From Rudi Pinke's Desk

Unter dieser Rubrik bieten wir Texte an, mit denen sich Rudi Pinke zum jeweiligen Zeitpunkt besonders intensiv beschäftigt. Wir glauben, dass einzelne Gedanken, die hier behandelt werden, dem Leser in der einen oder anderen Weise eine Hilfe sein können, um im Glauben und in der Nachfolge Jesu Christi Fortschritte zu machen. Wir bemühen uns, die Beiträge regelmäßig zu aktualisieren.


Bild: Arinsal in Andorra

Hier ein paar weiter Fotos aus unserer Bildergalerie

Rudi & Billa Pinke nach Rudis Herz OP im Sommer 2017

Nicole & Patti & Rudi und Billa Pinke im Rheingau/Abendstimmung

Rudi Pinke im Garten Eden in Maintal

Rudi Pinke in Arinsal in Andorra 2015. Pinkes & Schüttes hatten eine wunderbare Gebetszeit und  wir feierten Abendmahl in 2500m Höhe. Gottes Gegenwart wahr sehr liebevoll und intensiv und stark bei uns, sodass es auch die Pferde die den ganzen Sommer dort leben, spürten und sie kamen alle!

Arinsal in Andorra
die Pferde kamen,  sie kannten uns nicht und dennoch waren sie alle sehr lieb zu uns!

Rudi Pinke in seinem Büro bei  der Arbeit

Rudi Pinke auf der Weihnachtsfeier 2018 der Josu Gemeinde mit unserem Pastorenehepaar Franz & Monika Biebl 

Schloss  Hohenschwangau im Allgäu, Pinkes und Lemperles waren 2018 da

Tel Aviv: Schüttes & Pinkes waren dort 2014

Rudi & Billa & Klemens in Jaffa in Israel. Steffi fotografiert

Pinkes & Schüttes an der Klagemauer in Jerusalem 2014

Videoarbeiten im April 2019

Inhaltsverzeichnis/Übersicht 

der bisher veröffentlichen Vorträge

      79. Angst ausschalten durch die Gegenwart Gottes! (16.05.2019)
      78. Lieben was der Vater liebt - und jede Angst verschwindet! (06.05.2019)
      77. Eine lange Zeit der Vorbereitung! (29.04.2019) 
      76. Der neue messianische Mensch entsteht in Israel! (02.04.2019)
      75. Lieben was Gott liebt. (26.03.2019)
      74. Du nimmst es in den Mund und veränderst die Welt! (08.03.2019)
      73. Die Entwicklung des Judentums! (20.02.2019) 
      72. Israel-Fakten und Hintergründe (16.02.2019)   
      71. Ein nachträglicher Gruß zum Jahreswechsel mit einem wichtigen Hinweis auf Israel! 
      70. Damit wir Bescheid wissen: Göttlich Zeichen, Zeichen, Zeichen (06.02.2019)
      69. Unser Kampf verlangt uns alles ab! (20.01.2019)
      68. Damaskus eine uralte Stadt wird zerstört! (17.01.2019)
      67. Das eine Haupt-Kennzeichen des Christen (16.01.2019)
      66. Ein gespaltenes Haus. (31.12.2018)
      65. Worauf kommt es an in unserer Zeit? (05.12.2018)
      64. Der Zeitgeist verändert unsere Gedanken und Handlungen (27.11.2018)
      63. Endzeit und Startups. (23.11.2018)
      62. Irans Aggression eskaliert schneller als erwartet (20.11.2018)
      61. Was bedeutet Heilsgewissheit! (10.09.2018)
      60. Gottes Plan für Palästina (21.08.2018)

      59. Einheit der Gotteskinder (18.08.2018)

      58. Der Blutmond zu Israel 70.Geburtstag (27.07.2018)

      57. Der Jubiläumskrieg um Jerusalem (11.07.2018)

      56. Das Fundament des Glaubens muss stimmen (16.06.2018)

      55. 6.Dezember 2017 Jerusalem Proklamation von Präsident Trump! (01.06.2018)

      54. Rückblick auf 2017  (06.05.2018)

      53. Gnade statt Leistung! (26.04.2018)

      01 - 52 wurden die Texte von uns gelöscht, wer Interesse hat, kann den jeweiligen

                   Text unter office@fathershouse-ministries.de bekommen

      52. Warum die Kanzeln schweigen? (05.04.2018)  

      51. Das Geheimnis satanischer Täuschungen und Verführungen (01.04.2018)

      50. Hat Jesus je von einem 3.Weltkrieg gesprochen? (07.03.2018)

      49. Worum es wirklich geht! (01.03.2018)

      48. Ein Weltreich und eine Weltkirche? (12.02.2018)

      47. Was für eine Aufgabe haben die 144.000 als versiegelte Zeugen Jesu? (05.02.2018)

      46. Eine der gewaltigsten Erweckungen steht uns bevor! (24.01.2018)

      45. Wer ist der Aufhaltende? (12.01.2018)

      44. Wer sind die 24. Ältesten, die bekleidet sind mit weißen Kleidern?  (02.01.2018) 

      43. Die größte, weltweite Erweckung liegt vor uns! (31.12.2017)

      42. Der Antichrist wird offenbar mit der Öffnung des ersten Siegelgerichts! (05.12.2017)

      41. Die Geheimnisse Babylons! (01.12.2017)

      40. Drei Geheimnisse aus dem NT finden ihre Erfüllung vor der Trübsal! (08.11.2017)

      39. Eine geistliche Hure tut so, als wäre sie die Braut Christi. (15.10.2017)    

      38. Die 70zigste Jahrwoche Daniels (02.10.2017)

      37. Hoffnung für unsere Verwandten und Freunde. (19.09.2017) 

      36. Das Sendschreiben an die Gemeinde in Laodizea. (10.07.2017)

      35. Sendschreiben an die Gemeinde in Philadelphia (08.07.2017)

      34. Sendschreiben an die Gemeinde in Sardes (27.06.2017)

      33. Sendschreiben an die Gemeinde in Thyatira. (22.05.2017)

      32. Sendschreiben an die Gemeinde in Pergamon  (22.05.2017)

      31. Sendschreiben an die Gemeinde in Smyrna. (03.05.2017)

      30. Sendschreiben an die Gemeinde in Ephesus. (16.04.2017)

      29. Wie Jesus sich im Buch der Offenbarung beschreibt. (04.04.2017)

      28. Jesus Christus erklärt anhand von 7 Gleichnissen in Matthäus 13 den Heilsplan 

      Gottes für die Menschen.(27.03.2017)

      27. Die 7 Sendschreiben/Gemeinden verstehen.(27.02.2017)

      26. Christus als Herr der sieben Gemeinden! (10.02.2017)

      25. Wer ein Ohr hat….höre! (25.01.2017)

      24. Wie es weiter geht! (November/Dezember 2016)

      23. Die biblischen Namen der Nationen! (16.09.2016)

      22. Was man unbedingt über die Entrückung, die Trübsal und die Wiederkunft Jesu

            wissen sollte! (05.08.2016)

      21. Lerne, dem Vater in jeder Situation zu vertrauen: (03.05.2016)

      20. Die Entrückung der Gemeinde: Herrliche Hoffnung oder Wunschdenken? (02.05.2016)

      19. Die biblische Wahrheit über Israel! (21.03.2016)

      18. 2015-2016: Was war – was ist – was kommt! (31.12.2015)

      17. Unsere Zeit: Wetterleuchten und Erlösung (18.11.2015)

      16. AHA!: Reihenfolge der Ereignisse (17.11.2015)

      15. Bibel-Prophetie: Persönlicher Segen! (16.11.2015)

      14. Zahlen der Bibel (14.11.2015)

      13. Von Segen zu Segen (21.10.2015)

      12. Gedicht von einem unbekannten Verfasser (01.09.2015)

      11. Aufklärung, Evolution… – was steht hinter diesen Begriffen? (01.09.2015)

      10. Das Mega-Ereignis in unserer Zeit! (19.08.2015)

      09. Blutmondtetrade 2014/2015: Unerhörte Zeichen! (10.08.2015)

      08. September 2015: Gottes Neuordnung der Welt beginnt? (10.08.2015)

      07. Wir leben in den spannendsten Zeiten, die es je gab!

      06. Der Super Blutmond am 28. Sept. 2015: Eine absolute statistische Unmöglichkeit.

      05. Der Weckruf des Paulus! (25.04.2015)

      04. Abba Vater: 2015–meine Zeit zum Handeln! der Prophetisch/biblische 

             Kalender Gottes!

      03. Aktuelle Entwicklungen 2014 – der prophetisch/biblische 

             Kalender Gottes!“(25.10.2014)

      02. 2014 – Das entscheidende Jahr? (31.05.2014)

      01. Wichtige Zeichen 2014/2015. (28.12.2013)

       

      Bild: See Genezareth 

79.) Angst ausschalten durch die Gegenwart Gottes!


Ihr Lieben,
Zweck dieses Vortrages ist, die Gegenwart Gottes überall bewusst wahrzunehmen und allein dadurch gesegnet zu werden.  

Psalm 31.20-21: Wie groß ist deine Güte, die du bereithältst denen, die dich fürchten, die du denen erweist, die sich bei dir bergen vor den Menschen. Du verbirgst sie im Schutz deines Angesichts vor den Verschwörungen der Menschen; du birgst sie in einer Hütte vor dem Gezänk der Zungen. 

Jesu Gegenwart umgibt uns immer und überall. Jesus ist Gott und Gott ist allgegenwärtig. Unsichtbar – aber voll da.  

Wo wir auch hingehen, Gott ist da.
Aber er ist nicht nur allgegenwärtig. Auch seine mit den menschlichen Sinnen wahrnehmbare Gegenwart, seine sogenannte „manifeste“ Gegenwart ist von Zeit zu Zeit für uns erkennbar. In der Anbetung, beim Lobpreis. In Erweckungszeiten.

Das ist fantastisch. Ein Stück Himmel auf Erden.  

Johannes 16.33: Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden. 

Jesus will, dass seine Jünger Frieden haben, dass Angst und  Schrecken, der Terror der Welt, sie nicht bedrängen können.
Im Gegenteil: Wir sollen im Frieden und in der Freude der göttlichen Gegenwart auftanken, immer wieder, bis wir für immer bei Jesus sind. 
Jesus sagt, dass wir zu jeder Zeit und unter allen Umständen in den Genuss dieses Friedens kommen können.

Im Schatten der herrlichen Gegenwart Jesu und seines Vaters, der auch unser Vater ist. Auch während wir unseren alltäglichen Aufgaben und Pflichten nachkommen.
Jesus sagt: „Ich bin bei dir und in dir.“

„Ich, Jesus, gehe vor dir, um dir den Weg zu bereiten. Und ich gehe neben dir her“.
„Es wird nie einen anderen Begleiter geben, der so uneingeschränkt für dich da ist wie ich“.
Deine Schritte sollen dadurch eine Leichtigkeit haben, die für andere sichtbar ist.
Lass dich nicht von Problemen und ungelösten Fragen niederdrücken, denn ich trage deine Lasten.

In der Welt erlebst du Angst, Traurigkeit und Anfechtungen – aber lass dich davon nicht unterkriegen, lass dich nicht ängstigen, lass dich nicht entmutigen. 

Denn ich habe die Welt besiegt, ein für allemal. Und deshalb kannst du bei mir Frieden, Zuversicht und Freude und Angstfreiheit finden. Und Gelassenheit, Entspanntheit.  

Johannes 15.4-7: Bleibt in mir und ich in euch! Wie die Rebe nicht von sich selbst Frucht bringen kann, sie bleibe denn am Weinstock, so auch ihr nicht, ihr bleibt denn in mir. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun. Wenn jemand nicht in mir bleibt, so wird er hinausgeworfen wie die Rebe und verdorrt; und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen. Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch geschehen. 

Jesus will uns auf jeden einzelnen Tag ganz persönlich vorbereiten. Jesus ist allwissend und weiß deshalb genau, was dieser neue Tag bringen wird.

Wir hingegen haben nur vage Vorstellungen, machen deshalb unentwegt Pläne und verlieren beim Pläne machen Jesus aus den Augen. 

Deshalb lauert die Angst hinter jedem Busch. Ungewissheit und Angst. Weil wir es selbst nach unseren Vorstellungen richten wollen.

Wir würden am liebsten eine Straßenkarte haben, auf der alle Windungen und Anstiege eingezeichnet sind. Wir würden uns besser vorbereitet fühlen, wenn wir das vor uns liegende Gelände eines 24 Stunden Tages genau kennen würden.

Aber Jesus sagt uns, dass es eine viel bessere Möglichkeit gibt, auf alles vorbereitet zu sein, was vor uns liegt: In dem wir uns Zeit nehmen für ihn, Jesus.

Jesus verspricht uns, dass er uns alles geben wird, was wir brauchen. Jesu lebendige Gegenwart ist das alleinige Unterpfand dafür.

Wenn wir also im Gespräch mit Jesus bleiben, seinen Namen immer auf den Lippen tragen und ihn immer wieder flüstern, dann ordnet er unseren Tag. Und die Angst, der Schrecken hat so keine Chance.

Jesus sagt uns, dass seine herrliche Gegenwart besser ist und uns besser schützt, als die beste Straßenkarte. Wir können Jesus vertrauen. Immer.

2. Mose 33.14:  Er antwortete: Mein Angesicht wird mitgehen und dich zur Ruhe bringen.

Das Angesicht Gottes, ein anderer Ausdruck für die Gegenwart Gottes, ging mit Mose und geht mit uns. Überall hin. Deshalb ist Angst für den, der gelernt hat, in der herrlichen Gegenwart Gottes zu leben, keine wirkliche Alternative.

Epheser 2.6: Er hat uns mit auferweckt und mit sitzen lassen in der Himmelswelt in Christus Jesus.


Jesus sagt zu uns, dass er über den Dingen steht: Im Klartext: Er steht über unseren Problemen, Ängsten, Schmerzen, aufgewühlten Momenten in deinem und meinem Leben. Wir können schon jetzt mit ihm in der Himmelswelt sein.

Er, Jesus steht außerhalb von Zeit und Raum und außerhalb dieser Welt, die sich laufend verändert. Er ist allwissend und allweise. Er hat noch nie einen Fehler gemacht und er wird nie einen Fehler machen.

Jesus sagt uns also völlig zu Recht: „Schau auf mich. Wenn du deinen Blick auf mich richtest, dann erhebst du dich über die Umstände, auch die Umstände gerade deines Lebens.“
Du kannst also schon jetzt in der neuen Welt Jesu, in der Himmelswelt bei und mit Jesus ausruhen. Einzige Bedingung: Dass du im Glauben diesen einen Schritt auf Jesus zu gehst. 
Ja, der erste Schritt ist Jesus Christus. Ihm Dein Herz zu geben. Aber danach geht es darum, eine echte, liebende Beziehung zu ihm aufzubauen. 

Was heißt das: Eine Beziehung geht nur in der Gemeinschaft in einem gegenseitigen Austausch, mit ihm, unseren Herrn, alles zu besprechen, wie im Leben, wenn wir einen wirklichen Freund oder eine Freundin haben mit denen wir unsere wirklichen  Herzensanliegen teilen können.   

Das ist der Weg des Friedens, wenn du im Licht von Jesu lebendiger Gegenwart lebst.
In diesem Leben wirst du immer Probleme haben, aber es darf nicht soweit kommen, dass du deine ganze Aufmerksamkeit den Problemen zuwendest. Das kann zu einer Art „Götzendienst“ werden.

Wenn du das Gefühl hast, im Meer der Umstände zu versinken, dann rufe zu Jesus: „Hilf Mir Jesus“! Und glaube, dass er es tut.

So wählst Du den einen richtigen Weg.

Matthäus 14.28-31: Petrus aber antwortete ihm und sprach: Herr, wenn du es bist, so befiehl mir, auf dem Wasser zu dir zu kommen! Er aber sprach: Komm! Und Petrus stieg aus dem Boot und ging auf dem Wasser und kam auf Jesus zu. Als er aber den starken Wind sah, fürchtete er sich; und als er anfing zu sinken, schrie er und sprach: Herr, rette mich! Sogleich aber streckte Jesus die Hand aus, ergriff ihn und spricht zu ihm: Kleingläubiger, warum zweifeltest du? 

Lass dich nicht entmutigen, selbst wenn du diesen Satz jeden Tag tausendmal sagen musst: „Herr rette mich“. Und mache es Dir bitte bewusst, du musst das in Deinem Alltag lernen und üben, dass Dein Himmlischer Vater durch Jesus Christus nicht nur in Deinem Herzen wohnt, sondern dass er Dich mit seiner manifesten Gegenwart umgibt. Du kannst es nur Lernen, wenn Du es Dir immer wieder bewusst machst. Und dann kommt der Tag wo du es kapierst.
Jesus verspricht dir, dass er dich genau kennt und dass er genau das richtige tun wird, um dir beizustehen. Jede deiner Schwächen, deiner Problemzonen, deiner Hilflosigkeit.
Denk doch daran: Du stehst ganz am Anfang einer engen Beziehung zu Jesus. Es ist kein leichter Weg, aber es ist der einzige Weg in die Freude und in die göttliche Gelassenheit.
Es ist eine Art Schatzsuche: Jesus ist der Schatz und die Herrlichkeit seiner Gegenwart glitzert und schimmert auf deinem Weg.

Schwierigkeiten gehören dazu. Jesus verteilt sie auf den ganzen Tag, sodass du es locker schaffen kannst.

Hab keine Angst – Jesus will deine Stärke, deine Ruhe, deine Sicherheit sein.
Vertrauen und Dankbarkeit werden dich sicher durch diesen Tag bringen. Vertrauen schützt dich davor, dass du dir Sorgen machst und ihnen zu viel Raum in deinem Denken gibst.
Dankbarkeit hält dich vom Kritisieren und Klagen und Jammern ab, wodurch auch Gotteskinder so leicht verführt werden.

Auf Jesus schauen – das ist eine freie Entscheidung, die man 1000 Mal am Tag treffen muss. Aber so wird Vertrauen langsam aber sicher zu einer wunderbaren Gewohnheit.

Psalm 141.8: Doch auf dich, HERR, mein Herr, sind meine Augen gerichtet, bei dir suche ich Zuflucht. Gib meine Seele nicht preis.

Ich Jesus trage dich und liebe dich durch den Tag. Was auch immer kommen mag.
Noch einmal: „Wenn es in deinem Leben Dinge oder Gedanken gibt, die dir Angst machen, dann komm zu mir und sprich mit mir darüber.“ Das sagt Jesus zu dir.
Wende dich in jeder Lage an mich und bringe deine Bitten vor mich. Tu es mit Dank für das, was ich dir geschenkt habe.
Sag: „Danke Jesus, dass sich mir diese Gelegenheit bietet, dir noch ein Stückchen mehr zu vertrauen.“ Selbst wenn manche dieser Lektionen schwierig sind, so nur lernst du, mir immer mehr zu vertrauen.“
Du bist unendlich reich, wenn du in meinem Frieden lebst!
Und ich segne dich ganz herzlich.
 
 

78.) Lieben was der Vater liebt - und jede Angst verschwindet!

Ihr Lieben,
Zweck dieses Vortrages ist, in einer einfachen biblischen Botschaft aufzuzeigen, wie wir jede Lebens- oder Zukunftsangst besiegen können.

Was für eine herrliche Zeit, in der wir leben dürfen. Alle Generationen vor uns hätten in dieser Zeit leben wollen, um zu erleben, was wir alles erleben. 

Zugegeben: Man muss unbedingt zu Jesus Christus gehören – sonst ist die Zeit keineswegs herrlich oder großartig. 

Und man muss wissen, dass wir schon in ganz kurzer Zeit, in wenigen Jahren, mit Jesus für immer zusammen sein werden. 

Dieser Gedanke setzt ein fast rauschhaftes Vergnügen frei. Jesus – der höchste Name im ganzen Universum. Unser König und Gott. Unser einzigartiger Freund und Bruder. Und wir für immer bei ihm.

Ohne Jesus geht nichts. Und schon gar nicht in unserer Zeit.

Matthäus 24.4: Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Seht zu, dass euch niemand verführe!

Das Schlimmste in dieser Zeit ist Falscheinschätzung, Fehleinschätzung, von Gott und der Welt in der wir leben durch Irrtum, Täuschung und Verführung.

Und Verführung der Jünger Jesu wird von überall her versucht: Durch die Medien, durch die Regierenden und die Opposition, durch die verschiedenen Parteien und ihre Vertreter, durch die verschiedenen Religionen, durch die angepassten Kirchen der Namenschristen, und natürlich durch die Sekten. Und: Durch unbiblisches Denken und Handeln in unseren Gemeinden.

Und wo findet Verführung statt? Überall in Zeitungen, Zeitschriften, Veröffentlichungen jeder Art, Fernsehen, Rundfunk, Internet, sozialen Netzwerken – und in Predigten von vielen Kanzeln - einfach überall. 

Was ist Verführung? Jemanden verleiten, verlocken, wegführen, irreführen – von Jesus wegziehen – auf raffinierte Art und Weise.

Weiter sagt Jesus: 

Matthäus 24. 6: Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören. Seht zu, erschreckt nicht! Denn es muss geschehen, aber es ist noch nicht das Ende.

Jesus sagt uns und all seinen Jüngern: Das Schlimmste in dieser Zeit ist Verführung, und davon gibt es unbeschreiblich viel. Überall. Getarnt und ungetarnt. Auf der ganzen Erde. In jedem Land.

Beispiel: Die menschliche Vernunft gilt flächendeckend als oberste Instanz. Und die Evolution des Menschen als Beleg für ein höher und höher steigendes Menschsein. Aus dem Nichts heraus.

Doch das stimmt nicht! Nichts ist daran wahr. Gott hat den Menschen nach seinem Bild geschaffen. Vor etwa 6000 Jahren. 

Das sagt die Bibel. Die einzige und komplette Wahrheit über das Menschsein finden wir nur in der Bibel. Herkunft, Leben und Ziel des Menschen.

Ohne Bibel kommt der Schrecken, die Angst, der Terror, das Grauen, das ins Unermessliche ansteigt, in unsere Seele, wenn man allein auf die menschliche Vernunft vertraut. Oder die Evolution: Von lebloser Materie zu gottähnlicher Vitalität. 

Es ist wichtig, die Reihenfolge von Jesu Ermahnungen an die Jünger zu verstehen: Erst kommt die Verführung – und dann kommt Angst und Schrecken.

Beispiel: Die vielen Terrorgruppen unserer Zeit. Die Mehrzahl befindet sich im Nahen und Mittleren Osten und muslimischen Regionen Afrikas und Asiens als Boko Haram, Isis, Al Quaida, Al Quds, Al Shabat, Hisbollah, Hamas, Jihad und eine ganze Anzahl weiterer Gruppen.

Sie verbreiten Angst und Schrecken auch in Europa und USA, in  Asien, in Afrika – auf der ganzen Welt.

Unbarmherziger Terror und Schrecken. Oft vor laufender Kamera.

Es gibt nur ein einziges wirksames Gegenmittel: Die vollständige Hinwendung zu Jesus Christus. Und die Annahme der kompletten Bibel des Alten und des Neuen Testaments als Gottes inspiriertes, Irrtums freies Wort. 

Inklusive dem ganz und gar notwendigen Vertrauen auf den einen Gott-Menschen Jesus Christus.

Wer aber Jesus im Herzen trägt und wer der ganzen Bibel als einzig verfügbarer Wahrheitsquelle glaubt – der kann nicht verführt werden und der wird nicht erschreckt werden. Aber nur der.

Das gilt für jeden einzelnen Menschen auf der ganzen Erde.

Die Welt ist beherrscht von Schrecken, Angst und Terror – aber wer Jesus in seinem Herzen trägt – der allein kann angstfrei leben.

Leider leben aber auch Christen keineswegs immer und überall angstfrei. Wie kommt das?

Weil ihnen etwas fehlt: Sie kennen den Vater im Himmel nicht richtig. Ihn und seine unbeschreibliche Liebe zu uns. Und seine Fürsorge und Zielstrebigkeit mit dieser Welt.

Und dass sie nicht gelernt haben, den Vater zurück zu lieben und alles was der Vater liebt. Und alles, was der Vater anordnet.

In unserer Überschrift steht eigentlich schon alles drin: Wenn man nicht verführt wird in dieser Zeit, dann braucht man sich auch nicht zu fürchten. Nicht fürchten und nicht erschrecken.

Denn die Wahrheit macht uns frei von aller Angst. Wenn wir wirklich drin sind in der vollen Wahrheit, dann schaltet die Wahrheit die Angst aus. Komplett. Jesus sagt: Ich bin die Wahrheit.

Das ist ein Wunder. Jesus, die Wahrheit,  schaltet die Angst und den Schrecken einfach ab, wenn wir ihn und seinen Vater lieben.

Wir müssen Jesus, die Wahrheit, kennen, möglichst viel von dieser  Wahrheit. Die Bibel besteht schließlich aus 66 Büchern. Und kaum einer von uns kann alle Details wissen und behalten. 

Doch in uns wohnt der göttliche Helfer: Der Heilige Geist!

Deshalb ist es gut, sich auf das zu konzentrieren, was der Vater im Himmel liebt. Wenn wir das lieben, was der Vater liebt, dann hat die Verführung und die Angst bei uns keine Chance.

Wie kommt das?

Weil uns der Heilige Geist wie durch eine unsichtbare Nabelschnur mit dem Herzen des Vaters verbindet. Weil wir mit dem Vater verbunden sind und dasselbe jetzt ganz bewusst wollen, was er will. Er ist der Geist des Vaters und des Sohnes.

In seiner unsichtbaren aber überall verfügbaren Gegenwart finden wir Wahrheit, Frieden, Freude, Gelassenheit und Liebe im Überfluss. Lauter Eigenschaften, die in der Lage sind, Verführung,  Angst und Schrecken auszuschalten.

Das ist fantastisch. Ein Beispiel:

5.Mose 10.17-19: Denn der HERR, euer Gott, er ist der Gott der Götter und der Herr der Herren, der große, mächtige und furchtbare Gott, der niemanden bevorzugt und kein Bestechungsgeschenk annimmt, der Recht schafft der Waise und der Witwe und den Fremden liebt, so dass er ihm Brot und Kleidung gibt. Auch ihr sollt den Fremden lieben; denn Fremde seid ihr im Land Ägypten gewesen. 

Hier sagt uns die Bibel, dass der Vater den Fremden liebt. Und dass auch wir den Fremden lieben sollen. Und dass der Vater das Waisenkind und die Witwe liebt, die sozial Schwachen und ihnen Recht verschafft. Und das sollen auch wir tun, so gut es geht. 

Nicht mit Worten, sondern ganz praktisch, indem wir diesen Personengruppen Brot und Kleidung geben. Ihnen helfen. Den Flüchtling, den armen Schlucker, der bei uns lebt. 

Psalm11.7: Denn gerecht ist der HERR. Gerechte Taten liebt er. Aufrichtige schauen sein Angesicht.

Der Herr liebt Gerechtigkeit. Gerechtigkeit ist der Gegensatz zu Gesetzlosigkeit. In seinem Wort hat er uns Recht und Gerechtigkeit genau beschrieben. 

Und Aufrichtigkeit. Aufrichtig heißt so viel wie ehrlich sein. Aufrichtige werden in seiner Gegenwart leben, sein Angesicht schauen.

Psalm 78.68: sondern er erwählte den Stamm Juda, den Berg Zion, den er geliebt hat.

Der Stamm Juda und der Berg Zion stehen für Jerusalem, für den Staat Israel und für das Judentum. Gott der Vater liebt Israel und die Juden – auch wenn er zu allen Zeiten viel Mühe mit ihnen hatte. Er möchte, dass wir lieben, was er liebt.

Johannes 3.35: Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben.

Das ist gewissermaßen der Liebesgipfel: Der Vater liebt den Sohn, unseren Herrn Jesus Christus. Ihn hat er an die höchste Stelle im Universum gesetzt. Für uns. Jesus Christus steht beim Vater ganz oben, an erster Stelle. Ihn mit all unserer Kraft zu lieben, ist unser allerhöchstes Vorrecht.

2. Korinther 9.7: Jeder gebe, wie er sich in seinem Herzen vorgenommen hat: nicht mit Verdruss oder aus Zwang, denn einen fröhlichen Geber liebt Gott. 

Auch von uns erwartet Gott der Vater, dass wir nicht an materiellen Dingen hängen, dass wir nicht knausrig und eng sind, sondern dass wir mit anderen, Bedürftigen gerne und freigiebig teilen, was wir haben.

Diese sehr knappe Auflistung, von menschlichem Verhalten, das sich am himmlischen Vater orientiert, trägt dazu bei, Ängste, Sorgen, Nöte zu vermeiden und stattdessen ein frohes und dankbares Herz zu haben.

Jesus sagt, dass die Verführer mitten unter uns sind. Sie regieren diesen gefallenen Planeten mit unnachgiebiger Härte auf seinen unvermeidbar rutschigen Wegen.

Niemals war eine Warnung unseres Herrn Jesus wichtiger als diese. Und wir brauchen besonders zwei Geistesgaben mehr als alles andere: Die Gabe der Geisterunterscheidung und die biblisch begründete Gabe der Prophetie. 

Was so viel heißt wie: Wir brauchen den permanenten Einfluss und die Führung des Heiligen Geistes in diesen aufregenden Tagen.

Gegen religiöse Verführung, soziale Verführung und mehr.  



77.) Eine lange Zeit der Vorbereitung.

Ihr Lieben,

ich bin sehr froh, dass ich zu diesem besonderen Anlass, dem 80zigsten Geburtstag meines Mannes Rudi, dieses Thema mit Euch teilen darf.

Mein Anliegen ist es, durch diesen Vortrag in erster Linie aufzuzeigen, wie unser allmächtiger Vater Gott aus einem ziemlich kaputten 43 jährigen Leben nach und nach alles neu entwickeln und gestalten kann. 

Für meinen Mann Rudi besaß der Psalm 40 die Verse 2-6 nach seiner Bekehrung eine sehr große Bedeutung. Dort heißt es:

Beharrlich habe ich auf den HERRN geharrt, und er hat sich zu mir geneigt und mein Schreien gehört. Er hat mich heraufgeholt aus der Grube des Verderbens, aus Schlick und Schlamm; und er hat meine Füße auf Felsen gestellt, meine Schritte fest gemacht. 

 

Und in meinen Mund hat er ein neues Lied gelegt, einen Lobgesang auf unseren Gott. Viele werden es sehen und sich fürchten und auf den HERRN vertrauen. 

 

Glücklich der Mann, der den HERRN zu seiner Zuversicht macht und sich nicht wendet zu den Drängern und den in Lüge Festgefahrenen! 

 

Vielfach hast du, HERR, mein Gott, deine Wundertaten und deine Pläne an uns vollbracht; nichts ist mit dir zu vergleichen. Wollte ich davon berichten und reden - sie sind zu zahlreich, um sie aufzuzählen“. 

 

Rudi wurde am 16.März 1939 in Berlin geboren.

 

Er ist in Osnabrück aufgewachsen und lebte bis zum Abschluss seines Abiturs dort. Danach zog er mit seinen Eltern nach München, wo er eine Banklehre absolvierte.

 

1974 wanderten Rudi,  Billa und ihre Tochter Claudia von München für knapp vier Jahre nach Andorra aus. Eigentlich, um dort zu bleiben. Doch es kam anders.

 

1978 zogen wir von Andorra nach Frankfurt. Wir wohnten 34 Jahre in  der gleichen Wohnung in Frankfurt. Mitten in der City. In dieser Zeit bis zur Gemeindegründung des Christlichen Zentrums Frankfurt arbeitete Rudi als freier Journalist.

 

Silvester 1981/82 waren wir in Garmisch-Partenkirchen bei meinen Schwiegereltern zu Besuch. Gegen 24.00 Uhr, als wir auf dem Balkon standen und in den klaren Sternen Himmel schauten, nahm Rudi  Claudia und mich in seine Arme und sagte zu uns, dass sich unser Leben im neuen Jahr radikal verändern würde. Wir fragten ihn, was er denn damit meinte, aber er konnte uns keine Antwort darauf geben.

 

Am 18. Januar 1982 fand Rudi während eines Lehrgangs in Freudenstadt/Schwarzwald zu Jesus Christus. Wie genial von Gott für Rudi: Freudenstadt, die Stadt der Freude für die Neugeburt auszusuchen.

 

Er kam nach Hause und erzählte uns, dass er die einzige Wahrheit gefunden hat und Jesus Christus in sein Herz eingeladen hat.

 

Er erzählte uns von dem übergroßen Glück in seinem Herzen. Er war von einer Sekunde auf die Andere so eingewoben in die Liebe Gottes. 

Im gleichen Jahr kamen auch Claudia und ich zum Glauben an Jesus Christus.

 

Und unser Leben veränderte sich tatsächlich radikal - so wie es Rudi uns Silvester 1981/82 prophetisch angekündigt hatte. 

 

Wir sind unendlich dankbar, dass wir in diesem auslaufenden 2000jährigen Gemeindezeitalter leben und unseren Herrn Jesus Christus erkennen durften. Alle Generationen vor uns haben sich ebenso wie unsere Generation gewünscht, die Entrückung und Wiederkunft Jesu miterleben zu dürfen. Unsere Generation lebt in der Zeit, wo biblische Prophetie sich vor unseren Augen erfüllt. 

 

Unsere geistliche Erziehung der ersten Jahre bekamen wir in der Freien Evanglischen Gemeinde in Frankfurt. Bis Oktober 1988 leiteten Rudi und ich dort den Kreis junger Erwachsener. Wir lernten so viele wunderbare junge Menschen kennen.

 

1987/88 kreuzten sich unsere Wege mit Andreas Herrmann und im Oktober 1988 gründeten mein Mann Rudi & Andreas das Christliche Zentrum Frankfurt und ein Jahr später gründete Andreas und Rudi das Christliche Zentrum Wiesbaden. Nach einer  intensiven Fasten-  und Gebetszeit der Beiden im Taunus war ihnen klar, das Andreas die Gemeinde in Wiesbaden übernimmt und Rudi in Frankfurt bleibt.

 

Unser Leben war in den darauf folgenden 14 Jahren ausgefüllt mit wunderbaren Aufgaben für das Christliche Zentrum Frankfurt und den Leib Jesu national und international.

 

In dieser Zeit durften wir lernen, lernen und nochmal lernen!

Schon bald nach Rudis Bekehrung bekam Rudi von unserem Himmlischer Vater in besonderer Weise Israel aufs Herz gelegt. Rudi nahm diese Berufung der Aufklärung und Verantwortung für Israel sehr ernst. Das Christliche Zentrum Frankfurt wurde in seiner Pastorenzeit darüber intensiv belehrt über die lebenslange Verantwortung die wir als Deutsche gegenüber Israel und den jüdischen Menschen in der ganzen Welt haben. Wir waren mehrmals mit der Gemeinde in Auschwitz. Aber wir haben als Gemeinde auch gefeiert. Unter anderem unser Israelfest 1997, Ehrengast war damals Trude Simonson, die Vorsitzende des Gemeinderates der jüdischen Gemeinde in Frankfurt.

 

Ebenso hat Gott damals in besonderer Weise meinem Mann das Buch der Offenbarung, dass Johannes uns im Auftrag Jesu im Jahr 98 nach Christus über die Endzeit geschrieben hat, aufs Herz gelegt. All die vergangenen Jahre bis zum heutigen Tag sind wir mit den Themen dieses Buches beschäftigt. Im nach hinein erkennen wir in allem die für uns notwendige, wunderbare, Jahrzehnte dauernde, Vorbereitung unseres Himmlischen Vaters, für die jetzige Zeit.

Der Jesus Tag in Berlin am 20. Mai 2000 war ebenfalls ein großes Highlight im Leben meines Mannes: Mein Gott, was waren wir aufgeregt.  

 

Im Juni 2002 war es dann soweit: Mein Mann übergab das Christliche Zentrum Frankfurt  an die nächste Generation.

 

Bei meinen Recherchen für diesen Geburtstags Vortrag fand ich auch unter Anderem ein  von uns viele Jahre nicht mehr beachtetes prophetisches Wort von Ed Traut vom 29.10.2006. Er ist ein prophetischer Mann, geboren in Südafrika, jetzt wohnhaft  in den USA. Das, was Ed uns im Auftrag Gottes damals  zugesagt hatte, ist inzwischen Realität in unserem Alltag geworden. Deswegen werde ich teilweise auch daraus vorlesen.

 

Ich war 2006 davon überzeugt, dass unsere aktive Arbeit im Reich Gottes abgeschlossen sei. Ed Traut jedoch sprach zu uns folgendes:

 

„Die Zeit in der ihr euch jetzt in eurem Leben gerade befindet ist die wichtigste Zeit eures Lebens. Es wird die segensreichste Zeit sein, die erfolgreichste Zeit und die glücklichste Zeit und die effektivste Zeit eures Lebens.

 

Ihr habt in den letzten Jahren so viele Dinge versucht, um Gottes Pläne durchzubringen. Und all das war gut. Und jetzt, wenn Gott euch aus dieser Zeit des Schutzes und der Verwahrung herausholt, wird er euch so sehr segnen, dass ihr erkennt, dass das alles nur von ihm kommen kann. Da wird keine eigene Anstrengung mehr dabei sein.

Gott hat euch nicht nur zu einer Region berufen oder zu einer Stadt oder einer Gemeinde sondern zu der ganzen Nation. 

 

Und ihr sagt: Herr das haben wir alles schon gehört aber bis her ist noch nicht groß was passiert. 

 

Und der Herr sagt: „Ich tue jetzt etwas Neues“.

 

Und die Zeit in der ich euch dafür zugerüstet habe, also diese Zeit auf die ich euch vorbereitet habe, kommt jetzt bald.

 

Weil ich euch zu Vater und Mutter im Geist gemacht habe. 

 

Und da ist ein Schrei aus diesem Volk nach Vätern. Nach solchen, die das Volk lieben und ernähren. 

 

Ich werde euch benutzen und gebrauchen um eine junge Generation wie eine Armee Gottes aufstehen zu lassen. 

 

Jahrelang habt ihr eure eigene Altersgruppe, eure eigene Generation genährt, aber jetzt richtet ihr euch aus nach den folgenden, nächsten Generationen.

 

Weiter sagte Ed zu uns: Gott wird euch weiterhin segnen.Es ist eure Zeit! 

 

Meine Schwester, der Herr will dass du weißt,  dass deine Probleme sehr kleine Probleme sind. Gott hat sehr sorgfältig auf dich aufgepasst. Aber es kommt eine Zeit, in der Segen kommt aus jedem Teil dieses Landes und Gott wird dich so reich segnen für die Jahre des Opfers. Du hast nie um etwas gebeten du hast dich nie beklagt -  aber der Segen Gottes ist auf dir.

 

Und ich werde eure beiden Körper heilen und euch stark machen und werde euch wieder jung machen.

 

Ich ordne eure Strukturen neu und bringe Helfer hinzu. Ich habe euch ein gutes, treues, loyales Team gegeben. Aber ich füge hinzu Stärke und Ressourcen. 

 

Ich werde eine kleine Tür im Fernsehbereich öffnen. Und das wird eine sehr wichtige Tür sein. Gott sagt, ich habe dich nicht berufen zur Gemeinde durchs Fernsehen zu sprechen, sondern zur Nation. Und ich werde dir eine Plattform geben, die vielleicht klein aussieht, die aber sehr viel aufrühren wird. Und einen Effekt des Königreiches Gottes haben wird. Amen!“  

 

Diese Aussage von Ed Traut, dass Gott unsere Körper heilen wird, stark und jung machen wird, das hat Gott unter anderem, akustisch hörbar im August 2013 in unserem Wohnzimmer uns nochmal persönlich zugesagt. Und diese Erfahrung mit Gott hat mein und Rudis Leben nochmal regelrecht revolutioniert.

 

2015 bekam mein Mann also 9 Jahre nach dem prophetischen Wort von Ed Traut, durch unseren Schwiegersohn Andreas die Anregung, das Wort Gottes in einem Clip über YouTube im deutschsprachigen Raum zu verteilen.

Wir konnten uns überhaupt nicht vorstellen, wie das funktionieren sollte.

Aber unser Vater Gott wollte es so und deshalb schenkte er auch Gelingen. Im Mai 2015 haben wir mit Simone als Kamerafrau unseren ersten Video Clips veröffentlicht. Da Simone aus zeitlichen Gründen nicht bei diesen Video Arbeiten weiter mitmachen konnte, brachte sie uns mit Adelmo zusammen. Er ist ein fantastischer Kameramann und wir sind für ihn und für das gesamte Father’s House Team sehr dankbar.

 

Adelmo bitte hier alle vorhandenen Video Clips bei You Tube einblenden wenn ich weiterspreche. 

 

Wir haben in der nun fast 4 Jahre bestehenden Video Arbeit  etwa 120 Video Clips veröffentlicht. Wir haben über 1,1 Millionen Aufrufe und über 5600 Abonnenten. Wir bekommen Post aus allen deutschsprachigen Ländern und darüber hinaus.  

 

Zum 80zigsten Geburtstag wünscht sich mein Mann so sehr, dass du dir liebe Leserin und du dir lieber Leser unsere Video Clips bei You Tube nicht nur das eine oder andere Video dir ansiehst. 

 

Sondern dir die ganze Fülle der Videos, die wir dir als Father’s House Ffm e.V. anbieten, ansiehst. 

 

Warum? Wenn du dir nur einen Clip ansiehst, kann es leicht sein, dass du zu einem falschen Ergebnis kommst. Denn es ist durch die Zeitbegrenzung für einen Video Clip oft nicht möglich, das große Ganze abzudecken. Deshalb haben wir die vielen Videos im Umlauf gebracht um deine Fragen jeweils einzeln zu beantworten und dir ein umfassendes Bild von dem Leben als Christ in der Endzeit zu geben. 

 

Daher ist es auch wichtig, jeden Video Clip ganz bis zum Ende anzusehen, damit Du die Informationen zu einem bestimmten Sachverhalt auch komplett mitbekommst. Nur so kannst Du im Glauben wirklich wachsen und Dein Christsein als Jünger Jesu voll genießen.

 

Sehr oft kommen Gäste aus der gesamten Bundesrepublik zu unserer einmal im Monat stattfindenden Father’s House Veranstaltung. Klemens Schütte, Rudis Lieblingsfreund, hat zu diesen Veranstaltungen wunderbare Anbetungslieder und Balladen kreiert.

 

Wir danken jeden Tag unserem Herrn und Gott, dass wir diese Arbeit an unserem Mauerabschnitt von ihm bekommen haben. Alles gehört ihm.  Er bekommt alle Ehre und allen Dank! Und wir dürfen uns darüber freuen.

 

Wir staunen wie Gott unser Leben umgekrempelt hat und aus einer kaputten Persönlichkeit Neues schafft und seine Liebe hinein fließt, damit diese Person sie an viele Menschen weiter geben kann. Gott bekommt alle Ehre! 

 

Wir hören öfters abends Musik, wir lieben Musik, auch noch mit 80zig Jahren. Einer unserer Favoriten ist Eric Clapton. Er singt in einem seiner Lieder mit Steve Winwood  zusammen -  „In the presence of he Lord“:

 

Er besingt in diesem Lied die herrliche Gegenwart Gottes: Er singt: „Schließlich habe ich einen Weg für mich zum Leben gefunden: In der Gegenwart des Herrn!“

 

„Jeder Mensch hat in dieser Beziehung ein Geheimnis, eine Geschichte von besonderer Bedeutung.

 

Ja, jeder Mensch  hat seinen ganz eigenen Weg: Ich hab letztlich meinen Lebensweg gefunden: In der Gegenwart des Herrn.“

 

Solltest du liebe Zuschauerin und du lieber Zuschauer noch keine echte, ernsthafte Entscheidung für Jesus Christus getroffen haben, aber du merkst, es bewegt sich etwas in deinem Inneren, dann möchte ich dich herzlich bitten, gehe diesem inneren Impuls nach. 

 

Denn es ist so, solange du Jesus Christus nicht bewusst in dein Herz gebeten hast, solange denkst und empfindest du wie die Welt denkt und empfindet. Du kannst das Handeln Gottes nicht verstehen. Aber in dem Moment, wo du diesen ersten Schritt getan hast und Jesus ganz bewusst in dein Herz bittest, passiert etwas Göttliches in deinem Herzen, es fühlt sich an als ob ein Schalter in deinem Innerem von einer Seite auf die andere Seite umgelegt  wurde, du bist durch dein Gebet mit Gott verbunden. Dein Geist lebt. Du beginnst Göttliches von Weltlichem zu unterscheiden.

 

Wenn du dich jetzt angesprochen fühlst, bitte ich dich mitzubeten.

 

Lieber Herr Jesus Christus: Ich gestehe, dass ich ein Sünder bin, und dass ich Dich und Deine Vergebung brauche. 

 

Ich will von meinen Sünden und ihren Folgen vollständig frei werden, mich von allem Bösen abwenden, und Dir ganz und gar nachfolgen. 

Jesus, ich möchte, dass Du mein Herr und Gott  bist und ich öffne mein Herz und mein ganzes Wesen für dich und lade dich ein, in meinem Herzen für immer zu wohnen. 

 

Ich glaube, dass Du der Sohn Gottes bist, der für mich und alle meine Sünden am Kreuz auf Golgatha gestorben ist, dass Du begraben wurdest, und nach 3 Tagen wieder zum Leben auferstanden bist, und dass Du ein zweites Mal auf die Erde zurückkommen wirst. 

 

Ich danke Dir für das Geschenk des ewigen Lebens und empfange es, durch den Glauben an Dich allein. Ich empfange Dich als Herrn und Erlöser in allen Bereichen meines Lebens und ich bete, dass Du immer für mich da bist. 

 

Nun Herr, fülle Du mich bitte mit deinen Heiligen Geist. Danke für alles! Danke dass ich jetzt ein Kind Gottes bin. Dein Vater ist jetzt auch mein Vater. Amen.

 

Ihr Lieben ich danke euch herzlich für diese Zeit.

Ich wünsche euch den Schutz unseres allmächtigen Vatergottes und die erfahrbare Erkenntnis seiner Gnade. Eure Billa Pinke

76.)  Der neue messianische Mensch entsteht in Israel.

Ihr Lieben,

Mit dem 1. Kommen des Messias Jesus und dem Ausgießen des Heiligen Geistes an Pfingsten kam das Königreich Gottes in einem größeren Maße auf die Erde, als in der Zeit vor dem Neuen Bund.

Während im Alten Bund der Geist Gottes im Allerheiligsten des Tempels wohnte, wurde seit Pfingsten jeder Gläubige an Jesus gleichzeitig ein Tempel und eine Wohnstätte für den Heiligen Geist.

Und auch die unsichtbare Gemeinde Jesu Christi ist ein Tempel des Heiligen Geistes.
Israel, das offizielle Israel, erwartet immer noch das Kommen des Messias, damit er sie von ihren Feinden befreit.

Gott würde seinen Zorn auf die Nationen ausschütten, und es würde eine solch mächtige Befreiung Israels stattfinden, dass dadurch die Blindheit von den Nationen weichen würde und sie alle in das Königreich Gottes strömen würden.

Israel wünschte sich, das Haupt der Völker der Welt zu sein und das Wort Gottes würde von Jerusalem ausgehen.

Die ganze Welt würde unter der Herrschaft des Messias aufatmen und Israel würde nun endgültig seiner Berufung gerecht werden.

Niemand in Israel dachte auch nur im Traum daran, dass noch eine 2000 Jahre dauernde Übergangszeit folgen würde, bis die Vollzahl der Nationen das Evangelium gehört hatten. Erst danach sollte das messianische Zeitalter beginnen.

Apostelgeschichte 10.13-16: Und eine Stimme erging an ihn: Steh auf, Petrus, schlachte und iss! Petrus aber sprach: Keineswegs, Herr! Denn niemals habe ich irgendetwas Gemeines oder Unreines gegessen. Und wieder erging eine Stimme zum zweiten Mal an ihn: Was Gott gereinigt hat, mach du nicht gemein! Dies aber geschah dreimal; und das Gefäß wurde sogleich hinaufgenommen in den Himmel. 


Die ersten Heiden kommen zum Glauben. Mit dem Entstehen des Neuen Bundes fingen Juden und Nationen an, den einen neuen Menschen und den Leib des Messias zu formen.
Mitte des zweiten Jahrhunderts nachchristlicher Zeit verloren die meisten Menschen in den Nationen das Verständnis für die fortdauernden Gaben und Berufungen im Volk Israel.
Folgende Fragen wurden und werden immer wieder gestellt:

Wenn doch die ganze Kirche ein Königreich von Priestern ist, was ist dann noch von der priesterlichen Rolle übriggeblieben, die Gott der Vater der Nation Israel gegeben hatte?
Ist der gläubige Überrest Israels, die jüdischen Gläubigen an Jesus, sind sie Teil dieser Berufung?

Was macht den Unterschied der Berufung Israels aus, wenn man an Jesus Christus gläubig geworden ist?

Viele Christen behaupten, dass die Berufung Israels aufgehört habe durch die neu entstandene Kirche Jesu Christi und den Neuen Bund. Sie haben den Begriff „Israel“ von dem ethnischen Volk Israel weggenommen und der Kirche gutgeschrieben.

Andere haben behauptet und behaupten immer noch, dass selbst wenn da noch eine Berufung ist, dass aber die Jesus gläubigen Juden daran keinen Anteil haben. Was natürlich in krassem Gegensatz zur apostolischen Lehre steht.

Wo sind Juden und Nationen gleich und wo unterscheiden sie sich? Wo ist die Priesterschaft von Nationen und Juden gleich und wo ist sie unterschiedlich?

Zuerst also beschäftigen wir uns mit der fortdauernden Berufung Israels als Volk Gottes. Und das, obwohl die große Mehrheit des Volkes nicht an Jeschua gläubig ist.
Selbst im Unglauben können die Juden nicht anders als durch ihre Existenz die Wahrheit der Schrift zu bezeugen. Vor allem die Wahrheit der Torah.

In der völligen Zerstreuung in der Diaspora hat sich die Schrift exakt erfüllt.

3.Mose 26 und 5.Mose 28, wo Segen und Fluch über Israel ausgesprochen werden, beweisen das. Welche Nation außer der jüdischen hat in all den Jahrhunderten in der Diaspora überlebt, ohne Assimilierung und ohne Untergang.

Dies ist ein Beweis, der nicht zu widerlegen ist. Und der die Welt verantwortlich macht gegenüber dem Wort Gottes. Israels Leiden in der Geschichte passt genau in das Bild und auch die Aussage Jesu, dass die Heiden Jerusalem zertreten würden.
Gott gab Zeiten der Gnade, aber er ließ auch den gnadenlosen weltweiten, satanischen  Antisemitismus zu.

Aber gleichzeitig war das Verhalten der Kirche und der Nationen, in denen sich Juden aufhielten ein göttlicher Test, und ein Gericht über die Völker.

1.Mose 12.3: Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde! 

Dieses Grundgesetz gilt nach wie vor. Alle Nationen werden daran gemessen, wie sie die Juden behandelt haben. Die Rückkehr des jüdischen Volkes in das Land Israel, ohne dass die Mehrheit des Volkes an Jesus als Messias glaubt, ist wiederum ein wichtiger Indikator für die Wahrheit des Wortes Gottes. Nie in der Geschichte der Völker ist ein Volk nach so vielen Jahren in der Verbannung in sein Land zurückgekehrt.

Sacharja 12.10: Aber über das Haus David und über die Bewohnerschaft von Jerusalem gieße ich den Geist der Gnade und des Flehens aus, und sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben, und werden über ihn wehklagen, wie man über den einzigen Sohn wehklagt, und werden bitter über ihn weinen, wie man bitter über den Erstgeborenen weint.


Hier wird gesagt, dass die Juden in ihr Land zurückkehren, bevor sie sich zum Messias bekennen.

Hesekiel 37 geht sogar zurück zu den Juden nach dem Holocaust: Trockene Knochen ohne jedes Leben. Aber der Vater stellt sie als Nation wieder her, bevor er seinen Heiligen Geist ihnen als Volk gibt.

In all diesem, der Zerstreuung, der jüdischen Geschichte, der Wiederherstellung des Landes, der Rückführung aus allen Himmelsrichtungen, erkennen wir die Gaben und Berufungen Gottes – wie sie fortdauern trotz der Gemeinde Jesu und wie sie Zeugnis geben von der Wahrheit des Wortes Gottes.

Der fortdauernde jüdische Lebensstil mit Sabbat und den Festen des Herrn ist immer noch ein Bild der Erlösung und der geistlichen Wahrheit zum Segen und Verständnis für die Welt.
Man mag einwenden, dass Israel selbst über die wahre Bedeutung der Feste wegen seines Unglaubens nicht richtig informiert ist – und das ist wahr.

Trotzdem sind die Bilder für die Welt gültig und wertvoll. Auch bei vielen biblischen Filmen sind die Hauptdarsteller weit davon entfernt, selbst an die Bibel zu glauben. Dennoch sind es großartige Filme und Menschen werden durch solche Filme zum Glauben an Jesus geführt.
Die meisten orthodoxen Juden glauben an die hebräischen Schriften – auch wenn sie längst nicht alles verstehen, was dort über Jesus gesagt wird. Viele grundlegende Bedeutungen der Schrift werden im Leben dieser jüdischen Menschen reflektiert.

Die Berufung Israels ist unwiderruflich und dauert deshalb an.

Eine der Hauptberufungen Israels ist das für bittende Element für die Nationen. Gilt diese Berufung weiter trotz des Unglaubens an Jesus? Ja, denn das Wort Gottes kommt nicht leer zurück, ob es im Glauben oder Unglauben ausgesprochen wird.

Allerdings wird mit dem Glauben an Jesus, den Messias eine ungleich größere für bittende Kraft in das jüdische Leben kommen. Dem Willen Gottes entsprechend ist Israel eine stellvertretende  Nation unter allen Nationen. Sie vertritt den Gott der Bibel und seinen Messias. Die Gemeinde Jesu ist die Vertreterin aller Nationen. Bevor Jesus das zweite Mal die Erde berührt, muss ein entsprechender Teil jeder Nation für das Evangelium gewonnen werden.

Matthäus 24.14: Und dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird das Ende kommen.

Wird Jesus dann kommen? Nein! Zuerst muss die Priesternation Israel den Herrn Jesus mit folgenden Worten einladen und willkommen heißen:

Matthäus 23.39: denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: "Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!" 

Der gläubige Rest Israels, der noch jüdisches Leben lebt und Teil der jüdischen Nation Israel ist, ist der Beweis dafür, dass Gott seinen Bund mit der Nation Israel als Ganzes fortführt.
Der gerettete Überrest Israels, die jüdischen Gläubigen an Jesus den Messias, die leben das Bild aus, was jüdisches Leben bedeutet mit dem vollen Verständnis der Erfüllung in Jesus. 
Nur die messianischen Juden in ihrer Glaubens- und Geistesfülle, können die für bittende Bedeutung jüdischen Lebens in Jesus ausdrücken.

Was über die Nation Israel gesagt wurde, das gilt auch für die messianischen Juden. Die jüdischen Nachfolger Jesu sind Teil des Staates Israel und sind gleichzeitig Teil des Leibes Jesu, des Neuen Menschen, der Gemeinde. 

Sie werden also mit der Gemeinde entrückt. Das sind heute nach meiner Schätzung etwa 1 bis 2 Millionen Menschen.

Der jüdische Gläubige an Jesus hält durch sein jüdisches Leben das Schriftverständnis von der Berufung Israels aufrecht.

Wichtig: Der jüdische Nachfolger Jesu, der aber bewusst Jude bleibt und nicht in eine christliche Kirche geht und dabei seine jüdische Identität verliert, ist der Beweis für die Fortdauer der Gaben und Berufungen der Nation Israels als Ganzes.

Römer 11.5: So ist nun auch in der jetzigen Zeit ein Rest nach Auswahl der Gnade entstanden.

Paulus benutzt sein eigenes Jüdisch sein als Beweis dafür, dass Gott Israel nicht verworfen hat. Vielmehr ist da ein gläubiger Überrest.

Wenn da eine gerechte Minderheit ist, dann ist durch sie das Ganze geheiligt.
Auch Römer 11.16-24 macht nur Sinn, wenn jüdische Nachfolger Jesu ein jüdisches Leben führen. Wenn ein jüdischer Jesus Jünger den Sabbat feiert dann  kommt dem eine andere Bedeutung zu, als wenn ein traditioneller Jude Sabbat feiert. Denn dem fehlt das rechte Verständnis.

Umgekehrt: Wenn ein jüdischer Jesus Jünger dagegen das jüdische Leben verlässt, dann drückt er damit aus, das Israel biblisch keine Bedeutung mehr hat und dass er nicht mehr Teil der jüdischen Nation ist.

Auf dem Apostelkonzil in Apostelgeschichte 15 erklärte Jakobus, dass die Nationen Christen frei sein sollten von jüdischen Riten. Aber er ordnete an, dass die Torah, die 5 Bücher Mose, weiter gelesen werden sollten in den Gottesdiensten.

In Vorbereitung ist ein II. Jerusalem Konzil, wo die jüdischen Nachfolger Jesu davon befreit werden, in eine christliche Gemeinde einzutreten.

Fest steht: Immer noch hat jüdisches Leben diese drei Hauptbedeutungen:
Zeichen der Erlösung und der geistlichen Wahrheit Prophetische Aktion für das, was noch kommt. Für bittende Aktivität für die Errettung der Welt. Die ganze Nation Israel wird eines Tages in der Gemeinde Jesu sein und dennoch die Nation Israel bleiben.

Messianische Juden spielen eine notwendige Rolle, denn im Römerbrief heißt es, dass zuerst nur ein Überrest, dann aber ganz Israel gerettet wird.

So ihr Lieben: Jetzt kennt Ihr die bleibende Berufung Israels. Seit ganz herzlich gesegnet.
 
 
 
  
 
   
 

 

75.) Lieben, was Gott liebt.

Ihr Lieben,

  beginnen wir mit einer Bibelstelle:


Psalm137.5-6: Wenn ich dich vergesse, Jerusalem, so werde vergessen meine Rechte! Es klebe meine Zunge an meinem Gaumen, wenn ich deiner nicht gedenke, wenn ich Jerusalem nicht zu meiner höchsten Freude erhebe!

Wie ein glitzernder Diamant liegt die Stadt Jerusalem auf den judäischen Hügeln im geographischen Mittelpunkt der Erde.
Kaum eine Nachrichtensendung vergeht, bei der nicht Jerusalem an prominenter Stelle erwähnt wird. Es sieht so aus, als wenn das Schicksal der ganzen Welt mit dem Leben dieser einzigartigen Stadt verbunden ist.
Seit der Erwählung Abrahams etwa 2000 v. Chr. geschahen im Land Kanaan, das später Erez Israel und noch später Palästina genannt wurde, die zentralen Ereignisse der Welterlösung.
Dies ist die Bühne Gottes, auf der vor den Augen der ganzen Menschheit die Pläne des Reiches Gottes Gestalt annehmen.

Jeder, der will, kann es erkennen.
In Israel treffen die prophetische Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammen. Und bibelgläubige Christen wissen mehr als die bestinformierte Nachrichtenredaktion der Welt.
Wer seine geistlichen Ohren und Augen offenhält, merkt wie in Israel die entscheidenden Weichen gestellt werden für die verheißene Erlösung des Gottesvolkes und der ganzen Welt.
Das Leben pulsiert im ganzen Land. Der Feigenbaum ist 70 Jahre alt geworden, er treibt Blätter und zeigt an, dass der Sommer nahe ist. Und dass die Erlösungsabsichten Gottes kurz vor dem Abschluss stehen.

Lukas 21.29-33: Und er sprach ein Gleichnis zu ihnen: Seht den Feigenbaum und alle Bäume! Wenn sie schon ausschlagen, so erkennt ihr von selbst, da ihr es seht, dass der Sommer schon nahe ist. So erkennt auch ihr, wenn ihr dies geschehen seht, dass das Reich Gottes nahe ist. Wahrlich, ich sage euch, dass dieses Geschlecht nicht vergehen wird, bis alles geschehen ist. Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht vergehen.

Als ich den Boden Israels das erste Mal berührte, fühlte ich auf einzigartige Weise die Nähe Gottes und als ich Jerusalem sah und dort wohnte, fühlte ich mich sicher und glücklich wie nie zuvor.

Wenn man die Bedeutung Jerusalems und die Einzigartigkeit des Landes und des Volkes Israel aus der Sicht der Bibel betrachtet, dann versteht man schlagartig den Kampf um die Stadt Jerusalem und die Einwanderung tausender Juden aus allen Teilen der Welt, die Wiederbesiedlung von Judäa, Samaria und Galiläa.

Und die Entwicklung des Staates Israel.
Israel ist nach Gottes Willen ein Volk, das abgesondert wohnt und sich nicht zu den Nationen rechnet.

4.Mose 23.9: Denn vom Gipfel der Felsen sehe ich es, und von den Höhen herab schaue ich es; siehe, ein Volk, das abgesondert wohnt und sich nicht zu den Nationen rechnet.

Israel war schon von allem Anfang an von den Nationen geschieden, und hat eine einzigartige göttliche Bestimmung. Manche sprechen von Gottes Uhrzeiger. Gott selbst spricht zärtlich von seinem geliebten, erstgeborenen Sohn.

Diese Einzigartigkeit ist jedem ohne weiteres ersichtlich, der mit den Augen des Herzens sehen kann, weil er sich zu Christus bekehrt hat. Man versteht sehr schnell, warum Israel in einer zunehmend feindlichen Welt um sein Überleben kämpft.

Was ist der Grund, dass diese kleine Nation mit ihren 7,2 Millionen jüdischen Menschen, deren Land weniger als 1% der Erdoberfläche ausmacht, solch einen riesigen Stein des Anstoßes ausmacht?

Warum ist Jerusalem das am heftigsten umkämpfte Stück Land auf der ganzen Erde?
Die ganze Erde gehört dem Herrn – aber Israel bezeichnet er als „mein Land“ und Jerusalem als „meine Stadt“.

Jerusalem hat nicht die Größe New Yorks, nicht die Eleganz von Paris oder Rom, und nicht die Geschäftigkeit von London oder Berlin. Aber die Stadt hat eine Ausstrahlung, einen Glanz, eine Herrlichkeit, an die keine andere Stadt herankommt. Ihr Schmuck ist ihre Salbung, ihre geistliche Attraktivität.

Die Einzigartigkeit Jerusalems liegt in der Tatsache begründet, dass Gott diese Stadt erwählt hat, die Hauptstadt seines Reiches auf dieser Welt zu sein.

Was in der Herrschaft von König David vor mehr als 3000 Jahren schon angeklungen ist, wird sich in der Herrschaft von Jesus Christus in aller Kürze vollenden.

Von seinem Thron in Jerusalem aus wird der Herr der Herren, der König aller Könige über die Welt und die Nationen herrschen. Und die Menschen werden nach Jerusalem kommen, um Jesus zu huldigen.

Deshalb hat Jerusalem jetzt schon eine Salbung, eine Hoffnung auf Erlösung und auf Herrlichkeit, die keine andere Stadt auf der Erde hat.

Jerusalem liegt 700 bis 800 Meter hoch: Deshalb spricht man davon, nach Jerusalem hinaufzugehen. Aber die eigentliche Erhöhung Jerusalems ist eine geistliche.
Unter allen Städten der Welt gilt sie als die Heilige Stadt (Jesaja 52.1), die Stadt des großen Königs, (Matthäus 5.35), Gegenstand der Liebe Gottes (Psalm 87.1-3).

An und in Jerusalem können wir lernen zu lieben, was Gott liebt.
Gott lieben, heißt so viel wie uns ganz nach ihm richten in allem und uns mit seinen  Absichten zu identifizieren. Die Furcht des Herrn bringt uns dazu, Böses zu hassen.
Gott lieben bedeutet aber auch, das zu erwählen, woran er Freude hat und das als Wonne zu erachten, was er angeordnet hat. Das zu lieben, was er liebt.

Die Haltung Gottes zu Jerusalem kommt unter anderem in Psalm 87.1-2 vor:

Psalm 87.2 -3: Der HERR liebt die Tore des Zion mehr als alle Wohnungen Jakobs. Herrliches ist über dich geredet, du Stadt Gottes.

Natürlich können wir einwenden, dass wir nach dem himmlischen Jerusalem Ausschau halten, schließlich haben wir ja ein Bürgerrecht im Himmel.
Das ist richtig, aber: das bedeutet ja nicht, dass Gott der Vater seine Pläne mit dem natürlichen Jerusalem aufgegeben hat. Oder dass er das natürliche Jerusalem aus seinen Plänen gestrichen hat. Gottes prophetisches Reden sagt etwas ganz  anderes.

Das natürliche Jerusalem wird immer mehr in den Mittelpunkt rücken und seine herausragende Bestimmung im 1000 Jahre dauernden Reich des Messias erlangen.
Zwar wird Jerusalem zertreten werden, bis die Zeiten der Nationen erfüllt sein werden. Aber am Ende wird Jerusalem wieder seine Stellung der Ehre und der Herrlichkeit erlangen.
Jesus wird bei seiner Wiederkunft auf dem Ölberg erscheinen und von Jerusalem aus die Erde regieren. Jerusalem ist die Nahtstelle, die genau zwischen dem Zeitalter der Rebellion und dem Zeitalter der messianischen Herrschaft liegt.

Wenn wir Gott loben und preisen, dann sollten wir Jerusalem, das Land Israel und den Staat Israel in diesen Lobpreis miteinbeziehen.

Psalm 102.14 -17: Du wirst aufstehen, wirst dich Zions erbarmen. Denn es ist Zeit, ihn zu begnadigen, denn gekommen ist die bestimmte Zeit. Denn deine Knechte haben Gefallen an seinen Steinen, sie haben Mitleid mit seinem Schutt. Die Nationen werden den Namen des HERRN fürchten, alle Könige der Erde deine Herrlichkeit. Denn der HERR wird Zion aufbauen, er wird erscheinen in seiner Herrlichkeit.

Woran zeigt sich Gottes Barmherzigkeit und Güte? An der Staatsgründung 1948, den gewonnenen Kriegen, dem wirtschaftlichen Aufschwung, der Vereinigung Jerusalems 1967, die Rückkehr von 7,2 Millionen Juden aus der Zerstreuung. Wenn Gott für Israel, die Juden, und Jerusalem ist – können wir uns erlauben, eine andere Haltung einzunehmen?
Wir sollten Jerusalem und Israel Heil und Segen wünschen, dafür beten und uns nach Kräften dafür einsetzen. Der vollkommene Friede kommt erst, wenn Jesus wiedergekommen ist.

Psalm 122. 6-9: Erbittet Heil für Jerusalem! Ruhe sollen die haben, die dich lieben! Heil sei in deinen Festungswerken, sichere Ruhe in deinen Palästen. Wegen meiner Brüder und meiner Freunde will ich sagen: Heil sei in dir! Wegen des Hauses des HERRN, unseres Gottes, will ich dein Bestes suchen.

Wenn wir wirklich das lieben wollen, was unser Vater Gott liebt, dann darf der Blick auf die jüdische Kultur und auf jüdische Lebenswelten nicht verstellt sein, nicht beeinträchtigt, nicht überlagert sein von Bildern, von Vorurteilen aus antijüdischen, antisemitischen, antiisraelischen Zusammenhängen.

Diese Bilder müssen erst beiseite geräumt werden, bevor wir ganz und gar durchdringen können zu dem, was unser Himmlischer Vater liebt.
Wir möchten, dass unsere Leser es sich nicht leicht machen. Sondern bei jedem Satz, bei jedem Witz, bei jedem Klischee über Juden und Israel wach sind und wach bleiben. Und spüren, wohin ihre Gedanken am Ende führen.

Wir möchten, dass unsere Internetbesucher sich in einen Dialog mit ihren eigenen Gedanken und Vorstellungen begeben, aber auch in einen vorsichtigen Dialog mit anderen, um herauszufinden, ob wir frei sind von Vorurteilen und schnellen Festlegungen: Besucher, die wissen möchten, wie Antijüdisches entsteht und sich in unseren Köpfen festsetzt. Und wie die Köpfe davon zu befreien sind. Wenn wir konsequent sind, können wir am Ende das lieben, was unser himmlischer Vater liebt.
In diesem Sinne segne ich Sie von ganzem Herzen.
 

74.) Du nimmst es in den Mund und veränderst die Welt! 


Ihr Lieben,

Viele Menschen in Deutschland haben Angst in diesen Tagen. Viele gehören zu denen, die sich ausgegrenzt, an den Rand gedrängt und bedroht fühlen.

Asylbewerber, Flüchtlinge, Behinderte, Bettler, Obdachlose, Alte, Kranke, Schwache: Viele leben mit der Furcht. Die Furcht, nicht mehr als Person wahrgenommen zu werden – sondern nur stellvertretend für ein Bild da zu stehen: Schmarotzer!

Von den sozialistischen Idealen der Solidarität mit den Schwachen, der freiheitlichen Ordnung, der Menschenrechte und Toleranz ist offenbar nicht viel geblieben.

Stattdessen werden mit Bildern Stimmungen erzeugt in den Schlagzeilen der Boulevardpresse, zwischen den Zeilen einer Politikerrede, auf den Schulhöfen, im geheimen Einverständnis der Benutzer von U-Bahn und S-Bahn, die wegsehen wie auf Kommando, wenn doch Zivilcourage gefordert wäre.

Stimmungen sind undeutlich. Sie nisten sich ein, wo sie können.

Bilder von anderen Menschen sind ungenau – zwangsläufig. Sie stellen sich vor die wirkliche Erfahrung, verstellen sie oft.

Die Zahl brutaler Übergriffe von Neonazis und rechtsradikalen Skinheads und linken Schlägertrupps auf Personen, die ihrem Feindbild zugeordnet  werden, bleibt auf hohem Niveau oder nimmt zu.

Die feigen Dulder und Wegseher sind in der wichtigsten Rolle und werden von den Betroffenen mit „Sie“ oder „Die“ betitelt. 

Dabei wird klar, dass der Bodensatz antijüdischer, antisemitischer und vor allem durch Politiker des linken Spektrums herbei geredeten antiisraelischen Einstellungen nach wie vor präsent ist. Die Gefahr von Ausschreitungen ist akut. Und: Die antisemitische Verblendung färbt auf den Umgang mit anderen Minderheiten ab: Das antisemitische Stereotyp, überliefert, eingeübt, eingelernt wie kein anderes, liefert die Munition und den Stoff für alle anderen Vorurteile.

Alle, die mit der Aufklärung der Bevölkerung befassten Leute müssen sich jetzt fragen lassen, ob ihre Bemühungen nicht doch vergeblich waren.

Die Juden selbst leben teils auf gepackten Koffern in der Hoffnung, dass die Demokratie heute die Kraft hat, der Herausforderung die Stirn zu bieten. Nicht nur in Deutschland, auch in Frankreich, Belgien und sonst wo in Europa.

Ob wir vom religiösen, christlichen Antijudaismus der frühen nachchristlichen Jahrhunderte, oder dem seit 1880 erkennbaren modernen Antisemitismus oder dem seit etwa 1967 registrierten Anti Israelismus reden – wir wollen an die Mechanismen herankommen, unter denen sich Stereotypen und Vorurteile entwickeln können.

Antisemitismus ist kein Problem der Juden, keine Einstellung, die sich aus der jüdischen Geschichte oder aus der jüdischen Religion erklären ließe. Hier muss ich mich wiederholen.

Der Antisemitismus ist das Problem, die Krankheit der Antisemiten. Es kann auch die ergreifen, die sich sicher und überlegen fühlen.

Hauptkennzeichen: Der antijüdische Apparat kann überall und jederzeit aktiviert werden. Durch Erzeugung von Stimmungen, durch die Verbreitung von Bildern – schleichend, nachhaltig, und giftig.

Das Durcheinander von Einstellungen und Denkweisen, Wunsch- und Schreckbildern, die vollkommen unabhängig von der Realität jüdischen Lebens, jüdischer Geschichte und Kultur existieren und weitervermittelt werden.

Es verfügt auf der Ebene der Projektion, der Einbildung und Phantasie über eine innere Systematik, die wir bloßlegen müssen.

Der Versuch, antisemitische, antiisraelische Stereotype darzustellen und zu analysieren, erfordert zunächst einmal die Bereitschaft, die innere Logik solcher Denkweisen nachzuvollziehen und wenn möglich zu verstehen.

Es gilt herauszufinden, wie das Gemisch aus Vorurteilen, Feindbildern, Schutzbehauptungen und freien Erfindungen sich entwickelt hat: Im Klartext: Wie werden aus Bildern Feindbilder.

Das christliche Erbe bildet den Grundstock, die Ausgangsbasis solcher Gegenüberstellung.

Johannes 8. 42-47: Jesus sprach zu ihnen: Wenn Gott euer Vater wäre, so würdet ihr mich lieben, denn ich bin von Gott ausgegangen und gekommen; denn ich bin auch nicht von mir selbst gekommen, sondern er hat mich gesandt. Warum versteht ihr meine Sprache nicht? Weil ihr mein Wort nicht hören könnt. Ihr seid aus dem Vater, dem Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun. Jener war ein Menschenmörder von Anfang an und stand nicht in der Wahrheit, weil keine Wahrheit in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben. Weil ich aber die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht. Wer von euch überführt mich einer Sünde? Wenn ich die Wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht? Wer aus Gott ist, hört die Worte Gottes. Darum hört ihr nicht, weil ihr nicht aus Gott seid. 

Dieser Bibelabschnitt soll stellvertretend stehen für alle biblischen Aussagen über die Juden. 

Wir verzichten dabei auf eine gründliche Exegese und beschränken uns auf gängige Fehldeutungen, soweit sie mit dazu beitrugen, die antijüdische, antisemitische Sprache zu rechtfertigen.

Dieser Bibelabschnitt ist kein kollektives Urteil über alle Juden oder Israelis. Wir wissen, dass in mehreren grandiosen Erweckungszeiten zwischen 1970 und 2010 sich hunderttausende von Juden in aller Welt und vor allem in den USA, Russland und Lateinamerika zu Jesus Christus bekehrt haben.

Als messianische Juden befinden sie sich nicht in christlichen Kirchen und Gemeinden, sondern sie dienen in messianischen Synagogen in USA, Russland, Deutschland und weiteren Ländern dem Herrn Jesus Christus und unserem Himmlischen Vater. Und sie leben ihr Jüdisch sein weiter aus.

Johannes 8.42-47 hat nichts mit Antisemitismus, Antiisraelismus, Antijudaismus zu tun. Der hier redet, ist selber Semit und Jude und derselbe, der an dem Satz festhält: „Das Heil kommt von den Juden.“ (Joh.4.22)

Johannes 8.42-47 ist ein Buß- und Weckruf zum Heil an die damaligen Juden.

Johannes 8.42-47 bringt keine Vorherbestimmung zum Ausdruck, als seien die Gegner Jesu in alle Ewigkeit dazu verdammt, Teufelskinder zu sein.

Vielmehr geht Jesus davon aus, dass sein hartes Wort Buße und Umkehr bewirken kann. Jeder Mensch kann sich allein durch Jesus aus der Teufelszugehörigkeit befreien.

Einige unserer Leser denken vielleicht, dass hier eine mythologische Sprache benutzt wird und dass der Teufel in Wirklichkeit gar nicht existiert.

Doch der Teufel ist real. Wir haben die Wahl zwischen Jesus, dem Messias und Satan.

Jesus sagt seinen Landsleuten ganz klar: „Satan ist ein Lügner von allem Anfang an. In ihm ist keine Wahrheit, denn er will sein wie Gott. Das geht aber nicht, denn auch Satan ist ein Geschöpf Gottes. Er hat sich als Vater der Lüge einen Namen gemacht. Und er ist ein Mörder von Anfang an. Der Teufel will alles durchkreuzen, was Gott will und macht.“

Lüge ist das Wesen von Satan. Er hat mit Adam und Eva angefangen zu lügen und er hört nicht eher auf damit, bis Gott ihn vernichtet.

Sein Hauptinteresse gilt der Vernichtung aller Juden und Israelis. Denn wenn es ihm gelingt, Israel und die Juden zu vernichten, kann er den Vater im Himmel als Lügner hinstellen.

Also können wir schlussfolgern, dass aller Antisemitismus, Antijudaismus und aller Antiisraelismus sowie die Sprache und Bilder der Judenfeindschaft auf Satan zurückzuführen sind.

Er, Satan, baut unaufhörlich auf Vorurteile, formt Demagogen in seinem Sinne, entwickelt Sprachstrategien, die das menschliche Bewusstsein soweit verändern, dass am Ende die Sprache des Antisemitismus  dabei herauskommt.

Die Sprache, mit der die Juden zu allen Zeiten beschimpft und verleumdet , beleidigt und diskriminiert werden und wurden, mit deren Hilfe man ihnen immer und überall Gewalt antun kann, besteht in erster Linie aus Polarisierung, Schwarz/Weiß/Zeichnungen und Abwertung.

Dann folgt: überzeugen und überreden. Also scheinbar durch Sachinformationen und Wissen den Wissensstand der Angesprochenen verbessern wollen. Sie wollen überreden und lösen deshalb regelmäßig starke Emotionen aus.

Sie versuchen unentwegt Einfluss zu nehmen und zwar auf Einstellungen und Meinungen. Gefühl und Stimmung werden herausgefordert.

Predigten und Romane eignen sich, historische Judenbilder zu vermitteln. Sie wollen die Adressaten in bestimmter Weise beeinflussen und auf Zustimmung der Angesprochenen wird konsequent hingezielt.

Die antijüdischen Inhalte, die Vorurteile und Pseudoargumente, die entweder jeglicher realen Grundlage entbehren wie die Beschuldigungen wie Ritualmord und das Trinken von Menschen- und vor allem von Christenblut. 

Oder Fehlurteile wie Wucherer und Gottesmörder konnten und können bei gutem Willen zu jeder Zeit als Lüge entlarvt werden.

Die hier nur angedeuteten widerlichen Verunglimpfungen alles Jüdischen finden ihren gegenwärtigen Höhepunkt in der Kritik eines Teils der deutschen politischen Klasse, die immer wieder behauptet, dass Israel seine arabisch-palästinensischen Nachbarn betrügt, ihnen das Wasser abgräbt, ihren Müll über ihnen ausschüttet und sogar unschuldige Kinder an der Grenze zu Gaza ermordet.

Die boshaftesten Nazilügen feiern fröhliche Urstände.

Doch richtig bleibt: Israel, auf der ganzen Welt allein wegen seiner Existenz verurteilt, ist im biblischen Kontext auf dem sicheren Weg, der Kopf der Nationen zu werden. Die Leiternation unter ihrem Messias Jesus Christus. Israel und die Juden in aller Welt.


73.)  Die Entwicklung des Judentums!

Ihr Lieben,

Die Juden kamen schon mit den Römern nach Europa und in andere Teile der Welt. Das heißt: im ersten und zweiten nachchristlichen Jahrhundert.

In der Fremde mussten sie mit den Sitten und Gebräuchen der Gastländer zu Recht kommen. Alles war anders, als in Israel. Und sie mussten ihre eigenen Traditionen und ihre Religion bewahren, wenn sie nicht durch Angleichung an die jeweiligen Gastländer untergehen wollten.

Der Glaube an den einen Gott, der zu ihrem Stammvater Abraham gesprochen hatte und die vielen Riten und Gebräuche, die sie im Laufe der Zeit von ihren geistlichen und weltlichen Vorfahren übernommen hatten.

Zur Blütezeit des Römischen Reiches in den ersten Jahrhunderten nach Christus entstanden jüdische Gemeinden in Wien, Worms, Trier, Speyer, Regensburg, Mainz, Köln, Augsburg.

Und sofort begannen Anfeindungen, Ausgrenzungen, Erschwernisse und Verfolgungen.

Der einzige Grund: Die Andersartigkeit der Juden.

Im Jahre 354 n. Chr. verkündete der Kirchenvater Augustinus, dass die Juden zwar der Beweis für die Existenz Jesu Christi seien, dass sie sich aber den Christen unterordnen müssten.

Im 6. und 7. Jahrhundert n. Chr. dürfen die Juden noch teilweise am gesellschaftlichen Leben ihrer Umgebung teilnehmen. Doch das änderte sich bald.

Sie werden immer öfter gezwungen, sich zwangstaufen zu lassen oder sich der Gefahr auszusetzen, des Landes verwiesen zu werden.

Da die Juden fast überall in der Minderheit waren, blieben sie meistens nach außen hin schwach. Sie standen ja einer Mehrheit von Andersdenkenden gegenüber.

Als Fachleute genossen sie in vielen Berufen hohes Ansehen. In ihrem schwierigen Versuch, integriert zu werden und doch ihre Tradition zu erhalten, wurden sie nur selten von ihrer Umgebung verstanden.

Im 4. nachchristlichen Jahrhundert wurde Europa christlich. Durch ein Dekret von Kaiser Konstantin dem Großen. Am 18. Oktober 321 n. Chr. hatte Kaiser Konstantin zudem angeordnet, die Juden als Staatsfeinde zu deklarieren.

In verschiedenen Konzilen – das sind wichtige Entscheidungskonferenzen der Kirchenoberen – beschloss die christliche Kirche, die Juden auszugrenzen und den Übertritt zum Judentum unter Todesstrafe zu verbieten.

Es begann eine Zeit schlimmer menschlicher und rechtlicher Degradierungen für die Juden. Vom 31. Januar 439 n. Chr. an darf kein Jude mehr ein öffentliches  Amt bekleiden.

Die Diskriminierung der Juden nimmt weiter zu – unterschiedlich zwar – aber überall in Europa. Deutschland war in viele kleine Fürstentümer aufgeteilt: Und in vielen wurden die Juden zum Sündenbock für alles und jedes abgestempelt.

Wann immer auf irgendeine Weise sich eine Krise ereignete, versuchte man die Emotionen der Menschen in Richtung auf die Juden zu steuern und zu entladen.

Viele Juden arbeiteten als Geldverleiher und wurden oft als geldgierig, geldhungrig  und herzlos abgestempelt.

Höhepunkt war die Ermordung von annähernd 20.000 Juden zur Zeit der Kreuzzüge im 10. Und 11. Jahrhundert.

Durch berufliche Diskriminierung, verbunden mit Wohnen in Ghettos und Kennzeichnung durch besondere Kleidung begann ein unbeschreiblicher Degradierungsweg der europäischen Juden.

Zwangstaufe, Vertreibung oder Tötung waren gängige Verfolgungsmethoden, vor allem der Inquisition, die 1231 als päpstliche Behörde in Spanien eingerichtet wurde.

Die christliche Kirche spielte eine mehr als grausame, verwerfliche Rolle. Die Begründung des Judenhasses findet sich in den Lehren der Kirchenväter, vor allem von Augustinus. Thomas von Aquin brachte im 13. Jahrhundert die Variante, dass man die Juden nicht zwangstaufen sollte, weil sie ohnehin schon zu ewiger Knechtschaft durch die Kreuzigung Jesu verurteilt seien.

Im römischen Laterankonzil von 1215 wurde unter der Leitung von Papst Innozenz III. beschlossen, die Juden öffentlich zu kennzeichnen. Sie sollten ferner von aller Gemeinsamkeit mit Christen ausgeschlossen werden und jede Freizügigkeit sollte ihnen untersagt werden.

Im Hochmittelalter kamen geradezu absurde Gerüchte auf über Hostienschändung durch Juden, Ritualmorde an christlichen Kindern und der Vorwurf der Brunnenvergiftung, der als Auslöser der Pestepedemie  gewertet wurde.

Stellvertretend soll Frankfurt/Main für viele Städte in West- und Mitteleuropa als Negativ Beispiel erläutert und gewertet werden.

Am 25. Juni 1349 verpfändet Kaiser Karl der IV. die ihm als sogenannte Kammerknechte gehörenden Frankfurter Juden wie eine Sache, die man ins Pfandhaus bringt, an den Stadtrat der Stadt Frankfurt für 15.200 Pfund Heller.

Karl der IV. brauchte Geld. Da er aber offenbar sonst nichts Pfändbares hatte, gab er seine Juden gegen Entgelt weg.

In dem dazu angefertigten Vertrag ließen sich die Vertragsparteien über die Behandlung der Juden aus. Aber zu diesem Zeitpunkt war die Stadt Frankfurt längst nicht mehr unschuldig.

Im Jahre 1241 ist schon die erste Frankfurter Judenverfolgung nachgewiesen: Ein ganz schreckliches Pogrom mit vielen Toten.

Im Jahre 1349 war die Lüge von der Brunnenvergiftung bis nach Frankfurt gekommen. Der Stadtrat hatte sich vertraglich verpflichtet, die Juden gegen Übergriffe zu schützen.

Die Frankfurter hatten sich aber gleichzeitig Straflosigkeit zusichern lassen, wenn den Juden nun doch etwas passierte.

Am 4. Juli verließ Karl der IV. Frankfurt. Am 24. Juli brannte die Frankfurter Judengasse und da auch die Bartolomäuskirche in der Nachbarschaft brannte, hatte man ein perfektes Alibi, eine weitere antijüdische Lüge aufzutischen.

Fast alle Frankfurter Juden kamen bei dieser Gelegenheit um. Wenige konnten sich in Richtung Böhmen in Sicherheit bringen.

In Frankfurt waren die Opfer die Schuldigen.

Gnadenlos plünderten Frankfurter Bürger die Reste der jüdischen Habe. Es endete zudem noch unrühmlicher: Es gab ein Tauziehen zwischen dem Stadtrat, Kaiser Karl IV., und dem Erzbischof von Mainz um das sogenannte Judenerbe.

Ähnlich lief es in anderen Städten.

In dieser Zeit wurden mehr als 200 jüdische Gemeinden vernichtet, tausende von Juden wurden abgeschlachtet, jüdische Kinder wurden zwangsgetauft, und in Klöster gesteckt.

Dennoch siedelten in Deutschland, Frankfurt und anderen Städten, immer wieder Juden. 

Wie konnte es zu diesem nicht enden wollenden Judenhass kommen?

Es gibt nur eine einzige Antwort in folgender Gleichung:

Andersartigkeit+ Behauptung der Minderwertigkeit + Behauptung der ewigen Verdammnis + Behauptung des schlechten Charakters + kirchliche und staatliche Absegnung = Legitimation des Judenhasses.

Simon Wiesenthal hat nachgewiesen, dass jeder Tag im Kalender durch alle Jahrhunderte hindurch ein Tag ist, an dem Unrecht gegen Juden verübt wird. Das war so und das ist so.

Eine weitere aussagekräftige Gleichung:

Falsches Bibelverständnis von Johannes 8.44 + tiefsitzende Vorurteile + Unverständnis für Fremdartiges + Vereinfachung + Überlieferung + Suche nach Sündenbock = Antisemitismus, Antijudaismus, Antiisraelismus!

Zeitweise wetteiferte man darum, judenfrei zu sein. 1492 verkündete Spanien, judenfrei zu sein. Auch England und Portugal. Danach viele deutsche Städte.

Europa mit seinen vielen Kleinstaaten hatte zum Glück für die Juden viele Ausweichmöglichkeiten. Vor allem nach Osten. Zunächst gab es in Polen und Litauen mehr Freiheit für Juden, mehr Sicherheit. Auch in Bulgarien.

Wichtig: In Deutschland hat es immer Juden gegeben. In schwierigen Zeiten wichen sie aufs Land aus. Jiddisch ist zudem ein mittelhochdeutscher Dialekt. Und Glücksburg in Schleswig-Holstein ist eine jüdische Gründung.

Im 16. Jahrhundert konnte man feststellen, dass Juden in Westeuropa keine Rolle mehr spielten. Von 4.5 Millionen waren sie auf 1.5 Millionen reduziert worden. Durch eine Art Völkermord auf Raten. 

Rechnet man die 6 Millionen dazu, die von Hitler Deutschland auf bestialische Weise ermordet wurden, kommt man auf 9-10 Millionen Juden, die allein in Deutschland im Laufe der Geschichte umgebracht wurden. 

Wie gut, dass es heute wieder mehr als 15 Millionen Juden weltweit gibt. 7.2 Millionen in Israel, 7.8 Millionen in der Diaspora, 3 Millionen allein in New York, 3 Millionen in den übrigen USA. Ehre sei Gott in der Höhe.

Die Komponenten des Antisemitismus in Deutschland blieben aber weiter bestehen und entwickelten sich weiter:

Der schlechte Charakter der Juden, ihr scheinbares Streben nach Macht und Einfluss, ihre parasitenhafte Art, ihre ererbte Arroganz, ihr Streben nach Weltherrschaft. 

Ein Bild, das an den edlen deutschen Charakter nicht und niemals heranreicht.

Der Antisemitismus und der Antijudaismus ist mehr als eine Krankheit. Und vor allem nicht die Krankheit von ein paar Verwirrten, Verrückten, leicht Identifizierbaren.

Der Antisemitismus in all seinen Schattierungen ist auch kein Problem der Juden. Auch keine Einstellung, die sich aus der jüdischen Geschichte oder aus der jüdischen Religion erklären ließe.

Der Antisemitismus ist ein Problem der Antisemiten.

Aber auch das sagt sich noch viel zu leicht.

Der Antisemitismus ist ein Übel, das auch die ergreifen kann, die sich sicher und überlegen fühlen. In Situationen der Krise, in der Provokation kann der ganze antijüdische Apparat blitzschnell aktiviert werden.

Ein Übel, das in der Lage ist, Stimmungen zu erzeugen, Bilder zu verbreiten – nachhaltig und giftig.

Das Konglomerat von Einstellungen und Denkweisen, Wunsch- und Schreckbildern, die vollkommen unabhängig von aller Realität jüdischen Lebens, jüdischer Geschichte, jüdischer Kultur existieren und weitervermittelt werden, setzt eine innere Systematik in Bewegung, die wir aufdecken müssen.

Das erstreckt sich auch auf das moderne Israel: Der Anti-Israelismus unserer Tage, wie ihn so manche Nachrichten-sprecher, Kommentatoren und Politiker verbreitet praktizieren, passt absolut in dieses schreckliche Bild.

Wir alle beschreiben unsere Umwelt mit Hilfe von Unterscheidungen. Aber wir müssen uns überlegen, wie aus Bildern Feindbilder werden. Und das ist im Umgang mit Juden und Israel oft, ja sehr oft der Fall. 

 


72.)  Israel - Fakten und Hintergründe.

Ihr Lieben,
Es hat sich herausgestellt, dass eine ganze Anzahl von unseren Lesern falsche Informationen über Israel und die Juden allgemein mit sich herumschleppen und so überhaupt keine Chance haben, die mit Israel zusammen hängenden Fragen richtig zu beantworten.

Aber genau das ist für jeden von uns von grundlegender Bedeutung. Man kann an der einen oder anderen Stelle durchaus eine abweichende Meinung haben – aber im Großen und Ganzen gibt es nur eine einzige gültige Ansicht über die Juden und Israel: Nämlich all das, was die ausführliche und fehlerfreie Bibel dazu sagt. Also lasst uns mit einer Bibelstelle beginnen:

1.Mose 12.1-8: Und der HERR sprach zu Abram: Geh aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde! Und ich will dich zu einer großen Nation machen, und ich will dich segnen, und ich will deinen Namen groß machen, und du sollst ein Segen sein! Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde! Und Abram ging hin, wie der HERR zu ihm geredet hatte, und Lot ging mit ihm. Abram aber war 75 Jahre alt, als er aus Haran zog. Und Abram nahm seine Frau Sarai und Lot, den Sohn seines Bruders, und all ihre Habe, die sie erworben, und die Leute, die sie in Haran gewonnen hatten, und sie zogen aus, um in das Land Kanaan zu gehen; und sie kamen in das Land Kanaan. Und Abram durchzog das Land bis zur Stätte von Sichem, bis zur Terebinthe More. Damals waren die Kanaaniter im Land. Und der HERR erschien dem Abram und sprach: Deinen Nachkommen will ich dieses Land geben. Und er baute dort dem HERRN, der ihm erschienen war, einen Altar. Und er brach von dort auf zu dem Gebirge östlich von Bethel und schlug sein Zelt auf, Bethel im Westen und Ai im Osten; und er baute dort dem HERRN einen Altar und rief den Namen des HERRN an. 


Und:

1.Mose 17. 4-9: Ich, siehe, das ist mein Bund mit dir: Du wirst zum Vater einer Menge von Nationen werden. Und nicht mehr soll dein Name Abram heißen, sondern Abraham soll dein Name sein! Denn zum Vater einer Menge von Nationen habe ich dich gemacht. Und ich werde dich sehr, sehr fruchtbar machen, und ich werde dich zu Nationen machen, und Könige werden aus dir hervorgehen. Und ich werde meinen Bund aufrichten zwischen mir und dir und deinen Nachkommen nach dir durch alle ihre Generationen zu einem ewigen Bund, um dir Gott zu sein und deinen Nachkommen nach dir. Und ich werde dir und deinen Nachkommen nach dir das Land deiner Fremdlingschaft geben, das ganze Land Kanaan, zum ewigen Besitz, und ich werde ihnen Gott sein. Und Gott sprach zu Abraham: Und du, du sollst meinen Bund halten, du und deine Nachkommen nach dir, durch ihre Generationen! Dies ist mein Bund, den ihr halten sollt, zwischen mir und euch und deinen Nachkommen nach dir: Alles, was männlich ist, soll bei euch beschnitten werden; und zwar sollt ihr am Fleisch eurer Vorhaut beschnitten werden! Das wird das Zeichen des Bundes sein zwischen mir und euch. 


Diesen Bund bestätigte der göttliche Vater dem Sohn Abrahams, Isaak, den dieser mit seiner Frau Sarah hatte, und dem Enkel Jakob, der später von Gott Israel genannt wurde.
Der erstgeborene Sohn, Ismael, den Abraham mit der Magd Hagar zeugte und der erstgeborene Enkel Esau, der sein Erstgeburtsrecht an Jakob verkaufte, gingen hierbei jeweils leer aus. Sie konnten und durften diesem Bund nicht beitreten.
 
Ismael gilt als Stammvater der Araber und Esau als Stammvater der Edomiter im heutigen Jordanien.
 
Jakob/Israel  zeugte mit mehreren Frauen 12 Söhne, welche die Stammväter der 12 Stämme Israels wurden.
 
Im Jahre 1706 vor Christus ziehen Jakob und 75 Familienmitglieder wegen einer Hungersnot nach Ägypten, wo sie 430 Jahre lang bleiben, ehe sie Mose von Ägypten nach Kanaan zurückbringt.
 
In Ägypten waren die Israeliten auf über 600.000 Köpfe angewachsen. Die Ägypter behandelten die Israeliten als Sklaven.
 
Mose selbst durfte das Volk nicht nach Kanaan bringen, weil er Gott ungehorsam war. Sein Nachfolger Josua, der die Israeliten insgesamt 25 Jahre anführte, brachte sie in das verheißene Land.
 
Die Regierungsformen in Israel wechselten. Die direkte Gottesherrschaft, die sogenannte Theokratie wurde nach Josuas Tod noch eine Zeit durch sogenannte Richter aufrecht erhalten.
 
Später jedoch wollten die Israeliten genauso menschliche Könige haben, wie die anderen Völker sie auch hatten.
 
Der erste König war Saul, der zweite David, der dritte Salomo. Zu dieser Zeit hatte Israel seine größte Ausdehnung. Nach Salomo kamen ungöttliche Könige an die Macht. Sie bewirkten eine Teilung Israels in ein Nordreich und ein Südreich.
 
Wegen ihrer zunehmenden Gottlosigkeit wurden beide Reiche vernichtet. Das Nordreich im Jahre 722 durch Assyrien und das Südreich kam für 70 Jahre von 606 bis 536 v.Chr. in babylonische Gefangenschaft.
 
Danach durfte ein Teil der Gefangenen nach Judäa und Jerusalem zurück. Auch der zerstörte Tempel wurde aufgebaut.
 
Das Verhalten der Israeliten ihrem Gott gegenüber war sehr wechselhaft, ihre Treue zu Gott und seinem Auftrag an Israel immer nur von kurzer Dauer.
 
Die Weltreiche der Babylonier, der Meder und Perser, der Griechen und Römer wechselten ziemlich schnell und nur das 4. Weltreich der Römer hat auch heute noch Bedeutung.
 
Auch Israel kam mit den jeweils herrschenden Nationen in Berührung:
 
Die Babylonier unter Nebukadnezzar  brachten Israel die 70 jährige Zeit im Exil in Babylon.
 
Die Meder und Perser waren teilweise gläubig und brachten die Juden nach Israel zurück.
 
Die Griechen mit den vier Diadochen als Nachfolger Alexander des Großen brachten Israel ins Zentrum der nahöstlichen  Auseinandersetzungen, die sogar eine Vorschattung der Endzeit mit sich brachte. Und zwar unter Antiochus dem IV. Epiphanes von Syrien. Er war ein Bild für den Antichristen.
 
Unter römischer Besatzung wurde Jesus in Bethlehem geboren und begründete den zweiten, den Neuen Bund mit den Menschen, zuerst mit Israel, das ihn ablehnte, und dann mit den Nationen, was zu einem einzigen, weltweiten Aufbruch, hin  zum Gott der Bibel führte.
 
Dieser Aufbruch endet mit der Entrückung der Gemeinde. Aus dem zweiten Bund zwischen Gott und den Menschen entstand das Christentum. Anders als im ersten Blutbund zwischen Gott und Abraham und Israel, wurde der zweite Blutbund durch das stellvertretende Kreuzesopfer Jesu Christi vollkommen erfüllt.
 
Die ersten Christen waren lauter Juden.
 
Aber die Mehrheit der Juden lehnte Jesus Christus, den göttlichen Messias zu Gunsten ihres überlieferten traditionellen Glaubens ab.
 
Nach mehreren Aufständen gegen die Besatzungsmacht Rom zerstörten die Römer im Jahre 70 n. Chr. und im Jahre 135 n. Chr. Jerusalem völlig und vertrieben die Juden aus ihrem Gott gegebenen Heimatland.
 
Die Juden kamen schon mit den Römern nach Europa und auch in unser Land.
 
In der Fremde mussten sie sich mit den Sitten und Gebräuchen der Gastländer arrangieren und andererseits ihre Tradition und ihre Religion bewahren. Der Glaube an den einen Gott, der zu Abraham gesprochen hatte, stand im Gegensatz zu den vielen Gottheiten, die von anderen Völkern verehrt wurden.
 
So kam es, dass die Juden von Anfang an die ganz „Anderen“, „Verschiedenen“, „Nicht Vergleichbaren“ waren.  In dem schwierigen Unterfangen, integriert zu werden und gleichzeitig ihre Tradition zu erhalten, wurden sie nur sehr selten verstanden.
 
Es entwickelte sich in Europa eine ganz spezielle Sprache der Judenfeindschaft. Ergänzt wurde diese Sprache durch antijüdische Darstellungen der unterschiedlichsten Art.
 
Der europäischen, christlichen Phantasie waren keine Grenzen gesetzt. Vom Gottesmörder und Ritualmörder zum ewigen Juden zum Wucherer und Weltverschwörer.  Vom Drückeberger und schmutzigen Ostjuden zum Zersetzer und zur Auschwitz-Lüge.
 
Der Bodensatz antijüdischer, antisemitischer Einstellungen ist nach wie vor bei uns präsent, die Gefahr von Ausschreitungen gegen Juden, immer noch vorhanden.
 
Dennoch leben etwa 100.000 Juden in der Bundesrepublik Deutschland, wieder, mit der Frage, ob die Demokratie stabil genug ist, ob die rechtlichen Mechanismen zum Schutz vor Übergriffen wirklich greifen und die Juden schützen.
 
Vieles von dem, was den Juden nachgesagt wurde, trifft heute auch andere Minderheiten. Die Mechanismen der Verbreitung von Stereotypen, die Zuschreibung negativer Eigenschaften auf eine Gruppe von Ausgegrenzten sind wieder erkennbar.
 
Jedoch finden diese anderen Minderheiten schnell Unterstützer in der zivilen Gesellschaft, vor allem durch Parteien, die links von der Mitte stehen und die sich den Schutz von Minderheiten auf ihre Fahnen geschrieben haben.
 
Für die Juden, für Israel findet sich selten ein echter Verbündeter. Deshalb bleibt die Frage, ob unsere Kenntnisse über den Antisemitismus, Antiisraelismus, Antijudaismus ausreichen?!
 
Mit dieser Frage will ich Dich lieber Leser entlassen und Dich von ganzen Herzen segnen.
 
 
 

71.)  Ein nachträglicher Gruß zum Jahreswechsel mit einem wichtigen Hinweis auf Israel!

Ihr Lieben

Zuerst möchte ich Euch auch im Namen meiner Frau Billa und des Fathershouse Teams, mit der Jahreslosung der Herrnhuter Brüdergemeine ein ganz gesegnetes Neues Jahr 2019 wünschen.

Psalm 34.15: lass ab vom Bösen und tue Gutes, suche Frieden und jage ihm nach! 


Möge das Neue Jahr Euch allen diesen göttlichen Frieden bringen, den wir so ersehnen und so nötig brauchen. Im Hinweis auf Israel möchten wir in dieser Ausarbeitung folgendes sagen:

Beispiel: Entrückung.

Hier gibt es vor allem drei verschiedene, voneinander abweichende Auslegungen der Schrift. Aber nur eine kann richtig sein. Der Vater hat nicht gewollt, dass wir mit einem „entweder - oder“ leben müssen.

Also ist die Entrückung besonders gründlich zu untersuchen.

Das haben wir getan! Und dann wird einem sehr schnell klar, dass die Entrückung nicht am Ende und nicht in der Mitte der Trübsalszeit stattfinden kann. Sondern ganz allein vor der Trübsal.

Sonst wäre für diese letzte Zeit Jesu befreiendes Opfer am Kreuz, wo er den ganzen Zorn Gottes des Vaters für uns, seine Gemeinde, getragen hat, unnötig.

Aber viele Christen denken außerdem an die letzte Posaune, von der die Rede ist, die letzte, die 7. Posaune von den sieben  Posaunengerichten.

Doch auch das ist definitiv falsch.

Diejenigen, die die Entrückung in die Mitte und auf die Zeit am Ende der Trübsal datieren, wollen diese Posaune mit der 7. Posaune im 11. Kapitel des Buches der Offenbarung gleichsetzen.

Aber das kann nicht sein. Denn als Paulus den 1. Korintherbrief etwa 50 n. Chr. schrieb, lag das Buch der Offenbarung noch gar nicht vor. Johannes hat es erst Ende des 1. Jahrhunderts, etwa 98 n. Chr. geschrieben. 

Die Korinther konnten also nichts von den 7 Posaunengerichten  wissen.

Aber wenn Paulus hier von der letzten Posaune spricht, mussten die Korinther genau wissen, was er meinte.

Sie kannten nur die Posaunen des Alten Testaments. Die letzte Posaune betrifft das Fest der Posaunen und den jüdischen Brauch, in jedem Jahr an diesem Fest die Posaunen zu blasen.

Bei dem Fest gab es mehrere kurze Posaunensignale, die mit einem langgezogenen Posaunenton endeten.

Das also meint Paulus mit der letzten Posaune. Er will damit ausdrücken, dass die Entrückung die geistliche Erfüllung des Posaunenfestes ist. Über den Zeitpunkt der Entrückung wird nichts gesagt.

Doch eine weitere Reihe von Belegstellen sagt uns eindeutig, dass die Entrückung vor der Trübsal stattfindet. Ich verweise auf meine Videos vom Juni 2016, wo ich die Entrückung ausführlich beschrieben habe.

Not bereitet uns im Moment die Tatsache, dass der Antisemitismus, der Antijudaismus und der Antiisraelismus besorgniserregend zunehmen – auch im Kreise unserer weniger gut informierten Zuschauer. Leider.

Woher ich das weiß?

Weil auf unserer Community Seite bei You Tube immer wieder Kommentare erscheinen, die alles Jüdische verunglimpfen.  Solche  Kommentare zeigen, wie schlecht informiert bestimmte Leute sind. Wir wissen nur, dass in unserem Land der viele Jahrhunderte andauernde Judenhass wieder deutlich zunimmt.

Wer zu Christus gehört oder gehören will, kann Israel und das Judentum nicht abschreiben oder mit böswilligen Unterstellungen verunglimpfen. Der Mensch Jesus von Nazareth ist Jude, Semit und der Messias der Juden und Israelis.

Wer gegen das Volk Gottes etwas hat, sollte sich dreimal überlegen, prüfen, nachsinnen und erkennen, was die Bibel und der Heilige Geist Gottes dazu sagt.

Und die biblische Wahrheit über das Volk Gottes in seinem  Leben praktizieren. Nämlich das zu lieben, was Vater Gott liebt. 

Schon in der Vergangenheit haben wir in unserer Berichterstattung über den Nahen und Mittleren Osten die besondere Bedeutung Israels für den Weltfrieden heraus-gestellt.

Wir haben aber auch keinen Zweifel daran gelassen, dass Israel umringt ist von Terrorgruppen unterschiedlichen Kalibers und von kriegerischen Nationen und ihren Regierungen.

Israel ist als erwähltes Volk Gottes bedroht, wie kein anderes Volk auf der Welt. Es ist nie anders gewesen in der menschlichen Geschichte seit der Erwählung Abrahams zum Stammvater Israels etwa 2000 v. Chr.

Das betrifft die Juden in der Zerstreuung in aller Welt und die Juden, die nach Israel zurückgekehrt sind und in Israel leben.

Israel sollte den anderen Völkern sagen und zeigen, wie wunderbar, wie gut der Gott der Bibel, der einzige Gott im ganzen Universum, zu uns, seinen Geschöpfen ist und dass er sich durch Bündnisse festgelegt hat, jeden der freiwillig zu ihm kommt und bereit ist, seine Wege zu gehen, zu segnen.

Dieser göttliche Segen beginnt im 1. Buch Mose, als Gott Abraham segnet und verspricht, alle Menschen aller Generationen zu segnen, wenn sie sein Volk Israel mit Wohlwollen, Güte und Segen bedenken.

1.Mose 12.1-3: Und der HERR sprach zu Abram: Geh aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde! Und ich will dich zu einer großen Nation machen, und ich will dich segnen, und ich will deinen Namen groß machen, und du sollst ein Segen sein! Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde! 

Manch einer ärgert sich über die schon seit Jahrhunderten andauernde jüdische Geldprominenz der Rothschilds und Rockefellers, die als Top Finanzierer die Welt nach ihrem eigenen Gutdünken nutzen mögen.

Andere glauben an Verschwörungstheorien mit denen Leute wie George Soros die Märkte durcheinanderbringen könnten.

Wieder andere sind überzeugt davon, dass Geheimbünde wie Freimaurer und Illuminaten von Juden gesteuert werden, die die Weltherrschaft anstreben.

Und dann ist da die weitverbreitete christliche Ersatztheologie, die darauf beruht, das Gottesvolk Israel durch das neutestamentliche Gottesvolk der Gemeinde Jesu zu ersetzen.

Wir stellen fest, dass all diese Ansätze menschlichen oder satanischen Ursprungs sind, von der Bibel her aber keineswegs abgedeckt sind.

So wie die anderen Lügen, unbewiesenen Behauptungen und antisemitischen Lästerungen, die immer noch im deutschsprachigen Raum verbreitet werden.

In einigen der folgenden Beiträge werden wir noch einmal die biblische Wahrheit über das Judentum und den modernen Staat Israel herausarbeiten.

Wir stellen fest, dass wir auf diese Weise keinerlei Gegnerschaft zu Arabern oder Muslimen im Sinn haben, soweit diese friedlich sind, sondern ganz allein der weitverbreiteten Unwahrheit über den Nachkommen von Abraham, Isaak und Jakob begegnen wollen.

Schließlich bitten wir Euch, sich nach und nach alle unsere Vorträge durchzulesen. Denn jeder Vortrag beschreibt einen ganz bestimmten biblischen Zusammenhang und hat für Sie eine bestimmte Bedeutung in Ihrem Wachstum im Glauben.

Wir ergänzen jedoch unseren Bestand ständig und bringen so Ihr Bibelwissen stets auf den neuesten Stand.

In diesem Sinne: Möge 2019 Ihnen all die Freude bringen, die der Himmlische Vater denen verheißt, die Jesus nachfolgen und die Bibel kennen und befolgen.

Offenbarung 1.3: Glückselig, der liest und die hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist! Denn die Zeit ist nahe.

 

 

 

 

 

 


70.)  Damit wir Bescheid wissen: Göttliche Zeichen, Zeichen, Zeichen!

Ihr Lieben,

als Jesus, seinen Jüngern die Endzeit in Matthäus 24 und den Parallelstellen in Markus 13 und Lukas 21 erklärte, haben wir als „Jünger der Endzeit“ mehr oder weniger die Aussagen, die mit Teilen dieser Passage verbunden sind, verfehlt oder miss gedeutet. In wie fern?

Jesus spricht sehr detailliert von vielen Zeichen, die eintreten müssen und uns Wegweiser sind. Diese Zeichen stellt uns Gott zur Verfügung am Ende der Zeit, besser: am Ende des Gemeindezeitalters, weil er, der Messias Jesus dann sein Königreich auf der Erde für 1000 Jahre aufrichten will.

Er wird dann von Jerusalem aus regieren. Weil er der echte und legitime Sohn Davids ist, wird er auf dem Thron Davids sitzen, Israel wieder herstellen und die ganze Welt mit eiserner Hand regieren. 

Markus 16.1-3: Und die Pharisäer und Sadduzäer kamen herbei; und um ihn zu versuchen, baten sie ihn, er möge ihnen ein Zeichen aus dem Himmel zeigen. Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Wenn es Abend geworden ist, so sagt ihr: Heiteres Wetter, denn der Himmel ist feuerrot; und frühmorgens: Heute stürmisches Wetter, denn der Himmel ist feuerrot und trübe. Das Aussehen des Himmels wisst ihr zwar zu beurteilen, aber die Zeichen der Zeiten könnt ihr nicht beurteilen. 


Die ungläubigen geistlichen Leiter in Israel wollen ein Zeichen von Jesus und sie bekommen keines. Warum?

Weil Jesus als das größte Zeichen Gottes von ihnen abgelehnt wird.

Der Vorwurf Jesu sitzt. Die Pharisäer und Schriftgelehrten, also die geistlichen ungläubigen Leiter der damaligen Zeit in Israel, hatten über viele Jahrhunderte überwiegend durch mündliche Überlieferung viele geistliche Wahrheiten entwertet und die Menschen in hunderten von unsinnigen menschlichen Geboten von sich abhängig gemacht. 

Jesus sagte den Geistlichen Leitern, dass es die wirklichen und wichtigen Zeichen der Zeit sind, die sie hätten erkennen lassen, dass Gott in Menschengestalt vor ihnen steht und mit ihnen redet. 

Was wäre aus Israel und der Welt geworden, wenn sie ihren Messias damals erkannt und angenommen hätten? Aber sie waren überheblich, eingebildet, dickköpfig und stur. Und lehnten Jesus ab. 

Und heute? Scheint wieder alles genauso wie damals zu sein. 

Die Juden lehnen mehrheitlich Jesus Christus als Messias Gottes immer noch ab. Und die übrige Welt der Nationen tut das auch.

Es ist eine Minderheit, die Jesus, den Messias Gottes erkennt.

Wenn ich mir so manchen Kommentar zu unseren Video Clips in unserer Community bei Youtube ansehe, könnten mir die Haare zu Berge stehen.

Natürlich gibt es auch eine Menge sinnvoller und brauchbarer und liebevoller Beiträge und Hinweise. Es gibt Bekehrungen zu Jesus hin. Und es gibt jede Menge treuer und wachsamer Gotteskinder, die sich ganz auf Jesus und seinen Heiligen Geist verlassen. 

Und dafür sind wir total dankbar.

Aber es gibt auch eine Menge Anmerkungen, die keinerlei biblische Grundlagen haben. Die aus tiefstem Unglauben kommen.

Obwohl wir uns bemühen, die Glaubensgrundlagen sorgfältig zu legen und gründlich zu erklären und ständig zu ergänzen.

Deshalb haben wir uns angewöhnt, jedes Mal unterstützend ein oder zwei neutestamentlich-biblische Lehrtexte zu interpretieren und zu veröffentlichen, um dieser Fehlentwicklung abhelfen zu können.

Bitte verzeiht mir diese klare und deutliche Ansprache. Es ist die einzige Möglichkeit, darauf hinzuweisen, dass wir ganz und gar auf die biblischen Fakten angewiesen sind, die allein die ewigen Wahrheiten Gottes enthalten. Und die der Heilige Geist uns nach und nach erklärt.

Zurück zur Ölbergrede Jesu: Nur wenige Gotteskinder in unseren Gemeinden kümmern sich um diese Inhalte und die Dringlichkeit, mit der Jesus spricht. Und nur wenige sind davon überzeugt, dass wir von ganz wenigen Jahren sprechen, bis sich alles erfüllt.

Deshalb hat uns der Heilige Geist aufgefordert, uns genau damit zu beschäftigen, die Zeichen zu beschreiben, die er uns gibt.

Auch diesmal geht es um Zeichen, hauptsächlich in Nahost.  Göttliche Wegweiser für unsere Generation, die letzte Generation - bevor Jesus kommt. Damit jedes Gotteskind weiß, was die Uhr geschlagen hat.

Jesus sagt seinen damaligen Jüngern ziemlich klar: Am Ende der Zeit, wenn ich wiederkomme, werde ich mein Königreich aufrichten. Nicht jetzt.

Wir sollten uns also erinnern, dass er die Unterweisung seiner damaligen Jünger unternimmt - gerade mal ein paar Tage nach seinem triumphalen Einzug in Jerusalem am Palmsonntag.

Denn eine Anzahl von Juden hoffte nun, wie auch die Jünger, dass Jesus sein Reich genau hier und jetzt gleich errichten würde. Das war natürlich falsch. Wir wissen das. Aber viele Juden waren verwirrt, unsicher und verstanden nicht, dass etwas ganz anderes an den folgenden Tagen in Jerusalem passieren würde: Dass nämlich Jesus seinen Leidensweg bis zum Tod am Kreuz würde gehen müssen.

Um am Ostermorgen triumphierend über Tod und Teufel zu neuem Leben aufzustehen und danach in den Himmel aufzufahren.

Matthäus 8.31-32: Und er fing an, sie zu lehren: Der Sohn des Menschen muss vieles leiden und verworfen werden von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getötet werden und nach drei Tagen auferstehen. Und er redete das Wort mit Offenheit. Und Petrus nahm ihn beiseite und fing an, ihn zu tadeln. Er aber wandte sich um und sah seine Jünger und tadelte Petrus und sagte: Geh weg hinter mich, Satan! Denn du sinnst nicht auf das, was Gottes, sondern auf das, was der Menschen ist.

Petrus steht hier für viele: Der Wunsch, Jesus jetzt zum König von Israel zu machen und auf diese Weise die verhassten Römer loszuwerden war der Vater des Gedankens. Und so ging es vielen damals.

Wie war eine solche Fehleinschätzung möglich? Warum gefiel Petrus nicht, was Jesus sagte?

Weil Petrus die beiden Kommen Christi zu unterschiedlichen Zeiten nicht völlig verstanden hatte. Petrus wollte Jesus jetzt, bei seinem ersten Kommen zum König von Israel machen. Das ehrt ihn, war aber falsch. Das hatte der Vater im Himmel anders geplant. Wir wissen das. Wir leben aber auch 2000 Jahre später als Petrus.

Apostelgeschichte 1.6.: Sie nun, als sie zusammengekommen waren, fragten ihn und sagten: Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Reich wieder her?

Sogar als Jesus bereit war, in den Himmel aufgenommen zu werden, hofften viele immer noch, dass Jesus sein Königreich errichten würde. Hier und jetzt gleich.

Wir müssen uns also daran erinnern, dass die Jünger sich schwer taten, zu verstehen, welch ein Wirbel von Ereignissen um sie herum passierte. Und Jesus wusste das natürlich.

So lassen sie uns also zurückgehen, um die Ereignisse der Passionswoche zu verstehen, also zwischen Palmsonntag und der Kreuzigung, als Jesus die Jünger mit der Ölbergrede in einem stillen Moment über alles unterrichtete, was damals und in der Endzeit, also heute, passieren würde.

Er sprach von vielen Zeichen, die genau aussagen würden, was gerade dran wäre. Jesus erklärt alles, was passieren muss – aber dann sagt er:

Matthäus 24.36: Von jenem Tag aber und jener Stunde weiß niemand, auch nicht die Engel in den Himmeln, auch nicht der Sohn, sondern der Vater allein. 

Dies ist der Vers, den jeder vorgibt, zu verstehen: Niemand kann irgendetwas wissen! Selbst Jesus bei seinem 1. Erdendasein nicht. Was kann niemand wissen? Den genauen Zeitpunkt von Jesu Wiederkunft bei seinem 2. Kommen. Wenn Jesus es nicht weiß, wie sollen wir es wissen?

Doch das ist nicht ganz richtig.

Das griechische Wort für „wissen“, das hier benutzt wird, steht im Perfekt Indikativ und sollte übersetzt werden mit „hat gesehen“, also eine vergangene abgeschlossene Situation.

Jesus erklärt die Endzeit den damaligen Jüngern, die nicht verstehen können, was er meint. Denn zuerst müssen sie ja die Karwoche mit ihren Ereignissen verstehen lernen und verkraften. Und dann noch die Zerstörung des Tempels 70 n. Christus. Also in etwa 40 Jahren. Das ist schon schwierig genug.

Jesus hat ja seinen kompletten Leidensweg noch vor sich. Sein sterben, auferstehen und in den Himmel aufgenommen werden. Jesus erklärt, dass niemand bis heute die Endzeit gesehen hat, weil sie noch ca. 2000 Jahre entfernt ist. 

Jesus wird das Königreich Israel zu dem Zeitpunkt nicht wiederherstellen, wie und zu welcher Zeit die Jünger das erwarten. Also etwa 30 nach Christus. 

Jesus beabsichtigt nicht, seine Jünger sich selbst zu überlassen und sich uns zuzuwenden. Er redet zu seinen damaligen Jüngern. Er weiß, dass sie ihre eigene Gegenwart nicht verstehen. Weil sie „vieles noch nicht gesehen haben“. Wie viel weniger, dass was noch weit in der Zukunft liegt.

Kein Jünger konnte sich damals vorstellen, was in 2000 Jahren alles so passieren würde. In seiner Verantwortung für die Jünger klärt Jesus sie zuerst über ihre Gegenwart auf.

Matthäus 24.36: Von jenem Tag aber und jener Stunde weiß niemand, auch nicht die Engel in den Himmeln, auch nicht der Sohn, sondern der Vater allein. 

Niemand weiß beim ersten Kommen Jesu, was am Ende des Gemeindezeitalters passiert. Was sagt Jesus als nächstes?

Matthäus 24.42: Wacht also! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt.

Das sagt er zu allen Jüngern. Auch zu uns. 

So beginnt also das Gemeindezeitalter 10 Tage nachdem Jesus in den Himmel aufgenommen wurde und niemand hatte eine Ahnung von „dem Tag oder der Stunde“.

Wenn aber die Trübsal mit der Unterzeichnung des Vertrages zwischen dem Antichristen und Israel beginnt, wie Daniel 9.27: sagt, dann wissen wir, dass genau 7 Jahre später Jesus wiederkommt. 

Was hat Jesus seinen Jüngern damals und heute gesagt? Wacht, seid wachsam! Nur so kann euch niemand verführen. 

Achtet auf die jeweiligen Zeichen. Zeichen am Himmel und auf der Erde. Warum die Zeichen?

Damit ihr Bescheid wisst. Auch über die Zeiten. Wir sind wachsam, damit wir wissen, was wann geschieht. So wollte Jesus es. 

Wir sind wachsam, um die von Gott gegebenen Zeichen zu verstehen. Selbst da, wo in Bezug auf Tag oder Stunde alles auch für uns unsicher bleibt.

Stimmt das mit der übrigen Schrift überein? Absolut!

Matthäus 24. 32: Von dem Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Wenn sein Zweig schon weich geworden ist und die Blätter hervor treibt, so erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist. So sollt auch ihr, wenn ihr dies alles seht, erkennen, dass es nahe an der Tür ist. Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht (Generation) wird nicht vergehen, bis dies alles geschehen ist. 


Jesus redet jetzt zu allen Jüngern aller Zeiten. Jesus nimmt ein Beispiel aus der Natur: Wenn die Zweige der Bäume ausschlagen, wissen wir, dass der Sommer bald kommt. 

Und all die von Jesus angekündigten Zeichen sagen uns klar und deutlich, dass er, Jesus, dann innerhalb einer Generation wiederkommen wird.

1.Thessalonicher 5.3-6: Wenn sie sagen: Friede und Sicherheit!, dann kommt ein plötzliches Verderben über sie, wie die Geburtswehen über die Schwangere; und sie werden nicht entfliehen. Ihr aber, Brüder, seid nicht in Finsternis, dass euch der Tag wie ein Dieb ergreife; denn ihr alle seid Söhne des Lichtes und Söhne des Tages; wir gehören nicht der Nacht und nicht der Finsternis. Also lasst uns nun nicht schlafen wie die Übrigen, sondern wachen und nüchtern sein! 


Wachen und nüchtern sein! Sonst schaffen wir das nicht. Sonst kommt Jesus letztlich doch völlig überraschend wie ein Dieb in der Nacht.

Hebräer 10.24-25: und lasst uns aufeinander achthaben, um uns zur Liebe und zu guten Werken anzureizen, indem wir unser Zusammenkommen nicht versäumen, wie es bei einigen Sitte ist, sondern einander ermuntern, und das umso mehr, je mehr ihr den Tag herannahen seht!


Jetzt brauchen wir einander! Jetzt gilt es! Jetzt müssen wir uns gegenseitig stützen und lieben, damit wir fit sind für das, was kommt. Weil wir den Tag herannahen sehen.

Offenbarung 3.3: Denke nun daran, wie du empfangen und gehört hast, und bewahre es und tue Buße! Wenn du nun nicht wachst, werde ich kommen wie ein Dieb, und du wirst nicht wissen, zu welcher Stunde ich über dich kommen werde.

Jesus will nicht, dass wir unvorbereitet sind. Dass wir überrascht werden. Jesus will, dass wir gelassen bleiben, und jede seiner Maßnahmen mit bekommen. 

Offenbarung 1.1-3: Offenbarung Jesu Christi, die Gott ihm gab, um seinen Knechten zu zeigen, was bald geschehen muss; und indem er sie durch seinen Engel sandte, hat er sie seinem Knecht Johannes kundgetan, der das Wort Gottes und das Zeugnis Jesu Christi bezeugt hat, alles, was er sah. Glückselig, der liest und die hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist! Denn die Zeit ist nahe.


Jesus hat uns alle Offenbarung gegeben und die Schrift ist klar und wir sind wachsam genug, um Bescheid zu wissen. Es ist biblisch nicht haltbar, dass wir Zeiten und Zeitpunkte nicht wissen können. Wir haben die Zeichen der Zeit am Himmel und auf der Erde.

Denken wir an den Sternenhimmel über Jerusalem am 23. September 2017: Offenbarung 12, der Beginn des Zeitalters des Messias wurde uns allen deutlich gezeigt. Was könnte deutlicher sein. Sehen sie dazu unseren Video vom 4.12.2016: Endzeit: Wie es weitergeht. 

Wir haben weitere Zeugnisse: Doch ein Teil der Gemeinde Jesu erweckt den Eindruck, dass sie die Endzeit nichts angeht. Es sieht so aus, als wenn sie schläft. Ist ganz mit ihren Alltagsgeschäften ausgefüllt. Und hat keine Ahnung, was vor ihren Augen passiert. Das ist bedenklich.

Aber haben wir das nicht auch schon beim 1. Kommen des Messias gesehen? Damals hatten die Gläubigen auch keine Ahnung, was passierte.

So war es auch, als Noah die Arche baute: Die Menschen taten das, was sie immer taten: Kaufen, verkaufen, heiraten und verheiratet werden. Selbst als Noah in die Arche ging.

Matthäus 24.42-44: Wacht also! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt. Das aber erkennt: Wenn der Hausherr gewusst hätte, in welcher Wache der Dieb kommt, so hätte er wohl gewacht und nicht zugelassen, dass in sein Haus eingebrochen wird. Deshalb seid auch ihr bereit! Denn in der Stunde, in der ihr es nicht meint, kommt der Sohn des Menschen. 

Das heißt doch: Wenn wir uns als Hausherren betrachten, die verantwortlich handeln, dann sind wir sofort verfügbar, die ganze Nacht hindurch durch unser hingegebenes Leben vor Gott und wir sind bereit, denn gerade wenn wir nicht damit rechnen, wird Jesus überraschend kommen und uns zu sich hin entrücken. 

Überraschend für Gläubige und Ungläubige. Aber als Gläubige sind wir bereit, mit ihm zu gehen, wenn er kommt, um uns zu holen.

69.) Unser Kampf verlangt uns alles ab!

Ihr Lieben,

wir bibelgläubigen Christen, ob wir uns nun evangelikal oder fundamental oder bibeltreu nennen, haben unsere Sache in den letzten 100 Jahren nicht gut gemacht.

Das liegt wohl vor allem daran, dass wir den Zeitgeist der Gesellschaft um uns herum nicht richtig verstanden und schon gar nicht seine Irrtümer rechtzeitig durchschaut haben.

Sonst hätten wir bemerkt, dass der Zeitgeist unaufhörlich vorwärts strebt und alles zerstört, was sich ihm entgegenstellt. Auch und gerade alles, was uns Christen lieb und teuer ist.

Hätten wir uns vor 100 Jahren vorstellen können, dass Millionen ungeborener Kinder in unseren westlichen Ländern getötet werden würden?

Oder dass uns nicht erlaubt sein würde, in den staatlichen Schulen unseres Landes wenigstens in der Religionsstunde von Jesus, dem Gekreuzigten, vom göttlichen Vater und anderen biblischen Wahrheiten zu erzählen.

Oder dass jegliche Form sexueller Perversion von den Medien gefördert werden würde.

Oder dass traditionelles Familienleben, Kindererziehung und Ehe permanent als gestrig und veraltet angegriffen würden.

Oder dass gleichgeschlechtliche Ehe – von der Bibel gar nicht vorgesehen, besser noch: als Sünde total verworfen – von der Gesellschaft voll und ganz akzeptiert wird. 

Trauriger Weise müssen wir gestehen, dass nur sehr wenige Christen erkannt haben, in welch einem Kampf wir uns befinden.

Sehr wenige haben sich entschlossen, mit allen Mitteln eine eindeutige und mutige Position einzunehmen und gegen den Zeitgeist unserer Tage aufzustehen.

Dieser Zeitgeist ist es, der unsere christliche Gesinnung zerstören will, die unserem Land und unserer Kultur einst Richtung und Ziel gegeben hat.

Die Bibel sagt uns ganz klar, dass wir als bibelgläubige Christen  in einem Kampf befinden, der kosmische Ausmaße angenommen hat.

Es ist ein Kampf auf Leben und Tod um den Geist und die Seele des Menschen, ein Kampf, der Ewigkeitsbedeutung hat. Gleichzeitig ist das aber auch ein Kampf auf Leben und Tod in Bezug auf das Leben hier und jetzt auf dieser Erde.

Epheser 6.12: Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistigen Mächte der Bosheit in der Himmelswelt.

Glauben wir das? Glauben wir wirklich, dass es Mächte der Finsternis sind, die unser Zeitalter beherrschen? 

Ein Großteil der evangelikalen Welt verhält sich so, als wenn er diese Dinge so nicht glauben würde. Wenn das wahr ist, dann können wir auch nicht erwarten, dass wir in diesem Kampf gut abschneiden werden.

Warum haben wir so wenig Einfluss auf unsere heutige Welt? Kann das auch daran liegen, dass wir den eigentlichen Kampf nicht ernst genommen haben? 

Dann haben wir auch nicht die Waffen ergriffen, die unser Herr uns gegeben hat.

Epheser 6. 13-18: Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag widerstehen und, wenn ihr alles ausgerichtet habt, stehen bleiben könnt! So steht nun, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, bekleidet mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit und beschuht an den Füßen mit der Bereitschaft zur Verkündigung des Evangeliums des Friedens! Bei alledem ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt! Nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, das ist Gottes Wort! Mit allem Gebet und Flehen betet zu jeder Zeit im Geist, und wachet hierzu in allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen.

Es gibt keine andere Möglichkeit, den geistlichen Kampf in den himmlischen Regionen zu führen. Wenn wir diese Waffen nicht ergreifen, dann haben wir keine Hoffnung auf Erfolg.

Der himmlische Kampf wird im Bereich von Raum und Zeit auf der Bühne der Menschheitsgeschichte geführt. Wenn wir das verstanden haben, dann müssen wir uns dem geistlichen Kampf mit den Waffen stellen, die einzig effektiv sind.

Dazu brauchen wir eine lebenslange Bindung an Christus, die sich auf die ganze Wahrheit stützt, und im Evangelium begründet ist. 

Unsere Waffen sind Defensivwaffen. Die einzige Offensivwaffe ist das Schwert des Geistes, das Wort Gottes.

Wir sollen uns also in allem auf das Wort Gottes berufen: Das heißt, nicht nur in geistlichen Dingen, sondern auch in Bezug auf Geschichte, Wissenschaft und Moral. 

Wenn wir auf irgendeinem Gebiet Kompromisse eingehen, wie das heute bei vielen geschieht, die sich evangelikal nennen, dann zerstören wir die Kraft des Wortes Gottes und liefern uns selbst in die Hand des Feindes.

Unser Denken und unser Handeln stehen gleichermaßen auf dem Prüfstand.

1.Korinther 1.20-21: Wo ist ein Weiser? Wo ein Schriftgelehrter? Wo ein Wortstreiter dieses Zeitalters? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht? Denn weil in der Weisheit Gottes die Welt durch die Weisheit Gott nicht erkannte, hat es Gott wohlgefallen, durch die Torheit der Predigt die Glaubenden zu retten. 

1.Korinther 3.18-19: Niemand betrüge sich selbst! Wenn jemand unter euch meint, weise zu sein in dieser Welt, so werde er töricht, damit er weise werde. Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit bei Gott; denn es steht geschrieben: "Der die Weisen fängt in ihrer List."

Paulus sagt nicht, dass Bildung und Wissen keinen Sinn hätten. Er selbst gehörte zu den gebildetsten Menschen seiner Zeit. 

Paulus spricht von der weltlichen Weisheit, die beansprucht, sich selbst zu genügen. Und nichts von Gott und seiner Offenbarung wissen will. Sondern Gott als nicht existent und somit bedeutungslos für unser Leben einstuft.

Diese Weisheit kommt zu einer völlig verzerrten Beurteilung der Welt.

Römer 1.21-25: weil sie Gott kannten, ihn aber weder als Gott verherrlichten noch ihm Dank darbrachten, sondern in ihren Überlegungen in Torheit verfielen und ihr unverständiges Herz verfinstert wurde. Indem sie sich für Weise ausgaben, sind sie zu Narren geworden und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes verwandelt in das Gleichnis eines Bildes vom vergänglichen Menschen und von Vögeln und von vierfüßigen und kriechenden Tieren. Darum hat Gott sie dahingegeben in den Begierden ihrer Herzen in die Unreinheit, ihre Leiber untereinander zu schänden, sie, welche die Wahrheit Gottes in die Lüge verwandelt und dem Geschöpf Verehrung und Dienst dargebracht haben statt dem Schöpfer, der gepriesen ist in Ewigkeit. 

Hier geht es um die Art, wie Menschen denken, um den Prozess ihrer Schlussfolgerungen, um ihre Einsichten. 

Die Bibel sagt nicht, dass es nur religiöse Bereiche sind, wo der Mensch in die Irre geht. Sondern in dieser inneren Haltung, die intellektuell absolut „töricht“ ist, geht er überall in die falsche Richtung.

Das ganze Universum, die Wissenschaften, das Zusammenleben – der Mensch ist auf geradezu verzerrte Weise „töricht“ geworden – in allem was er denkt und tut.

Vielmehr bleibt ein solcher Mensch in einer Lage zurück, in der er eine Fülle von Spannungen und Fehlern erlebt, aus denen er sich nicht befreien kann.

Die Bibel sagt uns auch, wie der Mensch in diese Lage geriet. Weil sie Gott kannten, ihn aber weder als Gott verherrlichten, noch ihm Dank darbrachten.

Deshalb ist ihre ganze Existenz „töricht“. Die Wahrheit kennen und sich doch zu den Fabeln abwenden – das ist in höchstem Masse töricht.

Von diesem biblischen Standpunkt aus, gab es eine Zeit, in der die Menschen in Indien und Pakistan die Wahrheit kannten und sich davon abwandten. Eine Zeit in der die Afrikaner die Wahrheit kannten und sich ebenfalls mutwillig davon abwandten.

Doch es gibt keine Zeit in der Weltgeschichte und kein offen kundigeres Beispiel dafür, wo Menschen die Wahrheit kannten und sich doch in einer unglaublich kurzen Zeitspanne bewusst davon abwandten, wie in unserer Generation.

West Europa und Nord Amerika haben mit eigenen Augen gesehen, wie sich diese Wahrheit in weniger als 100 Jahren erfüllt hat.

Es ist eine furchtbare Sache, zu sehen, wie zu unseren Lebzeiten, alles was früher gegolten hat und wertvoll war, verfallen und vernichtet wird.


68.)  Damaskus eine uralte Stadt wird zerstört!

Ihr Lieben,
heute beleuchten wir in dieser Arbeit die Situation im Nahen und Mittleren Osten aus verschiedenen biblischen Blickpunkten. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Vorgänge in und um Israel, den Augapfel Gottes, zu bekommen.

1.Mose 14.15: Und nachts teilte er (Abraham) sich und fiel über sie her, er und seine Knechte, und schlug sie und jagte ihnen nach bis nach Hoba, das links von Damaskus liegt.
Damaskus ist eine uralte Stadt. In der Bibel wird sie schon zu Abrahams Zeiten, also etwa 2000 vor Christus erwähnt. Abraham befreite dort seinen Neffen Lot, den Diebe in ihre Gewalt gebracht hatten.

Die Stadt liegt am Abana, östlich des Hermon Gebirges. Es fällt auf, dass die Stadt ohne jeden natürlichen Schutz ist. Sie liegt weit ab vom Meer und ist von der syrischen Küste durch eine doppelte, im Winter schneebedeckte Bergkette getrennt.
Und sie liegt am Rande der Wüste, die sich nach Osten ausdehnt.
Doch gerade diese Lage gibt Damaskus die Bedeutung als Kulturzentrum und Zufluchtsstätte der Wüstennomaden. Die Stadt lebt vom Wasser des Abana, der östlich von Damaskus in der Wüste versickert.

Damaskus hat die Hauptstädte ihrer Eroberer, wie Memphis, Babylon, Ninive bei weitem überlebt. Interessant: Schon in der Frühzeit war Syrien ein gefährlicher Gegner Israels.
In der Zeit des Neuen Testaments bildete sich sehr früh eine christliche Gemeinde in Damaskus, die, wie wir wissen, von Paulus verfolgt wurde. Auch heute gibt es Christen in Damaskus. Zwischen 1517 und 1917 gehörte Damaskus wie Israel auch zum türkisch-osmanischen Reich. 

In Israels modernen Überlebenskampf gegen seine arabischen Nachbarn seit seiner                Neugründung im Jahre 1948, gehörte Syrien mit seiner Hauptstadt Damaskus, stets zu seinen härtesten Gegnern.

Jesaja 17. 1-3: Ausspruch über Damaskus. Siehe, Damaskus hört auf, eine Stadt zu sein, und wird ein Trümmerhaufen. Verlassen sind die Städte von Aroër, sie werden den Herden preisgegeben; die lagern dort und niemand schreckt sie auf. Und verschwinden wird die feste Stadt aus Ephraim und das Königtum aus Damaskus.


Jesaja 17.9: An jenem Tag werden seine Festungsstädte sein wie die verlassenen Orte des Waldes und des Berggipfels, die man vor den Söhnen Israel verließ; und es wird eine Öde sein.

 
Jesaja 17.14: Zur Abendzeit, siehe da, jähes Erschrecken. Ehe es Morgen wird, gibt es sie nicht mehr. Das ist das Geschick derer, die uns plündern, und das Los derer, die uns berauben.

Die Vernichtung von Damaskus ist beschlossene Sache bei unserem Gott der Bibel. Sonst hätte Jesaja es nicht schon vor vielen tausenden Jahren prophezeit.
Der Grund ist die Bestrafung Syriens: Der fortgesetzte, unerbittliche Kampf gegen Israel. Und die Verbrüderung mit den Erzfeinden Israels.

Syrien befindet sich in den letzten 7 Jahren seit dem sogenannten „Arabischen Frühling“, der in Wahrheit gar kein Frühling war, in einem der grausamsten Bürgerkriege, die der Nahe Osten je gesehen hat. Millionen von Flüchtlingen haben das Land in alle Richtungen verlassen und leben zum Teil unter schlimmsten Umständen sehr oft in riesigen Lagern. Weit von der Heimat entfernt. Doch der Bürgerkrieg geht weiter. Diktator Assad ist mit russischer und iranischer Hilfe noch immer an der Macht. 

Er kämpft mit allen Mittel gegen das eigene Volk. Um genau zu sein: Gegen solche seiner Landsleute, die ihn nicht bedingungslos unterstützen. Und er hat mächtige Bundesgenossen in diesem Vernichtungskrieg: Russland, Iran und schließlich indirekt auch die Türkei, die sich über die syrischen Kurden hermacht. 

Diese mächtigen Verbündeten von Assads Syrien verfolgen jeweils eigene Interessen.
Russland fügt der USA und dem Westen Schaden zu, wo immer es geht. Iran sieht in USA und Israel satanische Kräfte am Werk. Und die Türkei will sich als moslemische Führungsnation einen Namen machen. Syrien befindet sich immer noch im Kriegszustand mit Israel. Seit dem Yom Kippur Krieg von 1973. 

Vor allem auch wegen der Golan Höhen, die Israel im 6-Tage-Krieg 1967 annektiert hat. Um Angriffe von Norden her zu erschweren. Anfang des Jahres hat Syrien einen israelischen Militärjet über israelischem Gebiet abgeschossen. Dadurch sind die Spannungen zwischen beiden Ländern weiter gestiegen. Zudem: Syrien wird, wie schon angedeutet, von Russland und Iran unterstützt und Israel fliegt regelmäßig Angriffe gegen Syrien, sobald die Geheimdienste melden, dass iranische Elitesoldaten in Bewegung sind und sich der israelischen Grenze nähern.

Eine ziemlich schwierige Gemengelage. Zumal in Syrien auch die USA noch aktiv sind, um den gemäßigten Oppositonellen und den Kurden beizustehen. Insgesamt eine Weltkriegs-Konstellation also. Wenn man bedenkt, dass auch Frankreich und England die Amerikaner mit der französischen „Force de Frappe“ und der englischen „Royal Airforce“ von Fall zu Fall unterstützen.

Doch was ist mit Damaskus?

Damaskus ist die Hauptstadt Syriens. Immer noch. Keine Stadt wie jede andere. Sondern die am längsten bewohnte Stadt auf der ganzen Erde. Und diese Stadt wird zerstört. Nichts anderes kann man aus den oben zitierten Bibel Prophetien entnehmen. 
Über Nacht geschieht das und es geschieht wahrscheinlich von Israel aus.
Was kann die Vernichtung dieser 1.9 Millionen Einwohner zählenden Metropole mit ihrer einzigartigen Tradition bewirken? Denn noch ist das ja nicht passiert. Doch viele Bibel Experten glauben, dass die Zerstörung von Damaskus kurz bevor steht.

Als weiteres wichtiges Endzeit Zeichen. Die Bibel spricht von der „Last über Damaskus“. Für den bibelgläubigen Christen ist das ein ernst zu nehmender Text, der bis heute noch nicht in der Geschichte der Menschheit und des Nahen Ostens eingetroffen ist.
Bei der augenblicklichen angespannten Situation in und um Syrien spitzt sich dort etwas zu. Der Abschuss eines israelischen Kampfjets vom Typ F16D am 10. Februar 2018 über Nordisrael durch eine russische Oberflächenrakete vom Typ Sam S-200 VEGA wurde in der muslimischen Welt als Triumph gegenüber der überlegenen israelischen Kriegsausrüstung angesehen.

Israel seinerseits schoss eine von Iran kopierte amerikanische   Drohne ab, allerdings über israelischem Territorium. Durch diese Vorgänge ist die israelische Existenz im Nahen Osten weiter aufs Äußerste gefährdet und es ist mit drastischen Vergeltungs- sprich Verteidigung Maßnahmen der Israelis zu rechnen.

Fachleute glauben, dass Ereignisse wie das hier beschriebene, nur ein weiterer Baustein in der Serie iranischer Provokationen gegen den Erzfeind Israel ist: Der Wille, Israel komplett zu vernichten, wird in Iran täglich intensiver postuliert. Der oberste geistliche Leiter, Ayatollah Khamenei verspricht sogar der Welt, dass in spätestens 25 Jahren Israel nicht mehr existiert. Da wird endgültig klar: Er hat seine Rechnung ohne den Gott der Bibel gemacht. 
So wundert es auch nicht, dass Israel sich zur Wehr setzt. Mit der Überlegung, dass nur der überlebt, der zuerst den Gegner vernichtend trifft. 

Es ist gut, sich das auch als Europäer vorzustellen. Jeder Schritt Israels gegen Syrien ist auch ein Schritt gegen Iran. So könnte die Vernichtung von Damaskus eine allerletzte Warnung Israels an die Mullahs in Teheran sein. Damaskus wird nie mehr bewohnt werden, wie uns die Bibel informiert und seine Bedrohung für Israel ist dann schlagartig vorüber.
Aber die Antwort der moslemischen Welt wird sicher nicht auf sich warten lassen. Der gemeinsame Weg führt sie im mittleren Osten zusammen, um Israel zu vernichten.
Andererseits: Vermutlich wird sich keine Nation aktiv an die Seite Israels stellen.  
Doch JHWH, unser großartiger Vater und Gott wird seinen Augapfel Israel nicht im Stich lassen. 

Dabei glauben schon jetzt viele Experten, dass die 7 Jahre Bürgerkrieg auch Damaskus und seine Bewohner schon lange in Mitleidenschaft gezogen haben.
Viele Bewohner der Stadt sind geflohen, um anderswo ein neues und geordnetes Leben zu führen. Viele bis nach Europa. Aber nicht nur Damaskus droht zu kollabieren. Städte wie Homs und Palmyra sind in diesen letzten 7 Jahren längst kollabiert.

Was die Bibel hier über Damaskus ausspricht, bedeutet, dass diese Stadt nicht mehr aufgebaut wird. Nie mehr. Also auch nicht im 1000 jährigen Friedensreich des Messias.
Ganz anders als seiner Zeit Beirut/Libanon: Auch Beirut war durch Krieg und Bürgerkrieg im vorigen Jahrhundert stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 

Aber die Stadt erholte sich in den 40 Jahren danach. Heute ist der Libanon mit 40% Christen, 30% sunnitischen und 30% schiitischen Moslems ohnehin ebenfalls in einer dramatischen und auffälligen (Terror) Situation. Vor allem, weil die bis an die Zähne bewaffnete Hisbollah-Terror-Gruppe das kleine Land aus dem Hintergrund heraus regiert.

Im Unterschied zu Beirut sagt die Bibel, dass Damaskus nicht mehr bewohnt werden wird.
Der Bürgerkrieg in Syrien könnte schon in Kürze zu einer Art  Katalysator werden für eine Reihe von Kriegen, die sich nacheinander im Nahen Osten ereignen werden. Und die schließlich in der alles entscheidenden Schlacht von Harmageddon ihren Höhepunkt und Abschluss finden.
Dieser Krieg aller Kriege wird durch das zweite Kommen Jesu Christi beendet. Jetzt – 2018719 – könnte diese von Hass und Unversöhnlichkeit dominierte kriegerische Zeit beginnen. Wenn das der Fall ist, dann ist auch die Wiederkunft Jesu nicht mehr allzu weit weg von uns.

Wenn Vater-Gott diese Kriegszeit nicht verkürzen würde, dann würde niemand das Geschehen überleben. Deshalb: Unsere Antwort kann nur sein: Jesus und dem Vater im Himmel bedingungslos zu vertrauen und unsere selbstgemachte menschliche „Gerechtigkeit“ ein für alle Mal durch den lebendigen Glauben an Christus zu ersetzen.
Das ist möglich und unersetzlich. Seien sie von ganzem Herzen gesegnet: Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. 
  


67.)   Das eine Haupt-Kennzeichen des Christen.

Ihr Lieben,

Lasst mich das kurz erklären: Während ich mich vor 36 Jahren zu Jesus Christus bekehrt habe, hat mir der Heilige Geist immer wieder Fakten über die Endzeit beigebracht. Ohne seine langjährige Hilfe könnte ich das überhaupt nicht machen.

Während ich mich aber früher hauptsächlich mit Evangelisation, Gebet, Gemeinde, Jüngerschaft, Leitung – also vorwiegend mit Pastoral Themen aktiv beschäftigt habe, sagte der Heilige Geist im Jahre 2015 zu mir, dass ich mich von da ab hauptsächlich mit Endzeit Themen beschäftigen sollte.

Was ich dann auch tat.

Inzwischen erkläre ich von der unfehlbaren Bibel her die Zeit in der wir leben und wage gelegentlich Ausblicke auf die nähere Zukunft. Dabei helfen mir die von Jesus benannten Zeichen am Himmel und auf der Erde. Und das Reden des Heiligen Geistes.

Durch alle meine Themen zieht sich wie ein roter Faden das gemeinsame Thema: „Die Herrschaft Jesu Christi in der Gesamtheit des Lebens.“ Und: „Wie Vater Gott die Welt sicher zu ihrem Ziel bringt.“

Wenn Jesus wirklich Herr ist, dann muss das auch der Fall sein in allen geistlichen und intellektuellen Fragen und den Gebieten der Kultur, der Gesetzgebung und der staatlichen Gewalt.

Wir geben Anregungen, jeden Tag mit Gott zu gestalten, Gottes Wort zu erforschen, ein Leben des Gebets zu führen, und die Liebe, das Erbarmen und die Heiligkeit Gottes, unseres Herrn zu verkünden.

Und wir sagen mit der Bibel, dass Jesus in wenigen Jahren wiederkommt und dass zuvor die Gemeinde noch zu Jesus hin entrückt werden muss.

Es gibt zwar eine Anzahl von Endzeitbeobachtern, aber manchmal kommt man sich schon sehr einsam vor. Neulich bin ich in ein tiefes Loch gefallen, weil ich gesehen habe, dass von meinen christlichen Freunden nur ganz wenige auf dem gleichen inhaltlichen Weg sind, wie ich.

Wo sind sie geblieben? Dann sprach der Heilige Geist zu mir.

Er sagte, dass ich etwas verstehen müsste:

Viele meiner evangelikalen Freunde von vor 36 Jahren seien ebenfalls älter geworden, seien Rentner wie ich auch. Überall hat die nächste Generation den Staffelstab übernommen. Der Kampf um die Durchsetzung biblischer Regeln in unserer Gesellschaft steht bei dieser Gruppe nicht unbedingt an erster Stelle. Vorsichtig ausgedrückt. 

Der Heilige Geist hat mir alles erklärt und ich habe es wohl verstanden. Die Auswirkung des Zeitgeistes der letzten 100 Jahre auf das evangelikale Christentum hat jedenfalls ganz massive Folgen gehabt. Das habe ich jetzt verstanden.

Und deshalb gehen viele Christen heute nicht den gleichen Weg, den ich gehe. Ich bin überzeugt: Die Bibel muss notwendigerweise auf jedem Gebiet von Kultur und Gesellschaft ausgelebt werden, sonst wird ihr Wert unweigerlich geschmälert.

Hierbei spielt die Endzeit-Berichterstattung natürlich eine ganz spezifische Rolle. Denn die Endzeit bedeutet ja, dass das Zeitalter der Gemeinde jetzt zu Ende geht. Und dass Gott mit seinem auserwählten Volk Israel danach den Weg wieder aufnimmt und das Alte Testament zu einem Ende bringt.  

Kein Weltuntergang oder Ähnliches – sondern das Ende des 2000 Jahre dauernden Gemeindezeitalters. Dann kommt Jesus definitiv als König und Herr auf die Erde, auf seine Erde zurück.

Doch jetzt zu unserem eigentlichen Thema.“Das Kennzeichen des evangelikalen Christen – worauf es ankommt.“

Johannes 13.33-35: Kinder, noch eine kleine Weile bin ich bei euch; ihr werdet mich suchen, und wie ich den Juden sagte: Wohin ich gehe, könnt ihr nicht hinkommen, so sage ich jetzt auch euch. Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. 

Jesus gibt seinen Jüngern aller Zeiten ein Gebot, das eine Bedingung einschließt: Wenn ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe, dann wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid.

Das also ist die Voraussetzung: Wenn ihr gehorcht, werdet ihr das Kennzeichen Christi tragen. Anders ausgedrückt: Wollen wir den Nichtchristen unser Christsein beweisen, dann muss dieses Kennzeichen sichtbar sein. Der Fisch am Auto reicht also nicht.

Es wird uns geboten, unsere Mitchristen, unsere Brüder und Schwestern zu lieben. Das ist das allererste. Aber wir dürfen die andere Seite der Lehre Jesu nicht vergessen. Wir sollen alle Menschen als unsere Nächsten lieben.

Denn alle Menschen tragen das Bild Gottes in sich. Und eine Seele, die ewig lebt. Sie sind also nicht nur als erlöste Menschen wertvoll, sondern einfach als die einzigen Geschöpfe, die nach dem Bilde Gottes geschaffen sind.

Der moderne Mensch hat diesen Gedanken verworfen und weiß nicht, wer er ist und woher er kommt. Deshalb kann er auch weder in sich selbst, noch in anderen Menschen einen wirklichen Wert finden.

Die Bibel sagt, dass alle Menschen unsere Nächsten sind, die wir lieben sollen wie uns selbst. Es ist allein schon die Schöpfungstatsache, die uns dazu verpflichtet. Denn alle Menschen sind wertvoll, auch die unerlösten, weil sie alle nach dem Bilde Gottes erschaffen sind. Deshalb sollen wir sie lieben, auch wenn das manchmal völlig unmöglich erscheint.

Jesus gebietet uns nun, unsere christlichen Glaubens Geschwister besonders zu lieben. Die beiden Gebote schließen einander nicht aus. Sondern die beiden Gebote verstärken sich gegenseitig.

Wenn wir alle Menschen als unsere Nächsten lieben sollen, dann ist es noch wichtiger, unsere Glaubensgeschwister zu lieben. Denn dann sehen alle Menschen, dass wir als Mitchristen durch Jesus Christus einen gemeinsamen Vater haben und dass der Heilige Geist in uns wohnt.

Galater 6.10: Lasst uns also nun, wie wir Gelegenheit haben, allen gegenüber das Gute wirken, am meisten aber gegenüber den Hausgenossen des Glaubens!

So stellt auch Paulus unsere doppelte Verpflichtung heraus: Unser äußerlich sichtbares Handeln sollte von dieser Einstellung bestimmt werden.

Nur zu oft haben bibelgläubige Christen die Menschen in zwei Lager geteilt: Auf der einen Seite die Verlorenen – auf der anderen Seite die Erlösten. Auf der einen Seite die Rebellen gegen Gott – auf der anderen Seite die mit Gott Versöhnten.

Man könnte dieses üble Bild der christlichen Exklusivität sogar noch ausweiten. Natürlich stimmt es: Noch immer stehen viele Menschen in Auflehnung gegen Gott – und nur der kleinere Teil hat die Gnade in der von Gott gebotenen Lösung angenommen. Doch alle Menschen haben einen gemeinsamen Ursprung. Von der Schöpfung her tragen alle Menschen das Bild Gottes.

So wird es uns langsam klar: Jesu Gebot, unsere Brüder zu lieben, kann nicht unter Ausschluss der ungläubigen Mitmenschen passieren. 

Wir müssen uns stets das Beispiel vom barmherzigen Samariter vor Augen halten.

Noch einmal wollen wir die Bibelworte betrachten, die das Kennzeichen des Christen so deutlich beschreiben, wie kaum etwas anderes:

Johannes 13.34-35: Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.

Johannes 17.21: damit sie alle eins seien, wie du, Vater, in mir und ich in dir, dass auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.

Was wir wissen und behalten müssen: Wir Christen sind aufgerufen, so wie der Samariter den halb tot geschlagenen Menschen mit Liebe umgab, alle Menschen als unsere Nächsten zu lieben.

Ja, sie zu lieben wie uns selbst.

Des Weiteren wünscht sich Jesus von uns, allen wirklichen christlichen Glaubensgeschwistern auch inmitten größter Meinungsverschiedenheiten – Liebe zu erweisen.

Sie auch dann zu lieben, wenn es etwas kostet, sie auch in Zeiten höchster Spannungen zu lieben. Selbst wenn wir mit uns selbst nicht klarkommen. 

Und sie so zu lieben, dass die Welt es erkennen kann. Wir sind also aufgefordert, in all unserem Verhalten Gottes Heiligkeit und Liebe zu beweisen, sonst betrüben wir den Heiligen Geist.

Liebe und die durch sie bezeugte Einheit ist das den Christen gegebene einzige Kennzeichen, das sie der Welt vorweisen sollen.

Nur durch dieses Kennzeichen kann die Welt erkennen, dass die Christen wirklich Christen sind und dass Jesus vom Vater gesandt worden ist. 

Zum Schluss ein Gebet für diejenigen, die noch nie Gott mit der Bitte um Errettung aufgesucht haben, aber jetzt das Bedürfnis in ihrem Herzen verspüren.

Vater, vergib mir all meine Sünden. Ich weiß, dass ich ein Sünder bin. Ich bin schuldig vor dir. Heute komme ich zu dir und ich bitte dich um Vergebung für all meine Sünden.

Ich glaube, dass Jesus für all meine Sünden den Preis bezahlt hat. Er ist für mich gestorben und auferstanden von den Toten. Ich glaube, dass Jesus wiederkommt, die Lebenden und die Toten zu richten.

Heute bitte ich dich: Reinige mich und komm in mein Herz, um dort für immer zu wohnen. Sei du mein Herr und Gott und König. Fülle mich mit dem Heiligen Geist. Danke Jesus Amen.  


 

66.)   Ein gespaltenes Haus!

 
Ihr Lieben,
wir beginnen dieses Thema mit zwei Bibelstellen. So lesen wir in
Offenbarung 22.18-19: Ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört: Wenn jemand etwas zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen hinzufügen, die in diesem Buch geschrieben sind; und wenn jemand etwas von den Worten des Buches dieser Weissagung wegnimmt, so wird Gott seinen Teil wegnehmen von dem Baum des Lebens und aus der heiligen Stadt, von denen in diesem Buch geschrieben ist.
Johannes 1.1: Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist. In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst.
Was haben diese Texte mit unserer heutigen evangelikal-christlichen Welt zu tun?
Es ist eine sehr genaue Beschreibung dessen, was heute in unseren christlichen Kreisen geschieht: Die evangelikalen, vormals bibelgläubigen christlichen Kreise sehen sich heute einer Zäsur gegenüber, was die Natur der biblischen Inspiration und Autorität betrifft.
Innerhalb der evangelikalen Gemeinde gibt es eine Anzahl von Leuten, die ihre Ansichten über die Unfehlbarkeit der Bibel abändern, sodass auf diese Weise die unumschränkte Autorität des Wortes Gottes nahezu vollständig untergraben wird.
Dies vollzieht sich in einer äußerst rafinierten Art und Weise.
Die neuen Ansichten über die Autorität der ganzen Heiligen Schrift sind nämlich gar nicht so weit entfernt von dem, was die bibelgläubigen Christen bis vor kurzem noch glaubten.
Aber die neuen Meinungen enden schließlich, konsequent angewendet, tausende von Kilometern von den früheren, den ursprünglichen  Ansichten entfernt.
Schon ein ganz kleiner Unterschied weitet sich aus zu einem riesigen Unterschied mit gewaltigen Folgen.
Es ist über kurz oder lang ein Riesen Unterschied, was Theologie, Lehre und geistliche Fragen angeht.
Was aber noch schwerer wiegt, ist die Tatsache, dass unsere Einstellung zur Bibel auch über das Alltagsleben eines Christen entscheidet. Und auch über die Art und Weise, wie wir uns unserer Umwelt gegenüber verhalten.
Wenn wir also in Bezug auf die uneingeschränkte Autorität der Bibel einen noch so kleinen Kompromiss eingehen, dann wird dies im Laufe der Zeit seinen Niederschlag finden, was es im theologischen Sinne heißt, ein Christ zu sein.
Dieser Kompromiss wird auch Auswirkungen darauf haben, wie wir in dem ganzen Spektrum des Alltags unser Leben führen.
Bis vor etwa 300 Jahren glaubte jeder wahre Christ an die Unfehlbarkeit der Heiligen Schriften der Bibel. Das galt für die Zeit vor der Reformation und für die Zeit danach gleichermassen.
Das Problem der Kirche des Mittelalters vor der Reformation war nicht die Tatsache, dass Christen an der Unfehlbarkeit der Bibel zweifelten.
Das Problem war, dass unbiblische theologische Ansichten, heidnische Bräuche und Aberglauben in der Kirche stark anwuchsen und gleichberechtigt neben der Bibel standen.
Diese außerbiblischen Ansichten wurden gleichberechtigt neben die Bibel gestellt, sodass die biblische Lehre untergraben wurde. Dieser Missbrauch führte zur Reformation.
Es ist also wichtig zu verstehen: Der Glaube an die Unfehlbarkeit der Bibel und der Anspruch, Christ zu sein, gehörten untrennbar zusammen. Das galt bis in die zwanziger/dreißiger Jahre des vorigen, des 20. Jahrhunderts.
Noch einmal ganz deutlich: Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts sagte niemand: „Ich bin Christ, glaube aber, dass die Bibel voller Fehler ist.“
Genau das passiert heute in der evangelikalen christlichen Welt.
Inzwischen ist das Problem größer geworden. Die evangelikale Welt ist tief gespalten.
Dabei springen uns die Gründe förmlich an, warum wir eine starke und kompromisslose Einstellung zur Bibel haben sollten. Es ist die einzige Möglichkeit, treu zu sein gegenüber dem, was Christus über die Bibel und sich selbst sagt.
Aber es gibt noch einen anderen Grund: Vor uns liegen schwierige Zeiten – für uns selbst und für unsere leiblichen und geistlichen Kinder. Ohne den festen Glauben an die Fehlerfreiheit der Bibel, sind wir für die Zeiten vor uns in keiner Weise gewappnet.
Nur wenn die Bibel irrtumsfrei ist – und zwar nicht nur da, wo sie über unsere Erlösung spricht – sondern auch da, wo sie über die Geschichte, die Wissenschaften und den Kosmos redet, haben wir eine wirkliche Antwort, was die Existenz des Universums angeht, und die Einzigartigkeit der Schöpfung und des Menschen.
Ohne diese Sicherheit haben wir keinerlei absolute Maßstäbe, wir haben keine Heilsgewissheit und nichts auf das wir uns stützen können. Nichts und niemand kann uns eine andere Grundlage für unseren Glauben an Jesus Christus geben.
Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts existierte tatsächlich so etwas wie ein christlicher Konsens, der der westlichen Gesellschaft in Nordamerika und Westeuropa eine spezifische Gestalt gab.
Nun ist dieser Konsens verschwunden, und die Freiheiten, die er brachte, werden vor unseren Augen zerstört.
Wir sind mitten in einer Zeit, in der der Humanismus seine Schlussfolgerungen  zieht – in der Ethik, in der Gesetzgebung, in den Wertmaßstäben, im Alltag.
Alles, was unsere westliche Gesellschaft heute besitzt, sind relative Werte, die auf statistischen Durchschnittberechnungen basieren, oder den willkürlichen Entscheidungen derjenigen, die die rechtliche oder politische Macht besitzen.
Die Reformation bescherte den westlichen Ländern und Nordamerika eine Freiheit und eine Ordnung, wie es sie noch nie zuvor gegeben hatte.
Diese Freiheit in der Ordnung beruhte auf der Lehre der Bibel.
Im Rückblick können wir unschwer erkennen, dass nach 1920 der christliche Konsens zunehmend die Ansicht einer Minderheit ausmacht. Es ist nicht mehr der Konsens im Hinblick auf Gesetz und Moral.
Wir Christen haben nicht mehr genug Einfluss.
Die Betonung des biblischen Christentums liegt auf der Lehre, dass der unendlich persönliche Gott die letzte Realität ist. Dass er der Schöpfer ist von allem, was existiert.
Und dass sich der Mensch dem heiligen Gott nur auf der Grundlage des vollendeten Erlösungswerkes Jesu Christi frei nähern kann. Dem vollendeten Werk Jesu braucht nichts mehr hinzugefügt werden.
Die gigantischen Freiheiten, die Nordamerika und Westeuropa auszeichneten, mündeten nicht wie anderswo im Chaos, denn die absoluten Freiheiten der Bibel schufen einen wirksamen Konsens.
Aber sobald der Konsens abgeschafft wird, entwickeln dieselben Freiheiten eine zerstörerische Kraft, die zum Chaos in der Gesellschaft führt.
Deshalb erleben wir auch den Zusammenbruch der Moral.
Deshalb sind die ruhigen Zeiten für uns Evangelikale vorbei.
Nur ein fester Blick auf die unfehlbare Bibel bewahrt uns vor dem relativistischen Denken unserer Zeit. Wir erinnern uns daran, dass es dieser feste Blick war, der die Gemeinde durch die Zeit römischer Gewaltherrschaft hindurch trug.
Was geschieht heute mit unserer evangelikalen Welt?
Zuerst müssen wir zugeben, dass heute die Festigkeit nicht mehr da ist, die der frühen Kirche half.
Wenn Evangelikale wirklich Evangelikale sein wollen, dann dürfen sie in Bezug auf die Bibel keinerlei Zugeständnisse machen. Denn das ist unsere einzige objektive Sicherheit.
Es nützt auch nichts, wenn die Zahl der evangelikalen Bekehrungen steigt, wenn gleichzeitig große Teile der evangelikalen Welt zu Zugeständnissen in Bezug auf die Bibel bereit sind.
Kürzlich hörte ich von evangelikalen Kreisen, in denen sich viele Menschen zu Christus hin bekehren. Und die das Neue Testament mit Freuden akzeptieren. Das Alte Testament, vor allem die Torah lehnen sie jedoch als „nicht inspiriert“ ab.
Die Wasserscheide der evangelikalen Welt ist da, wo man von der Bibel überzeugt ist oder nicht.
Das heißt für uns: In großer Liebe müssen wir uns verabschieden von denen, die die volle Autorität der Bibel nicht anerkennen.
Die Trennlinie kann genau festgelegt werden. Wir müssen die geistliche Topographie der christlichen Welt ganz genau untersuchen. Wer behauptet, das Alte Testament sei nicht inspiriert, ordnet sich selbst auf der anderen Seite der Trennlinie ein.
Und dann müssen wir liebevoll sichtbar machen, wo diese Grenze verläuft und jederman klar machen, dass er sich entscheiden muss. Für oder gegen die Fehlerlosigkeit der Bibel.
Und das hat schmerzliche Konsequenzen.
Ein nicht unbedeutender Teil der evangelikalen Christenheit hat sich von der säkularen allgemeinen Weltanschauung infiltrieren lassen. Diese Infiltration ist in Wirklichkeit eine Variante der liberalen Theologie, die auch unter dem Namen „Neo-Orthodoxie“ firmiert.
Es ist ganz erstaunlich, wie weit die liberale, neo-orthodoxe Theologie in Kirchen und Freikirchen gleicher maßen verbreitet ist.
Nicht unsere innere Stimme ist die letzte Autorität zu der Frage, ob Jesus lebt und auferstanden ist, sondern allein die Bibel. Die subjektive Erfahrung kann uns nicht helfen.
Es ist der Existenzialismus, der die subjektive innere Erfahrung betont, aber er untergräbt die objektive Wahrheit der Bibel.
Wenn jemand aus dem neo-orthodoxen oder liberalen Lager behauptet, er berufe sich auf Jesus, dann bleibt die Frage, ob er denn wisse, dass Jesus lebt und dass Jesus von den Toten auferstanden ist. Wenn er glaubt, dass die Bibel Fehler enthält, dann können sich diese auch auf Jesus beziehen.
So viel ist klar.
Und wenn dieser neo-orthodoxe oder liberale Zeitgenosse darauf antwortet, dass er ein inneres Zeugnis für Jesu Existenz und Auferstehung besitze, ein Gefühl, eine subjektive Empfindung, dann ist es mir 1000 Mal lieber, die objektive Bestätigung vom Wort Gottes zu haben.
Das Gott-ist-tot Syndrom der deutschen Theologen Niebuhr, Tillich, Karl Barth zeigte schon früh, wo diese Bibelkritik letztlich endet.
Sich von der unfehlbaren Bibel zu lösen, bedeutet unweigerlich in eine Sackgasse mit einem toten Gott hinein zu marschieren. Man verliert so die letztgültige, objektive Autorität.
Ich möchte mich für heute mit einem Gebet verabschieden.
Lieber Herr Jesus Christus,
Du allein hast für all meine Sünden gebüßt. Du warst unschuldig und bist trotzdem für mich ans Kreuz gegangen und bist dort gestorben. Für mich.
Ich danke Dir für Dein großes Opfer. Ich weiß allein durch die fehlerfreie Bibel, dass Jesus lebt. Und ich glaube daran.
Jetzt lade ich dich in mein Herz ein, um da für immer zu wohnen. Du allein sollst mein Herr und mein Gott sein.
Ich gehöre jetzt dir. Du bist auferstanden von den Toten. Du lebst und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Ich bete dich an.
 
 
 

65.) Worauf kommt es an in unserer Zeit?

Ihr Lieben,

wir können diese Frage als Christen sehr leicht richtig beantworten, wenn wir zwei Entwicklungen in den richtigen Zusammenhang bringen.

Das eine ist die wissenschaftlich technologische Explosion in unserer Zeit. Eine Wissens Explosion ohne Ende. Das sieht wahrlich nach einem echten Quantensprung in die Zukunft aus.

Daniel 12.4: Und du, Daniel, halte die Worte geheim und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes! Viele werden suchend umherstreifen, und die Erkenntnis wird sich mehren. 


Die Erkenntnis wird sich mehren, sagt die Bibel. Ja, wir sind in dieser letzten Zeit. 

Das zweite ist der fast komplette moralische Zusammenbruch in unserer westlichen, vormals an den christlichen Werten orientierten Gesellschaft.

Römer 1.32: Denn es wird offenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten, weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, denn Gott hat es ihnen offenbart.


Auch dazu ist die Bibel klar: Jeder Mensch in unseren westlichen Ländern kann erkennen, was richtig und falsch ist. 

Diese beiden Entwicklungen haben sich nicht zufällig nahezu gleichzeitig ereignet. Es gibt vielmehr etwas, das sich hinter diesen beiden Phänomenen verbirgt.

Wer das verstanden hat, verfügt über eine vernünftige Grundlage für die richtige Beurteilung unserer Zeit. Und die richtige Beurteilung des heutigen Christseins in der westlichen Welt.

In den vergangenen 100 Jahren hat sich etwas so sehr geändert, etwas, was das moralische Fundament, auf der unsere europäische und nordamerikanische Kultur basiert, nahezu völlig zerstört hat. 

In jedem einzelnen Bereich der Kultur sind allerschlimmste Ereignisse eingebrochen – im Bereich der Gesetzgebung, und der staatlichen Gewalt genauso wie in den Schulen, in unserem Gemeinwesen oder in den Familien.

Und diese Dinge haben sich zu unseren Lebzeiten entwickelt oder vollendet. Die älteren unter uns werden das bestätigen. Wir evangelikale Christen waren und sind die ganze Zeit dabei – und haben es einfach geschehen lassen.

Unsere Kultur und unsere bisherigen Wertvorstellungen wurden nahezu vollständig vernichtet und gingen sang- und klanglos ein. Das ist weit mehr als ein moralischer Zusammenbruch.

Eine neue Moral wurde installiert, in der jede Form moralischer Perversion von den Medien und der Unterhaltungsindustrie nach und nach anerkannt und verherrlicht wurde.

Und der gesellschaftliche Konsens auf der Grundlage der Bibel ging vollständig verloren.

Auf welche Weise können wir uns erklären, was geschehen ist?

Ein einfaches Beispiel: Während die Bibel sagt, dass Gott den Menschen als Mann und Frau geschaffen hat, sagt die jetzt etablierte herrschende Meinung unter dem Stichwort „Gender Mainstreaming“: Jeder Mensch soll selbst bestimmen, als was er leben will: Als Mann, als Frau oder irgendwo dazwischen.

Geschlechtsumwandelnde Operationen kommen immer mehr in Mode. 

Man muss wissen, was sich hinter den beiden Hauptfakten unserer Zeit verbirgt, nämlich der technologischen Explosion und dem moralischen Zusammenbruch. Dazu ist es notwendig, herauszufinden, welcher Zeitgeist dieses Zeitalter der letzten 100 Jahre überwiegend bestimmt hat. Und welche Geisteshaltung für dieses Zeitalter bestimmend war.

Was hat unser Leben und Denken in der Zeit zwischen 1920 und 2020 so sehr verändert und bestimmt, dass wir es heute, auch aus christlicher Sicht ganz genau definieren können.

Und da sind sich die Fachleute einig: Es ist der „Gedanke der totalen Freiheit“ gewesen. Nicht bloß „Freiheit“ als abstraktes Ideal, oder „Freiheit“ im Sinne einer Befreiung von Ungerechtigkeit.

Die grundsätzliche Idee, die den sogenannten „Westen“, also vor allem West Europa und Nord Amerika so stark geprägt hat, entsprach den jeweiligen Wertvorstellungen der jeweiligen Zeit.

So waren die USA nicht einfach nur ein freies Land – sondern groß, befreit, entfesselt, grenzenlos. Unglaublich anziehend.

Amerika entwickelte jetzt eine geradezu explosive Macht und Kraft auf allen Gebieten, die scheinbar zuvor im Schach gehalten wurden.

Frei zu sein bedeutete, modern und zeitgemäß zu leben. Und: Von niemand abhängig zu sein. Von niemand ausgebremst zu werden.

Modern zu leben, bedeutete wiederum, seine Chancen zu nutzen. Privat, beruflich, gesellschaftlich, geistig. 

Bewundernd sprach man vom amerikanischen Jahrhundert. Und vom amerikanischen Traum.

Man wollte ausbrechen aus den lästigen Resten des Mittelalters und vollends in die Neuzeit, die Moderne eintauchen. Endlich die Befreiung aus jeglichem Zwang für sich selbst erobern. 

Und das alte Europa wollte ebenfalls modern sein. Und sich von seiner Vergangenheit der Kriege und Krisen endgültig loslösen. Egal was das kostet. Frei sein.

Der moralische Imperativ der letzten 100 Jahre lautete: Alles Unfreie soll frei sein. Alle Begrenzungen sollten als unheilvoll  aufgesprengt werden. Religiös, geistlich, kulturell, gesellschaftlich. 

Doch wir wissen: Wenn Menschen oder Ansichten „nur“ entfesselt werden, dann sind sie zwar befreit, aber nicht unbedingt wirklich frei. Nicht wirklich freie Menschen.

Hier ist das wahre Problem dieser abgelaufenen 100 Jahre benannt: Es liegt in dem Versuch, absolute Freiheit haben zu wollen und diese nach eigenen Vorstellungen zu bestimmen und zu gestalten. Unabhängig von allen Begrenzungen. Einfach alles abzuschütteln, was scheinbar beengt oder einengt.

Aber dies stellt notwendiger Weise auch eine bewusste Rebellion gegen den Gott der Bibel und seine absoluten Gesetze dar. Das war von Anfang an klar. Aber auch das wollte man riskieren. Man begann sich von Gott abzukoppeln, loszusagen.

Man muss also den Gott der Bibel abwählen, auf ihn verzichten, ihn zum alten Eisen rechnen. Ihn in die Vergangenheit verbannen. Zum frühen und unreifen Menschsein dazu zählen. Ihn und sein wunderbares Wort, die Bibel. 

Denn er ist der Gott der Regeln und Gesetze. Der Gott der Ordnung. Die höchste Autorität im Universum.

Es geht also um das Problem von Ordnung und Freiheit. Von Ordnung, Autorität und Freiheit. Von Gott und Mensch. 

Und dies ist ein Problem, mit dem sich jede Kultur in der Menschheitsgeschichte konfrontiert sah. Irgendwann im Laufe der menschlichen Geschichte stand der indische Subkontinent vor der gleichen Frage – und wählte offenbar die unbegrenzte Freiheit. Oder China. Oder Haiti. Oder Russland. Oder Afrika.

Jetzt also Europa und Nordamerika. Und Australien und Neuseeland. Bisher durch das Evangelium geschützt.

Wenn es keine biblische Ausgewogenheit zwischen Ordnung/Autorität auf der einen und Freiheit/Bindungslosigkeit  auf der anderen Seite gibt, dann wird sich jede Gesellschaft unweigerlich zu dem einen oder anderen Extrem hinbewegen.

Freiheit ohne Ordnung und Autorität führt zum Chaos. Zum Zusammenbruch der Gesellschaft. 

Ordnung/Autorität ohne ein Gleichgewicht an Freiheit führt zu einem autoritären Regierungssystem und zur Zerstörung der individuellen und gesellschaftlichen Freiheit.

Keine Gesellschaft kann im Chaos existieren. Und keine menschliche Gruppe in Ordnung und Autorität ohne Freiheit. 

Das steht fest. Da folgt jedes Mal kurze Zeit später die Geburt einer tyrannischen Kontrollmacht. Hitler-Deutschland, UDSSR, DDR, latein-amerikanische Militärdiktaturen, afrikanische Diktaturen liefern Beispiele genug.

Irgendetwas muss also mit der christlichen Kultur des Abendlandes geschehen sein, dass die Welt nicht humaner geworden ist, sondern heute inhuman ist, wie nie zuvor, und mit jeder Perversion liebäugelt.

Die Ethik wird vom Prinzip der Nützlichkeit bestimmt, Maßstäbe jeder Art gelten hingegen als einengend.

Typisch für unsere aktuelle Situation ist das Auseinanderklaffen von Freiheit und Ordnung, von Freiheit und Autorität.

Die menschliche Gesellschaft kann aber nur existieren, wenn die Balance zwischen diesen beiden Seiten sicher gestellt ist.

War die Freiheit früher integriert in eine christliche Ethik – so ist diese jetzt fast völlig verschwunden.

Der Mensch glaubt überwiegend an sein evolutionäres Wachstum aus dem Nichts heraus, was irgendwann unweigerlich dazu führt, dass er sich selbst zu Gott macht. 

In autonomer Freiheit bestimmt er selbst, was Wahrheit sein soll. Und dazu ist er gar nicht fähig. 

Dieser Befund nährt die Überzeugung, dass wir in einer nachchristlichen Welt leben. Das Christentum hat also aufgehört, die ethische Basis der Gesellschaft  zu sein.

Der massive Gesichtsverlust des christlichen Glaubens zeigt sich vor allem darin, dass die Christen sich flächendeckend dem Zeitgeist der Welt angepasst haben und in Jesus Christus nicht mehr den Herrn aller Lebensbereiche sehen.

In dieser bedrohlichen Situation ist es die Aufgabe der gläubigen Christen, einen möglichst offensiven Standpunkt gegen den wertezerstörenden Zeitgeist einzunehmen.

Das kann sich zuweilen zu einem Kampf auf Leben und Tod entwickeln, der sowohl über die Situation des Menschen in der Ewigkeit, als auch in der Jetztzeit, entscheidet.

Den alles entscheidenden Schritt auf dem Weg zur Zerstörung der christlichen Basis in unserem Leben und unserer Kultur finden wir in dem antichristlichen Wesen der Aufklärungsepoche.

Die ganz zentralen Ideen der Zeit der Aufklärung stehen in einem scharfen Gegensatz zum Christentum, vor allem zum reformatorischen Christentum:

Die Leugnung des Übernatürlichen, der Glaube an die Autonomie der menschlichen Vernunft, die Ablehnung des Sündenfalls, die Verneinung der Gottheit Jesu Christi und seiner Auferstehung, die Auffassung von der Fähigkeit des Menschen, sich selbst zu vervollkommnen und die Zerstörung der Glaubwürdigkeit der Bibel durch die menschliche Kritik.

Mit diesen sich schnell verbreitenden Ideen, begann auch der moralische Verfall der Menschheit in den westlichen Nationen.

Erlösung geschieht nun nicht mehr durch Christus, sondern durch die Vernunft des Menschen. Der wissenschaftliche Fortschritt ist nach dieser These der neue Weg zum Paradies.

Besonders tragisch in diesem Zusammenhang ist die Entwicklung der Theologie in Deutschland. Da wurde der Glaube von der Rationalität gelöst und in das Gefängnis einer  subjektiven Innerlichkeit verbannt.

Mit der Erschließung dieser neuen Wirklichkeit hat der christliche Glaube bei uns nichts mehr zu suchen.

Der christliche Glaube wurde aus der Welt des Nachprüfbaren entfernt und auf ein angeblich sicheres, unantastbares aber auch geschichtsloses Nebengleis in höheren Dimensionen entfernt. Was heißt das genau?

Man fängt damit an, den christlichen Glauben und die zu Grunde liegende Bibel ins Reich der Fabeln zu verfrachten.

Freilich hat der Mensch immer noch den Hang zum Spirituellen in sich. Aber der wartet jetzt auf eine brauchbare Form und findet sie nicht. Folge: Am Ende des Weges steht der Irrationalismus, die Sinnlosigkeit. 

Tendenzen in der Wissenschaftstheorie und Philosophie bestätigen diesen Trend.

Was tun?

Die gläubigen Christen müssen endlich diesen Kampf annehmen und mit aller Kraft diesem relativistischen Denken den Kampf ansagen.

Wenn sich die Evangelikalen, die bibeltreuen Christen von ihrem Glauben leiten ließen, stünden sie an vorderster Front  gegen diesen säkularen Zeitgeist.

Aber manche Christen nennen sich „evangelikal“ ohne es wirklich zu sein. Denn sie schwächen durch massive Anpassung an den Zeitgeist die Kraft des göttlichen Wortes ab.

Die Angleichung an den Zeitgeist ist dramatisch und geschieht auf zweierlei Weise: In einer veränderten Bibelauslegung und in bestimmten weltlichen Verhaltensformen.

Die ganz entscheidende Bruchstelle ist eine stark veränderte Einstellung zur Bibel. Vor allem: Die ersten 11 Kapitel der Bibel.

Man hält die Bibel zwar nach wie vor für ausschlaggebend im Bereich der religiösen Erfahrung – aber für fehlbar in den Bereichen der Vernunft und der Wissenschaft, des Kosmos und der Anfänge.

So wird das Wort Gottes der Kritik durch den Zeitgeist unterworfen, anstatt Gesellschaft und Kultur durch die Bibel in Frage zu stellen.

Man differenziert zwischen der auf das Dasein bezogenen Methode der Bibellektüre und der subjektiven Erfahrung der inneren Überzeugung.

Damit wird die objektive Heilstatsache von dem subjektiven jeweiligen Befinden des Menschen abhängig gemacht und dadurch letztlich beschnitten und herabgewürdigt.

Dies entspricht einer totalen Trennung von Denken und Glauben, was in die Sinnlosigkeit führen muss.  

Schlimmer noch: Es lässt sich nicht leugnen, dass auch in Kreisen deutscher Evangelikaler eine solche Veränderung des Schriftverständnisses stattgefunden hat. 

Nicht mehr die Schrift, sondern die subjektive religiöse Erfahrung mit Gott ist die einzige Entscheidungsinstanz für das Glaubensleben.

Die Frage nach der Autorität der Bibel wird als unwichtig abgetan – die Hauptsache für den Gläubigen sei allein die undogmatische Begegnung mit Christus.

Dabei wird unsere Kultur zum Maßstab der Bibelauslegung.

Nach Jahren der Anwendung der Bibelkritik machen sich ihre Ableger nun selbst in evangelikalen Ausbildungsstätten in Deutschland breit.

Diese Durchdringung des Schriftverständnisses geschieht schleichend aber kontinuierlich, so dass für viele Evangelikale die Gefahr nicht unbedingt sichtbar ist.

Als tragische Beispiele gelten die Problemfelder Ökumene, Friedensbewegung, Feminismus, und die Abwertung des menschlichen Lebens durch Abtreibung.

Auch die Teilnahme am Kirchentag, die Frage der Auseinandersetzung zwischen Schöpfung und Evolution sowie zwischen Psychologie und Seelsorge. Und natürlich ethische Fragestellungen wie Homosexualität und außerehelicher Geschlechtsverkehr.

Es bleibt dabei: Im Vordergrund steht die Haltung der wahren  Evangelikalen zur ganzen Heiligen Schrift. Der prophetische Teil der Bibel spricht hier eine unglaublich klare Sprache.

Die Bibel präsentiert sich uns als unfehlbar, Irrtums frei und ist die einzig sichere Grundlage für die Beurteilung der Ereignisse unserer Zeit. Was wir Menschen daraus machen, ist fehlbar.

Sie ist das einzige tragfähige Fundament unseres Glaubens. Ohne diese Haltung werden wir in den kommenden Auseinandersetzungen nur schwer standhalten können. 

Das Alte Testament und das Neue Testament sind gleichermaßen von dieser Irrtumsfreiheit betroffen.

Hier fällt die Entscheidung über Leben und Tod.

Wahrheit bringt Konfrontation mit sich. Wer dieser Konfrontation ausweicht, liefert den säkularen Menschen dem Verderben aus.

Gläubige Christen müssen also Radikale sein – Radikale gegen den Relativismus jeder Art. Nicht Selbstgerechtigkeit – sondern radikale biblische Lehre. Unsere Endzeit bietet dazu die beste Gelegenheit. Es ist der Liebesdienst der Konfrontation um der Wahrheit willen.

Ich möchte diesen Bericht mit einem Gebet beenden.

Lieber Vater, lieber Herr Jesus Christus, 

danke, dass ich jetzt erkenne, dass ich ein elender Sünder bin, der vor Gott nicht bestehen kann. Ich beuge mich vor Dir, dem allein wahren Gott der Bibel.

Ich bitte dich, komm in mein Herz und bleibe dort. Mein Herz ist rein, weil Jesus all meine Sünden ans Kreuz getragen hat. Ich empfange jetzt deinen Heiligen Geist. Danke Vater. Ich verstehe jetzt, warum ich ohne Dich verloren bin. Danke für Deine Rettung. Danke Jesus, dass du lebst, weil du auferstanden bist von den Toten. Amen.

 

 

64.) Der Zeitgeist verändert unsere Gedanken und unser Handlungen:

Ihr Lieben,
wir haben festgestellt, dass wir uns als bibelgläubige Christen in einem gnadenlosen Kampf befinden, der sich im Bereich von Gedanken, Vorstellungen und Auffassungen abspielt, aber letztlich auch unser Handeln total verwirrt und verändert.
Gedanken sind niemals wertneutral und abstrahiert. Sondern Gedanken wirken sich stets auf unser Handeln, auf unsere Lebensweise aus – sowohl in unserem persönlichen Leben als auch in unserem Zusammenleben mit anderen.

Römer 1.24: Darum hat Gott sie dahingegeben in den Begierden ihrer Herzen in die Unreinheit, ihre Leiber untereinander zu schänden.


Römer 1. 32: Obwohl sie Gottes Rechtsforderung erkennen, dass die, die so etwas tun, des Todes würdig sind, üben sie es nicht allein aus, sondern haben auch Wohlgefallen an denen, die es tun.


Entschlossen, alle Begrenzungen abzuschaffen, und nach autonomer Freiheit zu streben – einem „frei sein“ von jeglicher Begrenzung - besonders von Gottes Wahrheit und seinen moralischen Geboten – sind wir auf dem Weg der Selbstzerstörung gelandet. Er führt direkt in die Hölle.

Ich muss die Freiheit haben, das Kind in meinem Leib zu töten. Ich muss die Freiheit haben, das Neugeborene zu töten, wenn ich der Meinung bin, dass das Leben des Kindes meiner Vorstellung vom guten und freien Leben nicht entspricht.

Beides kommt zusammen: Es selber tun und Wohlgefallen an denen haben, die es tun. Das sagt uns die oben erwähnte Bibelstelle.
Ich muss auch die Freiheit haben, meinen Ehepartner und meine Kinder zu verlassen, wenn meine sexuelle Orientierung das nötig macht.
Ich muss auch die Freiheit haben, sexuelle Handlungen mit Partnern meines eigenen Geschlechts vorzunehmen, wenn es mich danach gelüstet.
Eine weitere Bibelstelle, die unsere Kultur genauestens beschreibt, ist 2. Petrus 2:  

2. Petrus 2. 18-21: Denn sie führen geschwollene, nichtige Reden und locken mit fleischlichen Begierden durch Ausschweifungen diejenigen an, die kaum denen entflohen sind, die im Irrtum wandeln; sie versprechen ihnen Freiheit, während sie selbst Sklaven des Verderbens sind; denn von wem jemand überwältigt ist, dem ist er auch als Sklave unterworfen. Denn wenn sie den Befleckungen der Welt durch die Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus entflohen sind, aber wieder in diese verwickelt und überwältigt werden, so ist für sie das Letzte schlimmer geworden als das Erste. Denn es wäre ihnen besser, den Weg der Gerechtigkeit nicht erkannt zu haben, als sich, nachdem sie ihn erkannt haben, wieder abzuwenden von dem ihnen überlieferten heiligen Gebot. 

Hier kommt wirklich alles zur Sprache: Die Ablehnung der Wahrheit, die moralische Entartung und das Gericht, das diejenigen erwartet, die die Wahrheit kannten, die sich zu Christus bekehrt haben und sich dennoch von ihr abwandten.
Dies ist keine Diskussion unter gebildeten Leuten. Sondern es ist ein Kampf auf Leben und Tod zwischen den Mächten der Bosheit und denen, die den Namen unseres Erlöser-Gottes Jesus Christus zur Geltung bringen.
Dieser Konflikt spielt sich auf der Gedankenebene ab. Und zwar geht es um fundamental entgegengesetzte Meinungen darüber, was Wahrheit ist und was real ist.
Es ist aber auch ein Konflikt auf der Ebene von Handlungen, der sich zwischen kompletter Perversion und Chaos einerseits und Gottes perfekten und absoluten Maßstäben andererseits abspielt.
Glauben wir als evangelikale Christen, dass es sich tatsächlich so verhält? Glauben wir, dass es sich um Sinn und Sinnlosigkeit unseres kompletten irdischen Lebens dreht?
Nur wenige Gotteskinder scheinen diese Sachverhalte klar und ungeschönt zu sehen. Es wäre sicher besser, unsere Erfolgszahlen aus dem Gemeindebereich nicht so groß heraus zu posaunen, sondern unsere christliche Antwort auf den Zeitgeist – zumindest per heute - als pure Katastrophe zu erkennen. Und uns neuerlich für diesen Kampf zu rüsten.
Dazu ist es notwendig, den Einfluss der „Zeit der Aufklärung“ bei der Umwälzung der letzten 100 Jahre in Westeuropa und Nordamerika zu erkennen. Und der politischen Korrektheit um uns herum den Kampf anzusagen.

Die Aufklärung war eine geistige Bewegung, die in der Mitte des 17. Jahrhunderts entstand und ihre eindeutigste Ausprägung im Deutschland des 18. Jahrhunderts erfuhr.
Der utopische Traum der Aufklärung lässt sich in fünf Stichworten zusammenfassen: Vernunft, Natur, Glück, Fortschritt und Freiheit.

Die humanistischen Strömungen erreichten in der Aufklärung ihren Höhepunkt: Der Mensch fing absolut bei sich selbst an. Die Aufklärung war das Gegenteil, die Antithese zur Reformation. Beide Bewegungen führten zu entgegengesetzten Resultaten.

Die Aufklärung war eine intellektuelle Bewegung, die betonte, dass die menschliche Vernunft ausreiche, dass Mensch und Gesellschaft sich vervollkommnen würden und dass die Gültigkeit der traditionellen Autoritäten in der Vergangenheit angezweifelt werden müsste.

Die Aufklärung verbindet den Widerstand gegenüber allem Übernatürlichen mit dem Glauben an die allumfassende Fähigkeit der menschlichen Vernunft mit dem Wunsch, das Wohl aller Menschen in diesem Leben auf der Erde voranzutreiben. Ohne dazu wirklich in der Lage zu sein.
Sie verwarfen das christliche Dogma und waren strickt gegen den Katholizismus wie auch die protestantisch-reformatorischen Glaubensrichtungen eingestellt.

Sie behaupteten, dass diese beiden Glaubensrichtungen sich an Mächte der Blindheit gebunden hätten und der Menschheit ihre rationalen Fähigkeiten raubten. Sie glaubten einfach an das Gute im Menschen, strichen den Begriff der „Sünde“ aus ihrem Vokabular, und setzten stattdessen einen unbekümmerten Optimismus ein -  plus einen absoluten Glauben an die menschliche Gesellschaft an sich.

Der Geist der Aufklärung drang tief in den deutschen Protestantismus ein, zersetzte den Glauben an die Unfehlbarkeit der Bibel und förderte die Bibelkritik. Die zentralen Gedanken der Aufklärung stehen in krassestem Widerspruch zur christlichen Wahrheit: Sie greifen Gott selbst an und sein Wesen. Sie behaupten: „Es gibt keinen Gott.“

Sondern „Gott“ ist im Mittelalter und in der Zeit davor der jeweils herrschenden Klasse als Möglichkeit eingefallen, die einfachen Menschen zu unterdrücken. Sie nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Und so den Status Quo zu erhalten.

Dieser Umschwung setzte besonders mit der Übernahme der historisch-kritischen Methode der Bibelauslegung ein, die in Deutschland entwickelt worden war. Die liberalen Theologen wandten diese Methode an, und untergruben die Autorität der Bibel damit weitgehend.

Trotzdem gab es bibelgläubige christliche Leiter, und viele Laienchristen, die wahrhaftig und tiefgehend bibelgläubig waren. Sie galten als fundamental. Fundamental und rückständig. Im Gegensatz zu liberal. Liberal und fortschrittlich.

Daher übernahmen in den meisten Gemeindebünden in der westlichen Welt die liberalen Geistlichen und Leiter die destruktiven Methoden und Ansichten der Aufklärung und richteten ihre Gemeinden danach aus.
Liberal contra fundamental.

In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts hatten sich in den meisten Denominationen die liberalen Kräfte durchgesetzt. Die Schlacht war also damals schon größtenteils verloren. Die Amtsenthebung der fundamentalistischen Leiter hatte zudem ein völlig neues Signal in die erstaunte Welt gesandt.
Übrigens: Zwischen der Entstehung der historisch-kritischen Methode der Bibelauslegung und dem Totalitarismus sowie dem Völkermord von Adolf Hitler lagen gerade mal 80 Jahre.
Zugegeben: Der christliche Konsens vorher war auch nicht vollkommen gewesen.

Aber der Konsens auf der Grundlage der Aufklärung, die konsequent im Gegensatz zur christlichen Wahrheit steht, einschließlich der Verneinung des Übernatürlichen, durchdrungen von dem Glauben an die unbegrenzte Fähigkeit der menschlichen Vernunft, der Zurückweisung des Sündenfalls, der Verneinung der Göttlichkeit Jesus Christi, dem Glauben an die Fähigkeit des Menschen, sich selber zu vervollkommnen – das war eine andere Geschichte.

Damit einher ging schrittweise ein vollkommener Zusammenbruch der überlieferten, auf den Aussagen der Bibel beruhenden Moral.
Vergessen wir nicht: Satan ruft uns immer noch zu, dass wir sein können wie Gott. Seit Adam und Eva hat sich sein Lügenprogramm nicht geändert.
Unsere Probleme kommen daher, dass die neue Weltsicht auf der Idee basiert, dass die letzte Wirklichkeit unpersönliche Materie und Energie ist und auf dem unpersönlichen Zufall in einer unendlich langen Zeit aufbaut. Göttliche Schöpfung ade!

Darwin und Huxley lassen grüßen.

Wenn wir das annehmen, dann leben wir in einem Universum ohne Sinn und Ziel ohne eine Basis für Gesetz und Moral, ohne eine Vorstellung für das,  was es heißt, Mensch zu sein, und ohne Maßstab für den Wert des menschlichen Lebens.

Mir fallen sofort die Drogenabhängigen, die Heroinabhängigen, die ehemaligen Blumenkinder ein, die