine Herrlichkeit von ihm ausgegangen sein die zusätzlich durch seine Worte und übernatürliche Werke bestätigt wurde. Die Berufung seiner Jünger war so ein Beispiel: Warum sollte jemand alles stehen und liegen lassen, seine ganze Existenz in einem Augenblick aufgeben, um mit einem dahergelaufenen Prediger durch die Lande zu ziehen? Der Jünger Andreas, Bruder des Petrus, sah ihn bei Johannes dem Täufer und folgte ihm augenblicklich nach. Er erzählte es seinem Bruder Simon, und dieser tat das Gleiche. Ähnliche Reaktionen werden von Philippus, Zachäus, Nathanael und anderen berichtet.
Die Erwartungshaltung der Menschen im Palästina der damaligen Zeit war die, dass sie sich das Kommen des Messias herbeisehnten. Dieser musste jedoch bestimmten Vorstellungen entsprechen: Er sollte gesalbt sein von Gott, also ein besonders berufener Mensch, er sollte dem Geschlecht Davids entstammen und er sollte ein Kriegsherr sein, der die Israeliten von den verhassten römischen Besatzern befreit. Eigentlich sehnten sie sich zurück nach einem König wie David, nicht einem solchen verachteten Vasallenkönig der Römer wie es Herodes war. Jesus erfüllte allerdings nur Teile von diesen Kriterien und so wandten sich viele nach anfänglicher Begeisterung wieder von ihm ab. Sie konnten nicht glauben, dass der Sohn Gottes sich nicht sofort zum Anführer einer revolutionären Bewegung aufschwingt, stattdessen dem einzelnen ins Gewissen redet und zur Umkehr auffordert und dazu, ihm nachzufolgen. Sie dachten der Messias wird sein Volk im Triumph zu Erfolg und zur Freiheit führen und dann kommt da ein Wanderprediger daher, mit nichts außer paar Klamotten am Leib und spricht von der Herrlichkeit Gottes – wie sollte das gehen?

4)        Seine Botschaft
Kommen wir jetzt zum Kern der Mission des Gottessohnes während seiner Jahre hier auf Erden währenden Zeit in menschlicher Gestalt.
Hier kann man eine ganze Reihe von Gründen aufzählen, ich möchte ein paar (nicht vollständig) nennen, die dem eingefleischten Christen nicht fremd vorkommen: 
Jesus kam, die Menschheit zu erlösen von der Sünde (Leben ohne Gott), um durch seinen Tod den Preis für die Sünde der Menschen zu bezahlen
Jesus kam, um uns, wenn wir ihn als unseren Herrn annehmen, den Weg zum Vater zu ebnen, damit wir wieder an der Herrlichkeit Gottes teilhaben können 
Jesus kam, damit wer an ihn glaubt, ewiges Leben hat
Jesus kam, um die Schrift und die Prophezeiungen über ihn zu erfüllen
Jesus kam zu seinem Volk, um das Gesetz zu erfüllen
Jesus kam, um die Feste Israels zu erfüllen
Jesus kam, um Satan den Kopf zu zertreten
Jesus kam, um die Gesetzlichkeit zu beenden
Jesus kam, um einen neuen Bund Gottes mit uns zu schließen
Jesus kam als Mensch, um uns in allem ein Vorbild sein zu können
Jesus kam, um den Zeitplan Gottes mit der Menschheit zu erfüllen
 
Zunächst einmal die Frage, wieso ist Jesus denn in Nazareth und Jerusalem und zu dieser Zeit und nicht irgendwo anders aufgetaucht? Warum in dieser kärglichen Region der Erde, diesem Gebirgsland voller Wüste und Staub? Nun, die Antwort liegt auf der Hand, die Juden waren das auserwählte Volk Gottes, er kam sozusagen zu den Seinen. Mit Ihnen und ihrem Stammvater Abraham hatte Gott bereits 2000 Jahre vorher einen unzertrennbaren Bund geschlossen, er hatte all diese Zeit mit seinem Volk ein Auf und Ab miterlebt. Vor allem hatte es sich immer mehr von ihm entfernt, erstickte in Gesetzes-Lehren und die ihm von Gott verliehene Freiheit des Geistes war Falsch- und Kleingläubigkeit gewichen. Das Volk Gottes war in höchstem Maße erlösungsbedürftig. Jesus kam also zu diesen, seinen Brüdern, denn er kam als Jude zu Juden auf diese Erde. Am Anfang des Johannes-Evangeliums heißt es in Joh 1.11-12: „Er kam in das Seine, und die Seinen nahmen ihn nicht an; so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.“
Jesus verkündete „Das Himmelreich ist nahegekommen“ und meinte seine eigene Gottessohnschaft damit. Er predigte Umkehr und Busse und rief die Menschen dazu auf ihm nachzufolgen. Begleitet wurde sein Auftreten von übernatürlichen Wundern, die er tat, Krankenheilungen, Prophezeiungen, Totenerweckungen und dergleichen. Er erklärte ihnen die Schrift und sagte, dass er gekommen ist, das Gesetz des Mose zu erfüllen. Er wählte sorgfältig einen engen Kreis von 12 Jüngern aus, die ihn in den nächsten Jahren immer begleiteten und denen er noch mehr erklärte als den anderen Menschen, die ihm nachfolgten. Diese wurden später zu Aposteln und Grundpfeiler der Verbreitung des Evangeliums. Er konfrontierte die Schriftgelehrten damit, dass sie zwar das Gesetz kannten, es aber zu ihrem Vorteil auslegten, dass sie kleinlich bis auf den Buchstaben waren aber den großen Zusammenhang nicht sahen. Dies brachte die geistliche Leiterschaft des Landes gegen ihn auf. Aber es war nicht der eigentliche Grund weshalb sie ihn am Ende umgebracht haben. (in Teil 2).
Es waren hauptsächlich die Wunder, die vor allem die einfachen, leichtgläubigen Menschen in Scharen zu Jesus brachten. Kann man nachvollziehen. Ist ja auch heute noch so, wenn irgendwo ein Heilungsgottesdienst stattfindet, strömen die Leute in Scharen. Jesus heilte Kranke, wenn er durch Ortschaften zog. Von ihm ging solch eine Kraft aus, dass selbst Menschen, die nur in seiner Nähe waren oder nur den Saum seines Mantels berührten, gesund wurden. Er war überzeugend und in seiner Nähe zu sein, muss einfach nur begeisternd gewesen sein, diese Kraft und Herrlichkeit zu spüren, die bei ihm war und von ihm ausging. 
Seine Botschaft war einfach und klar: Wer an ihn glaubt, ihn ohne eigenes Zutun als Erlöser und Sohn Gottes anerkennt, der wird für immer gerettet werden, ewiges Leben haben und bei Gott sein. Joh 11,25: „Ich bin die Auferstehung, und ich bin das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, selbst wenn er stirbt.“
 Was für eine Aussage! Wer Jesus annimmt, wird leben, immer leben, ewig leben, selbst wenn er stirbt. Was gibt es Wichtigeres? 
Jedoch: Das klang und klingt auch heute noch für viele fast zu einfach, zu simpel, um wahr zu sein und viele fragen nach dem Haken, der dabei ist oder suchen das Haar in dieser Suppe, um sich nicht ganz darauf einlassen zu müssen. Die Botschaft war eine Provokation und viele kamen und kommen damit bis heute nicht zurecht. Der Mensch ist es gewohnt bei allen anderen Religionen und übernatürlichen Begegnungen mit Gottheiten aller Art Opfer, Gebete, Vorschriften und Auflagen zu befolgen. So meinte er auch hier, er müsse etwas tun dafür, dass Jesus ihn rettet und es entwickelte sich im Rahmen der Kirche unter dem Deckmantel christlicher Frömmigkeit der menschengemachte Unsinn, sich sein Heil verdienen zu müssen durch fromme Haltungen, Gebete, Fasten und vieles mehr. Leider beschreiten die katholische und andere großen Kirchen der Namenschristen diesen Weg bis heute und führen damit ihre Gläubigen in die Irre. Und zu allen Zeiten wurde diese falsche Frömmigkeit benutzt, um Menschen glaubensmässig gefügig zu machen. Es war undenkbar, dass die Gnade allein durch den Glauben an Jesus kommt. Also benutzte man sie um vollkommen unbiblische Dinge wie den Ablasshandel, das Fegefeuer, die Befolgung der Sakramente, die stellvertretende Buße für die Toten, das Zölibat und vieles mehr ins Leben zu rufen, um Kontrolle über die Gläubigen auszuüben. Erst Martin Luther und die Reformatoren brachten wieder etwas Licht in dieses finstere Kapitel, in dem er formulierte: „Sola Fide, Sola Gracia, Sola Scriptura,“ allein durch Glaube, allein durch Gnade, allein durch das Wort Gottes. Ich muss nichts anderes tun als diesen Jesus in mein Herz lassen und bin für immer und ewig gerettet. Denn er hat für meine Schuld und meine Sünden gelitten und seine Botschaft spricht immer jeden Einzelnen ganz persönlich an. 
Das war seine klare, unzweideutige Mission. Jeder muss eine persönliche Entscheidung treffen, jeder für sich, keiner kann jemand anderem diese Entscheidung abnehmen. Denn das machte Jesus auch klar: Gott respektiert über allem unseren freien Willen. Er hat uns als sein Ebenbild geschaffen, also mit einem freien Willen, denn Gott hat ja auch einen freien Willen, um uns eben für oder gegen ihn zu entscheiden. Das ging bei Adam und Eva los, aber sie wollten bereits sein wie Gott und die gleiche Tendenz hat der Mensch bis heute. Jesus kam und war radikal. Er sagte man kann sich für oder gegen ihn entscheiden, aber man muss sich entscheiden, einen Mittelweg, ein Heil mit Hintertürchen, zum Beispiel mit anderen von Menschen zu Göttern gemachten Geschöpfen wie einem Buddha hier und einem Allah dort, gibt es nicht. 
Der Mensch, der sein Leben nach seinen und nicht nach Gottes Maßstäben lebt, und damit in der Abkehr von Gott lebt, hatte große Probleme sich auf diese radikale Rettung durch Jesus einzulassen. Da war doch der Weg, den die Kirche dem leichtgläubigen Menschen vorgab, sich das Heil verdienen zu müssen durch Einhaltung diverser Gesetze und Rituale, einfacher und einleuchtender. Zumal ein weiterer entscheidender Faktor dazukam, der bereits bei Adam und Eva seinen Anfang nahm: Satan, der Fürst dieser Welt, tut alles, um dem Menschen zu suggerieren, er kann sein wie Gott. Und gerade in der heutigen wissenschaftsgläubigen Zeit ist der Mensch so weit weg davon, Gott seine Zukunft anzuvertrauen, wie nie. Man muss nur sämtliche Parteiprogramme und das Regierungshandeln der führenden Repräsentanten der westlichen Staaten beobachten, dann merkt man sehr schnell, dass sie Gott nicht zutrauen, die Menschen in die Zukunft zu führen. Humanismus und die durch das Zeitalter der Aufklärung entstandenen Selbsterlösungstendenzen der letzten 120 Jahre ließen für Gott keinen Raum mehr. Und außer einem „God bless America“ bekommt auch ein amerikanischer Präsident im Land der am ehesten noch am biblischen Gott festhaltenden Menschen, den USA, nichts mehr über die Lippen was auf den wahren Gott hindeutet.
Satan ruft den Menschen auch heute noch zu: Du kannst sein wie Gott. Als Fürst dieser Welt hat er Anrechte von Urzeiten her. Das heißt, ihm wurde zu Zeiten als er noch ein nicht abgefallener Engel war, lang bevor diese Erde geformt und die Menschen von Gott erschaffen wurden, die Erde zugewiesen. Und er darf hier bis zu einem gewissen Umfang schalten und walten, Menschen vereinnahmen, beeinflussen, die Sünde streuen und deren Folgen für sich reklamieren. Und das tut er bis heute, denn noch ist er nicht endgültig besiegt. Aber wir müssen verstehen, selbst wenn er zwar gewisse Macht hat, gegen den Schöpfer aller Schöpfung, gegen den Herrn aller Herren ist er nichts, selbst wenn er ihn imitiert. Auch alle Religionsstifter, die Propheten und Gurus dieser Welt sind nichts gegen diesen Gott, denn sie sind lediglich Geschöpfe, sie kommen und gehen, das ist der große Unterschied. Jesus aber wird bei seinem baldigen Wiederkommen Satan und seine gefallenen Engel endgültig besiegen und zwar ganz einfach mit dem Hauch seines Atems, so steht es in der Schrift. Da sieht man die gewaltig unterschiedlichen Kräfteverhältnisse zwischen Gott und dem Geschöpf Satan und seinen Protagonisten, dem Antichristen, dem falschen Propheten und den vielen die ihnen folgen. All die vermeintlichen Erfolge Satans auf dieser Erde, die Verblendung der Menschen durch die heutigen Medien, die Schaffung der großen Kirche der Namenschristen die allesamt nicht in die Herrlichkeit Gottes eingehen werden, die Täuschung der Menschheit durch Religion, Esoterik und Humanismus, all das und vieles mehr wird verglühen in einem Moment. Er macht Puuh und alles fällt in sich zusammen. Wenn wir Jesus als unseren Herrn angenommen haben oder annehmen, dann entziehen wir durch die Kraft Jesu in uns Satan die Möglichkeit uns zu vereinnahmen, sei es für die Sünden, für falsche von ihm beeinflusste Meinungen, für Unrecht, Ungerechtigkeit, Hass und all diese Dinge.
Das Kommen Jesu in diese Welt, seine Geburt, sein Leben, sein Wirken, sein Tod und seine Auferstehung sind solch ein gewaltiges Werk Gottes, mit nichts auf dieser Welt vergleichbar. Und er setzt es in diesen Tagen fort. Er ist bereits auf dem Weg, wir haben Endzeit und die Dinge spitzen sich zu. Jesus sagt in Off 3,10: „Weil du das Wort vom Harren auf mich bewahrt hast, werde auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die über den ganzen Erdkreis kommen wird, um die zu versuchen, die auf der Erde wohnen.“ 
Halten wir uns an ihn und nur an ihn, dann werden wir als Errettete durch diese letzten Tage gehen. Wir werden entrückt werden, bevor die verheerenden endzeitlichen Katastrophen sehr bald diesen Planeten heimsuchen werden. Wir werden als Errettete das ewige Leben erlangen und immer bei unserm geliebten Herrn sein, darauf kommt es an.
Das Kommen von Jesus auf Erden ist der größte, und unerreichte Paukenschlag der Geschichte der Menschheit, dieser Zivilisation, und nur diese Tatsache gewährt uns Ewigkeitsperspektive und Sicherheit im jetzigen Leben. 

6.)  - Psalm 90.10: Unser Leben dauert 70zig Jahre........wirklich? (vom 23.06.2018)

Durch den heutigen medizinischen Fortschritt sind 80 Jahre inzwischen kein Alter mehr, der Durschnitts-Deutsche, der einmal die 50 erreicht hat, kommt in die 90er hinein. Interessant ist, dass die Statistik für Frauen immer noch ein 4-5jährig höheres Durchschnittsalter aufweist als für Männer. Dies gleicht sich jedoch an für alle Männer, die die 50 einmal geschafft haben, d.h. wesentlich mehr Männer als Frauen sterben in jungen Jahren. Aber das ist nur eine Seitenbetrachtung.


Die heutige Wissenschaft berechnet das maximale Leben eines Menschen auf Erden, wenn alles perfekt läuft, ungefähr mit 120 Jahren und das ist ja ungefähr auch das Alter, auf das die bislang bekannten ältesten Menschen geschätzt wurden. Danach sind die Körperzellen so kaputt, dass sie sich nicht mehr regenerieren und teilen können. Mit zunehmendem Alter wird ja die Zellteilung verlangsamt, auch abgestorbene Zellen werden nicht mehr gleichwertig ersetzt. Die Bausubstanz, also die DNA gibt es zwar immer noch und auch der Ablesemechanismus funktioniert noch aber Zellkern und Zellorgane können ihre Funktion immer schlechter ausführen, die Zellmembran wird porös und viele Dinge auf molekularer Ebene spielen sich da ab. Organe büßen mehr und mehr an Funktion ein, selbst das Gehirn setzt irgendwann unserem klaren Denken ein Ende. Kurzum, bei einem Maximum an 120 Jahren ist das System völlig ausgereizt. 


Das wiederum ist spannend, denn wenn wir in die Bibel schauen, da war doch was: Richtig: Gott selbst sagt in 1.Mo. 6,3: „Da sagte der HERR: Die Menschen sollen nicht mehr so alt werden, ich werde ihnen meinen Lebensatem nicht mehr für so lange Zeit geben. Denn sie sind schwach und anfällig für das Böse. Ich werde ihre Lebenszeit auf 120 Jahre begrenzen.“ 


Das war bereits zu Urzeiten, nachdem er den Menschen erschaffen hatte. Denn eigentlich wurden Menschen damals viel, viel älter, also 900 Jahre usw. Aber die Menschen vor der Sintflut, die also direkt von Adam und Eva abstammten, verhielten sich damals schon sehr böse Gott gegenüber – es gab also nicht nur die Erbsünde – Und Gott beendete dies. Ein paar Verse weiter lesen wir, dass er sogar die Menschen wieder vernichten wollte und das tat er auch durch die Sintflut mit der Ausnahme, dass Noah und seine Familie Gnade bei Gott fand und überlebte. Und von ihm stammen wir heutigen Menschen ab. Wir lernen daraus, dass es der Vater im Himmel ist, der die Begrenzung hier setzt, dass ER es ist der bestimmt wie lange wir hier auf Erden leben.


Wir wollen uns jetzt einmal anschauen wie die Bibel, wie Gott unser Leben hier auf Erden betrachtet:


Jesus sagt als er über die Sorgen der Menschen spricht in Math. 6,27: „Wer aber unter euch kann mit Sorgen seiner Lebenslänge eine Elle zusetzen?“ Wir können da gar nichts machen, auch alle unsere Sorgen und Pläne und Überlegungen sind völlig in Gottes Hand. 


Paulus sagt zu den Kolossern als es ihm um den Umgang mit den Menschen ging, die noch nicht zum Glauben gefunden hatten: Kol 4,5: „Verhaltet euch weise und besonnen denen gegenüber, die keine Christen sind. Macht das Beste aus der Zeit, die euch geschenkt ist!“


Man kann es übertragen auch so formulieren: Macht das Beste draus, kümmert euch nicht so sehr um euer Altwerden. Das Leben ist ein Geschenk und einem geschenkten Gaul guckt man nicht ins Maul, sprich nimm es wie es kommt und hadere nicht.


Im Buch des Predigers finden wir einige Stellen, die das Ganze noch viel krasser ausdrücken ähnlich wie im Psalm 90 zu Beginn: »Vergeblich und vergänglich! Alles ist vergebliche Mühe, ein Haschen nach Wind. Oder z.B. 1,3 «Der Mensch müht und plagt sich sein Leben lang, und was hat er davon?“


 

Es gibt da eine ganze Anzahl dieser Stellen gerade im Buch der Prediger die auf den ersten Blick irritierend scheinen, aber wenn wir sie in den richtigen Kontext setzen, verstehen wir was Gott uns durch Salomo sagen will. Alles ist ein Haschen nach Wind, wie es so schön heißt. Das bedeutet, nehmt das Leben, nehmt euch selbst und alles nicht so wichtig, es gibt wichtigeres.


Und damit biegen wir langsam in die Straße ein, auf die ich mit uns heute hinauswill: Was ist das Leben hier eigentlich wert aus unserer und aus Gottes Sicht?


Als Gotteskinder erleben wir schon eine eigenartige Diskrepanz: Wir erfahren, dass wirklich jedes Haar auf unserem Haupt gezählt ist, das sich der Vater ganz persönlich um uns kümmert, unsere Anliegen, unsere Gedanken kennt und lenkt, teilweise spüren wir die Nähe Gottes sogar emotional und mitunter körperlich erfahrbar, der eine mehr der andere weniger. Die meisten haben diesen liebenden Vater schon erlebt, wenn nicht, wir beten gerne dafür, dass Du in eine besondere Nähe zu ihm und zu Jesus Christus, unseren Heiland, hineinwächst.


Auf der anderen Seite steht da diese große weite Welt mit ihren Ereignissen, bei denen man meint, nur ein Spielball anderer zu sein oder nichts machen zu können. Und es ist ja so in der Tat, z.B. bei großen Katastrophen, Erdbeben, Tsunamis, bei Kriegen und Seuchen, politischen Entscheidungen – der einzelne wird hier nicht beachtet, ist entweder dabei oder nicht. Wie viele lebendige Christen sind im Syrienkrieg inzwischen durch die Kriegswirren umgekommen und das war in der Geschichte immer so. Oder wie viele auch gläubige Juden sind durch den Holocaust umgebracht worden? Wie viele Missionare haben ihr Leben gelassen für die gute Sache der Verbreitung des Evangeliums? Unzählige Menschen sind gestorben oder haben schwer gelitten im Namen des Herrn. Wie passt das alles zusammen?


Als Zwischenfazit können wir erst mal festhalten: Gott widmet sich jedem einzelnen in unnachahmlicher Weise uns schafft diese intime, wunderbare Nähe zu uns. Auf der anderen Seite müssen wir mit Schicksalen leben, die uns oder unsere Nachbarn/Freunde treffen und erkennen, dass alles Leben hier sehr schnell zu Ende sein kann und an einem seidenen Faden hängt.


Jesus sagte nachdem seine Jünger sich aufgeregt hatten, dass eine Frau ihm mit sehr kostbarem Öl die Füße gesalbt hatte, weil sie das Öl lieber verkauft und das Geld den Armen gegeben hätten: „Arme wird es immer unter Euch geben, ich bin aber nicht mehr lange bei Euch.“ Ähnliches sagt er ebenso über die Kranken als sie ihn auch noch in andere Dörfer schicken wollten um diese zu heilen. Aus Gottes Sicht ist es zwar schlimm, dass wir krank oder arm oder wie auch immer vom Schicksal geschlagen sind und damit leben müssen aber es ist überhaupt nicht das Wichtigste. Hier deutet Jesus schon etwas an was er in seinem Wirken immer klarer zum Ausdruck bringt: Es geht immer zuerst um das Gottes Reich, um Jesus und den Vater.


Gott hat einen ganz anderen Fokus und eine ganz andere Sicht auf unser Leben als wir. 


 In Jer. 1,5 steht: „Ich habe dich schon gekannt, ehe ich dich im Mutterleib bildete, und ehe du geboren wurdest, habe ich dich erwählt.“ Und in Ps. 139, 15-16 steht: „Nicht verborgen war mein Gebein vor dir, als ich gemacht wurde im Verborgenen, gewoben in den Tiefen der Erde. Meine Urform sahen deine Augen. Und in dein Buch waren sie alle eingeschrieben, die Tage, die gebildet wurden, als noch keiner von ihnen da war.“


Der Vater hat schon lange bevor wir überhaupt physische in Existenz kamen, an uns gedacht, man kann sagen unseren Geist geformt. Die Wahrheit ist, wir waren schon da bevor wir überhaupt gezeugt und geboren wurden. Das ist der ganze bunte Abschnitt bevor wir dieses Leben erleben. Dann leben wir das verglichen mit der Ewigkeit winzig kurze Leben hier auf Erden um dann wieder auf Ewigkeit bei ihm zu sein. Das ist für uns so nicht leicht zu verstehen, aber es ist die Realität.


Aus unserer Sicht und der überwältigen Mehrheit der Menschheit ist dieses Leben und was wir erleben das Zentrum unseres Denkens, Fühlens und Verstehens. Für uns ist das Leben kurz, 70-80-100 Jahre. Und in der Regel dreht sich alles darum. Wir nehmen uns nicht die Zeit, haben vielleicht auch nicht das Verständnis, mal über dieses Leben aus Gottes Sicht nachzudenken. Aber für Gott ist unser Leben ewig, es begann schon lange vor unserer Zeugung, dann der kleine, winzige Teil hier auf Erden und der endlose, fantastische Teil in der Ewigkeit, immer bei ihm, in direkter Nähe zum Vater.


Versuchen wir doch mal diese Sicht des Vaters auf unser Leben einzunehmen. Ich weiß es ist schwer aber es lohnt sich: Dann ist da Leid und Schmerz aber es ist erträglich denn wir wissen: Es ist nur für kurz, Angst und Traurigkeit stehen nicht mehr so im Vordergrund, Einsamkeit, Eheprobleme, Krankheiten oder Probleme mit der Arbeit sind zwar nach wie vor wichtig aber sie relativieren sich. Auch unsere Erfolge, unsere Anerkennung und schönen Zeiten sind eingeordnet in ein ewig langes Leben und finden da ihren Platz. Fazit: Nichts wird unwichtiger aber es bekommt doch einen anderen Stellenwert, es wirkt ausbalancierter und freier, reifer und überlegter. 


Jesus bringt es auf den Punkt in seinem wie ich finde überragenden Gebet kurz vor seiner Gefangennahme, wenn er sagt: „Sie sind nicht mehr von dieser Welt, genau wie ich nicht von der Welt bin.“ Lassen wir uns mal eine kurze Zeit der Stille darauf ein: 


Die Ewigkeitsperspektive Gottes erlaubt es uns, über das gegenwärtige hinauszusehen und zu wissen: mir kann nichts mehr passieren, ich bin angenommen und für immer geborgen bei meinem Vater im Himmel, geschehe was wolle. Ich kann nicht mehr aus der Hand Gottes fallen wie es Paulus einmal formuliert hat.


Betrachten wir das Altwerden aus Gottes Sicht, macht es uns fähig, das alles relativ entspannt anzugehen. 70, 80, 90, 100 Jahre, so hat, alles nicht mehr so entscheidend. Wir bleiben immer ein Kind, das vor dem Vater spielt und an dem er seine unendliche Freude hat. Krankheit und Tod sind nicht das Ende oder etwas ganz Schlimmes, nein es kann sich sogar in das Gegenteil umdrehen: 


In 1. Kor 15,55 sagt Paulus „Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?“ 

An anderer Stelle im Phil 3,13 schreibt er: „Brüder und Schwestern, ich bilde mir nicht ein, dass ich es schon ergriffen hätte. Eines aber tue ich: Ich vergesse, was hinter mir liegt, und strecke mich nach dem aus, was vor mir ist.“ 


Den Brief an die Philipper schreibt er ja in Gefangenschaft in recht aussichtsloser Lage. Aber hier wird diese Ewigkeitssicht des Paulus auf die Dinge besonders deutlich: 


Phil 1,20 ff: „Ich hoffe inständig und bin zuversichtlich, dass ich während meiner Gefangenschaft nicht schwach werde und versage, sondern dass Christus wie bisher, so auch jetzt durch mich bekannt gemacht und geehrt wird, sei es durch mein Leben oder durch meinen Tod. Denn Christus ist mein Leben und das Sterben für mich nur Gewinn. Weil ich aber mehr für Christus erreichen kann, wenn ich am Leben bleibe, weiß ich nicht, was ich mir wünschen soll. Ich bin hin- und hergerissen: Am liebsten würde ich schon jetzt sterben, um bei Christus zu sein. Das wäre das Allerbeste! Andererseits habe ich bei euch noch eine wichtige Aufgabe zu erfüllen.“


 ich glaube hier geht es Paulus nicht um Todessehnsucht aufgrund seiner Verzweiflung in Gefangenschaft zu sein. Es kommt ganz klar zum Ausdruck- hey da ist noch etwas viel, viel Schöneres, Besseres, Ewiges, Wunderbares, was auf mich wartet und am liebsten wäre ich da schon aber solange ich hier noch bin, mach ich das Beste draus. Nicht jeder hat natürlich so einen Auftrag wie Paulus zu erfüllen aber selbst in unserem kleinen, unscheinbaren Leben hier können wir durch das Einnehmen der Ewigkeitsperspektive einen Sinn finden und im Vertrauen darauf, dass das Bessere und Längere, Ewige erst noch kommt, entspannt dem Tod entgegenblicken. 


Hierbei sei auch kurz erwähnt, dass wir in einer Zeit und Generation leben, in der wir täglich mit der Entrückung zu rechnen haben, das haben wir an anderer Stelle jedoch intensiv behandelt.


Was passiert denn eigentlich mit dem Tod und wovor haben wir Angst? Biblisch betrachtet stirbt unser leiblicher Körper, unsere körperliche Hülle. Das eigentliche, unser Herz, unsere Seele und unser Geist bleiben erhalten, das was uns schon von Urzeiten her ausmacht, unser Persönlichkeit, unser Ich, das was kein anderer ausfüllen kann. Wir bekommen einen neuen, verwandelten ewigen Körper. Also das, was von uns bereits vor unserer Zeugung und Geburt schon da war, wird weiterleben.


Es ist klar, dass uns diese vertrauensvolle Sicht auf die Ewigkeit hin im Alltag, wenn überhaupt, dann selten gelingt. Wobei wir uns fragen können, warum eigentlich, wenn es doch so aus voller Hoffnung und Freude besteht? 


Zum einen sicherlich, weil die Ewigkeit in diesem Leben immer irgendwie weit weg ist, hinter dem Horizont wie Udo Lindenberg sagen würde. 

Zum anderen, weil ich glaube, dass wir alle so erzogen sind, das irdische Leben viel zu wichtig zu nehmen. Wir hängen daran, an unserer Gesundheit, wir haben Triebe, wir wollen Leben und überleben. Biologisch gesehen liegt eindeutig eine genetische Veranlagung in der Verteidigung des eigenen Ichs und dem Überlebenskampf. Das hat Gott uns mitgegeben und das gehört zu uns. Es geht auch nicht darum dem zu entfliehen, denn schließlich ist es etwas Gutes, das Leben als kostbar zu erachten und es zu hüten und zu pflegen. 


Dennoch: Ich möchte uns wachrütteln, die Dinge auch mal aus Gottes Perspektive zu sehen, ich behaupte, man kann dies lernen. Ich bin seit über 30 Jahren mit unserem Vater auf dem Weg und je enger meine Beziehung zu ihm wird, desto mehr Sehnsucht entwickelt sich, eines Tages bei ihm zu sein. Je mehr er sich mir offenbart, desto mehr verstehe ich von ihm, desto mehr sehe ich sein Sehnen, sein Trachten nach meinem Herz, nach meiner Nähe.

Wir müssen verstehen: Für die Welt um uns herum ist das hier alles: Die WM, die Politik, die Geschichte, der Kosmos, die Erde, die neueste Mode, der Dieselskandal, die Flüchtlichskrise, das Bierchen am Abend, die Bergtour mit Freunden, der Job, die Familie, die Kinder, das Bienensterben, der Stau auf der A3, das Jungbleiben, das Altwerden und und und… Alles was wir hören und sehen ist auf Endlichkeit ausgerichtet. Es geht vorüber. Selbst den weitsichtigsten Politikern fällt es schwer heute schon an die Rente der übernächsten Generation zu denken und die Weichen dafür zu stellen. Kaum etwas von dem was wir heute erleben, überdauert uns.


Aber es gibt noch etwas was mehr ist als das, etwas was bedeutend wichtiger als all dies ist. Die Welt erkennt es nicht, kann es auch nicht erkennen, denn Jesus sagt klar, dass diese Dinge nur dem geschenkt werden der glaubt. Aber wir sind nicht von dieser Welt, wie Jesus sagt, also gibt er uns die Fähigkeit eine geistliche Perspektive einzunehmen.


Kol 3,1-3: „Wenn ihr nun mit Christus zu einem neuen Leben auferweckt worden seid, dann richtet euch ganz auf Gottes himmlische Welt aus. Seht dahin, wo Christus ist, auf dem Ehrenplatz an Gottes rechter Seite. Ja, richtet eure Gedanken auf Gottes himmlische Welt und nicht auf das, was diese irdische Welt ausmacht. Denn für sie seid ihr gestorben, aber Gott hat euch mit Christus zu neuem Leben auferweckt, auch wenn das jetzt noch verborgen ist.“ 


Hier spricht Paulus genau das aus um was es geht: den Blick auf das Eigentliche zu richten, auf Gottes himmlische Welt, auf den Thron auf dem Christus neben dem Vater sitzt. Gottes Perspektive einnehmen. Und sich eben nicht zu sehr um irdische Dinge kümmern. 


Jesus selbst sagt den berühmten Vers in Mt.6,33: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen.“ 

 

Jesus gibt uns hier eine klare Marschroute mit auf den Weg. Immer zuerst an Gott, sein Reich zu denken und darin leben. Damit sagt er nichts anderes als wie schon erwähnt an andere Stelle: „Ich bin nicht von dieser Welt wie auch diese nicht von dieser Welt sind.“ Zwar in der Welt aber nicht mehr von der Welt. Er sagt, kümmert euch um euer eigentliches Zuhause, da wo ihr hingehört, wo eure Heimat ist, eure Wohnung, euer Haus, eure Staatsbürgerschaft, euer Personalausweis. Wir haben einen Reisepass ausgestellt und abgestempelt vom Himmel, vom Allerhöchsten. 


Damit haben wir allzeit das Recht, uns dort aufzuhalten, selbst wenn wir im physischen Leben noch hier leben und es im Moment nur im Geist geht. Dann werden uns all die Dinge zufallen, die wir hier in diesem Leben brauchen und für so wichtig erachten. Und deshalb macht es auch keinen Sinn, sich um diese Dinge hier dauerhaft zu sorgen, denn sie sind nicht so wichtig, wenn wir die Prioritäten bei unserer Nachfolge richtig setzen. Denn für die irdische Welt sind wir gestorben wie Paulus sagt.


Aber wie schon gesagt, leider nehmen wir das irdische Leben immer noch zu wichtig. Das was uns hier widerfährt, was um uns herum passiert, steht im Mittelpunkt unserer Wahrnehmung, unseres Denkens. Die Nachrichten der Welt überfluten uns. Man kann dem gar nicht entkommen. Es geht hier nicht darum das anzuprangern oder schlecht zu machen denn wir leben ja in dieser Welt. 


Aber es geht darum in eine Nachfolge einzutreten, bei der ich jederzeit weiß wo mein Zuhause ist, bei der ich meine wirkliche Heimat von meiner jetzigen Wohnung, meinem jetzigen Haus unterscheiden kann. Worum kümmere ich mich, was liegt mir am Herzen? Ist es wirklich Gottes Reich? Sind es tatsächlich die Dinge, die Gott bewegen in diesen Tagen? Oder doch nur Dinge, wo ich mir wünsche das Gott sie zu meinem Vorteil verändert? Sind es geistliche Erkenntnisse, nämlich dass wir in die Endzeit eingetreten sind, dass der Herr die finalen Schritte in die Wege leitet und damit das klassische Gemeindezeitalter mit all seinen krampfhaft festhaltenden Erscheinungsformen beendet. 


Haben wir den Gong gehört? Bekommen wir mit, dass auf seinem Herzen brennt, Israel final zu erretten, sich seinem Volk wieder zuzuwenden, es durch die angekündigten Jahre der Drangsal zu führen und alle seine Feinde zu vernichten. Merken wir wie die Uhr abläuft? Sind wir geistlich am Puls der Zeit? Verlassen wir uns auf die weltlichen Newsticker oder auf die biblischen Propheten was die politische Großwetterlage angeht?


Wir vielleicht hier in unserer Father’s House Veranstaltung, weil wir darüber sprechen. 

Aber seien wir ehrlich: In den meisten Gemeinden kümmert man sich nur und ausschließlich um das irdische Leben, kein Gedanke an die göttliche Lebensachse, an eine Relativierung des eigenen Egos. Man nimmt sich selbst sehr wichtig und ignoriert diesen Auftrag von Jesus, diese Worte des Paulus geflissentlich. Und warum? Weil man das nicht unter Kontrolle hat. Keiner von uns kann sagen wie es wirklich im Himmel ist, wie es sein wird bei Gott, wann er jetzt demnächst handelt und wie. Da bleiben die meisten Pastoren und Lehrer doch lieber bei dem Irdischen und predigen für das Seelenheil, Heilung hier und jetzt, es geht um mich, meiner, mir, es soll mir gut gehen. Mit meinem Gott kann ich Mauern überspringen, hurra. Das hat man unter Kontrolle, da folgt die Gemeinde. Aber keiner fragt, mehr: Und du Vater? Wie geht es Dir, was beschäftigt Dich? Was tut Dir weh? 


Ich, Meiner, Mir; wenn ich aus dieser Perspektive meine Bibel lese, dreh ich mich um mich selbst und komme geistlich nicht voran. Lese ich die Bibel aber aus dem Gedanken, Du, Dir, Dein Reich, Dein Plan, Deine Herrlichkeit überstrahlt all dies alltägliche, Dein Glanz, Deine Ziele, dann werde ich in eine ganz andere Nachfolge eintreten. Es ist nicht nur eine andere Qualität, es ist ein Paradigmenwechsel, weg von mir als Zentrum, hin zu ihm als Zentrum. Nun lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir. Darum geht es, das zu leben, das mit Inhalt zu füllen und nicht einfach zu lesen und abzuhaken. 


Leider predigen diese Dinge nicht viele aus den unterschiedlichsten Gründen. Wenn Du etwas in diese Richtung hören willst, musst Du schon ins Internet gehen. Doch da ist Vorsicht geboten: Dort tummeln sich im christlichen Sektor Unmengen abstruse und schräge Typen und Theorien, vieles dort ist grenzwertig korrekt – gerade, wenn es um Themen wie Israel oder Endzeit geht. Man muss das alles erst prüfen aber wer hat die Zeit dazu? 

 

Schauen wir uns die meisten Lobpreislieder an: In der Grundaussage geht es um Mir, Meiner, Mich. Und ich nehme mich da nicht aus, schreibe auch ab und an solche Lieder. Ist ja grundsätzlich nicht falsch, denn es dient ja der Erbauung und Ausrichtung der Gemeinde. Aber in der Offenbarung des Johannes kriegen wir etwas davon mit wie wahrer Lobpreis im Reich Gottes aussieht, hier bekommt Gott der Vater und Jesus der Sohn den wahren Stellenwert, der Ihnen gebührt. Es gibt viele Stellen, die das ausdrücken, exemplarisch sei diese hier genannt:


Off 4,10-11: „so werden die vierundzwanzig Ältesten niederfallen vor dem, der auf dem Thron sitzt, und den anbeten, der von Ewigkeit zu Ewigkeit lebt, und werden ihre Siegeskränze niederwerfen vor dem Thron und sagen: Du bist würdig, unser Herr und Gott, die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht zu nehmen, denn du hast alle Dinge erschaffen, und deines Willens wegen waren sie und sind sie erschaffen worden.“ 


Wenn schon die 24 Ältesten im Himmel - wer diese sind, das können wir ein andermal besprechen - aber sicher die höchsten erwählten Vertreter der Menschen, wenn diese schon in tiefster Anbetung sich vor dem Herrn niederwerfen, da geht es nicht um sie, es geht einzig und allein um die Herrschaft und Herrlichkeit unseres großen Gottes. Wenn diese das tun – wer sind wir, dass wir in unseren christlichen Aktionen, Abläufen, Engagements und Worten fast ausschließlich um unser eigenes Seelenheil bekümmert sind? 


Schaffen wir das, mal weg von uns hin auf den Herrn zu schauen? Das eigene Ich mal hintenan zu stellen?


Man kann sich als guter Christ mit seinen eigenen Aktivitäten auch leicht hinter dem Missionsbefehl von Jesus verstecken, machen ganz viele von uns. Klar, Mission ist wichtig und entscheidend, und die meisten Aktivitäten sind irgendwie aus diesem Gedanken getriggert. Aber sobald diese Aktivität über den wahren Willen Gottes gestellt oder zur Bekuschelung des eigenen vor dem Herrn gut Dastehen Wollens benutzt wird, ist etwas faul. Man ist doch gut, man tut doch was für den Herrn. Das ist leider weit verbreitet. Und die Gruppierungen, die sich dies professionell auf die Fahne schreiben, die muss man gut prüfen, bevor man sich ihnen anschließt. 


Es heißt im Vaterunser: Wie im Himmel so auf Erden. Ich habe oft den Eindruck, dass manche Christen nach dem Motto leben, wie auf Erden, so im Himmel. Mein kleines Reich, meine Gemeinde, mein Leben, so wie ich mir Gott vorstelle, diese Box in die ich meine Gedanken und meine heile Welt packe und die sich gut anfühlt, die möchte ich auch im Himmel so haben. Aber so läuft das eben nicht mit Gott. Ich glaube manchmal ist es gut, dass wir hier nur 80, 90 oder 100 Jahre alt werden, und wissen, dass ein Ende kommt, sonst würden wir noch mehr Unfug anstellen in unserer Christus-Nachfolge.


Wegschauen vom Mein, Mir, Mich hin zu Gott und ihn fragen: was ist deine Priorität Gott, was liegt Dir in diesen Tagen am Herzen, DU, Deiner, Dir? Und Gott wird sagen: es steht alles schon in dem Buch, dass Du da liest, und dass Du Bibel nennst aber lies es doch mal aus meiner Perspektive, nicht nur aus Deiner.


Wie soll ich das tun, fragst Du? Es ist nicht schwer sagt Jesus: Du bist nicht mehr von der Welt aber noch in der Welt. Also hast Du bereits die göttliche Perspektive in dir. 

Ein gutes Beispiel der göttlichen Sicht auf die Dinge zu bekommen ist es, nach dem zu fragen was in diesen Tagen auf Gottes Herzen brennt. Wir versuchen das hier immer wieder zu behandeln. Aktuell ist es mit Sicherheit das, was sich rund um Israel zusammenbraut. 95% der Bibel beschäftigen sich mit Gottes Volk und wie er sein Volk zurück zum Glauben, in sein angestammtes Land, in seine Nachfolge bringen will und was er in der letzten Zeit mit ihm vorhat. 


Aber Israel, dieses brennende Thema Nr. 1 für unseren Vater im Himmel, das wird allenfalls als Randerscheinung in unseren Kreisen erwähnt, oder wenn, dann pflichtbewusst durchgebetet, dann hat man das auch abgehakt. Es gibt kaum gute Lehre hier. Die sogenannte Ersatztheologie hat immer noch großen Einfluss, selbst in charismatischen Kreisen, nämlich dass die bekehrten Christen bei Gott geistlich gesehen die Stelle des abtrünnigen Volkes Israels einnehmen. Diese irreführende Theologie hat Gott aber so nie gesagt. Israel war, ist und bleibt sein auserwähltes Volk. Es geht um Gottes Augapfel, ums Eigentliche. 


Wenn wir dieser Tage verfolgen, wie sich die Armeen des Nordens unter Führung Russlands zusammen mit Iran und der Türkei, unterstützt von diversen Terrorgruppen in syrischem Gebiet zusammenrotten, dann erfüllt sich hier gerade alttestamentliche Prophetie (Hes 38 und andere Stellen) live vor unseren Augen – so etwas müssen wir einordnen können. 


Vielleicht mögen wir oberflächlich betrachtet die Siedlungspolitik Israels nicht besonders toll finden oder stimmen mit der UNO, der EU und Deutschland und deren palästinenserfreundlichen Mainstream-Politik überein, die Israel einen Knüppel nach dem anderen zwischen die Beine wirft. Interessanterweise sind die USA gerade vor 4 Tagen aus dem Israelfeindlichen Menschenrechtsrat der UNO ausgetreten, während Deutschland und die EU dieses Gremium in höchsten Tönen lobt. Gott wird die Nationen zur Rechenschaft ziehen, die sich am Ende gegen Israel stellen. 


Es ist wirklich tragisch, dass unsere Nation, die dem Volk Gottes mit dem Holocaust den größten Blutzoll abverlangt hat, nach einer gewissen Verständigungsphase nach dem Krieg heute schon wieder stark israelfeindlich eingestellt ist. Das wird ihr nicht gut bekommen. Aber das ist jetzt nicht unser Thema heute.


Ich habe jetzt das Beispiel mit Israel gebracht, weil es am einfachsten zu verstehen ist was mit einer göttlichen Perspektive gemeint ist. Denn das was mit Israel heute passiert, wenn wir das richtig einordnen und an der Schrift prüfen, dann sind wir auf dem besten Wege eine gute geistliche, von Gott inspirierte Sicht auf diese Dinge zu entwickeln. Das sollte unser Anspruch als reifer Christ sein.


Ich habe mich gefragt, warum Jesus immer wieder an mehreren Stellen sagt: „Wer Ohren hat der höre“, oder so ähnlich. Eigentlich ein komischer Satz, warum sagt er das? Ist doch klar, wenn ich Ohren habe, höre ich damit, was sonst? Ich glaube er betont das extra so besonders und in der Wortwahl auffallend, damit wir wirklich aus Gottes Perspektive hinhören sollen, aus seiner Nachfolge-Perspektive, als Teil des Reiches Gottes, was er gerade baut. Nicht aus der Perspektive, dass das Reich Gottes vor uns steht wie ein großer Berg und wir schauen es uns an.


Das Leben aus göttlicher Perspektive sehen, bedeutet, im göttlichen Fluss leben, sonst hätte Jesus nicht wirklich gesagt „trachte zuerst nach Gottes Reich und alles andere wird euch zufallen“. Und Jesus ist der einzige Mensch, der auf dieser Erde herumgelaufen ist, dessen Worte man unbedenklich auf die Goldwaage legen kann. Das sagt er nicht einfach nur so dahin. Und er möchte, dass wir in dieser Haltung das Leben hier in vollen Zügen genießen, und ausleben, die Schöpfung einatmen, jeder an seinem Platz mit seinen speziellen Lebensumständen. Gott ist ganz und gar kein Spielverderber. Wer weiß, wie einen die unmittelbare Nähe zu unserem liebenden Vater beflügelt und dem Leben Fantasie, Interesse, Schwung und Leichtigkeit gibt, der weiß wovon ich spreche. Und dann sagt Jesus noch etwas wunderbares:


 In Lk 12,28: „Wenn aber Gott das Gras, das heute auf dem Feld steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wie viel mehr euch, ihr Kleingläubigen!


Unsere Lebensachse, unser Leben hier auf Erden mit Gottes Augen betrachten, geistlich verstehen und einordnen. Dann verliert auch der Tod in seiner ultimativen existenzbedrohenden Form für uns an Bedeutung. In der Welt, ja, da spielt der Tod des Individuums oft eine herausragende Rolle bei den Menschen, weil sie Angst haben vor der Endlichkeit ihres Daseins, ihres Tuns, ihres Lebens. Alles in unserer Zeit ist auf Endlichkeit ausgerichtet. Wie heißt es so schön: Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. Der Tod ist allgegenwärtig. 


Wir wissen alle, wie schnell es vorbei sein kann, wie fragil unser Leben hier auf Erden ist. Aber wenn Du Teil des Reiches Gottes und bereits in seiner Welt zuhause bist, was kümmert dich dann die Verwandlung deines Leibes in einen Ewigen Leib? Im Gegenteil, wenn man länger darüber nachdenkt, kann man sogar Leute verstehen, die sich oft im fortgeschrittenen Alter danach sehnen, oder man kann zumindest Paulus nachfühlen.

Zum Schluss: Herrscher werden kommen und gehen. In der Schrift in Dan 7,18 steht aber: „Die Heiligen des Höchsten werden die Königsherrschaft empfangen und bis in alle Ewigkeit behalten.“ Nicht die Lenker dieser Welt sind hier gemeint. 


 Wir dürfen voller Vertrauen darauf, dass Jesus und der Vater uns bereits jetzt schon eine Wohnung im Himmel eingerichtet haben, dieses Leben hier in all den Facetten, die es uns bietet, ausleben, mit guten und schlechten Tagen, mit Wohlstand und Armut, mit Gesundheit und Krankheit, mit Anerkennung und Erfolg oder Misserfolg und Missachtung. All das spielt nur eine untergeordnete Rolle, wenn wir unser Leben und unsere Lebensachse aus göttlicher Sicht sehen. Wir haben eine himmlische Perspektive, lassen wir uns davon mitreißen und anstecken. Wir leben ewig und waren, sind und werden immer Kinder des Höchsten sein. Ist das nicht schön?




5.) Coming Home 

Klassische Worship Musik mit all den Mainstream Attributen hat Klemens Schütte viele lange Jahre mit Hingabe praktiziert. Es ist immer wieder staunend zu beobachten, sobald er als Worship Leader - ob alleine oder mit seiner Band - in die Saiten schlägt, gesellt sich der Heilige Geist in ausgesprochen erfahrbarer Weise dazu und bewirkt Heilung und eine spürbare Gegenwart Gottes in der Versammlung.


Besonders begeistert Klemens die einzigartige Liebe des Himmlischen Vaters zu uns als seine Söhne und Töchter. Dies drückt sich auf klare und angenehm zu hörende Weise im vorliegenden Repertoire seiner eigenen Kompositionen aus; wundervolle Balladen und Lieder zum Zuhören aber auch für den Gemeindelobpreis geeignet. Mal kommt die Musik daher wie „mellow waves of shimmering light“, mal wie ein singender „Sohn des Höchsten“; ruhige, sanfte Klänge wechseln mit charakterstarken, rockigen Passagen und Stücken. 


Seine Stimme, seine Gitarre und die anderen Instrumente sprechen, predigen, rufen, seufzen, überzeugen und singen eindringlich von der Größe, Güte, Gnade, Herrlichkeit und Macht des liebenden „Abba Vaters“.

Thematisch steht   Errettung und der göttliche Heilsplan im Vordergrund – aber auch die Dringlichkeit und das unaufhörliche Fortschreiten der Zeit. Klemens ist es wichtig die Menschen, - gerade die Christenheit - wachzurütteln, leben wir doch, wenn man die Prophezeiungen der Bibel ernst nimmt, in den letzten Zeiten von denen Jesus so eindrücklich sprach. 

Die Texte sind Balladen. Sie erzählen uns Bekanntes aber auch Neues aus der unendlichen Schatztruhe „Bibel“. 

Viel Freude beim Hören, Beten, Mitsingen.

Bestellen bei: office@fathershouse-ministries.de

4.) "Neben der Spur:   

 Wie bleiben Christen auf dem richtigen Weg?“

Father’s House Veranstaltung 24. Februar 2018
Referent: Klemens Schütte
 
·         Die Maschen des Widersachers entlarven.
·         Die Zeichen der Zeit erkennen
·         Wie bleiben wir wachsam und stehen fest in diesen turbulenten Zeiten?

 Teil 3: Wie erkennen und wehren wir uns gegen die Angriffe und Beeinflussungen Satans im Alltag?
Alle, die Satan schon einmal mittel oder unmittelbar erlebt haben, die seine Realität im Leben gespürt und seine Kompromisslosigkeit und Grausamkeit seiner Angriffe kennengelernt haben, werden wissen wie wichtig dieses Thema ist und dass wir uns damit auskennen. Und dass man dabei nicht phantasiert oder aus einer Mücke einen Elefanten macht, kann man klar an dem biblischen Kontext erkennen und wieviel Wert Gottes Wort darauflegt.
 
Die Schlüsselstelle ist hierbei Eph 6,12: „Denn wir kämpfen nicht gegen Menschen, sondern gegen Mächte und Gewalten des Bösen, die über diese gottlose Welt herrschen und im Unsichtbaren ihr unheilvolles Wesen treiben.“ Danach schließt sich die Beschreibung der Waffenrüstung an, dazu kommen wir gleich. Aber diese Stelle drückt ganz klar aus, mit was wir es in unserm Leben zu tun haben: Einem immerwährenden Kampf gegen die Mächte des Teufels, gegen Dämonen, Gewalten und negative Beeinflussungen. Dieser Kampf hört nie auf, er wird unser Leben lang andauern.

Warum ist das so? Das liegt zum einen an der Erbsünde, durch Adam und Eva ist der Fluch über die Menschheit gekommen, sie wurde aus der Gegenwart Gottes in diese Welt geworfen. Diese Welt beherrscht aber der Fürst dieser Welt und das ist Satan. Er hat hier große Anrechte und kann mit seinen Möglichkeiten und Helfershelfern viel Unheil stiften und anrichten. Sein Ziel ist immer, Menschen vom ewigen Leben bei Gott, von ihrer Errettung fernzuhalten, koste es was es wolle.

Durch das Blut Jesu und seinen Opfertod am Kreuz haben wir, wenn wir ihn als Herrn in unserem Leben anerkennen, die Gnade, wieder Zugang zu dieser Gegenwart Gottes zu erlangen. Jesus selbst drückt das in Joh. 17,14 folgendermaßen aus: „Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hasst sie; denn sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.“ Zwei ganz wichtige Aussagen die Jesus hier trifft.

Wir sind zwar noch in der Welt aber nicht mehr von dieser Welt. Das muss uns klar sein, gerade beim Thema geistlicher Kampf. Und er hat uns sein Wort gegeben, die Grundlage aller geistlichen Auseinandersetzung (dazu später mehr). Das bedeutet, in der Zeit in der wir in der Welt sind, also in unserem Leben hier auf Erden, in dieser Zeit werden wir vom Herrscher dieser Welt angegriffen werden. Die Angriffe sind besonders stark für die Personen, die sich für ein Leben mit Gott interessieren oder zu ihm zurückkommen wollen oder auch für die die zwar Christ geworden sind, denen es aber bis dato nicht oder nur unzureichend gelungen ist, ihr Leben geistlich zu erneuern und zu bereinigen. Hier ist es wichtig, dass wir uns selbst immer wieder überprüfen.

Heute wollen wir uns also einmal mit den Gaben und Möglichkeiten beschäftigen, die Gott uns aus der jenseitigen Welt in die diesseitige Welt an die Hand gibt, um den Attacken des Widersachers standzuhalten bzw. sie zu überwinden.

Es gibt unzählige Möglichkeiten und Bereiche des Lebens in denen der Teufel uns versucht, täuscht, falsch zuredet, falsch überredet, ablenkt, usw. Er tut dies im Alltag in den kleinen und großen Dingen, subtil und bemerkbar, laut und leise (ich habe darüber im Oktober und im Dezember gesprochen -Homepage nachlesen). Um sich gegen diese Angriffe zu wehren, gibt uns Gott eine ganze Reihe von Möglichkeiten an die Hand. Durch die Sünde Adams sind wir zwar aus der unmittelbaren Gegenwart Gottes verbannt, aber wir haben dennoch seine Power und Kraft die wir einsetzen können um den Teufel in unserem Leben in die Schranken zu weisen. Es gibt zwei übergeordnete Kräfte Gottes auf denen dies alles beruht und die uns Gott an die Seite stellt. Gottes Wort und den Heiligen Geist.

1)        Gottes Wort
Gottes Wort ist die einzige verlässliche Quelle der Wahrheit. Allerdings: In der heutigen Zeit (war schon immer so) wird jedoch die angebliche Wahrheit durch Menschen gemacht, nicht durch Gott, sondern durch Meinungsführerschaft, durch Mehrheiten oder durch Ideologie und Religion. Und hier setzt Satan an und verführt. Die Wahrheit – was ist Wahrheit? – An dieser Sache ist schon Pilatus verzweifelt. Die Wahrheit, das ist Jesus, die Wahrheit das ist das Wort Gottes. Nicht mehr und nicht weniger. Steht etwas im Gegensatz zum Wort Gottes, ist es nicht von Gott, können wir es ablehnen bzw. wissen wie wir die Dinge einzuordnen haben. Daher ist auch in der heutigen Zeit so wichtig, dass wir die Schrift kennen und das Wort Gottes aufsaugen. Es ist die einzige unverbogene Quelle der Wahrheit.
 
Mi 6,8 „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert: nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.“

Eigentlich sollte es für uns ganz einfach sein: Sein Wort halten, sich an die Schrift halten, seinen Geboten, seiner Richtung folgen. Es heißt, „es wurde uns gesagt was gut ist“, also können wir es wissen. Woher? Durch die Schrift und wie Paulus zu Timotheus sagt, halte fest an den Überlieferungen der Väter. In der damaligen Zeit hatten sie noch keine Bibel, konnten in der Regel nicht lesen und vieles der Lehre wurde mündlich weitergegeben. Halten wir fest: Die Schrift erklärt uns was gut ist, wie der Vater im Himmel denkt und was sein Wille ist. Sie ist das herausragende Prüfkriterium von Wahrheit und Lüge, von Gut und Böse, von Gott und dem Teufel. Jesus bestätigt dies indem er sagt:

Joh 14,23 „Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.“
 
Hier liegt also eine Verheißung in dem Halten des Wortes, nämlich dass Gott Wohnung bei uns nimmt, in uns lebt, Raum gewinnt. Es ist ein Wechselspiel und genauso funktioniert es: Je mehr ich Gott Raum lasse, mich an sein Wort halte, ihn in meinen Gedanken, Taten und Werken zum Zuge kommen lasse, mit ihm permanent verbunden bin, desto mehr wird die Gegenwart des himmlischen Vaters in meinem Leben gegenwärtig.
Einen ersten Hinweis darauf wie der Teufel uns nicht überlisten kann, wenn wir am Wort Gottes festhalten,
 
finden wir in Ps. 119,101: „Ich verwehre meinem Fuß alle bösen Wege, in dem ich dein Wort halte.“
 
Wort hat Kraft. Die Bibel hat Kraft. Denn es ist das geschriebene, von Gott inspirierte Wort. Und das Wort ist Gott. Die Bibel beginnt mit der Schöpfung und da heißt es: „Und er sprach und es ward“. Gott spricht etwas aus und es wird in dem Moment zu Materie, zu Existenz, welch eine Kraft liegt also darin. Die ganze Schöpfung beruht auf dem ausgesprochenen Wort Gottes. Johannes beginnt sein Evangelium mit folgenden fundamentalen Aussagen:
 
Joh 1,1 ff: „Am Anfang war das Wort. Das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott selbst.  Von Anfang an war es bei Gott.  Alles wurde durch das Wort geschaffen; nichts ist ohne das Wort entstanden.  In ihm war das Leben, und dieses Leben war das Licht für alle Menschen.  Es leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht auslöschen können.“
 
Was wir hier herauslesen können, ist gewaltig: Das Wort war und ist Gott, Jesus war und ist das Wort. Durch Jesus ist alles geschaffen. Das Wort Gottes hat alle Macht dieser Welt, es ist Schöpfung und Waffe, es ist Heilung und Liebe, es ist Segen und Kraft, es ist Gott selbst. Wenn wir uns des Wortes Gottes bedienen, bedienen wir uns der Kraft des Allmächtigen, haben wir die schärfste Waffe die es in der Welt gibt, bei uns. Und der Teufel? Er flieht davor, er kann es nicht leiden, er meidet es, er muss weichen, warum? Weil Gott in dem Wort ist und die Gegenwart Gottes vertreibt Satan. Er hat kein Recht mehr, in der Gegenwart Gottes zu sein.
 
Jakobus schreibt dazu: Jak 4,7 „Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.“
 
Wir haben bereits bei Jesu Versuchung in der Wüste durch den Teufel gesehen wie man sich am besten verhält, wenn der Teufel einen versucht:
Nämlich mit den richtigen Bibelstellen zu antworten, sich darauf zu stellen. Das Wort Gottes ist eine Waffe, es ist die stärkste Waffe die
wir haben. Denn wie heißt es bei Paulus über die geistliche Waffenrüstung
 
in Eph 6,11ff „Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, mit den Herren der Welt, die über diese Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel…. Ergreift das Schwert des Geistes welches ist das Wort Gottes.“
 
Hier wird das Wort noch einmal als Schwert des Geistes beschrieben, eine weitere feine Umschreibung der göttlichen Schöpfer und Richtergewalt.
Obwohl es in diesen Kontext gehört, möchte ich jetzt nicht auf die einzelnen Elemente der Waffenrüstung Gottes wie Paulus sie beschreibt, eingehen. Ihr habt da sicher schon einige Predigten darüber gehört und das ist gut so.
 
Nur so viel: Dieses Kapitel Eph 6 ist tatsächlich eine exzellente Anleitung an der man sich entlanghangeln kann, wenn es um die Auseinandersetzung mit dem Teufel und seinen Machenschaften geht und wie ich mich zu verhalten habe.
 
Die beschriebenen Waffen sind alle geistlicher Natur und dabei spielt wiederum das Wort Gottes die tragende, entscheidende Rolle: Beim Helm des Heils, Gürtel der Wahrheit, Panzer der Gerechtigkeit, Schild des Glaubens, bei den Schuhen zur Verkündigung des Evangeliums, alles fußt auf dem Wort Gottes, vor allem die letztgenannte Waffe, das Schwert des Geistes: Ein Schwert ist eine Waffe und zum Kämpfen ist sie hergestellt, nicht zum an die Wand hängen wie das manche machen.
 
Das Wort ist die Waffe schlechthin.
Wir schauen uns gleich die Handlungen und Auswirkungen des Wortes an, wenn wir es gebrauchen. Vorher jedoch der Blick auf die zweite große von Gott uns an die Seite gestellte Kraft zur Abwehr satanischer Machenschaften: Den Heiligen Geist.
 
2)         Der Heilige Geist als Führung.
Der Heilige Geist war schon immer im Volk Gottes am Wirken. Eine neue Qualität und Dimension erhielt sein Wirken jedoch, nachdem Jesus in den Himmel aufstieg und er ihn am ersten Pfingsten zu seiner Gemeinde sandte. Seither lassen sich Menschen permanent durch den Heiligen Geist im Leben führen und leiten. Er ist Gott, die 3. Person des dreieinigen Gottes. Er wohnt in uns und verbindet sich mit unserem Geist. Er ist notwendig damit wir das uns versprochene Heil erlangen, er bestätigt unsere Jüngerschaft, er ist ein Zeichen unserer Kindschaft von Gott und er führt uns in alle Wahrheit, erforscht und legt uns Gottes Pläne offen. Nur durch ihn sind wir in der Lage, die Dinge zu tun und auszusprechen, die vor Gott wirklich Bestand haben. Die permanente Verbindung mit Gott durch den Heiligen Geist ist das Markenzeichen eines lebendigen Christen.
 
Hierzu ein paar signifikante Bibelstellen:
Röm 8,9 Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich, da ja Gottes Geist in euch wohnt. Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein.
Röm 8,14 Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.
1Kor 2,10 Uns aber hat es Gott offenbart durch den Geist; denn der Geist erforscht alle Dinge, auch die Tiefen Gottes.
1Kor 2,11 Denn welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, als allein der Geist des Menschen, der in ihm ist? So weiß auch niemand, was in Gott ist, als allein der Geist Gottes.
1Kor 3,16 Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?

Es geht also um permanenten Austausch mit dem HG. Das ständige Vertraut sein mit Gott. Bin ich mit dem Heiligen Geist verbunden und auf der Schrift gegründet, ist es in den meisten Fällen klar, wessen Ursprung eine Nachricht oder eine Tat ist, des Herrn oder des Teufels.

Es gibt eine wunderbare Bibelstelle für die Führung durch den Heiligen Geist,

Jes 30,21: „Und wenn ihr zur Rechten oder zur Linken gehen wollt, werden deine Ohren hinter dir das Wort hören: Dies ist der Weg; den geht!“
 
Kennt ihr das? Man kann dies auch beim sogenannten Hörenden Gebet praktizieren. Eine Frage dem Herrn hinlegen, still werden, beten, und dann austauschen. Fast immer weist der Herr in der Aussage der Gesamtheit der Beteiligten den richtigen Weg. Es ist faszinierend wie der Heilige Geist uns leitet, wenn wir ihn lassen. Dieser Halbsatz, „wenn wir ihn lassen“, ist aber sehr schwer für uns. Das Problem ist, wir verlassen uns immer eher auf uns selbst als uns ganz in Gottes Arme fallen zu lassen. Ich denke ihr kennt das – andere Predigt. Aber Gott sagt uns seine Leitung zu und so ist diese Bibelstelle vor allem im Alltag relevant, denn oft sind wir mit Situationen konfrontiert, die unklar sind oder bei denen eine klare Weisung aus der Schrift nicht 1:1 übernommen werden kann. Einfache Beispiele dazu finden wir in Nachrichten, der Politik usw. Um hier klar zu bleiben, was von Gott ist und was nicht, brauchen wir den Heiligen Geist und die durch ihn gewirkten geistlichen Gaben (gleich).
 
Von diesen beiden wesentlichen Elementen, dem Wort Gottes und dem Heiligen Geist abgeleitet, wollen wir uns jetzt einmal eine Zusammenstellung der wichtigsten göttlichen Hilfen für uns und den daraus abzuleitenden praktischen Fähigkeiten und Eigenschaften anschauen, die das Zentrum unserer Abwehr satanischer Machenschaften bei uns selbst oder bei anderen sind. Ich werde nicht alle in sämtlicher Ausführlichkeit behandeln, denn jede einzelne Gabe oder Waffe ist eine eigene Predigt wert. Es mag nicht vollständig sein und Abwandlungen hiervon sind im Einzelfall denkbar, denn Gott ist kreativ aber diese Zusammenstellung umreißt das Wesentliche:
 
Das Wort
Der Name Jesus, Autorität einnehmen, Gebieten, Dämonen austreiben
Das Blut Jesus
Sprachengebet
Gabe der Unterscheidung der Geister
Gabe der Erkenntnis, Wort der Erkenntnis, Träume, Hörendes Gebet
Gabe der Weisheit, Wort der Weisheit
Gabe der Prophetie, prophetisches Wort,
Gabe der Krankenheilung, Krankensalbung
Generelle Salbung mit Öl
Der gesunde Menschenverstand, Arzt, Psychologische Hilfe
Lobpreis
Abendmahl
Liebe
 
Wenn wir uns nun eingehender mit geistlicher Kampfführung beschäftigen, dann möchte ich ein paar kleine Vorbemerkungen machen:
Es macht keinen Sinn, Satan ohne Gottes Gaben und Waffen zu bekämpfen. Hier gibt es natürlich ein Riesenangebot im Esoterik Sektor aber dann haben wir wirklich die Situation, dass der Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben wird. Zweifellos gibt es Gaben und Kräfte von Menschen die zum Beispiel Heilungen bewirken oder Erfolg oder ähnliches. Gehen diese Gaben, Befähigungen oder Waffen jedoch nicht von Gott aus, sind sie automatisch eine Waffe des Feindes. Wir haben ja schon in den ersten beiden Vorträgen gehört wie der Teufel Erfolge, Heilungen, Anerkennung, Reichtum und vieles mehr schenken kann. Wir müssen also genau wissen und prüfen, welchen Ursprungs die Gaben sind die wir anwenden oder die bei uns angewendet werden.
 
Keine der beschriebenen Maßnahmen oder Gaben Gottes rechtfertigen, dass man sie schreiend, brüllend, stampfend oder mit anderer besonderer körperlicher Unterstützung wie auch immer geartet, ausübt. Satan und die Dämonen aber auch der Vater im Himmel und Jesus sind nicht schwerhörig. Auch sollte man ruhig, sein, überlegt und bedacht handeln oder sprechen. Ebenfalls ist Gott nicht schwer von Begriff und man muss ihm nicht den gleichen Sachverhalt zigmal in verschiedenen Gebetsversionen vorbeten. Er hat das bereits beim ersten Mal verstanden, eigentlich weiß er es sowieso schon vorher. Ich sage dies, weil es leider beim geistlichen Kampf gerade beim Gebet für andere genügend zirkusartige Auswüchse gibt. Menschen glauben, je lauter oder ausgefallener sie beten, desto vollmächtiger sind sie. Das kann mal im Einzelfall richtig sein, aber wenn wir uns Jesus anschauen, wie er mit den Dämonen umgegangen ist, so war dies stets ruhig, besonnen und unaufgeregt. Die Dämonen nehmen sich gerne wichtig und plustern sich auf, und je mehr man sich darauf einlässt desto mehr gefällt ihnen das. Oft liegt es auch daran, dass man im geistlichen Kampf z.B. im Gebet für andere nervös ist und dann meint, eine Schippe drauflegen zu müssen. Gott voll zu brabbeln, ist nicht immer zielführend. All das ist aber letztlich auch nicht ganz so entscheidend, er sieht sowieso auf das Herz. Wichtig ist, dass wir bei klarem geistlichen Verstand sind, die Verbindung mit dem Heiligen Geist haben und uns keine offenkundigen Sünden belasten. Wenn, dann bekennen wir das und können frei vor Gott stehen.
 
Da die Geistliche Kampfführung wie wir seit Paulus wissen, zumindest bei subtilen Attacken und Angriffen uns selbst gegenüber, zu unserem Alltag gehört, macht es Sinn, sich hier eine gewisse Bet-Kultur oder Gedankenkultur und ein gutes In-sich-Hineinhören anzueignen. Es fängt alles damit an, dass man merkt, der Teufel will einen wieder täuschen oder versuchen oder man stellt es erst im Nachhinein fest, wenn er es schon geschafft hat. Wenn Du nicht weißt was damit gemeint ist, dass Satan durcheinanderbringt und hinters Licht führt, empfehle ich die beiden vorhergehenden Teile dieser Predigtreihe „Neben der Spur“ im Internet auf der FH-Homepage nachzulesen. Es gilt für die Angriffe Satans eine gewisse Sensibilität zu entwickeln.
 
Man kann das wirklich lernen. Das geht nur in der ständigen Zwiesprache mit dem Heiligen Geist. Wenn Paulus davon redet, dass wir ohne Unterlass beten sollen, dann meint er genau das. Klar tun wir auch andere Dinge im täglichen Alltag als beten aber unser Geist kann immer in einer quasi Hab-Acht Stellung und Verbindung mit Gott sein. Dies hängt immer und ausschließlich von unserer Beziehung und Nähe zu Jesus ab. Sind wir eng mit dem Herrn verbunden, fällt uns dies viel leichter.
 
Andererseits müssen wir – wenn wir vollmächtiges Gebet, Salbungen oder geistliche Kampfführung im Dienst an anderen ausüben – keine Heiligen sein, wer ist das schon? Am besten ist, locker zu sein, entspannt vor Gott zu treten – ich weiß, es gelingt nicht immer. Jesus ist der Sieger, so oder so. uns kann nichts passieren denn ER ist der Handelnde. Wir sind seine Kinder und so sieht er uns, wir werden niemals aus seiner Liebe fallen.
So, jetzt zu den einzelnen Gaben, Waffen, Maßnahmen oder Möglichkeiten die Gott uns an die Hand gibt. (Liste).
 
Das Wort
Zum Wort haben wir eben schon viel gesagt. Mit dem Wort Gottes antworten, vorangehen, das ist wie mit dem Schwert des Geistes zuschlagen. Sich im Wort auskennen, bedeutet, über ein gutes Potential an Waffen zu verfügen. Auch wenn vielen unter uns von Haus aus eigentlich nicht so zum Kämpfen zumute ist und es vielleicht nicht gerne an sich heranlassen: Wir sind ständig in einem Kampf. Wenn du bereits dein Leben in Gottes Hände gelegt hast, wirst du merken, wie Satan dich immer wieder zum Kampfe und zum Widerstehen herausfordert.

Je reifer und erfahrener man im Umgang mit diesen Angriffen wird, desto entspannter kann man in der Gegenwart Gottes leben. Jesus zeigt die Tatsache des fortwährenden Kampfes deutlich in seiner Rede an die 7 Gemeinden in den Sendschreiben der Offenbarung. Diese stehen für unterschiedliche Zeiten der Gemeinde Gottes und unterschiedliche Formen und deren Leiterschaft. Trotz unterschiedlicher Nuancen für die jeweilige Gemeinde ist doch eine Formulierung bei allen 7 immer die Gleiche: Er sagt zu jeder Gemeinde, zu jedem Christen immer diesen Satz „wer überwindet, der wird“… und dann folgt eine Verheißung: die Krone des Lebens bekommen oder ähnliches. Wer überwindet – dieses Wort unterstreicht, dass wir uns aus Gottes Sicht ganz klar in einem Kampf befinden, als Jünger Jesus sind wir sozusagen automatisch Teil dieses Kampfes. Daher sollten wir uns mit den Waffen die Gott uns zur Verfügung stellt, ausrüsten und auskennen.

Die Grundlage, das 1x1 oder wenn man so will den Soldatenanzug ohne den ich nicht vor die Tür trete, bildet das Wort Gottes. Man kann nie genug darin lesen und sich auskennen. Wenn Du viel Auto fährst, nutze die Zeit, besorge Dir eine Hör-bibel, höre das Wort. Ich mache das inzwischen seit Jahren und es gibt keine Fahrt, bei der ich nicht wieder eine neue Erkenntnis gewonnen oder eine neue faszinierende Geschichte entdeckt habe.
 
Der Name Jesus, Autorität einnehmen, Gebieten, Dämonen austreiben
Der Name Jesus ist über allen Namen. In der Autorität seines Namens sprechen wir Heilung zu, befehlen wir Dämonen zu weichen, nehmen wir vom Teufel geraubtes Land bei uns und unseren Mitmenschen ein. Der Name Jesus wirkt auch bei Nichtchristen und Unbekehrten. Ich kenne viele Geschichten wie Menschen im Zustand körperlicher oder seelischer Verzweiflung nur den Namen Jesus herausbringen und ihre Situation wurde besser. Z.B. wenn sich Dämonen auf Brust und Lunge setzen und Beklemmung bis hin zu Todesangst verursachen, das machen sie gerne. Der Name Jesus hat göttliche Vollmacht und Autorität und die Mächte der Finsternis zittern vor ihm. Die Dämonen wissen sehr wohl um die Bedeutung des Namens Jesu.

Wohlgemerkt – es wird Situationen geben wo wir beten im Namen Jesus und Gott nicht heilt oder handelt. Das gilt übrigens für jedes Gebet. Wir müssen verstehen und auch so an die Dinge herangehen, dass Gott kein Münzautomat ist, wo ich oben etwas hereinwerfe und unten kommt meine gewünschte Lösung heraus. Das gibt es nicht und es ist gut so, denn dann hätten wir Kochrezepte. Es kommt auch nicht darauf an ob wir brüllen oder lautstark gebieten oder sanft säuseln. Gott ist der Souverän und er nimmt unser Gebet ernst und verändert Dinge, manchmal jedoch nicht so wie wir es wünschen. Er sieht uns als Kinder der Ewigkeit. Und er beurteilt die Dinge die wir beten, im ewigen Licht. Ich habe neulich in einem Buch zu diesem Thema gelesen: Wenn er uns alles geben würde um was wir ihn bitten, dann hätte er unser Schicksal in unsere Hände gelegt. Damit wäre Gott nicht mehr Gott und das wäre sicher nicht gut für uns auf Dauer. Denn wir sehen nur auf Zeit, ER sieht die Unendlichkeit. Alles wird uns zum Besten dienen.

Der Name Jesus ist die stärkste Kraft im Universum. David spricht in Psalm 86 davon: „Lehre mich Herr Deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit. Erhalte mein Herz bei dem einen, dass ich deinen Namen fürchte“. Ein interessantes Gebet, den Namen Jesu zu fürchten quasi zum Mittelpunkt unseres Trachtens und Gebetes zu machen. David wusste auf was es ankommt. In dieser Welt, die Satan gehört, die von ihm durchtränkt ist und in der immer mehr des Teufels Machenschaften auf allen Ebenen offenbar werden, ist der Name des Herrn verbunden mit der Hingabe unseres Lebens an ihn das einzige wirksame Gegenmittel. Alles was wir tun, beruft sich auf sein Wirken und seinen Namen. (Wir sollten mal einen Vortrag über die Bedeutung des Namens Jesu halten…?).

Das Blut Jesu
In diesem Zusammenhang will ich kurz das Blut Jesu erwähnen. Es ist ebenfalls einer der stärksten Waffen, vor allem zum Schutz. Wenn wir beten für uns, für bestimmte Dinge, oft stellen wir uns unter den Schutz des Blutes Jesu, denn sein Blut ist geflossen zur Vergebung unserer Schuld. Und durch die Reinigung unserer Verfehlungen in seinem Blut sind wir gerecht vor Gott geworden. Darauf können wir uns stellen, darauf können wir vertrauen. Nichts anderes besagt es, wenn wir uns unter den Schutz des Blutes Jesu stellen. Es ist eine zusammengefasste Waffenrüstung die wir anziehen können.

Sprachengebet/Auslegung
Zum Sprachengebet nur so viel: Man nutzt es leider viel zu wenig. Es ist ebenfalls eine enorm starke geistliche Waffe, denn durch das Beten in Sprachen wird eine nicht mit dem Verstand zu kontrollierende Verbindung von unserm Geist zu Gottes Geist geschaffen.  Wenn du diese Gabe noch nicht empfangen hast, trachte danach, bete darum, lass dir von Leitern dazu die Hand auflegen um sie zu empfangen. es ist sehr wichtig. (Wir können das hier jetzt danach machen). Man kann das Sprachengebet vielleicht am besten mit dem 7-maligen Umherziehen des Volkes Israels um die Mauern Jerichos vergleichen, bis am 7. Tag die Mauern fielen und sie die Stadt einnehmen konnten. Wer öffentlich in Sprachen betet – das kommt hier bei uns eher seltener vor – das macht nur Sinn, wenn man es auch auslegt. Das Sprachengebet als innerer Begleiter, gerade bei offenkundigen satanischen Anfechtungen ist unbezahlbar. Es schützt uns und hilft, klaren Verstand über die Sache zu behalten oder zu erlangen.
 
Gabe der Unterscheidung der Geister
Diese Gabe empfinde ich in der heutigen Zeit als besonders wichtig und ich bete immer wieder darum, dass Gott sie mir in den Situationen wo ich sie brauche, verleiht. Wir haben in den Predigten zuvor zu diesem Thema genau analysiert wie perfide und versteckt der Teufel uns versucht oder von Gott wegzubringen versucht. Wie kaltblütig und gemein seine Attacken sind, selbst vor dem Wort Gottes als Waffe macht er nicht halt. Er ist der Fürst und Herrscher dieser Welt, also sind wir zwangsläufig in seinem System der Täuschung und Fälschung, der Verleugnung von Wahrheit und Vernichtung ausgesetzt. Wir können dem nur entkommen, in dem wir uns an die Schrift halten und eben besonders die Gabe der Unterscheidung der Geister erbeten. Alleine die Intentionen der Berichterstattung von Nachrichten und Meldungen in den Medien der heutigen schnelllebigen Zeit einzuordnen, geht ohne diese Gabe so gut wie gar nicht.

Zwei Beispiele: Wie soll ein gutmütiger Mensch oder ein Politiker der ohne Gott und den Heiligen Geist lebt, erkennen, dass ein Großteil der Berichterstattung über die Lebensbedingungen der Palästinenser vom Hintergedanken getrieben ist, die Juden müssen aus Israel verschwinden bzw. ins Meer getrieben werden. Das kann man nur mit dem Heiligen Geist und der Gabe der Unterscheidung dieser Geister. Oder wie soll jemand der sich nicht für Gott und seine Werte interessiert noch erkennen, dass die von den meisten Parteien und Medien propagierte Gutmensch-Political Correctness und Gender Mainstream Bewegung in diesem Land den Grundsätzen der Bibel widerspricht und damit zum Werteverfall dieser Nation exponentiell beiträgt. Man braucht die Gabe übrigens auch um zu erkennen, dass die wörtliche Auslegung der Bibel da wo es geht – und es geht fast in den meisten Fällen – gottgewollt ist. Eine Übertragung biblischer Tatschen und damit eine Verfälschung zum Beispiel endzeitlicher Ereignisse, ist nicht von Gott, aber das ist ein schmaler Grat hier und schwer zu erkennen. Überhaupt, je schmaler der Grat ist und je schwieriger die Wahrheit zu finden ist, desto mehr ist diese Gabe von Nöten. Die Gabe der Unterscheidung der Geister ist sozusagen ein geistlicher Fake-News-Detektor. Es lohnt sich, meiner Meinung nach mehr als für viele der anderen Gaben genau für diese zu beten.

Gabe der Erkenntnis, Wort der Erkenntnis, Träume
Gabe der Weisheit, Wort der Weisheit, hörendes Gebet
Gabe der Prophetie, prophetisches Wort,
Zu den 3 prophetischen Gaben, Weisheit, Erkenntnis, Prophetie, will ich heute nicht viel sagen, außer dass sie helfen können, den eigenen Weg klarer sehen zu können und damit den Teufel in seinem Verwirrspiel auszubremsen. Dazu gehören mitunter auch Träume, siehe die Geschichte von Josef, dem Vater Jesu. Diese Gaben sollte man sehr behutsam einsetzen und die daraus resultierenden Ergebnisse muss man unbedingt prüfen und nicht immer 1:1 übernehmen. Viel Schaden ist entstanden, wenn einerseits die mit diesen Gaben besonders ausgestattete Menschen nicht wirklich auf den Heiligen Geist gehört haben, oder andererseits, die, denen eine Prophetie oder Wort der Weisheit zuteilwurde, sie nicht an der Schrift und am Herzen geprüft haben.

Dazu ein einfacher Tipp: Wenn ein Wort in dein Leben hineingesprochen wird, muss das auch ein positives, bestätigendes Echo in deinem Herzen finden. In der Regel bereitet der Geist Gottes uns darauf vor und wir sind auf bestimmte Weise bereit, dieses Wort der Erkenntnis, oder diese Prophetie aufzunehmen. Diese Gaben der Weisheit können helfen, uns klarer auf der Spur zu halten, Satan und seine Verwirrungen in die Schranken zu weisen. Natürlich sind diese Gaben auch entscheidend, wenn es um das Erkennen der Zeichen der Zeit geht und um das Wachrütteln und Weisung für die Gemeinde in diesen Tagen. So gesehen, sind wir mit den Themen die wir hier im Fathers-House in unseren Predigten, den Liedern und den Videos behandeln, eindeutig auf diese Gaben angewiesen. Und nur mal so nebenbei: Wir prüfen sehr sorgfältig und uns gegenseitig, wenn wir hier grundlegende Dinge über die Endzeit oder Israels Rolle in diesen Tagen oder das Herz des Vaters besprechen und bitten um Weisheit und Erkenntnis.

Gabe der Krankenheilung, Krankensalbung
Es ist wie wir von Jesus lernen können, eines der ureigensten Aufgaben eines Nachfolgers Jesu, für Kranke zu beten. Bei einem selbst, und für andere. Man bittet den Herrn, das Leiden wegzunehmen oder zu verringern oder man kann auch Autorität im Namen Jesu einnehmen und der Krankheit befehlen zu weichen. Oft passiert etwas, oft passiert nichts. Wie vorhin schon erklärt, Gott ist der Souverän und er weiß am besten was für uns gut ist.(separates Thema)
Beim Krankengebet ist meistens viel Emotion mit im Spiel und eine hohe Erwartungshaltung an die Heilung durch den Herrn. Damit verbunden sind auch oft Enttäuschungen, wenn keine Heilung stattfindet, Gott hat hier manchmal einen schweren Stand.
 
Das macht sich der Teufel natürlich gleich zunutze und kommt mit Sprüchen wie – siehst du, die anderen werden geheilt, du nicht, Gott mag dich nicht sonst hätte er dich gesund gemacht usw. – wir kennen das. Alles totaler Humbug und das beste Beispiel in der Bibel ist Hiob. Er wurde so mit Krankheit geschlagen und nicht geheilt, aber um was ging es in dem eigentlichen Wechselspiel zwischen Gott und dem Satan bei Hiob? Ob er Gott verleugnet oder nicht, ob er trotz aller Plagen an Gott festhält. Ich will das Thema hier nicht ausweiten, denn daran schließen sich ganze theologische Debatten an, aber es gibt auch Krankheiten und Schicksalsschläge mit denen müssen wir leben, die kommen und wir können sie nicht „weg beten“. Es steht nirgendwo geschrieben, dass das Leben hier für uns leicht und ein Zuckerschlecken sein soll. Zum Thema Krankenheilung noch ein Punkt: Es gibt Menschen, die von Gott eine besondere Gabe der Heilung empfangen haben und es ist kein Fehler, auch mal solche Leute oder Gottesdienste etc. aufzusuchen, wenn man gesundwerden will. Allerdings muss man auch dies richtig einordnen und nicht den Menschen höher ehren als Gott. Der Satan lauert bei Krankheiten an jeder Ecke. Nicht alle Krankheit ist von ihm, aber er macht sich Krankheiten zunutze uns im Glauben frontal anzugreifen.
 
Generelle Salbung mit Öl, Gebet der Ältesten/Leiter
Ein paar Worte zur Salbung mit Öl. Hat eine tiefe alttestamentliche Bedeutung, Leiter, Könige, Priester wurden so in den Dienst eingesetzt. Auch wir tun dies heute noch manchmal, wenn wir jemand für einen Dienst an der Gemeinde einsetzen oder aussenden. Weiterhin kann die Salbung mit Öl ein sehr stärkendes und bekräftigendes Element in unserem Gebet für Heilung oder für andere Dinge sein. Satan hasst das Salböl und weicht, wenn es im Glauben verwendet wird, aber es gilt auch wieder hier, es ist kein Glücksbringer oder eine „Methode“, wenn wir es als solches begreifen, dann ist es schon der Tod im Topf.

Der gesunde Menschenverstand, Arzt, psychologische Hilfe
Nun noch ein paar Worte zu dem was mir im Zusammenhang mit geistlicher Kampfführung besonders am Herzen liegt. Nicht alles was uns im Leben widerfährt, ist satanischen Ursprungs, nicht hinter jedem Busch lauert ein Dämon. Viele geistliche Highflyer sind gut beraten, manchmal die Kirche im Dorf zu lassen. Viel Veränderung im Leben, für die wir beten und bei denen wir auch in den geistlichen Kampf treten, sind Prozesse. Für Gott ist oft der Weg das Ziel, im Laufen sollen wir fliegen lernen, nicht sitzen und warten, dass er etwas tut. Und gut Ding will Weile haben. Wie oben schon mal gesagt – für unseren Vater im Himmel sind wir Kinder und auf einem langen Weg bis hinein in die Ewigkeit. Er sieht uns immer in diesem Licht. Das bedeutet, dass nicht alle Schwierigkeiten in dieser Welt auch in diesem Leben gelöst werden oder gelöst sein müssen. Wir haben kein Anrecht auf immerwährende Gesundheit oder Wohlstand oder oder...

Noch ein Wort an die vielen Seelsorger und die Super Arbeit die sie tun: Bei allem Verständnis und Weitblick für bestimmte Situationen sollte man manchmal auch bedenken, dass professionelle Hilfe angezeigt ist, ein Mensch in eine psychologische Betreuung oder zu einem Arzt gehört. Ich habe schon so viel geistlichen Krampf auf diesem Gebiet erlebt, bei mir persönlich als auch bei anderen. Also, seinen wir barmherzig mit uns und schalten wir unser Hirn ein. Wenn es um geistlichen Kampf geht, fragen wir den Heiligen Geist was zu tun ist, dann werden wir schon den Weg Gottes erkennen. Dazu gehört auch, sich zu informieren, geistlichen Austausch mit anderen Vätern und Müttern im Glauben zu suchen, nicht mit Halbwissen dem Teufel gegenübertreten, das geht meistens schief.

Lobpreis
Der Harfe spielende David, dessen Spiel die Seele des Königs Saul besänftigen konnte, ist das markanteste biblische Vorbild dafür, wie sich durch Lobpreis die geistliche Welt verändert. Wir wissen wie gut Lobpreis ist, es ist nicht nur eine Freude dem Herrn Lieder zu singen, es passiert auch etwas in der unsichtbaren Welt. Daher beginnt man die meisten Veranstaltungen in den Gemeinden, auf Konferenzen mit Lobpreis. Als langgedienter Lobpreisleiter weiß ich um die Kraft des geistlichen Musikmachens. Wenn Du selbst singen kannst oder ein Instrument spielst, wirst Du das bereits wissen. Aber auch das Anhören guter, geistgewirkter Musik hilft die Luft zu reinigen. (Empfehle die CD Coming Home)

Abendmahl
Ich möchte noch das Abendmahl erwähnen. Es ist ein Beispiel für die Liebe Gottes und den ursprünglichen schöpferischen Gedanken den der Vater im Himmel hatte, als er den Menschen schuf. Nämlich Gemeinschaft mit ihm haben, zusammen feiern, essen und trinken. So hat es Jesus gemacht am Abend seines Verrats. Im Abendmahl gedenken wir besonders der Gemeinschaft mit Gott und dessen was er für uns getan hat. Hierin liegt eine gewaltige geistliche Kraft verborgen, wo immer Gott geehrt wird, fließt Kraft vom Himmel. Wir sollten in unseren Gemeinden, Gemeinschaften und Beziehungen viel mehr Abendmahl zum Gedenken an Jesu Tod und Auferstehung feiern, das würde uns guttun.
 
Liebe
Paulus sagt in 1. Kor. 13,2: „Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts.“ Um mit den Beatles zu sprechen: All you need is love. Da ist in gewisser Weise etwas dran. Die Liebe steht über allem. Und das müssen wir bei allem bedenken. Die Liebe deckt alles zu, sie ist stärker als der Feind, sie befreit, sie erhält, sie gibt Kraft zum Überleben und Durchhalten. Gemeint ist vor allem die Agape, diese schenkende, sich hingebende Liebe, die Jesus am Kreuz für uns zur Perfektion ausgeführt hat. Ohne Liebe kein geistlicher Kampf, kein Sieg, kein Durchbruch. Auch ist die Liebe zu der Person, der ich möglicherweise im geistlichen Kampf diene, oberstes Gebot. Ich kann noch so viel drauf haben geistlich, wenn ich nicht mi den liebenden Augen des Herrn durch die Welt gehe, bringt das alles nichts.

Abschluss:
Jesus sagt zu uns: Ihr seid nicht von der Welt, aber ihr lebt in der Welt, wie Schafe unter Wölfen, aber ihr habt einen Pass und ein Haus im Himmel, das ist eure wahre Staatszugehörigkeit. Nur der wahre Gläubige kann sich dem System Satans entziehen das über die Welt herrscht, sei es in Gedanken durch die Gaben der Geisterunterscheidung und Erkenntnis, sei es im praktischen Widerstehen von Versuchungen. Nur dadurch kann man einordnen, dass auf dieser Welt alles nur Stückwerk ist und bleiben wird. Die menschengemachte Ideologie des Universalismus und Humanismus, die denkt der Mensch kann mit seiner Entwicklung, seinem Forscherdrang die Welt beherrschen, wird gnadenlos scheitern, denn der Mensch ist ein Geschöpf Gottes und sobald er sich gegen ihn erhebt und denkt er kann es besser, zieht er den Fluch Gottes auf sich und das geht schief. Alle Vertreter und Anführer des Gutmensch-Humanismus dieser Tage, alle Weltverbesserer des Sozialismus, Kapitalismus, andere Ismussen, all diese Menschen sind meist ohne ihr Wissen nichts als das Werkzeug Satans um die Menschheit zu verführen und von Gott wegzubringen.
 
Der Teufel macht sie sich zunutze und er kennt keine Gnade. Alles wird vernichtet werden, was nicht aus Gott geboren ist. Sobald sich der Mensch selbst erhöht und gut findet, betritt er schlüpfriges Eis, genau wie Adam und Eva. 
 
Aber dieser Gedanke, zu Gott, zum Himmel zu gehören, der hält uns aufrecht und trägt uns durch. Es ist diese Hoffnung, die mehr ist als Hoffnung, es ist das Wissen, das innere Zeugnis des Heiligen Geistes, dass du gerettet bist, egal was hier auf Erden noch kommt, oder welches individuelle Schicksal jeder einzelne von uns hat oder erleiden muss. Wir werden bei ihm sein und uns wird vergeben werden. Wir werden ewig leben und die Herrlichkeit Gottes und seine neue Schöpfung wird uns auf ewig umgeben.
 
Es gibt übrigens interessanterweise schon sehr früh in der Bibel ein Zeugnis eines Mannes Gottes zum Leben außerhalb dieser Welt: Bei Jakob, als er schließlich mit seinen Söhnen ins ferne Ägypten kam und vom Pharao befragt wurde wie alt er ist, da sagt Jakob: Die Tage meiner Fremdlingsschaft auf dieser Erde sind 130 Jahre. Jakob hat etwas von der wahren Bedeutung dieses und des jenseitigen Lebens erfasst. 
Machen wir uns das zu eigen und nutzen wir die Gaben und Möglichkeiten die uns Gott an die Hand gegeben hat, dem Teufel zu widerstehen, dann werden wir gut durch dieses Leben kommen.
 

3.) Neben der Spur -  

von Klemens Schütte
Wie bleiben Christen auf dem richtigen Weg?“  -Teil 2- 

anlässlich unserer Father’s House Veranstaltung am 30.12.2017
Die Maschen des Widersachers entlarven.
Die Zeichen der Zeit erkennen
Wie bleiben wir wachsam und stehen fest in diesen turbulenten Zeiten?
           
Teil 2: Wie versucht Satan unser Glaubensleben zu beeinflussen?
Satan als Herrscher der Welt Kirche Ersatztheologie
Zugehörigkeit erwirkt Heil muss erarbeitet werden
Kulte Weltkirche Gesetze, Regeln
Verführung,Uniformismus, Humanismus, Spötter
Beschäftigung, Betäubung und Ablenkung
Falsche Lehre, Oberflächlichkeit Satan ist der Herrscher der Welt:

Ich möchte vorab sagen womit der heutige Vortrag sich nicht beschäftigt: Und zwar werde ich nicht sprechen über die Manipulation und das Wirken Satans an unserem inneren
Menschen, in unserem inneren geistlichen Leben. Z.B. das Streitig-machen oder Abstreiten von Heilsgewissheit – viele bekehrte Christen haben keine Heilsgewissheit – oder das Thema widerkehrende Sünden – die innere Suggestion: Du schaffst das nie, Du bist Gott nicht würdig usw. Das alles ist ein eigenes Kapitel für sich und wir werden dies im neuen Jahr an anderer Stelle behandeln.

Ich möchte den heutigen Vortrag damit beginnen, dass wir uns die gegenwärtige Situation in dieser Welt in der wir uns befinden, noch einmal mit göttlichen Maßstäben anschauen: 

Mt 4.8-9: „Wiederum führte ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und sprach zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest.“ 

Wir stellen fest, die Realität ist, dass Satan der Herr dieser Welt ist, er besitzt und beherrscht die Regierungen auf der Erde, die Reiche und Nationen, er infiltriert Menschen und deren Taten. Sonst hätte er Jesus nicht dieses Angebot machen können, nur damit dieser ihn anbetet. Die Schrift bestätigt auch an anderen Stellen, Satan ist der Herrscher dieser Welt. Seine Macht hier ist jedoch nicht unbegrenzt wie wir das letzte Mal aus der Geschichte mit Hiob gelernt haben, sich mit dem Glauben beschäftigen und mit denen wir umgehen. Und es kann gut sein, dass Fragen zu diesen Themen hochkommen, wenn wir mit Menschen über den echten Glauben an Jesus Christus reden. Den wahren Glauben heutzutage zu leben und auch argumentativ zu untermauern, so dass Menschen, die den Heiligen Geist nicht haben und damit Gottes Zeugnis über sich selbst nicht erfahren haben Gott setzt ihm Grenzen, der Vater hat immer die Kontrolle. Satan ist eins von Milliarden Geschöpfen aber Gott ist der Schöpfer.
 

2.Tess. 2, 7-8: Denn es regt sich zwar schon überall diese verborgene Macht des Bösen, aber noch wird sie von dem einen aufgehalten. Sie wird erst offen zutage treten, wenn derjenige, der ihr bisher noch im Weg steht, nicht mehr da ist. Dann allerdings erscheint der Feind Gottes in aller Öffentlichkeit. Wenn aber Jesus, der Herr, in seiner Herrlichkeit kommt, wird er ihn endgültig vernichten. Ein Hauch seines Mundes genügt.  


Was zurzeit also passiert ist, dass die Macht des Bösen schon am Wirken ist, und Gott sie aber noch in Grenzen hält durch die Gegenwart des Heiligen Geistes, den Zurückhalter. Mit dem Beginn des Messianischen Zeitalters, in das wir langsam hineintreten, wird sich dieser mehr und mehr zurückziehen, so dass in der vor uns liegenden Zeit Satan immer mehr wüten kann und schließlich in Person des Antichristen ganz offen die Weltherrschaft anstrebt. Wir leben also geschichtlich nach biblischer Prophetie in einer hochbrisanten Zeit. Wenn Paulus hier von der verborgenen Macht des Bösen spricht, die da am Wirken ist, dann bezieht er das darauf, dass Satans Handeln in den meisten Fällen nicht auf den ersten Blick erkennbar ist, nicht immer offenkundig böse. Und dann wird es für uns Christen oft schwierig, den richtigen Weg zu erkennen. 

Zur Erinnerung: Noch einmal ein kurzer Blick auf die Prinzipien mit denen Satan die Menschen verführt: Lüge, Verwirrung, Biblische Zitate, Nachahmung Gottes, Zwietracht säen, Recht des Stärkeren, Selbstsucht, Egoismus, Werteverlust, Gott ausblenden, Heilungen, Verdrehung der Schrift….

Nachdem wir uns ja im Oktober die biblischen Grundlagen und Prinzipien angeschaut haben, mit denen Satan die Menschen verführt (siehe unten), wollen wir heute mal einen eher praktischen Blick auf Teilbereiche werfen, die gerade uns Christen und den Glauben angehen. Wie hat der Teufel beim Thema Glauben die Menschen auf die falsche Fährte gelockt, neben die Spur gezogen wie der Titel der Vortragsreihe heißt, bzw. wie tut er es immer noch? Wir müssen das zum einen für uns selbst klären, zum anderen betrifft es das Leben der meisten Menschen, die, ist gar nicht so einfach. Wir sollten daher wissen, wie der Teufel die Menschen eingelullt hat und welche Haupteinflüsse und Haupttäuschungsmanöver er fährt.

Fangen wir mit dem großen Bereich der Kirche an: 
Manche werden fragen: Wieso redet er jetzt über die Kirche? Wenn doch schon die Kirche den Boden der Wahrheit verlässt, was ist denn dann noch zu glauben? Bei genauer Betrachtung stellen wir jedoch fest, dass die Kirche alles tut und getan hat um Menschen von Gott wegzuziehen. In ihrer geschichtlichen Entwicklung kehrt ein Prinzip des Teufels immer wieder: Nämlich das Verlassen des Wortes Gottes und die Eigeninterpretation sogenannter göttlicher Vorgaben. Also das gleiche wie bei Adam und Eva (1. Teil).
 
Zuerst muss man feststellen, dass sich große Bereiche der Groß-Kirchen heute inklusive ihrer Leiterschaft eher als eine liberale Sozialgemeinschaft verstehen, der die Verwirklichung von Prinzipien des Humanismus wichtiger geworden ist als das Lehren und Befolgen des Wortes Gottes. Man muss sich hierzu nur einmal die Grundsatzreden zum Amtsantritt des Ratsvorsitzenden der Evangelischen und des Vorsitzenden der Bischofskonferenz der Katholischen Kirche anschauen. Auch der Papst ist auf genau diesem Kurs unterwegs. Man kann das natürlich so machen und so wollen, muss dann aber wissen, dass diese Kirchen nichts mehr oder kaum noch etwas mit der wahren Lehre der Bibel zu tun haben und dass der Heilige Geist sich dort immer mehr zurückzieht. Wir reden hier im biblischen Sinne über die sogenannte Namenschristenheit, die überwältigende Mehrheit aller sich Christen nennenden Menschen. Die Wahrheit ist aber, diese wird trotz ihrer guten Werke leider nicht zu denen gehören die in Gottes Reich kommen. Denn die Bibel ist da ganz klar, wer das Wort Gottes verlässt, verlässt den Pfad des Heils.  

Jesus sagt in Mt. 7,21 ff: „Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen meines Vaters im Himmel tun. Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen Dämonen ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Machttaten getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, die ihr das Gesetz übertretet!“ 

Die Frage stellt sich: Wo hat die Kirche/die Menschheit das Biblische Wort verlassen?
Ersatztheologie: Schon sehr früh nach Anerkennung der christlichen Religion als Staatsreligion durch Konstantin im 4.Jht. n.Chr. hörten zwar die Verfolgungen der an Jesus gläubigen Juden und Heidenchristen auf. Andererseits begann damit der schleichende Siegeszug der Ersatztheologie. Die Juden sind schuld am Tod des Messias, das Heil geht jetzt auf die Christen über. Die Christen sind zu den wahren Erben des Reiches Gottes geworden und die Verheißungen, die Gott den Juden gab, sowie die Bünde die er mit ihnen schloss, sind auf die Christen übergegangen oder gelten nicht mehr. Heidenchristen übernehmen also die Rolle des auserwählten Volkes Gottes. Leider hat der Teufel es geschafft, dass sich diese biblisch komplett falsche Theologie auch in der heutigen evangelikalen und charismatischen Christenheit breitgemacht hat und so gelebt wird. 

Dies wird sogar mit der Schrift begründet und man muss als Gotteskind sehr aufpassen, hier nicht ins falsche Fahrwasser zu geraten denn wir haben ja gelernt der Satan benutzt die Schrift um insbesondere die Christen zu verwirren. Gott hat zu keinem Zeitpunkt seine Bünde aufgekündigt noch transferiert oder seine Verheißungen an sein Volk Israel eingestampft. Hier erleben wir, wie anstelle einer wörtlichen Auslegung durch eine übertragene Auslegung der Bibel Wahrheit verdreht wird. Aber wir sagen das hier nicht umsonst wie wichtig es ist, die Bibel wörtlich zu nehmen, da wo es geht und meistens geht es. Hellhörig sollten wir immer dann werden, wenn Prediger, Pastoren, eine Gemeinde, geistliche Leiter, oder wer auch immer Israel in ihrer Theologie komplett ausblenden oder sogar sagen, die Geschichte mit Israel, das ist Altes Testament und jetzt nicht mehr gültig oder interessiert mich nicht.  

Die Zugehörigkeit zur Kirche erwirkt das Heil, nicht der der Glaube bzw. die freie Glaubensentscheidung des reifen Menschen an Jesus Christus. Hier haben sich alle möglichen unbiblischen, satanischen Auswüchse entwickelt die inzwischen Standard sind in unserem Alltag. Es beginnt mit der Kindestaufe und setzt sich fort in Kommunion, Konfirmation, Firmung, nicht zu vergessen die Erteilung diverser Sakramente, die ebenfalls laut kirchlicher Lehre wichtig sind für das Heil.  


Um die Täuschung perfekt zu machen, kann man auch noch etwas selbst tun, wenn ein geliebter Mensch schon verstorben ist. Man kann eine Messe für ihn lesen lassen, für die Seele der Verstorbenen beten, damit das Fegefeuer und ähnliche Dinge ihm gnädig gestimmt sind. Wir müssen hier ganz klar sagen: All das sind Auswüchse menschlicher Phantasie, größtenteils um die Gläubigen zu befrieden oder um die Macht der Kirche zu erhalten. Aber Satan hat es über die Jahrhunderte/Jahrtausende geschafft, diese Art des Glaubens zur vorherrschenden Ideologie oder Religion im Abendland und Nord- und Südamerika zu machen. Dadurch werden leider ganz viele Menschen in die Falle gehen. Wahrscheinlich kommen auch viele von uns aus diesem Hintergrund oder man hat Verwandte und Bekannte oder Freunde die hier betroffen sind. Das teuflische an der Sache ist, es ist sehr schwer jemand aus dieser unbiblischen Lehre und Verhaltensmustern zu reißen, weil die ganze Gesellschaft darauf eingenordet ist.

Eine weitere große Lüge des Teufels, der im Prinzip fast alle Christen, allerdings auch große Teile der Evangelikalen und Charismatischen Christenheit aufgesessen sind, ist, ich muss etwas tun um mein Heil zu erarbeiten. Markant sind bis heute trotz Luther und der Reformation die Erbringung von Leistungen zur Erlangung von göttlicher Gnade. Wir erleben, gerade in Charismatischen Kreisen, oft sogenannte DIENosaurier mit IE, die dienen, dienen, dienen um dabei das gute Gefühl zu bekommen, für den Herrn etwas getan zu haben und somit ihre Errettung und Gnade rechtfertigen zu können. Wir haben eben schon eine Aussage Jesu zu seiner Sicht dieser Dinge gehört, eine andere findet sich in der Geschichte von Martha und Maria in  

Lk. 10,38: „Als sie aber weiterzogen, kam er in ein Dorf. Da war eine Frau mit Namen Marta, die nahm ihn auf. Und sie hatte eine Schwester, die hieß Maria; die setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seiner Rede zu. Marta aber machte sich viel zu schaffen, ihnen zu dienen. Und sie trat hinzu und sprach: Herr, fragst du nicht danach, dass mich meine Schwester lässt allein dienen? Sage ihr doch, dass sie mir helfen soll! Der Herr aber antwortete und sprach zu ihr: Marta, Marta, du hast viel Sorge und Mühe. Eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden.“  


Dem ist nichts hinzuzufügen. Es ist eindeutig wie Jesus diese Art der Gefolgschaft bewertet. Das heißt ja nicht, dass man nichts Gutes tun soll oder in der Gemeinde oder sonst wo nur noch die Hände in den Schoss legen soll. Aber wir wissen, unsere Erlösung kommt allein durch die Gnade, nicht durch unsere Werke, genaueres finden wir dazu im Römerbrief.
In gewisser Weise mit in diese Kategorie der Heilerreichung durch Taten hinein gehören einige unbiblischen Auswüchse in der (katholischen) Liturgie. Z.B. die Wandlung. Sie geht vom falschen Grundverständnis aus, dass man den Vergebungsprozess durch das Blut Jesu immer wieder durchführen muss und den Priester dazu braucht um aktuelle Sünden zu bereinigen, es ist de facto eine Nicht-Anerkennung und Verleugnung des einmaligen vollumfänglichen Sühneopfers von Jesus am Kreuz. 

Marienkult: Nichts anderes als Götzenanbetung wie alle andere menschliche Götterverehrung auch. Die Wurzeln dieser Anbetung und Vergötterung gerade der Mutter mit dem Kinde gehen zurück bis ins alte Babylon, der großen Stadt Satans. Babylon ist Satans Kopie der göttlich erwählten Stadt Jerusalem. Hier ahmt er Gottes großartige Schöpfung nach und verdreht sie zu seinen Zwecken. Die in der Offenbarung als Hure Babylons bezeichnete Weltkirche und die von ihr geschaffenen Figuren, Symbole und Rituale haben hier ihren Ursprung. 
Den Menschen bleiben diese Hintergründe meistens verborgen. Das ist die Strategie Satans und es bestätigt den Satz des Paulus vom Anfang – „er wirkt im Verborgenen“. Daher ist es so wichtig, dass wir hier darüber sprechen und dass immer mehr Menschen diese Wahrheiten erfahren. In diese Kategorie fällt der ganze andere heilige Zinnober, den die Kirchen veranstalten, Prozessionen, Symbole, Bilder, Heiligenverehrung, Bekreuzigen, Kerzen anzünden, und 1000 anderes Tam Tam, gerade in der Katholischen und Orthodoxen Kirche weit verbreitet. Alles ist faszinierend für die Massen, führt aber von Gott weg und ist komplett unbiblisch. Keine dieser Taten und Aktionen bewirkt göttliches Heil, man folgt damit lediglich Satans Spuren.

Satan sind diese Täuschungen und Auswüchse so wichtig, dass er ihnen mitunter weltliche Macht verleiht, zum Beispiel Heilungskräfte. In meinem Nachbarort Marienthal, ist ein Kloster in dessen Kirche vom Boden bis zur Decke unzählige Gedenktafeln aus Marmor an die Wand genagelt sind wo einzelne Menschen sich bedanken bei Maria, dass sie hier oder da geholfen hat (Maria hat geholfen…). Ja, diese Götzenstatuen, Madonnen, Steine, Buddhas, Säulen, Obelisken, Talismane, Amulette etc. haben Macht oder können Macht haben, sie heilen sogar, erwiesenermaßen, fragt sich nur, welche Kraft dahintersteht. Bestimmt nicht die Kraft des biblischen Herrn aller Herrn den wir hier verkünden. Es sind Satans weltliche und dämonische Kräfte, die selbst Heilungen erlauben oder Heimat oder den Sinn des Lebens bieten.  Der ganze Riesen-Bereich der Esoterik speist sich daraus. Aus seiner Sicht ist die Hauptsache für ihn dabei, die Menschen in ihren okkulten oder anderen Bindungen gefangen oder blind zu halten so dass sie kaum davon loskommen, oder sich gar nicht nach dem wahren Gott ausstrecken. Sie können nur schwer in eine lebendige Beziehung zu dem auferstandenen Jesus finden.

Einheitsreligion und Einheitskirche. Unter dem Deckmantel der Ökumene und des Humanismus wird bereits seit langem an der Herstellung der Einheitsreligion und Einheitskirche mit entsprechendem Ausbau von Machtstrukturen gearbeitet. Geheimbünde und Machtzentralisierung spielen hier eine Rolle. Wir alle kennen die Bilder bei denen sich Papst, Rabbiner, Imam und andere Religionsführer die Hand reichen, Frieden beschwören und im Grunde die Aussage treffen: Verschiedene Wege führen zu Gott. Dies ist ja auch eine einleuchtende, weit verbreitete Meinung in der heutigen Zeit. Aber sie wiederspricht einem der Hauptaussagen der Bibel, bei der Gott der Vater klarstellt, Ich bin der Ich Bin und es gibt keinen anderen Gott außer mir. Die Einheitsreligion ist damit ein zutiefst satanisches Werk und Vorreiter der vor allem in der Offenbarung Kap 17/18 beschriebenen Christuslosen Einheitskirche, der sogenannten Hure Babylons. Diese Kirche wird der Anbetung des Antichristen in der Trübsalszeit den Weg ebnen. Aber, all dies muss geschehen gemäß des endzeitlichen Planes Gottes und wir erleben diese Prozesse live vor Augen, damit der Antichrist bald kommen kann. 

Gesetze und Regeln:  

Gesetze und Regeln sind uns Menschen vertraut. Ein Grund warum Jesus in Mk 10,15 sagt, „wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind, kommt nicht hinein“, liegt in unserer Kultur, Gewohnheit und Neigung, lieber Gesetzen und Richtlinien zu folgen als frei zu entscheiden. Wir suchen Leitplanken fürs Leben für alle Entscheidungen, wir haben nicht gelernt frei zu schwimmen. Und unsere Leistungsgesellschaft hat ein Übriges dazu getan uns in dieses Denkmuster hineinzuziehen. Dahinter steckt der klassische, satanische Kontrollgeist, der den Menschen verführt, alles im Griff zu haben, selbst die Beziehung zu seinem Gott. Nur wenn man den Heiligen Geist und die wahre Kindschaft Gottes erlebt hat, was für ein Vorrecht es ist, von ihm abhängig zu sein, kann man dies entlarven. Aber uns fällt es leichter 100 Regeln zu befolgen und sich dadurch sein Heil zu erarbeiten, als das freie Geschenk des himmlischen Vaters in der Person Jesu einfach anzunehmen. Der Mensch hat sich hier von Satan verführen lassen und diese Lüge auf das Reich Gottes angewandt. Er hat aus Glauben eine Religion gemacht, aus Jüngerschaft eine Karriereleiter innerhalb der Kirche oder Institution.  

Darüber hinaus hat er Gesetzesbücher geschrieben, die wir alle kennen: Den Katechismus der katholischen Kirche oder die Scharia im Islam oder bei den Juden die Mischna und viele andere nicht göttlich inspirierte Schriften. Ein Beispiel: Gerade bei den orthodoxen Juden haben verschiedene Generationen von Rabbinerschulen den Menschen Tausende und Abertausende von Gesetzen und Bestimmungen im Laufe der Zeit nach Fertigstellung der Thora, also des Alten Testaments, auferlegt, so dass das heutige gläubige Judentum eine ziemlich eingeengte Version des wahren von Gott durch Moses gegebenen Lebenskatalogs lebt. Ähnliches erfolgte über all die Jahrhunderte in der römisch-katholischen Kirche. All diesen Gesetzestexten ist gleich: a) Sie sind von Menschen gemacht, nicht von Gott; b) Sie bevormunden und verdrehen den wahren Glauben und machen den Gläubigen zum Erfüllungsgehilfen, zur Marionette, schaffen damit Unrecht, Neid und Streit; und c) Der freie Wille zur einer Herzens-Entscheidung für oder gegen Gott geht verloren. 
Wir wissen aber, das Heil kommt nur durch die bedingungslose Annahme von Jesus Christus als Herrn und zwar direkt und ohne Gebote, Gesetze und Auflagen zu erfüllen. Es ist reine geschenkte Gnade, die wir nur annehmen müssen. Wir müssen uns prüfen, in wieweit wir noch an alten, überlieferten Gewohnheiten oder Regeln festhalten, selbst unbewusst, und diese mit Hilfe des Herrn über Bord werfen.  
Zunahme von Falschgläubigen und Verführung
Da das messianische Zeitalter, also die Endzeit, begonnen hat, werden wir zunehmend erleben, was Jesus in Matthäus 24 über diese Zeit vorhersagt. Als Jesus von den Jüngern gefragt wird, was denn die Zeichen der Endzeit sind und wann sie kommt, sagt er als erstes in

Mt 24,4: "Lasst euch nicht verführen, denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin der Christus, und sie werden viele verführen."  

Das wiederholt er mehrmals im Kontext, er spricht auch davon, dass die Verführung zunehmen wird. Es ist ihm anscheinend sehr wichtig. Ich interpretiere es so dass der schlimmste Feind für uns Christen nicht außerhalb, sondern innerhalb der Gemeinde, innerhalb unserer Reihen, wütet. Jesus hat Sorge um uns, wir müssen das ernst nehmen. 
Paulus schreibt an die Thessalonicher über den auftretenden Antichristen und seine dämonischen Helfer:  

2. Tess 2,9: 9 „Der Frevler aber wird kommen durch das Wirken des Satans mit großer Kraft und lügenhaften Zeichen und Wundern 10 und mit jeglicher Verführung zur Ungerechtigkeit bei denen, die verloren werden. Denn sie haben die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen, dass sie gerettet würden.“  

Satan und seine Dämonen verführen, bringen durcheinander, verwirren, lenken ab, manipulieren, verstören, morden mit Worten, verschieben Werte, verblöden die Menschheit. 
Und diese Praktiken der Verführung sind schwer zu durchschauen. Wir müssen uns Mühe geben und Satans Strategien der Verführung verstehen. 
Es gibt sicher viel mehr aber ich möchte 3 elementare Strategien der Verführung näher beleuchten
1) Uniformismus, Humanismus, Spötter
2) Beschäftigung, Betäubung und Ablenkung
3) Falsche und oberflächliche Lehre der Gotteskinder
 
Zum 1. Punkt, Uniformismus, Humanismus und Spötter
Der Uniformismus besagt, dass sich die Welt immer weiter in eine Richtung und zwar zum Besseren hin entwickelt. Dies ist eine allgemein anerkannte Grundlüge des Durcheinanderbringers derer die Menschen leider aufgesessen sind.  Es wird immer so weitergehen, es ändert sich nichts. 
Viele Christen denken auch so. Eine endzeitliche Katastrophe bzw. Gottes Zeitplan und Eingreifen hat keiner auf dem Schirm. Man könnte es auch das Sintflut-Phänomen nennen. Diese Lüge ist gepaart mit den Grundprinzipien des Humanismus, der Aufklärung und dem Zeitalter der ungebremsten wissenschaftlichen Erkenntniszunahme. All das macht den Menschen stolz und überzeugt ihn selbst davon er könne eine bessere Welt schaffen. Petrus hat in seinem zweiten Brief ein ganzes Kapitel dieser Thematik gewidmet.  

Die Kernverse sind 2.Petr. 2,3ff: „Vor allen Dingen müsst ihr wissen, dass in dieser letzten Zeit Menschen auftreten werden, denen nichts heilig ist. Über alles machen sie sich lustig und lassen sich nur von ihren Begierden treiben. Spöttisch werden sie euch fragen: »Wo ist denn nun euer Christus? Hat er nicht versprochen, dass er wiederkommt? Schon unsere Vorfahren haben vergeblich gewartet. Sie sind längst gestorben, und alles ist so geblieben, wie es von Anfang an war!« Dabei wollen sie nicht wahrhaben, dass Gott schon einmal durch eine große Flut diese Erde zerstörte, die er durch sein Wort am Anfang der Welt aus dem Wasser erschaffen hatte. Auch der jetzige Himmel und die jetzige Erde werden nur so lange bestehen, bis Gott das entscheidende Wort spricht: Wenn er es anordnet, wird das Feuer sie am Tag des Gerichts vernichten, und er wird sein Urteil über alle Gottlosen sprechen.“


Wer sind diese Spötter denn heute? Das sind viele der heutigen Meinungsbildner, der Wissenschaftler, die Bibel- und Sintflut-Leugner, Urknall-Experten, Sternendeuter, Nachrichtenmacher, Beeinflusser, Lobbyisten von unten, die Gutmensch-Gender-Mainstream-Grün-Kultur – Menschen, die Kirchenvertreter, der Begriff des humanistischen Gedankenguts fasst es noch am ehesten zusammen. Ich habe vor kurzem gelesen, dass man schätzt, dass diese Ideologie in Deutschland 70% der Journalisten und 70% der Richter/Gerichte beherrscht. Da erklärt sich vieles was Meinungsbildung angeht. Satan versucht es, durch diese Prozesse auf allen Ebenen und so viele fallen darauf rein. Gott wird zur Randerscheinung, lediglich hervorgeholt, wenn mal wieder eine Katastrophe passiert ist und alle das große „Warum?“ auf den Lippen haben oder vorwurfsvoll „Wo warst Du?“ brüllen. Vor allem erschüttert mich, dass viele Christen darauf reinfallen. Sie verstehen oft nicht was die Stunde geschlagen hat. Aber welcher Pastor predigt schon, dass das Gemeindezeitalter zu Ende geht? Wäre ja am Ast gesägt auf dem er sitzt.

 Wir Menschen schaffen eine bessere Welt, sind das Maß der Dinge. Spötter, Aufklärung, Wissenschaft, Humanismus - alles stellt den Menschen in den Mittelpunkt, das ist eine von Satan geschickt eingefädelte gute Vorbereitung für die Anbetung des Antichristen, eines Menschen. Aber eigentlich ist es die Verblödung der Menschheit auf höchstem Niveau.
 Die Kirche bläst da ins gleiche Horn und spielt voll mit. Den Menschen, die als Namenschristen in der Kirche sind, wird Satan in diesen Zeiten keine Steine in ihrem falschen Glaubensleben in den Weg legen. Im Gegenteil, er wird es schüren, die Menschen werden sich immer mehr dem Religiösen, Kirchlichen, Spirituellen, dem Übersinnlichen zuwenden. Aber wie wir wissen, hat der wahre Glaube dort keinen Platz, der Heilige Geist hält sich dort in der Regel nicht auf.

Sie suchen Halt und unterwerfen sich gerne wie oben gesehen, Regelwerken und Kulten damit sie sich ihr Heil verdienen können und ein besseres Gefühl haben. Und die Statistiken weisen eindeutig eine Zunahme der Mitgliederzahl der Groß-Religionen weltweit auf. Das perfide an der Sache ist, dass die Menschen damit quasi in die Falle tappen und vom wahren Glauben abgehalten werden. Viele werden sich im Netz des oben angedeuteten Groß Kirchen-Einheitsbreis verfangen. Kaum einer wird dort mehr über die persönliche Beziehung zu Jesus und die Errettung aus Gnade reden oder nachdenken. Man muss nur die Kirchentage anschauen. Man spricht über soziales Engagement in aller Welt, opfert seine Zeit für Flüchtlinge oder Brot für die Welt oder irgendetwas in dieser Richtung. Das mag für sich genommen im Einzelnen ja sogar richtig und ehrenwert sein. Aber das errettet keinen vor dem kommenden Gericht Gottes über die Menschheit. Krass formuliert könnte man sagen, Satan benutzt die Kirche um Menschen von Jesus fernzuhalten.

 Zum 2. Punkt der Verführung: Beschäftigung, Betäubung und Ablenkung
 
Ein Phänomen der heutigen Zeit, die Menschen werden von Nachrichten, Events, Werbung, Kommerz, Unwichtigem und Meinungen und allem möglichen regelrecht zugedröhnt, betäubt, plattgemacht und vor allem: beschäftigt, so dass keiner mehr Zeit hat oder sich nimmt, nach Gott zu fragen, nach dem Sinn des Lebens, geschweige denn in der Schrift zu forschen, die Wahrheit zu studieren, zu prüfen etc.

Das ist alles total out. Satan manipuliert durch Medien wo er nur kann, Kommentare, Musiktexte, sogenannte Expertenmeinungen, politisches Blabla und der Tanz mit der Wahrheit unserer Volksvertreter aus vollen Rohren. Politik wird wie Werbung vermarktet, über die Medien werden Lügen und Halbwahrheiten verbreitet, Politiker und Regierungen verschwenden ungestraft Steuergelder, lügen oder brechen Gesetze, dennoch werden sie von der Mehrheit gewählt und die Lüge und das Unrecht wird weiter legitimiert.
Wahrheit und Recht ist, was die Masse empfindet bzw. in welche Richtung der Mainstream der Meinungsbildung sie drückt. Es geht um Einschaltquoten und wieviel Likes oder Klicks wer hat. Fernsehen, Facebook, Twitter, YouTube und andere Medien beherrschen unseren Alltag. Sensationen sind angesagt, Normalität ist out. Nicht alles was uns berichtet wird, ist die Wahrheit, es wird gedreht, verschoben, nach Political Correctness gewogen und es werden Fakten weggelassen um Menschen zu beeinflussen und zu beschäftigen. Herr Trump hatte schon nicht ganz unrecht damit, dass heutzutage Fake News ein Thema ist. Der Mensch giert nach Neuem, keine Nachricht hat lange Bestand.

Für uns bedeutet dies in Zeiten der Endzeit, dass wir uns darauf einstellen müssen, immer mehr „Kröten zu schlucken“ was antibiblisch und gegen Gottes Ordnungen ist (Bsp. Ehe für Alle). Unsere Regierungen sind von dieser Welt und Satan ist Herr dieser Welt. Das heißt jetzt nicht, dass alles komplett falsch und satanisch ist was von den Regierungen kommt oder dass Politiker besonders schlimme Menschen sind aber wir müssen aufpassen. Wir erleben wie Werte verfallen, wie eben schon angesprochen im Namen des Humanismus Gottes Ordnungen verwischt, verkehrt und in den Hintergrund gedrängt werden. Letztlich sollte es uns nicht wundern, denn Jesus sagt das alles in Mt 24/25 voraus, aber wir müssen es verstehen. Wenn Satan die Regierungen beeinflusst, dann beeinflusst er auch die Medien. Ablenkung und Lüge als perfide Strategie. Irgendetwas erscheint immer wichtiger als der Blick auf Gott.

3. Punkt: Falsche und oberflächliche Lehre der Gotteskinder

Sozusagen in eigener Sache möchte ich nun auf ein Thema kommen, dass mir sehr viel Sorgen bereitet und dass möglicherweise etwas schwieriger zu durchschauen ist: Es ist die falsche Lehre der Gotteskinder oder die Empfänglichkeit dafür, man kann es auch Satans Zersetzungsstrategie der Christen nennen.

Eph. 2,10: „Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.“


Eine ganz perfide Masche des Teufels ist es, durch perfektionierte Nachahmungs-und Täuschungsstrategien bestimmten Taten, Werken, Aktionen, Aktivitäten, die im Namen Jesu ausgeführt wurden, Erfolg zu schenken, selbst wenn diese nicht im Willen Gottes liegen, nicht zuvor von Gott vorbereitet wurden. Wie geht denn so etwas?

Hier gibt es inzwischen einiges was nicht ganz gerade läuft, ein Beispiel: Im evangelistischen Bereich heutiger Freikirchen gibt es bei vielen die Tendenz, dass die Bekehrung oberste Priorität vor allen anderem hat. Hauptsache Menschen lassen sich taufen, die Zahl der Gemeindeglieder wächst usw. Im Grunde ist das per se nicht falsch, weil man sich ja auf den Missonsbefehl Jesu beruft aber am Ende ist eine Zahl wichtiger als der Inhalt, Dauerhaftigkeit oder Ehrlichkeit. Ich weiß, das ist ein heißes Eisen und schwer zu entlarven, aber ich behaupte, dass wir leider viele zu Jüngern machen, die im Herzen gar keine Bekehrung erlebt haben oder sich bekehren wollen und die, wenn es hart auf hart kommt, wieder abfallen werden. Dies ist gerade in den vor uns liegenden Zeiten tödlich aber das genau ist das teuflische hierbei, die Strategie Satans. Es nutzt ihm vielmehr ein nicht richtig bekehrtes, nicht vom Geist und Wort geleitetes Gotteskind in die Christenwelt zu entlassen als dass die Person von Gott unberührt bleibt. Er verfolgt damit eine Zersetzungsstrategie der erweckten Christen. Jesus warnt sehr klar davor, wenn er sagt

Markus 9,42: Wer einen dieser kleinen, unbedeutenden Menschen, die mir vertrauen, zu Fall bringt, für den wäre es noch das Beste, mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer geworfen zu werden.“


Wir erleben, dass es heißt, der Missonsbefehl Jesu ist das wichtigste, ich interessiere mich nicht für das Alte Testament und die Propheten, für die Rolle Israels oder die endzeitlichen Dinge. Das Neue Testament alleine ist ausschlaggebend, hier war Gott Mensch und hat direkt zu den Menschen geredet. Es ist der neue Bund und der letzte Bund und damit ist er der entscheidende und gültige Bund. Man kann so argumentieren, aber es ist leider eine hochgradig pervertierte Verleugnung der biblischen Botschaft und des Willen Gottes.
Die Bibel wird auf diese Weise instrumentalisiert und nur das wird genutzt was man brauchen kann um seinen Dienst zu tun oder Glauben zu leben. Zumal das Alte Testament wie wir wissen noch nicht abgeschlossen ist, dass Neue quasi nur einen Einschub darstellt. Eine solche Art der Glaubensverkündigung ist inzwischen weit verbreitet, man pickt sich in der Bibel das raus was zur Erreichung der Ziele passt. Dies ist gefährlich, verwandt dem Sektierertum und wird auf Dauer nicht tragen, denn ein solches Glaubensverständnis hält der Prüfung durch die Schrift nicht Stand. 

Biblische Prophetie ernst zu nehmen ist unpopulär, zumindest hierzulande, in USA sind sie da schon etwas weiter, zum Glück. Hier eiern die Pastoren herum in dem sie sagen, ja wenn Jesus wiederkommt, dann kommen wir alle in den Himmel und der Feind wird vernichtet. Aber bis dahin eitel Sonnenschein und Vollgas in die eigenen Programme, denn es gibt ja noch so viel zu tun! Sie merken nicht, dass selbst die vermeintlich guten Werke, die sie tun, verbrennen werden und nichts wert sind, ja sogar dem Widersacher dienen, da sie nicht aus Gott heraus gegründet sind und daher viele von der Wahrheit abhalten.

Wenn man sich heute im Internet auf YouTube oder wo auch immer Predigten und Vorträge anschaut, das ist teilweise haarsträubend was da feilgeboten wird und je nach Thema eine richtige geistliche Herausforderung. Man muss die Schrift und die Gabe der Geisterunterscheidung einsetzen, um zu klären, handelt es sich bei dem Angebot um biblische Wahrheit oder um leicht bis stark von der Bibel abweichende Lehre. Schließlich ist man selbst zur Prüfung aufgefordert, man hat ja in dem Moment keine erfahrenen Christen oder einen zwischengeschalteten Pastor oder ausgebildeten Theologen neben sich sitzen.  

Ein anderer Aspekt ist die zunehmende Oberflächlichkeit in der Lehre: Tiefgang, gut recherchierte oder kritische und kontroverse Themen werden nicht oder wenn, dann nur weichgespült in den Gemeinden behandelt. Hierzu zählen Themen wie Endzeit, die Rolle Israels, Ehe für Alle, Vaterliebe, Entrückung, Wurzeln des Antisemitismus, Offenbarung um nur einige zu nennen. Viele Pastoren trauen sich da gar nicht dran. Deshalb können wir hier im FH auch ganz frei über diese Dinge sprechen. Häufig dreht sich der Themenkreis in den Gemeinden nur um die Motivation und die Ermutigung des Einzelnen zu irgendwelchen Aktionen und Taten, und am Ende doch wieder um das Gemeindewachstum als oberste Priorität, denn schließlich ist man auch wirtschaftlich und finanziell vom Wachstum der Struktur abhängig. Das mag punktuell sogar alles OK sein, ich denke jedoch, dass der Feind hier flächendeckend aktiv ist und die Strategie des Einlullens der erweckten Christenheit verfolgt. Wir brauchen in der Endzeit zugerüstete, gut ausgebildete, gestandene Christen, die Bescheid wissen über die Dinge die jetzt vor sich gehen und die den Zeitgeist deuten können. Satan ist genau am Gegenteil interessiert: Die Christen zu zersetzen und gestandene Jünger Jesu, die er nicht vom Glauben abbringen kann, zumindest zu verwirren. Seien wir also auch hier wachsam, wem und wessen wir uns dauerhaft aussetzen.

Beispiel Israel:

 Ich kann das Thema heute nicht abschließen ohne zumindest ein paar Bemerkungen zu Israel zu machen, denn auch hier ist Satan kräftig am Werk. Und sich mit Israel zu beschäftigen sollte ein essentieller Bestandteil unseres Glaubenslebens sein.  
              Ein uns allen bekanntes Phänomen der heutigen Zeit ist, dass weltweit ein Israel Bashing, ein Israel Verurteilen stattfindet und immer mehr zunimmt, das kennen wir schon und erwarten es förmlich. Es muss geschehen wie die Bibel sagt, denn in den letzten Tagen wendet sich Gott wieder seinem Volk zu, nachdem es 2000 Jahre in der Verbannung gelebt hat. Satan bleibt nicht mehr viel Zeit bis Jesus wiederkommt und ihn vernichtet.  
              Sein wirksamstes und scheinbar einfachstes Ziel dies zu verhindern, ist, Israel zu vernichten, denn dann kann Gottes Heilsplan nicht stattfinden. Durch den Holocaust hat er es versucht, er war nahe dran aber er hat es nicht geschafft. Immer mehr Juden aus aller Welt werden heim nach Israel kommen, die sogenannte Aliah findet seit vielen Jahren weltweit in großem Masse statt.    

              Gleichzeitig werden wir es in den kommenden Zeiten mehr und mehr erleben, dass Israel sehr gefährdet und isoliert werden wird und der Antisemitismus weltweit, auch hierzulande zunehmen wird. Alle Nationen - auch die USA - werden sich gegen Israel versammeln und was wir live erleben, ist eine Vorschattierung dessen, ein Teil der Zusammenrottung. Die aktuelle Diskussion in der Uno um die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die amerikanische Regierung macht dies besonders deutlich. Alle maßgeblichen Staaten der Weltgemeinschaft, selbst unser Land, Deutschland, welches den Holocaust zu verantworten hat, stellen sich hier gegen Israel. Man kann das nur beschreiben mit:  

              Denn sie wissen nicht was sie tun. 33 Uno-Sanktionen gegen Israels Siedlungsbaupolitik innerhalb von 2 Jahren stehen eine Handvoll Sanktionsbeschlüsse gegen Syrien oder Nordkorea gegenüber, Regime, die erwiesenermaßen ihre Einwohner umbringen, vergasen, bombardieren, wenn es für sie zum Nutzen ist. Die einzige nach Menschenrechts- und Demokratie-Maßstäben funktionierende Nation im ganzen Nahen Osten, nämlich Israel, wird total gebrandmarkt, gerade von der politischen Elite und ihrer Correctness. Russland, die Türkei und Iran proben zurzeit den Schulterschluss im Nahen Osten. Wir wissen, dass bevor die finale Trübsalszeit auf der Erde beginnt, Israel Krieg gegen die Länder aus dem Norden, eben diese Länder, den sogenannte Gog/Magog-Krieg führen wird. 
 
              Die Vorbereitung läuft bereits auf vollen Touren. Die Wahrheit über Israel feindlich gesinnte und aktiv gegen Israel kriegführende Nationen und Organisationen wie die Hisbollah, die Hamas, Syrien, Iran, die Palästinenser, Al-Kaida, der IS, eine Armada von sogenannten NGOs, Israel feindliche regierungs-unabhängige Lobby-Organisationen, all das wird medientechnisch verdreht oder unter den Teppich gekehrt. Das pro Kopf Geld, was allein die Europäische Gemeinschaft an die Palästinensischen Einwohner in Gaza zahlt, die seit dem 6 Tage-Krieg, also vor 50 Jahren, offiziell als Flüchtlinge geführt werden, ist im Schnitt 10mal so hoch wie bei jedem anderen anerkannten Flüchtling weltweit. Dennoch kommt es nicht beim Einzelnen an, die Bevölkerung leidet dort wie Hund, weil die Hamas erklärtermaßen das Geld kassiert und in Waffen und Agitation gegen Israel investiert.  

              Was jedoch keiner in den Medien erklärt. Was hängen bleibt bei den Menschen, ist die Kritik an Israel. Selbst Politiker wie der damalige Europa-Parlamentspräsident und jetzige SPD Vorsitzende Schulz sprachen nach einem Besuch einer Schule in Gaza davon, Israel müsse den palästinensischen Kindern mehr Trinkwasser geben. Es wird hier so frech offen aber auch subtil, unterschwellig, kaum zu merken, gelogen, die Wahrheit verdreht oder vorenthalten. Man kann dies nur entlarven, wenn man das auch von der anderen Seite durch gute Quellen beleuchtet und schließlich alles an Hand der Schrift prüft und merkt, hier ist der Teufel wieder am Werk. Noch haben wir Zugang zu diesen Quellen, machen wir davon Gebrauch. 

              Es gab einen kurzen geschichtlichen Moment vor 70 Jahren in dem die Weltgemeinschaft nach der Erkenntnis und den Eindrücken des Holocaust kurzzeitig Pro, also Für-Israel war und es zur Staatsgründung Israels kam. Satan jedoch hat es mit Hilfe der allzeit klagenden arabischen Welt geschafft, Israel vollständig in die Defensive zu drängen. Was hier in Wahrheit passiert: Hier ist der Geist Esaus und Ismaels am Werk, der Geist der Stammväter, von denen die arabischen Völker abstammen und der gegen den Geist Isaaks und Jakobs, der Stammväter der Juden rebelliert und vorgeht. Dieser Geist beeinflusst weite Teile der arabischen Völker und des Islam. Wir werden erleben wie dieser Geist nie Ruhe geben wird, denn er will die Juden vernichten, ins Meer treiben. Deshalb werden alle Friedenspläne im Nahen Osten an der niemals Ruhe gebenden arabischen Seele scheitern. Man kann ihnen noch so viel anbieten, sie werden erst zufrieden sein, wenn der Staat Israel und seine Bewohner alle vernichtet sind. Aber dahinter steckt wie oben angedeutet der ureigenste Kampf Satans um sein eigenes Überleben. Die politische Elite und die Medien sind dafür geistlich blind, sie verstehen diese Zusammenhänge nicht und wenn, dann verschweigen sie dies. Diese sogenannte herrschende Weltmeinung ist ein total willfähriges Werkzeug Satans, teilweise ohne es zu merken, und sie bereitet Satans Feldzug gegen Israel vor.  
              So, das war der zweite Teil der Trilogie über die Strategien des Satans. Vielen Dank für Eure Geduld, ich hoffe es einiges klargemacht und beleuchtet gerade was unsere Stellung als Christen und die Konfrontation in diesen Zeiten durch Satan ausmacht.
 

2.) „Neben der Spur“ Die Machenschaften des Teufels entlarven – von Klemens Schütte anlässlich unserer Father’s House Veranstaltung am 27.10.2017


1.Teil: Die Biblischen Grundlagen über Satan

Als ich mir das Thema vorgenommen hatte, hatte ich ja gar keine Ahnung was ich da angestoßen hatte, das Ganze ist so umfänglich, dass es eigentlich Stoff für ein ganzes Wochenendseminar oder eine Predigtreihe liefert. Das liegt daran, dass wenn wir über die heutigen Machenschaften Satans auf der Erde sprechen, wir auch verstehen müssen, wer er ist, wo er herkommt, was seine Motive sind. Schließlich sollte ja das Ziel darin liegen, dass wir uns vor diesen Machenschaften schützen und das kann man am besten, wenn man sie durchschaut.

Daher heute viel Bibelarbeit, Lehre, Grundlagen im ersten Teil, dann viel Praxis, Beispiele im zweiten Teil Ende Dezember.

Wir wissen als Christen, dass Satan nicht einfach eine böse, imaginäre Macht ist wie es heute viel geglaubt wird. Er ist ein reales Geschöpf, ein übernatürliches Wesen, ein gefallener Engel der eine Armee ebenfalls gefallener Engel – in der Bibel steht 1/3 aller Engel -  anführt.
Er wurde vor Zeiten geschaffen, manche meinen, er wurde im Rahmen der 6tägigen Schöpfung geschaffen, andere meinen, davor, aber das ist für uns unerheblich. Er war auf jeden Fall im göttlichen Garten Eden.

In Hesekiel 28, 13-17 lesen wir: „Du warst in Eden, dem Garten Gottes…. Du warst ein mit ausgebreiteten Flügeln schirmender Cherub, ich hatte dich dazu gemacht; du warst auf Gottes heiligem Berg, mitten unter feurigen Steinen gingst du einher. Vollkommen warst du in deinen Wegen von dem Tag an, als du geschaffen wurdest, bis sich Unrecht an dir fand. Durch die Menge deines Handels fülltest du dein Inneres mit Gewalttat und sündigtest. Und ich verstieß dich vom Berg Gottes und trieb dich ins Verderben, du schirmender Cherub, aus der Mitte der feurigen Steine. Dein Herz wollte hoch hinaus wegen deiner Schönheit, du hast deine Weisheit zunichtegemacht um deines Glanzes willen. Ich habe dich zu Boden geworfen, habe dich vor Königen dahingegeben, damit sie ihre Lust an dir sehen.“

 
Satan war ein herausragendes Himmelswesen, dass Zutritt zum Berg Gottes, oder auch Berg der Versammlung genannt, dem höchsten Ort den die Bibel kennt, hatte. Er war von unglaublicher Schönheit und Vollkommenheit, sicher einer der markantesten Gestalten in der Himmelswelt. Und irgendwie ist es aus diesem Grund passiert, weil er so schön und herrlich war, es heißt „Deiner Schönheit wegen“, wir wissen es nicht genau, aber er hat diese herausragende Stellung im Himmel missbraucht und es ist das Böse in ihn hineingekommen, die Gier, das Verderben. Es heißt „Durch die Menge deines Handels fülltest du dein Inneres mit Gewalttat und sündigtest.“ Er war fortan nur  noch darum bestrebt zu sein wie Gott, sich selbst als Gott anbeten zu lassen sodass er schließlich gestürzt wurde. Gott konnte ihn nicht so gewähren lassen.

Im Jesaja Buch wird bereits sein Ende prophezeit, in diesem Falle als Herrscher von Babylon, sinnbildlich für den Herrscher der Welt und der Kirche, denn wie wir wissen, aus Babylon hat sämtlicher heidnischer antigöttlicher Kult seinen Ursprung. Und der König von Babel steht sinnbildlich für dieses Aufbegehren gegen Gott.
 

Jesaja 14,12ff: „Wie bist du vom Himmel gefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte! Wie bist du zu Boden geschmettert, Überwältiger der Nationen! Und du, du sagtest in deinem Herzen: "Zum Himmel will ich hinaufsteigen,hoch über den Sternen Gottes meinen Thron aufrichten und mich niedersetzen auf den Versammlungsberg im äußersten Norden. Ich will hinaufsteigen auf Wolkenhöhen, dem Höchsten mich gleichmachen." Doch in den Scheol wirst du hinabgestürzt, in die tiefste Grube…. »Ich werde eingreifen und Babylon vollständig vernichten. Nichts soll mehr an den Ruhm der Stadt erinnern! Die ganze Sippe samt Kindern und Kindeskindern wird ausgelöscht. Darauf könnt ihr euch verlassen!“


Man fragt sich natürlich was in ihn gefahren ist um von so hoch so tief fallen zu können. Aber es ist nun mal passiert. Satan war einer der besonderen Engel, sein Engelsname ist Lucifer, der Engel des Lichts, und er ist vom Ansehen her im gleichen Atemzug zu nennen mit Michael und Gabriel, den anderen beiden herausragenden Engelsgestalten. Michael hat die Rolle besonders zum Schutz der Juden da zu sein, Gabriel ist uns bekannt als Engel der Verkündigung und für besondere Ereignisse. Lucifer hat Zugang zum Himmel, erst am Ende dieser Zeit und zwar in der Mitte der Trübsal wird er im Kampf von Michael von dort auf die Erde verbannt.
 

Offenbarung 12,7 ff: „Und es entbrannte ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen. Und der Drache kämpfte und seine Engel, und er siegte nicht, und ihre Stätte wurde nicht mehr gefunden im Himmel. Und es wurde hinausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt: Teufel und Satan, der die ganze Welt verführt. Er wurde auf die Erde geworfen, und seine Engel wurden mit ihm dahingeworfen.“


Dann beginnt die wirklich allergrausamste Zeit, die letzten 3,5 Jahre der Trübsalszeit mit der Verfolgung und Vernichtung ganz vieler Menschen bis Jesus wiederkommt. Wir haben hier bereits darüber berichtet. Namen Satans

Um Satan kennenzulernen, ist es wichtig seine Namen zu kennen, denn sie sagen viel über ihn aus. Diese sind vielfältig und zielen immer auf seine Taten hin, beschreiben seine Eigenschaften. Hier eine Liste seiner

biblischen Namen (unvollständig):

Ø   Lucifer, Engel des Lichts (Erzengelstatus, Missbrauch durch Kirche/Okkultismus/Esoterik)

Ø   König von Babel (Zentrale Stadt der Auflehnung gegen Gott, Religionen, Kult)

Ø   König von Tyrus (Stadt des Welthandels, Macht, Geld)

Ø   Durcheinanderbringer (Eva, Adam, Medien, Informationspolitik)

Ø   Widersacher Gottes (Anmaßung des Göttlichen, andere Religionen, Götter)

Ø   Großer Drache, Alte Schlange (Endgericht, Endzeit, Vernichtung Satans)

Ø   Glanzstern, Sohn der Morgenröte (Ursprüngliche Bestimmung)

Ø   Überwältiger der Nationen (Realität des Herrschers dieser „Welt“)

Satan in der Bibel
Um sein Wesen weiter zu verstehen, wenden wir uns jetzt den Ereignissen zu, bei denen Satan in der Bibel maßgeblich in Erscheinung tritt.

Beginnen möchte ich mit der göttlichen Perspektive: Vorlesen von 2 Varianten ein und derselben Bibelstelle:

Offenbarung  Kap 13: „Und ich sah den Menschensohn aus dem Himmel herabkommen (….). Der Vater verlieh dem Sohn seine eigene Kraft, seinen Thron und seine große Macht.(….) Die die ihn annahmen, liefen ihm in Scharen nach. Viele Menschen beteten Gott an, weil er seine Macht dem Sohn verliehen hatte. Sie beteten auch den Sohn an und sagten: »Wer kommt diesem gleich? Wer kann es mit ihm aufnehmen?«…. Alle auf der Erde werden ihn anbeten, alle, deren Namen seit der Erschaffung der Welt im Lebensbuch des geopferten Lammes stehen…. Dann sah ich den Geist des Herrn aus der Erde heraufsteigen. Er redete wie der Vater. Unter den Augen des Sohnes übte er dessen ganze Macht aus. Er brachte die Erde und alle ihre Bewohner dazu, den Sohn anzubeten. Der Geist Gottes tat große Wunder: Vor allen Menschen ließ er sogar Feuer vom Himmel auf die Erde herabfallen. Durch die Wunder, die er im Dienst des Sohnes tun konnte, bekehrten sich viele zu Gott, dem Vater.“ Kommt der Text bekannt vor? Ich lese ihn mal in einer anderen Form vor:

Offenbarung Kap 13: „Und ich sah ein Tier aus dem Meer heraufsteigen (….). Der Drache verlieh dem Tier seine eigene Kraft, seinen Thron und seine große Macht.(….) Die ganze Erde lief dem Tier staunend nach. Alle Menschen beteten den Drachen an, weil er seine Macht dem Tier verliehen hatte. Sie beteten auch das Tier an und sagten: »Wer kommt diesem Tier gleich? Wer kann es mit ihm aufnehmen?« Alle auf der Erde werden es anbeten, alle, deren Namen nicht seit der Erschaffung der Welt im Lebensbuch des geopferten Lammes stehen. Dann sah ich ein anderes Tier aus der Erde heraufsteigen (….), es redete wie der Drache. Unter den Augen des ersten Tieres übte es dessen ganze Macht aus. Es brachte die Erde und alle ihre Bewohner dazu, das erste Tier (….) anzubeten. Das zweite Tier tat große Wunder: Vor allen Menschen ließ es sogar Feuer vom Himmel auf die Erde herabfallen. Durch die Wunder, die es im Dienst des ersten Tieres tun konnte, täuschte es alle Menschen, die auf der Erde lebten.“


Das war doch jetzt irgendwie verwirrend, oder? Welcher Text ist denn nun der Richtige? Ich habe mir mit Verlaub eine kleine Wortspielerei erlaubt um etwas zu verdeutlichen. Es handelt sich um den Text aus Offenbarung 13 und natürlich ist die zweite Version die biblische und von Satan, dem großen Drachen, dem Antichristen (Tier) und dem falschen Propheten (2. Tier) ist hier die Rede.

Wie das kleine Verwirrspiel zeigt, bei dem ich nur die Worte Drache durch Gott, Tier No.1 (Antichrist) durch Jesus und Tier No.2 (falschen Propheten) durch den heiligen Geist ersetzt habe, merkt man sofort, dass der Teufel hier die Dreieinigkeit Gottes, Vater, Sohn und Heiliger Geist, kopiert, nachäfft. Es klingt fast identisch, schlüssig. Die Ähnlichkeit ist frappierend. Und damit sind wir schon mitten im Thema. Satan ist ein Geschöpf Gottes, kein Schöpfer. Alles was er tut, ist von dem Original Gottes zu kopieren und sogar Gottes Strategie zu benutzen. Er sieht, dass Gott die Dreieinigkeit geschaffen hat, also erschafft er mit seinen Mitteln eine ähnliche Variante der Dreieinigkeit.
 
Er verdreht einfach die Dinge, einer seiner Namen ist ja auch der Durcheinanderbringer. Aber er ist schwächer und kraftloser. Seine nachgeahmte Dreieinigkeit besteht gegenüber dem Vater, Jesus und dem HG aus niedrigen Geschöpfen. Der unermessliche Schöpfergott hat als Gegenspieler in Satans Spiel lediglich ein Geschöpf, nämlich Satan selbst, einen von ihm geschaffenen Engel, Lucifer. Dennoch schwingt dieser sich zu großen Höhen empor und maßt sich an über Gott zu stehen. Dem göttlichen Menschensohn Jesus setzt der Teufel nichts weiter entgegen als einen Menschen, nämlich den Antichristen als Gegenspieler, der Machtanspruch in dieser Welt ausübt. Aus biblischer Sicht wird dieser lediglich als Tier bezeichnet. Interessant. Und dem Heiligen Geist der ebenfalls Gott ist und in alle Wahrheit führt und die Gaben des Geistes gibt, setzt er wieder nur ein Tier, den sogenannten falschen Propheten gegenüber mit dem Ziel der Verkörperung sämtlicher Verführung.

Der Teufel fährt in diesen Zeiten alle Geschütze auf die er hat um Menschen zu täuschen. Wir haben schon öfter erklärt, er hat nicht mehr viel Zeit, die Endzeit, das messianische Zeitalter, hat letzten Monat begonnen (mein letzter Vortrag im September), das Gemeindezeitalter ist zu Ende bzw. im Endstadium. Es geht Satan bald an den Kragen und das weiß er, also will er so viele Menschen wie möglich, auf seine Seite und damit mit in den Abgrund ziehen.

Um dies zu erreichen, bringt er also sowohl real als auch im übertragenen Sinne den Antichristen und den falschen Propheten ins Spiel. Denn er weiß, je besser er Gott, den Schöpfer, kopiert, desto höher seine Chancen auf Erfolg, denn dann rennen ihm die Menschen nach. Auch wenn Antichrist und falscher Prophet erst in der Trübsalszeit öffentlich auftreten, so sind die einschneidenden Vorschattierungen durch das Handeln Satans jetzt schon zu greifen.

Die Täuschung der Menschheit begann seit Adam und Eva und wurde und wird immer stärker bis zum Ende hin. Jetzt in der Endzeit, erleben wir die Machenschaften des Teufels immer stärker und sie werden unaufhörlich zunehmen.

Was sind denn die Charakteristiken des Antichristen und des falschen Propheten, für was stehen diese beiden? Es ist relativ einfach: Macht und Verführung. Warum? Weil fast deckungsgleich eine ähnliche Charakterisierung für Jesus, den Sohn Gottes und den Heiligen Geist gilt, nämlich göttliche Autorität und Macht des Menschensohnes und heilige Inspiration und wahre Erkenntnis durch den Geist Gottes (Macht und Führung). Und beides geht immer zusammen, das eine bedingt das andere sozusagen. Bei der göttlichen Seite ist das klar und das Zusammenwirken des Vaters, des Sohnes und des Geistes gleichfalls in der Schrift belegt: Zum Beispiel nachzulesen im hohepriesterlichen Gebet in

Johannes 17.1: „Verherrliche deinen Sohn, auf dass der Sohn dich verherrliche; so wie du ihm Macht gegeben hast über alle Menschen, auf dass er ihnen alles gebe, was du ihm gegeben hast: das ewige Leben.“


Oder bereits im Alten Testament in Jesaja 61,1: „Der Geist Gottes des HERRN ist auf mir, weil der HERR mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, dass sie frei und ledig sein sollen;“.

 
Beim Teufel heißt das: Ohne Verführung keine Macht, ohne Macht keine Verführung. Er versucht alles, aber auch alles, uns und diejenigen, die Gott noch nicht kennen, auf die falsche Spur zu bringen. Sein Verhalten ist durchaus durchschaubar und immer gleich oder zumindest ähnlich.

Genau deshalb wollen wir uns in der Folge die 3 Geschichten in der Bibel anschauen, in denen uns am ausführlichsten das Handeln des Satans beschrieben wird und entsprechende Schlüsse daraus ziehen. Es sind dies der Sündenfall, Hiob und Jesu Versuchung. Alles Geschichten, die der eingefleischte Christ bestens kennt und dennoch muss man sie gründlich analysieren um ihre ganze Aussage zu verstehen.

Erste Geschichte: Adam und Eva und der Sündenfall
Die Geschichte von Adam und Eva ist für vieles der Prototyp menschlichen, göttlichen und teuflischen Handelns, man muss es nur gut studieren, dann kann man da enorm viel herausziehen. Gott selbst sagte zu Adam:

1. Mose 2,16 „Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen; aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du gewisslich sterben!“

Dann erschuf er dem Adam die Eva und die beiden lebten wunderbar zusammen mit Gott im Paradies. Aber dann passiert folgendes:

1. Mose 3,1ff: „Und die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott, der HERR, gemacht hatte; und sie sprach zu der Frau: Hat Gott wirklich gesagt: Von allen Bäumen des Gartens dürft ihr nicht essen? Da sagte die Frau zur Schlange: Von den Früchten der Bäume des Gartens essen wir; aber von den Früchten des Baumes, der in der Mitte des Gartens steht, hat Gott gesagt: Ihr sollt nicht davon essen und sollt sie nicht berühren, damit ihr nicht sterbt! Da sagte die Schlange zur Frau: Keineswegs werdet ihr sterben! Sondern Gott weiß, dass an dem Tag, da ihr davon esst, eure Augen aufgetan werden und ihr sein werdet wie Gott, erkennend Gutes und Böses. Und die Frau sah, dass der Baum gut zur Speise und dass er eine Lust für die Augen und dass der Baum begehrenswert war, Einsicht zu geben; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab auch ihrem Mann bei ihr, und er aß.“


Und hier begann dann das Drama, die Vertreibung aus dem Paradies mit allen Konsequenzen, der Trennung des Menschen von Gott usw. Um zu verstehen wie Satan tickt, laßt uns nun einmal die Verführungskunst des Teufels analysieren, denn seine Strategie die er hier bei Adam und Eva fährt, behält er immer bei bis heute.  

1.Zuerst einmal: Gott hat alle Tiere geschaffen, auch die Schlange, sie ist ein Geschöpf und steht damit eindeutig unter dem Schöpfer. Aber der Teufel hat die Fähigkeit in Geschöpfe hineinzuschlüpfen und durch sie zu sprechen. Er nimmt bis heute Besitz von Menschen und spricht und handelt durch sie. Im Paradies konnten Adam und Eva mit den Tieren sprechen und sie verstehen, interessant für uns, denn wenn wir in den Himmel entrückt werden, werden wir mit den Tieren reden können (nur nebenbei).

2.Was macht Satan jetzt: Er spricht zu der Frau, zu Eva. Ganz geschickt, denn wer hat die Anweisungen von Gott gesetzt bekommen, von welchem Baum im Garten er nicht essen soll? Adam. Und zwar noch bevor Eva erschaffen wurde. Dann lag da eine unbestimmte Zeit dazwischen. Zu Adam hatte Gott gesagt, außer vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen darfst Du von allen Bäumen essen. Der Teufel setzt von Anfang an auf die Strategie der falschen oder schlechten Kommunikation zwischen Menschen, im Besonderen wie hier zwischen Ehepaaren. Das macht er auch heute. Wie viele Streits und Konflikte entstehen nur wegen falscher Kommunikation, Interpretation oder Informationsverlust, Informationsmangel, überall, im persönlichen Umfeld, auf der Arbeit, in der Schule, in der Politik. Also halten wir fest: Adam hat bezüglich der Anweisungen Gottes entweder Falsches zu Eva kommuniziert oder Eva hat etwas Falsches verstanden, da hat etwas mit der Stillen Post nicht funktioniert.
 
3.Da hinein grätscht jetzt Satan: Er zweifelt Gottes klare Aussage an, Gottes Gebot oder Richtlinie. „Sollte Gott wirklich gesagt haben?“ Im ersten Schritt säht er immer eine Verunsicherung, die Menschen zweifeln lässt. Hätte Eva Gott wörtlich genommen, bzw. das, was Gott zu Adam gesagt hat einfach wiederholt und der Schlange genau dies entsprechend geantwortet, hätte der Teufel keine Chance gehabt. Das Problem liegt darin, dass sie das Wort Gottes verlassen hat. Eva tat dies in dem sie irgendwas vom Baum in der Mitte des Gartens faselte und dass man stirbt, wenn man davon isst. Aber das war nicht das was Gott gesagt hatte. Das mit dem Sterben war zwar richtig bei ihr angekommen, aber es war der falsche Baum. Und das ist das gefundene Fressen für Satan, er hakt nach, als er die Verunsicherung und Verwechslung merkt und macht sozusagen den Sack zu indem er Eva nun direkt anlügt und ihr erzählt sie wird nicht sterben und sie werden sein wie Gott, wenn sie von dem Baum essen.

Gerade das wollte Gott ja mit seinem Gebot ausschließen, dass sie sein werden wie Gott, denn Die verunsicherte Eva wiederum kann diese Lüge nicht entlarven, weil sie sich nicht eindeutig auf das Wort Gottes gegründet hatte, dieses nicht wörtlich genommen hat. Dann hätte sie sofort die arglistige Täuschung mit der Verwechslung der Bäume und der von Gott bestimmten Konsequenz entlarvt. So aber glaubt sie des Teufels Lüge und der Aussicht zu sein wie Gott – eine zutiefst satanische Eigenschaft –wird zur Sünde verleitet und sie nimmt die Frucht, genauso wie Adam, und das ganze Drama der Menschheit beginnt.
Was also lernen wir aus dieser Geschichte von Adam und Eva über die Machenschaften Satans?

1)Satan lügt und verdreht. Er lügt auch in unser Gewissen hinein, er fördert Ängste, Verunsicherung, Unklarheiten, er täuscht, er verführt zu falschem Handeln, er bringt die Dinge durcheinander. Das ist sein Wesen, seine ureigenste Art. Er macht Gott nach, er imitiert ihn und gibt sich als Gott aus, er ist der falsche Nachahmer. Wir sind immer wieder seinen Angriffen ausgesetzt solange wir hier auf Erden leben.

2)Wir müssen fest auf Gottes Wort gegründet sein, es wo es geht wörtlich nehmen. Nur so können wir Satans Attacken wirklich Paroli bieten. Am Wort lässt sich vieles, ja fast alles prüfen. Am besten selbst und direkt im Wort Gottes forschen, nachlesen, Bibelstellen vergleichen, sich hineindenken, recherchieren, das ist elementar wichtig in dieser Zeit, die vor Täuschungen und Irreführungen nur so wimmelt. Und wir haben heute fantastische Möglichkeiten dazu.

3)Zum dritten lernen wir, wenn wir Informationen über dritte bekommen was Gott gesagt haben könnte, wie er ist etc., dann müssen wir das immer an der Schrift verifizieren können. Immer zurück zum Original, dann lässt sich jede Predigt, jede Prophetie, jede Aussage die Menschen darüber sprechen, was Gott gesagt haben könnte, verifizieren. Wir haben den Vorteil, dass wir die Bibel haben. Adam und Eva hatten das nicht. Aber sie hatten ja direkten Zugang zu Gott und hätten ihn direkt fragen können.

Zweite biblische Haupt-Geschichte mit dem Teufel: Hiob
Ohne in die Tiefe zu gehen, beschreibt das Buch wie teuflisch der Satan bei einem Menschen zu Werke gehen kann, ihm alles nehmen kann, selbst die Gesundheit, den Besitz, die Kinder und die Frau. Sein Ziel ist es, Gott zu beweisen, dass er einen Gott hingegebenen Menschen, nämlich Hiob, durch Qualen und Pein dazu bringen kann, sich von Gott loszusagen. Dazu setzt er alle möglichen Arten von Unglücken ein die er über Hiob kommen lässt. Gott erlaubt alles, nur töten darf er Hiob nicht. Das Ganze findet in einzelnen Schritten statt. Immer wieder kommt Satan an zu Gott und sagt, sollst mal sehen, wenn ich ihm jetzt dies oder das antue, dann wird Hiob sich von dir abwenden. Dann überzieht er Hiob wieder mit einem chicksalsschlag aber dieser bleibt dem Herrn treu. Das Buch beschreibt herrlich die Wechselbeziehung zwischen Gott und dem Teufel der immer wieder ankommt, aber man merkt deutlich wie Gott in Kontrolle ist. Er erlaubt oder verbietet dem Teufel Dinge. Er hat immer ein Auge darauf was dieser tut. Und dieser tut auch nichts was Gott nicht vorher erlaubt hat.

Es beschreibt eindeutig wie sehr der Teufel Geschöpf und Gott - Gott ist. Auch wenn dieses Ausmaß an Unglück von Hiob zum Glück nicht jedem von uns im Leben widerfährt, so zeigt es doch worum es wirklich in diesem Leben hier auf Erden geht: Nur um die Verbindung mit Gott dem Vater und Jesus Christus, dem Sohn. Es geht nicht um materielle, gesundheitliche, seelische Dinge. Das können wir wie das Beispiel Hiob zeigt, ohnehin nicht so beeinflussen, denn ein wie auch immer gearteter Schicksalsschlag kann uns jederzeit erreichen. Das mag vielleicht hart klingen aber letztlich ist dies die Wahrheit. Und es ist gut so denn sonst wären wir alle verloren. Denn nur die ehrliche Beziehung zu Jesus trägt uns durch alle Stürme des Lebens hindurch. Und wir sehen am Beispiel Hiob, wie Gott und Satan in diesen Kategorien denken. Für Satan ist es das einzige Ziel, Hiob vom Glauben abzubringen. Die Mittel die er wählt, sind fleischlich um mit Paulus zu reden, aber im Kern geht es bei dem Wettstreit zwischen ihm und Gott um die geistliche Dimension – zu wem gehört Hiob am Ende? Hiob bleibt dem Herrn treu trotz all der Widrigkeiten und wird am Ende belohnt, es heißt, seine Jahre im Alter waren noch viel besser als seine jungen Jahre, er wurde in allem gesegnet von Gott.

Das Beispiel dieses Mannes Hiob – und es ist immerhin das älteste Buch der Bibel – sollte uns Mut machen. Auch wenn wir glücklicherweise nicht alle solche dramatischen Schicksalsschläge im Leben durchmachen müssen wie Hiob, so trägt doch jeder hier sein eigenes Päckchen mit sich herum. Das wichtigste ist, egal wie unsere weltliche, fleischliche, seelische, natürliche Situation auch ist, Hauptsache wir sind mit Gott verbunden und bleiben bei ihm.

Wir lernen aus dieser zweiten größerem Abschnitt, in dem Satan in der Bibel erwähnt wird, folgendes:

1) Satan zielt immer darauf ab, uns vom Glauben an Jesus Christus abzubringen, das ist sein Kerngedanke hinter allem Vorgehen. Natürlich ist sein Ansinnen ebenfalls Nichtgläubige oder Falschgläubige vom wahren Glauben abzuhalten.

2) Satan benutzt Ereignisse in unserem Leben, Schicksalsschläge, Zumutungen, Krankheiten, Todesängste und vieles mehr damit wir von Gott Abstand nehmen.

3) Das Festhalten an Gott bringt den Durchbruch. Wir werden mit der Ewigkeit in Gottes Reich belohnt. Bei all den Widrigkeiten dieses Lebens hilft es immer wieder uns klar zu werden: Wir sind nicht von der Welt, sondern nur in der Welt. Wir haben unseren Wohnsitz im Himmel, und unser Reisepass ist von dort.

4) Gott ist in Kontrolle. Er wird nie zulassen, dass wir über unser verträgliches Maß versucht werden, so dass wir nicht abfallen.

Der dritte Abschnitt: Satan und Jesus

Lukas 4,1 ff: „Jesus aber, voll Heiligen Geistes, kam zurück vom Jordan. Und er wurde vom Geist in der Wüste umhergeführt vierzig Tage lang und von dem Teufel versucht. Und er aß nichts in diesen Tagen, und als sie ein Ende hatten, hungerte ihn.  Der Teufel aber sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so sprich zu diesem Stein, dass er Brot werde. Und Jesus antwortete ihm: Es steht geschrieben (5. Mose 8,3): »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.«.  


Und der Teufel führte ihn hoch hinauf und zeigte ihm alle Reiche der ganzen Welt in einem Augenblick und sprach zu ihm: Alle diese Macht will ich dir geben und ihre Herrlichkeit; denn sie ist mir übergeben und ich gebe sie, wem ich will. Wenn du mich nun anbetest, so soll sie ganz dein sein. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es steht geschrieben (5. Mose 6,13): »Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.«  

Und er führte ihn nach Jerusalem und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so wirf dich von hier hinunter; denn es steht geschrieben (Psalm 91,11-12): »Er wird befehlen seinen Engeln für dich, dass sie dich bewahren.« Und: »Sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.« Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es ist gesagt (5. Mose 6,16): »Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.« Und als der Teufel alle Versuchung vollendet hatte, wich er von ihm  bis zur bestimmten Zeit.“

Wir erleben hier in dieser Geschichte eine ähnliche Situation wie zu Anfang bei der Schlange und Eva. Der Teufel spricht Jesus an und zielt mit seiner Ansprache genau in die potentiell schwache Flanke, genauso wie er das mit Eva gemacht hat. Jesus hat Hunger, also fordert er ihn heraus, seine Macht zu zeigen und einen Stein in Brot zu verwandeln. Im dritten Fall spielt er ebenfalls auf seine Gottessohnschaft an und versucht ihn, sich von der Zinne des Tempels herunterzustürzen. Hier ist interessant, dass der Teufel sogar so perfide ist, Bibelzitate Jesus entgegen zu schleudern um ihn mit der Schrift zu verunsichern.

In diesem und im ersten Fall mit dem Hunger kann Jesus die Versuchung nicht verhindern aber er widersteht dem Teufel in dem er genau das entscheidende sagt was Gott in der Schrift niedergelegt hat. Wohingegen Eva gerade nicht genau das zitiert hat was Gott vorher zu Adam gesagt hat.

Im zweiten Fall demonstriert der Teufel Jesus seine Macht und prahlt damit, dass ihm alle Reiche dieser Erde gehören. Für uns ist das dahingehend wichtig auch und gerade jetzt in der Endzeit, dass alle Regierungen, alle Nationen und alle Gewalt auf Erden dem Teufel gehören und von ihm massiv beeinflusst werden. Er ist der Herrscher dieser Welt. Aber das erschreckt uns wenig, denn: wir sind nicht von dieser Welt!

Der Teufel hat so viel Respekt vor Jesus, dass er ihm sogar alle die ihm verliehene Macht über diese Welt geben will, wenn er ihn nur anbetet. Der Teufel ist der Nachahmer Gottes, das haben wir eingangs schon gesehen. Also will er genauso wie Gott angebetet werden. Aber auch hier kontert Jesus mit dem Wort Gottes und zwar genau mit diesem Zitat des Herrn aller Herrn über die wahre Anbetung: es gibt nur einen den wir anbeten sollen.

Ganz am Ende wird uns noch gesagt, nachdem ihm Jesus 3x Paroli geboten hatte, wich der Teufel eine Zeitlang von ihm.
Was lernen wir also jetzt aus dieser Geschichte:

1. Wir können nicht verhindern, dass der Teufel uns versucht, er ist der Herrscher dieser Welt und solange wir in dieser Welt leben, sind wir diesen Versuchungen ausgesetzt. Selbst Jesus hat er versucht.

2. Am wirkungsvollsten widerstehen wir der Versuchung in dem wir die Schrift zitieren: Das was Gott wörtlich in seinem Wort gesagt hat. Dazu ist es nötig, dass wir die Schrift kennen. Es ist empfehlenswert, immer wieder die Bibel zu lesen, statt irgendetwas anderes. Es kommt darauf an, dass wir in der ganzen Bibel Bescheid wissen. Bibelwissen ist nicht nur nett, es ist überlebenswichtig. Eine Strategie des Feindes ist, uns mit anderen Dingen zu beschäftigen als mit dem Wort Gottes, gerade in diesen Zeiten (nächster Vortrag), das müssen wir durchschauen.

3. Der Teufel ist eitel, er will angebetet werden, er verleitet uns dazu die Dinge der Welt anzubeten, zum Beispiel Idole zu erschaffen, Menschen auf den Thron zu setzen. Auch hier gibt uns Jesus das richtige Vorbild: Begegne ihm mit dem Wort Gottes.

4. Der Teufel benutzt sogar die Bibel und eindeutige Bibelstellen, um uns - in diesem Falle Jesus - in die Irre zu führen. Das ist wie ich finde für uns in der heutigen Zeit sehr interessant und wichtig zu wissen, gerade wo so viele falsche Prediger und Propheten auftreten und im Namen Gottes scheinbar die Wahrheit aussprechen oder wenn Ungläubige (Politiker, Leiter, Lehrer, Anführer) die Bibel zitieren.
 
Als ich letztes Mal den Vortrag zum 23. September vorbereitet habe und im Internet entsprechende Auslegungen und Predigten studiert habe, war ich erschreckt wie gut der Teufel darin ist, Bibellehrer, Pastoren und erfahrene Prediger im Internet zu benutzen, die obwohl sie Gottes Wort zitierten, doch eine biblisch falsche oder leicht inkorrekte Botschaft in die Welt gesetzt haben. Was man auch häufig erlebt ist folgendes und auch ein Merkmal dieses falschen Zitierens biblischer Worte: Es ist das „Herauspicken“ eines Satzes oder einer Bibelstelle um meine Handlung oder meine Botschaft zu rechtfertigen. Man schaut nicht mehr den ganzen Kontext und die Gesamtaussage Gottes an, sondern erlaubt sich aufgrund eines Zitates Dinge zu tun oder zu interpretieren, die einfach unbiblisch sind, obwohl die Bibelstelle an sich richtig ist. Satan benutzt übrigens einzelne Bibelzitate gerne auch in der heutigen öffentlichen Medienwelt, gerade bei Katastrophen um Menschen von Gott abzubringen oder Gott scheinbar in Erklärungsnot zu bringen. Dann heißt es wo war denn Gott bei diesem Unfall? Oder was hast du gesündigt, dass Du so krank bist? Auch das schauen wir uns das nächste Mal vertieft an.

5. Wenn wir widerstehen, dann wird der Teufel von uns fliehen, zumindest eine Zeitlang. Das verschafft uns Luft, die wir brauchen um klar zu sehen. Das bedeutet, ständig mit Gott in Verbindung stehen, ständiges Gebet, schützt vor Angriffen.

So, das war jetzt eine Betrachtung der Geschichten in denen der Teufel uns in der Bibel am auffälligsten begegnet. Er wirkt natürlich noch in einer Menge anderer Ereignisse mit, allerdings kann man an den Beispielen die wir jetzt betrachtet haben, am meisten auf sein Wesen schließen und seine Position im Reich Gottes, in seiner Schöpfung einordnen.
Man kann sich jetzt fragen, wie kann man denn jetzt auf der Erde überhaupt vernünftig leben unter diesem Herrschaftsbereich des Satans ohne permanent in die Falle zu tappen oder den Versuchungen oder anderen Machenschaften erlegen zu sein? Dies werden wir hauptsächlich im nächsten Vortrag zu dem Thema in 2 Monaten behandeln. Soviel schon einmal vorab als Antwort der Bibel: Wir sind nicht allein. Denn Jesus sagt uns, ich gehe aber ich lasse euch den Tröster, den HG da. Und er blies die Jünger an und sagte nehmt hin den HG. Und Paulus erklärt es wie folgt in dem er von Satans Herrschaft als einem Geheimnis spricht:

In 2. Thessalonicher 2,7 lesen wir: „Denn schon ist das Geheimnis der Gesetzlosigkeit wirksam; nur offenbart es sich nicht, bis der, welcher jetzt zurückhält, aus dem Weg ist;“ Der HG ist der Zurückhalter, der Bewahrer, aber auch der der in alle Wahrheit führt, sodass wir immer die Möglichkeit haben, zu erkennen auf welcher Seite wir stehen.


Er gibt uns die Gabe der Unterscheidung der Geister, eine Gabe, die in der heutigen Zeit immer wichtiger wird. Aber wie gesagt,

dazu mehr nächsten Mal im Dezember 2017.

Wir haben heute die biblischen Grundlagen über Satan betrachtet.

Ø   Satan ist nicht der allmächtige Gegenspieler Gottes, sondern nur ein Geschöpf.

Ø   Er möchte gerne sein wie Gott, das ist sein ureigenstes Ziel,

Ø   daher hat er sich erhoben gegen Gott und möchte entsprechend  angebetet werden

Ø   Aber er ist der Herrscher dieser Welt.

Ø   Wir sind jedoch nicht von dieser Welt. (Durch Annahme Jesu neuer Reisepass und staatliche Identität)

Ø   Er ahmt Gott nach um zu verführen und angebetet zu werden.

Ø   Selbst vor der Dreieinigkeit Gottes macht er in diesem Bestreben nicht Halt.

Ø   Er belügt uns und die Menschheit permanent, verdreht die Tatsachen, er ist der Durcheinanderbringer.

Ø   Er versucht uns immer wieder. Er tut dies sogar mit Bibelzitaten.

Ø   Wir schützen uns am besten, in dem wir uns an das Wort Gottes, die Wahrheit, halten,

Ø   uns damit auskennen und die uns verliehenen Gaben des Geistes nutzen.

Ø   Wenn wir durchhalten bis zum Ende, werden wir belohnt (Ewiges Leben in der Nähe Gottes)

Beim nächsten Mal werden wir dann praktisch, und werden uns die Machenschaften des Teufels gegenüber den Menschen genauer anschauen.



1.) Der Sternenhimmel am 23. September 2017 und Offenbarung 12 , vom 30.9.2017  

Das Thema über das ich heute sprechen möchte, ist im Internet auf den einschlägigen Seiten der wahre Renner. Wenn man da etwas stöbert, dann findet man sehr viele unterschiedliche Interpretationen von düsteren Endzeitprophetien über die genaue Berechnung wann die einzelnen Ereignisse der Trübsal nun stattfinden bis zum Tag wann der Herr wiederkommt; wiederum andere sagen die Entrückung anhand dieser Ereignisse voraus. 
Ich möchte da zu Beginn eine Aussage diesbezüglich von Jesus voranstellen und warnen 

(Mt. 24,36): „Von dem Tage aber und von der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater.“ 

Es kann und es wird niemals sein, dass wir trotz aller Zeichen und Prophetischen Worte den Tag der Entrückung vorhersagen können, wir können lediglich annehmen, dass die Dichte der Zeichen und Aussagen dafürsprechen, dass es nicht mehr lange dauern wird. 

Starten möchte ich mit 2 Beispielen wie Prophetien, die Gott durch Menschen aussprach, zu einem späteren Zeitpunkt in Erfüllung gegangen sind. Zum Zeitpunkt ihres Aussprechens konnten die betreffenden Personen absolut nichts wissen über das was hunderte Jahre später passierte.

Wir lesen in Jos. 6,26: 26 „Als Jericho niederbrannte, sprach Josua einen Fluch aus: »Die Strafe des HERRN soll den treffen, der diese Stadt wiederaufbaut. Wenn er das Fundament legt, muss er dafür mit dem Tod seines ältesten Sohnes bezahlen, und wenn er die Tore einsetzt, wird er auch noch seinen jüngsten verlieren.“
 Dieses sprach er im Jahre 1380 v. Chr. 

Jetzt springen wir ins Jahr 850 v.Chr. und damit mehr als 500 Jahre später in die Zeit des Königs Ahab von Israel: 1. Kö 16,34: „Während Ahabs Regierungszeit baute Hiël aus Bethel die Stadt Jericho wieder auf. Als das Fundament gelegt wurde, starb sein ältester Sohn Abiram, und als er die Stadttore einsetzte, verlor er Segub, seinen jüngsten Sohn. So traf ein, was der HERR damals durch Josua, den Sohn von Nun, angedroht hatte.“


Das zweite Beispiel finden wir in Jes. 44,28: „Zu König Kyrus sage ich: ›Du bist der Hirte für mein Volk!‹ Er wird alles ausführen, was ich ihm befehle. In
meinem Auftrag wird er anordnen: ›Jerusalem soll wiederaufgebaut werden! Auch der Tempel soll wieder an seinem alten Platz stehen!“ 

Dies sprach Jesaja während seiner Wirkungszeit als Prophet zwischen 740-700 v.Chr. Kyros erließ das Edikt zur Rückkehr der Juden nach Jerusalem im Jahre 538 v.Chr., also 200 Jahre nach Jesaja. Dieser konnte weder den Namen noch irgendeine Absicht eines potentiellen persischen Königs Kyros wissen, denn zur Zeit Jesajas gab es noch gar kein persisches Großreich sondern die Assyrer waren die bedrängende Großmacht.

Tatsächlich können wir also an diesen ausgewählten Beispielen sehen, dass biblische Prophetien sich 1:1 erfüllen. Und davon gibt es ganz viele in der Bibel.

Ein etwas modernerer Prophet – wenn man so will – aus dem Zeitalter nach Jesus war Judah Ben Samuel, ein deutscher Rabbi der hier in Deutschland von 1140-1217 gelebt hat, vornehmlich am Rhein und in Regensburg. Interessanterweise war er in unserem Sinne kein Christ, das Neue Testament, Jesus Christus und die durch ihn erwirkte Erlösung spielten bei ihm wie bis heute bei den meisten Juden keine Rolle. Er beschäftigte sich mit Astronomie und mit biblischer Zahlenlehre. In seinen letzten 20 Lebensjahren wurde er bekannt durch veröffentlichte Schriften, Bücher und Predigten in deutscher und hebräischer Sprache, von denen heute einige übersetzt vorliegen. 

Die Rabbiner hier im Westen pflegten eine regelmäßige Korrespondenz mit den Juden im Heiligen Land und wussten daher über die dortigen politischen Ereignisse bestens Bescheid. Zum Beispiel wusste Ben Samuel dass, dass trotz der Kreuzzüge Saladins Truppen (der Sultan von Ägypten) das Heilige Land seit 1187 besetzten und regierten.
Ben Samuel veröffentlichte 1217 die Ergebnisse seiner biblischen Berechnungen (Gematria) und astrologischen Beobachtungen und fasste sie wie folgt zusammen:
„Wenn die Osmanen Jerusalem erobern, werden sie acht Jubiläen über Jerusalem regieren. Danach wird Jerusalem für ein Jubiläum Niemandsland werden, um dann im neunten Jubiläum wieder in den Besitz des jüdischen Volkes zurück zu kommen - dies wird den Beginn der messianischen Endzeit markieren.“

Mit einem Jubiläum ist ein Jubeljahr oder Erlassjahr gemeint, das sind 50 Jahre nach 3. Mo 25,10: „Und ihr sollt das fünfzigste Jahr heiligen und sollt eine Freilassung ausrufen im Lande für alle, die darin wohnen; es soll ein Erlassjahr für euch sein. Da soll ein jeder bei euch wieder zu seinem Besitz und zu seiner Sippe kommen. Als Erlassjahr soll das fünfzigste Jahr euch gelten“. Es ist das 50. Jahr nach sieben mal sieben Jahren, das Jahr in dem jeder Mensch sein Eigentum oder sein Land zurückgewinnen soll.
 
Ben Samuels Berechnungen waren rein theoretisch; zu seiner Zeit gab absolut keine Anzeichen der Erfüllung außer, dass bereits damals die Türken/Osmanen sich langsam als Macht im Orient zu etablieren wussten. Er wusste auch nicht wann seine Prophetie möglicherweise begann, in Erfüllung zu treten. Zu seinen Lebzeiten ist dies nicht passiert. Dass es exakt 300 Jahre oder 6 Jubeljahre später waren, nämlich im Jahre 1517 wurde die Erste seiner Vorhersagen wahr, konnte er nie und nimmer wissen oder berechnen. Es ist also eindeutig göttliche „Einmischung“ bei der Prophetie hier am Werk.
Geschichtlich passierte im Jahre 1517 noch, das es in Deutschland das Jahr war in dem Luther seine 95 Thesen zur Reformation veröffentlichte.

In Jerusalem herrschten bis zu diesem Jahr die sogenannten Mamelucken, das waren islamgläubige Söldnertruppen wechselnder asiatischer Herrscher. Diese nun wurden 1517 von den osmanischen Türken bezwungen, die damit Ägypten, das heilige Land und Jerusalem einnahmen. Ben Samuel sagte voraus: „Wenn die Osmanen Jerusalem erobern, werden sie acht Jubiläen über Jerusalem regieren“. Genau das geschah, denn die Türken blieben exakt für acht Jubiläen (8 x 50 = 400 Jahre), bis im Jahr 1917 die Briten unter Richard Allenby, einem christlichen Heerführer, kampflos in Jerusalem einmarschierten. Der Völkerbund verlieh daraufhin das (Verwaltungs-)Mandat für das Heilige Land und Jerusalem den Briten. So war nach Völkerrecht Jerusalem und das damalige Heilige Land ab 1917 ein Niemandsland wie Ben Samuel es voraussagte. 

Weiter: „Danach (also nach Ende der türkischen Herrschaft) wird Jerusalem für ein Jubiläum Niemandsland werden, um dann im neunten Jubiläum wieder in den Besitz des jüdischen Volkes zurück zu kommen“. Das neunte Jubeljahr müsste demnach 1967 sein. Was geschah 1967? Richtig! Jerusalem wurde im 6Tage Krieg von den Israeliten befreit und die Juden waren zum ersten Mal seit 70 n.Chr. am Herz ihrer Identität, der Tempelmauer in Jerusalem, damit war ganz Jerusalem wieder vereint und im Besitz des jüdischen Volkes.
Wann ist nun dieses 1967 begonnene Jubeljahr um? Ganz klar im Jahre 2017, also heute. Ben Samuel sagt dazu: „…dies wird den Beginn der messianischen Endzeit markieren.“  Interessanterweise existiert übrigens auch unter den

Juden, mal ganz unabhängig von Ben Samuel und seiner Prophetie die Hoffnung, dass 2017 der Beginn der messianischen Endzeit sein soll und viele Juden glauben auch daran.
So, wir haben also jetzt diese doch sehr beeindruckende Prophetie. 
Wenden wir uns nun einmal den Sternen zu, betreiben etwas Astronomie. Nicht zu verwechseln mit der Astrologie, das ist der Horoskop Hokuspokus der mit Sicherheit nicht auf Gottes Einfluss beruht.

Dass das wissenschaftliche Betrachten der Sterne durchaus ein von Gott in uns Menschen angelegte Gabe ist, sehen wir schon im ersten Kap. Der Bibel, 1.Mo 1,14 wo es heißt: „Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht. Sie seien Zeichen für Zeiten, Tage und Jahre. Dann weiter in Jer 10,2: So spricht der HERR: „Ihr sollt nicht die Weise der Heiden annehmen und sollt euch nicht fürchten vor den Zeichen des Himmels, wie die Heiden sich fürchten.“ Jesus selbst spricht von Zeichen am Himmel bei seiner Wiederkunft in seiner Endzeitrede:

Mt 24,30 „Und dann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohns am Himmel.“ 

Dass das Kommen und Gehen Jesu von Zeichen am Himmel begleitet wird, haben wir in den Evangelien gelesen, bei seiner Geburt gab es den Stern von Bethlehem, den die Astronomen aus dem Osten genau berechneten und der sie zur Krippe führte, bei Jesu Tod am Kreuz haben wir 3 Stunden völlige Finsternis über dem Land erlebt.
Also, wir lernen, Gott redet durch Zeichen am Himmel. Die Bilder am Himmel sind absolut OK, nur die horoskopartige Deutung, das geht schief. Auch wenn nicht jeder astronomisch ausgebildet ist oder die Mittel dazu hat, ist es jedoch nicht falsch sich damit auseinanderzusetzen. 

Beschäftigen wir uns also mal mit dem 23. September.
Hierzu lesen wir Offenbarung 12, 1-6: „1 Und es erschien ein großes Zeichen im Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone von zwölf Sternen. 2 Und sie war schwanger und schrie in Kindsnöten und hatte große Qual bei der Geburt. 3 Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel, und siehe, ein großer, roter Drache, der hatte sieben Häupter und zehn Hörner und auf seinen Häuptern sieben Kronen, 4 und sein Schwanz fegte den dritten Teil der Sterne des Himmels hinweg und warf sie auf die Erde. Und der Drache trat vor die Frau, die gebären
sollte, damit er, wenn sie geboren hätte, ihr Kind fräße. 5 Und sie gebar einen Sohn, einen Knaben, der alle Völker weiden sollte mit eisernem Stabe. Und ihr Kind wurde entrückt zu Gott und seinem Thron. 6 Und die Frau entfloh in die Wüste, wo sie einen Ort hatte, bereitet von Gott, dass sie dort ernährt werde tausendzweihundertsechzig Tage.“


So, und jetzt ein Blick in die Sterne: Glaubt mir, ich bin der letzte, der darüber Bescheid weiß. Bei mir hört mein übliches Sternenwissen bei dem großen Wagen bzw. dem Orion auf. Ab und an sehe ich einen Satelliten oder mal eine Sternschnuppe aber ansonsten ist das für mich eine Ansammlung von Millionen Lichtpunkten, mit denen ich nicht viel anfangen kann, außer dass ich sie schön finde und sie mir die Bedeutung des unendlichen Schöpfers und seiner Schöpfung verdeutlichen.

Ich habe also eine Hilfe zurate gezogen, das Programm Stellarium etwas studiert, das ist eine frei verfügbare Software, mit der man alles Mögliche am Sternenhimmel erfahren, erforschen kann. 
Es geht also los mit folgendem Bild:  (ist hier nicht vorhanden)
1 Der Himmel über Jerusalem im Mai letztes Jahr 
2 das gleiche Bild mit Verbindungslinien für die Sternzeichen
 
3 noch mal, diesmal mit Beschriftung   
4 noch mal, jetzt mit graphischer Untermalung 
5 jetzt zoomen wir den Bereich heran der uns interessiert:
 
7 was wir jetzt machen, wir wandern mal zum 23. September 2017, das gleiche Bild: man sieht plötzlich eine ganze Menge mehr an leuchtenden Sternen: wichtig der Saturn im Sternbild der Schlange: 
8 Vergrößert sieht man dieses hier 
Ihr seht also hier das Sternbild vom Löwen, bestehend aus 9 Sternen. Eine liegende Frau (Sternbild Jungfrau), die Schlange, die anderen Bilder interessieren uns jetzt nicht. 
Hier ein ganz heller Stern (Sonne) ist von rechts außen auf die Schulter dieser Dame gewandert. Im Sternbild Löwe sind auf einmal 3 Sterne mehr und zwar sind dies die Planeten Merkur, Mars und Venus in einer Reihe. Dann haben wir den Mond hier zu Füssen der Dame. Dann taucht hier noch ein ganz heller Stern auf, das ist der Jupiter. Dieser wandert um den 23 September aus dem Schoss dieser Frau heraus, nachdem er sich 9 Monate im Bauch aufgehalten hat. Man kann sagen, hier wird etwas zur Geburt gebracht. Interessant ist, dass dieser Stern, der Jupiter, von alters her als Königsplanet oder Stern des Königs und Herrschers bezeichnet wurde. Ein weiterer Planet, der Saturn, befindet sich im Bild der Schlange. Der Saturn als Planet wird im Gegensatz zum Jupiter in der alten Sternenkunst wiederum mit Satan als Gegenpol in Verbindung gebracht. 

Jetzt noch ein paar weitere Fakten: Diese Sternenkonstellation kommt rein theoretisch nur alle 6-7000 Jahre vor. Allein die Aufreihung der drei Planeten Merkur, Mars und Venus in einer geraden Reihe zur gleichen Zeit im gleichen Sternbild ist eine absolute Seltenheit. 
Ein weiteres Phänomen: Wir haben ja seit einiger Zeit über Blutmonde, Sonnenfinsternisse berichtet die seit 2014 in gehäufter Zahl über Jerusalem am Himmel erschienen und die immer mit dem Beginn eines jüdischen Festes zusammenfielen, wiederum eine einmalige Seltenheit. Dieses Ereignis über das wir heute sprechen, reiht sich da nahtlos ein, bildet quasi in seiner Fülle und Aussagekraft den Höhepunkt. Wer will, kann hier noch die genauen mathematischen Berechnungen anstellen von Tagen wann was wie passiert und wird sehen, dass alles bis ins kleinste Detail ins göttliche Zahlenkonzept passt und alle Daten miteinander verwandt sind. Der Vater macht keine Fehler, sondern ist 100% präzise. 
Ein weiteres Phänomen, es fällt alles auf das jüdische Neujahrsfest namens Rosh Hashanah. Das Fest Rosh Hashanah ist traditionell das Fest an dem die Juden die Wiederkunft des Messias und damit die Auferstehung erwarten. Der alte Name dafür ist auch Yom Teruah, das bedeutet, Tag des Posaunen- oder des Schofar-Blasens. Daher auch auf vielen jüdischen Grabsteinen ein Schofar oder Posaune eingeritzt, da man das mit der Auferstehung in Zusammenhang bringt.

Dies begann exakt dieses Jahr am 21. September und wird 2 Tage und 2 Nächte gefeiert, und das hat seinen Grund: Rosh Hashanah ist das einzige Fest im Judentum, das nicht in der Mitte eines Monats, also bei Vollmond, sondern am Beginn eines Monats, in diesem Fall, des 7. Monats, also bei Neumond, beginnt. Und um genau feststellen zu können wann denn nun Neumond ist, musste man in den alten Zeiten Späher aufstellen, die dann schauten, ob es diese Nacht oder doch die nächste Nacht ganz dunkel war, also kein Mond zu sehen war und die haben das dann nach Jerusalem gemeldet. Das war auch noch zu Zeiten Jesus so. Und man hat das pragmatischer Weise dann im jüdischen Kalender auf 2 Tage und 2 Nächte veranschlagt und damit sind wir schon wieder beim 23. September. Dieser wiederum fällt dieses Jahr gleichzeitig auf einen Schabbat. Das Neujahrsfest bildet außerdem den Beginn der 10 tägigen Zeit der Ehrfurcht im Judentum, eine besondere Zeit der Reue, Busse und Versöhnung, wo die Menschen Dinge in Ordnung bringen, die mit dem Tag Yom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, dem Versöhnungstag, endet. 

Wir haben also jetzt das gregorianische Jahr 2017 und das neue jüdische Jahr 5778.
Wie wir vorhin gehört haben, sind wir 2017 am Ende des 10. Erlassjahres angekommen. Laut des Propheten Judah Ben Samuel beginnt also an Rosh Hashanah 2017
das Messianische Zeitalter. 

Schauen wir uns jetzt Offenbarung 12 noch einmal an. Wir haben also eine Frau am Himmel, das passt. Dann haben wir die 12 Sterne auf ihrem Haupt. Das sind die 9 Sterne des Sternbildes Löwe und zusätzlich jetzt die 3 Planeten. Dann haben wir die Sonne: Sie bekleidet die Frau, so heißt es in Vers 1. Man kann natürlich streiten ob das eine Bekleidung darstellt aber gehen wir einmal von traditioneller Kleidung zu Zeiten Jesu aus, sowohl bei den Römern als auch bei den Juden, wurde das Gewand oft durch einen Ring oder eine silbern oder golden glitzernde Spange auf der Schulter zusammengehalten, das würde dem hier entsprechen. Und die Sonne leuchtet so stark, dass man viele der anderen Sterne im Sternbild der Jungfrau gar nicht erkennt, also sie umkleidet sie.  leuchtet Dann haben wir weiter in Vers 1 den Mond zu ihren Füssen. Passt. Im Weiteren werden zwei Personen beschrieben: Das Kind was die Frau zur Geburt bringt: Hier gibt es die Konstellation mit dem Jupiter, der sich exakt 1 menschliche Schwangerschaftsperiode (9 Monate) im Bauch der Frau/ des Sternbildes der Jungfrau aufhält bis er eben jetzt diese Tage dort herauswandert, sozusagen zur Geburt gebracht wird.

Und wir haben schließlich in Vers 3 den Drachen, hier das Sternbild der Schlange, welches vor dem Schoss der Frau darauf wartet, das Kind zu verschlingen.
So wer ist jetzt wer? Ich denke, und da sind sich eigentlich alle Ausleger einig, über den Drachen gibt es kaum Diskussionen. Dies stellt Satan mit allen seinen Eigenschaften dar. Das Sternenbild enthält 7 Sterne, also genau die Anzahl Köpfe, von der die Bibel spricht. Dies wird untermauert dadurch, dass sich der Saturn als der Planet des Satans im Sternbild der Schlange aufhält.

Jetzt das Kind: Jupiter steht für den König, für Jesus, den Sohn Gottes. Welches andere Kind sollte dem Drachen so wichtig sein, es zu verschlingen? Es heißt über das Kind, dass es alle Nationen weiden soll mit eiserner Rute. Dies ist eindeutig auf den Messias gemünzt und spiegelt die gleiche Aussage von Psalm 2,9 wieder. Nur Jesus wurde in den Himmel entrückt und aufgenommen wie es in Vers 5 heißt.

Und die Frau? In der Bibel steht übergreifend über alle Bücher die Frau für zwei Bilder: Einmal für das Volk Israel, aus dem der Erlöser hervorgeht und zum anderen für die Hure Babylon, die Sinnbild für alle Abgötterei und alle Abkehr des Menschen von Gott steht. Selbst ohne große Tiefenpsychologie kann man leicht erkennen, dass der Drache sicher nicht die Hure Babylons, seine eigene Identität und sein Werk verschlingen würde. Es läuft also auf die Frau, sinnbildlich für Israel, hinaus. Aus Israel kam der Messias, Israel brachte den Retter der Welt zur Geburt. 

An diesem Punkt ein paar Anmerkungen zu anderen Interpretationen dieser Konstellation und hiervon gibt es eine wahre Inflation im Internet: Es gibt Ausleger, die sagen, die Frau wäre Maria. Das ist insofern unrealistisch, weil wie wir in Vers 6 lesen Maria nicht in die Wüste geflohen ist um dort von Gott 1260 Tage ernährt zu werden. Dies ist jedoch wiederum für den Rest des Volkes Israel vorhergesagt, für die zweite Hälfte der Trübsal, wenn der Antichrist auf Erden wütet. 

In diese Kategorie der falschen Interpretation fallen auch jene, die behaupten, dass hier eine Erweckung in der Endzeit zur Geburt kommt und dass dies das Zeichen am Himmel ist, dass jetzt die große Erweckung anbricht. Diese Auslegung verlangt nach einem bildlichen und übertragenen Bibelverständnis. Wir haben hier schon mehrmals betont, dass nur die möglichst wörtliche zu nehmende Bibel, die Wahrheit, also Gottes Wort repräsentiert. Sobald wir uns auf das Terrain der übertragenen Auslegung gerade in der Offenbarung oder
der alttestamentlichen Propheten begeben, ist Interpretation und Spekulation Tür und Tor geöffnet. 

Eine weitere Variante spricht davon, dass mit der Frau die Braut, also die Gemeinde, gemeint sei. Fragt sich wie das dann zusammenpasst, denn die Gemeinde hat nicht den Retter zum Leben gebracht, sondern Jesus die Gemeinde. Zum zweiten wird im gesamten Kontext des Buches der Offenbarung von Kapitel 4 bis Kapitel 19 die Gemeinde überhaupt nicht mehr erwähnt, die gesamte endzeitliche Schau richtet sich an das Volk Israel. Warum sollte dann ausgerechnet in Kapitel 12 ein diesbezüglicher, völlig unzusammenhängender Einschub stattfinden? Macht also wenig Sinn. Satan hat über fast 2000 Jahre Zeit gehabt, der Gemeinde Schaden zuzufügen und hat es nicht geschafft, im Gegenteil, die an Jesus glaubende Christenheit – damit meine ich nicht die Namenchristen – hat sich rasant vermehrt und die Gemeinde Jesu ist gewachsen. Wie es in Vers 12 heißt, Satan weiß, dass er nicht mehr viel Zeit hat. Wie sollte er auf einmal die Gemeinde vernichten können, wo er dies also 2000 Jahre nicht geschafft hat? Er wendet sich also an das vermeintlich schwächste Glied in Gottes Endzeitplan, nämlich das Volk Gottes, Israel. Gelänge ihm dessen Vernichtung, hätte er Gottes Plan durchkreuzt und die Geschichte würde neu geschrieben werden. Dies wird – wenn wir die Offenbarung weiterlesen – jedoch nicht passieren, denn der Überrest von Israel wird in die Berge fliehen, umkehren und seinen Messias herbeirufen. Dann wird Jesus ein zweites Mal wiederkommen, Gericht halten und Satan, den Antichristen und den falschen Propheten endgültig vernichten. Die Gemeinde wird zu diesem Zeitpunkt, wenn diese Dinge passieren, schon lange nicht mehr da sein, sie ist vorher bereits entrückt worden, spielt also im Rahmen dieses Bildes hier keine Rolle.

Jetzt zu der Interpretation: Und bitte, diese mit aller Vorsicht. Wir sehen ja, wir sind noch da, es hat am 23. September weltweit keine Entrückung stattgefunden. Das deckt sich mit der eingangs erwähnten Erkenntnis und der Aussage Jesu, dass wir dieses Ereignis nicht vorhersagen können.

Bei aller Vorsicht, die man walten lassen sollte, kann man dennoch als Deutung dieser Zeichen am Himmel und der Prophetie aus der Offenbarung von 2 Dingen ausgehen: 
Zum einen, dass die die Jesus nachfolgen, also seine Gemeinde, zu der wir uns zählen, folgendes bedenken soll: Wir gehen in die Endzeit hinein, wir sind nicht mehr weit von den finalen Ereignissen inklusive der Entrückung entfernt. 

Zum zweiten, dass Israel einen großen, himmlischen Hinweis darauf erhält (oder auch eine letzte Warnung), dass die letzte Zeit angebrochen ist – der Prophet Ben Samuel – wir erinnern uns - nennt sie das messianische Zeitalter – und dass der Messias Israels, nämlich Jesus bald kommen wird. Das passt auch bildlich zu dieser Prophetie des Johannes, sozusagen eine Wiedergeburt des Messias, eine Vorschattierung auf sein zweites Kommen. 
Die jetzt vor uns liegende Zeit beinhaltet die endzeitlichen Dinge von denen Jesus und andere in der Bibel Zeugnis ablegen. Diese Zeit wird zunehmend geprägt sein von Erschütterungen, Naturkatastrophen, Werteverfall, Kriegen, Konflikten, Antisemitismus, falschen Propheten und permanentem Beschuss der bekehrten Christen und Juden durch Satan und seine Helfer. Vieles sehen wir in Ansätzen oder Vorschattierungen heute schon. Es wird ebenfalls einerseits zu den größten Erweckungen kommen, andererseits wird der Widersacher Gottes alles daransetzen, Menschen, die auf dem Weg sind davon abzuhalten ihr Leben ganz Gott anzuvertrauen. Nächster Fathers-House werde ich hierüber sprechen.

Diese Zeit wird die Entrückung der Gemeinde mit sich bringen und danach wird die Welt in nie gekannte Turbulenzen aller Art stürzen. Nach einer gewissen, sicher nicht sehr langen Zeit wird sich an die Entrückung die 7-jährige Trübsalszeit mit allen Verfolgungen, Blutzoll und Vernichtung anschließen. 

Das Volk Israel, zumindest ein kleiner Rest wird überleben, Satan wird sie nicht komplett vernichten können, da der Vater seine Hand über sie hält und Jesus wird dann auf den Wolken zu seinem finalen Siegeszug auf die Erde zurückkehren. 

Man könnte an dieser Stelle jetzt in ganz viele Details der Betrachtung eintauchen aber das will ich uns aus Zeitgründen ersparen, trägt zur Hauptaussage auch nicht mehr bei.
Um das jetzt zusammenzubinden: Wir haben am 23. September dieses Jahres ein Himmelsphänomen am Jerusalemer Sternenhimmel gehabt, was es in seiner Einzigartigkeit noch nie gegeben hat und nie wieder geben wird. Es richtet sich direkt an das Volk Gottes, die Juden, und nur indirekt an die Gemeinde.  Indirekt deshalb, weil unser Schicksal total eng mit dem der Juden in der Endzeit und damit Gottes Gesamtzeitplanes verbunden ist. 

Das Phänomen ist deshalb so außergewöhnlich, weil es Bild 1) deckungsgleich mit der in der Offenbarung 12 beschriebenen endzeitlichen Prophetie des Johannes steht.
2) sich einreiht in eine Folge von markanten ebenfalls außergewöhnlichen Himmelserscheinungen über Jerusalem (Blutmonde, Sonnenfinsternisse, Tetraden etc.) der letzten Jahre, die immer auf ein jüdisches Fest fallen und ebenfalls nie oder nur alle paar tausend Jahre wiederkehren. In seiner Deutlichkeit ist es jedoch wirklich einzigartig und spricht dafür, dass hier der lebendige Gott zu den Menschen direkt spricht. 3) auf den Tag genau durch eine alte Prophetie als Beginn des Messianischen Zeitalters vorhergesagt wird. 4) in seiner Aussage – die Endzeit ist da, durch die Veränderungen, die sich in der Welt abspielen, tagtäglich mehr und mehr bestätigt wird. 

Ich möchte schließen mit dem Wort aus Lukas 21,28:„Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.“ Haben wir keine Angst uns stehen wir an Israels Seite.  



Father's House Ffm e.V. 
wurde 2002 gegründet 



Unsere Vison


Der Father's House Ffm e.V. entstand aus dem Wunsch heraus, durch geistliche Elternschaft geistliche Söhne und Töchter zu begleiten.  Dabei  verstehen wir geistliche Elternschaft als verlängerten Arm des himmlischen Vaters, dem A und O aller liebenden Elternschaft. Die überwältigende biblische Wahrheit göttlicher, liebender Vaterschaft ist durch nichts zu ersetzen. Wir alle – auch in unserer Funktion als geistliche Eltern - brauchen praktische Anleitung im Erkennen, Verstehen und Anwenden dieses einzigartigen göttlich väterlichen  Liebesangebots, um schließlich unser volles Potential in Christus zu erreichen.